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	<title>Greenwashing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Millbart: unbrauchbaren Einzelnachweis entfernt, siehe WP:Belege und Portal:Recht/Weblinks und Belege</title>
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		<updated>2026-02-04T21:14:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;unbrauchbaren Einzelnachweis entfernt, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Belege&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Belege (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:Belege&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/index.php?title=Portal:Recht/Weblinks_und_Belege&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Portal:Recht/Weblinks und Belege (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Portal:Recht/Weblinks und Belege&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:VW Golf TDI Clean Diesel WAS 2010 8983.JPG|mini|Ein [[VW Golf TDI]] aus dem Jahr 2010, der als &amp;#039;&amp;#039;sauberer Diesel&amp;#039;&amp;#039; beworben wurde. Das Unternehmen geriet später aufgrund eines [[Abgasskandal]]s in die Kritik.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Greenwashing}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Greenwash}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS}}; wörtlich „grünwaschen“, übertragen: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“) ist eine kritische Bezeichnung für das Verbreiten von Informationen und Kommunikationsinhalten und für sonstige Aktivitäten, die bewusst darauf zielen, einem Unternehmen in der [[Öffentlichkeit]] ein [[umwelt]]freundliches und verantwortungsbewusstes [[Image]] zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt. Der Begriff spielt auf &amp;#039;&amp;#039;grün&amp;#039;&amp;#039; als Symbol für Natur und Umweltschutz und &amp;#039;&amp;#039;Waschen&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von [[Geldwäsche]] oder [[Reinwaschung|sich reinwaschen]] an. Er kann als [[Analogieschluss|Analogiebildung]] zu &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|whitewashing}}&amp;#039;&amp;#039; (englisch für [[Schönfärberei|schönfärben]], übertragen: „sich eine weiße Weste verschaffen“; Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;whitewash&amp;#039;&amp;#039; für „[[Sumpfkalk]]“) im Deutschen auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grünfärberei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.greenpeace-magazin.de/gr%C3%BCnf%C3%A4rberei |text=Greenpeace-Magazin 4. September: &amp;#039;&amp;#039;Grünfärberei.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160405072813}} In: &amp;#039;&amp;#039;greenpeace-magazin.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Schönfärben von Klimabilanzen wird auch englisch &amp;#039;&amp;#039;Climate-Washing&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cssn2022&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Climate Social Science Network, Lewis &amp;amp; Clark Law School, London School of Economics, Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment |Titel=Climate-Washing Litigation: Legal Liability for Misleading Climate Communications |Reihe=CSSN Research Report |NummerReihe=2022:1 |Datum=2022-01 |Sprache=en |Online=https://www.lse.ac.uk/granthaminstitute/publication/climate-washing-litigation-legal-liability-for-misleading-climate-communications/}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Suggerieren betrügerische oder irreführende Werbeaussagen zu Produkten oder Dienstleistungen von Unternehmen einen Gesundheitsbonus, der nicht existiert, so spricht man jedoch von [[Healthwashing]] („gesundwaschen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung der Phänomene ==&lt;br /&gt;
=== Instrumente ===&lt;br /&gt;
Beim Greenwashing werden Techniken der [[Öffentlichkeitsarbeit]], der [[Rhetorik]] und der [[Manipulation]] benutzt, um einem Unternehmen, seinen Produkten oder Aktivitäten eine positive Wahrnehmung zu verschaffen (umgangssprachlich: „[[Toga#Aussehen|weiße Weste]]“). So behaupten die Unternehmen unter anderem, die Ausrottung der Armut und des Welthungers voranzutreiben, ihre Produkte [[Fairer Handel|fair zu handeln]] oder auf ökologische und klimaverträgliche Weise herzustellen. Übliche Felder sind Erklärungen zur [[Nachhaltigkeit]], [[Energieeffizienz]] oder der [[CO₂-Neutralität|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Neutralität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel hebt das Unternehmen einzelne umweltfreundliche Leistungen, Aktivitäten oder Ergebnisse bzw. entsprechende Bewertungen Dritter mit starkem Kommunikationsaufwand öffentlich hervor, etwa in Presseaktionen oder [[Werbekampagne]]n. Häufig sind die dabei getroffenen Einzelaussagen – zum Beispiel über ein neues, umweltfreundliches Produkt oder Verfahren des Unternehmens – für sich genommen zutreffend, betreffen aber nur einen geringen Teil der Unternehmensaktivitäten, während das [[Kerngeschäft]] umweltverschmutzend bleibt. Die wahrscheinlich häufigste Erscheinungsform ist das Herausfiltieren richtiger Aussagen bei gleichzeitiger Ausblendung relevanter Kausalitäten oder klassisch negativer Effekte. Eine weitere Form ist ein prophylaktisches Greenwashing: Ein Argument wird gestreut, um zukünftigen Gegenargumenten vorzubeugen und einen Wahrnehmungsvorteil zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise bedachte die [[Deutsche Umwelthilfe]] den Ölkonzern [[Shell plc|Shell]] mit dem Negativ-Preis „Goldener Geier“ für die „dreisteste Umweltlüge“. Shell Deutschland bewarb mit einem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausgleich von 1,1 Cent pro Liter: „Autofahrer könnten ihr Fahrzeug ohne schlechtes Gewissen und Klimaschäden nutzen“. Dies sei „Greenwashing auf Kosten von Klima, Umwelt und der Verbraucherinnen und Verbraucher“. „Wie genau diese klimaschädlichen Emissionen in Projekten am anderen Ende der Welt ausgeglichen werden“, wurde nicht belegt. Es sei „unmöglich“, Umweltschäden mit 1,1 Cent pro Liter Sprit auszugleichen. „Mit dem Werbeversprechen des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausgleichs will Shell in die Irre führen, um weiterhin und noch mehr Geld mit fossilem und schädlichem Sprit zu verdienen.“ Da auch der [[Lufthansa]]-Konzern einen Tarif für „CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-neutrales Fliegen“ bewirbt, landete diese Werbung auf dem zweiten Platz der dreistesten Umweltlügen – vor dem Verpackungsmüll-Problem bei der Fastfood-Kette [[McDonald’s|McDonalds]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/werbung-fur-co2-ausgleich-in-hohe-von-11-cent-pro-liter-deutsche-umwelthilfe-zeichnet-shell-mit-negativ-preis-fur-dreisteste-umweltluge-aus-8667412.html |titel=Werbung für &amp;quot;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausgleich&amp;quot; in Höhe von 1,1 Cent pro Liter: Deutsche Umwelthilfe zeichnet Shell mit Negativ-Preis für &amp;quot;dreisteste Umweltlüge&amp;quot; aus |hrsg=Tagesspiegel |datum=2022-09-21 |abruf=2022-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteure und Kooperationen ===&lt;br /&gt;
Akteure von Greenwashing sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unternehmen mit Angeboten, die umweltbelastend, ressourcenverbrauchend, deren Produktion einem hohen Risiko unterliegt oder unter Verletzung von [[Sozialstandard]]s herstellen,&lt;br /&gt;
* Werbe-, Marketing- und PR-Agenturen,&lt;br /&gt;
* [[Lobbyist]]en,&lt;br /&gt;
* honorierte Meinungsbildner bis in den wissenschaftlichen Bereich (Gutachten),&lt;br /&gt;
* [[Influencer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch staatliche Akteure, wie Regierungen oder Politiker, können sich des Greenwashing bedienen, um ihr Handeln oder Nicht-Handeln gegenüber der Öffentlichkeit in einem günstigeren Licht erscheinen zu lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cssn2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Form des Greenwashing sind Kooperationsprojekte mit Partnern, die in der Öffentlichkeit ein positives [[Image]] haben und mit Umweltfreundlichkeit, uneigennützigem ökologischen Engagement oder Unabhängigkeit assoziiert werden. Meist handelt es sich bei diesen Projekten um [[Sponsoring]]. Solche Kooperationsprojekte sind nicht automatisch Greenwashing – allgemein anerkannte Kriterien zur Unterscheidung fehlen jedoch bislang. Deshalb haben sich einige Umweltorganisationen Richtlinien für Sponsoring oder Kooperationen gegeben, mit denen Greenwashing (oder entsprechenden Vorwürfen) begegnet werden soll. Dessen ungeachtet sind diese Kooperations- und Sponsoringprojekte häufig Gegenstand von internen Diskussionen und auch von Greenwashing-Vorwürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung|ANU]]: &amp;#039;&amp;#039;Leuchtpol – [[Bildung für nachhaltige Entwicklung|BNE]] im Kindergarten.&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv |url=http://www.umweltbildung.de/416.html |text=umweltbildung.de |wayback=20100131035245}} In: &amp;#039;&amp;#039;umweltbildung.de/&amp;#039;&amp;#039;, 21. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Methoden ===&lt;br /&gt;
Als typische Greenwashing-Methoden von Unternehmen nennt die Beratungsgesellschaft [[PricewaterhouseCoopers]] folgende Strategien:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=PricewaterhouseCoopers |url=https://www.pwc.de/de/nachhaltigkeit.html |titel=Nachhaltigkeitsberatung |abruf=2022-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Versteckte Zielkonflikte:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein Produkt wegen einer einzelnen Eigenschaft als umweltfreundlich bewerben, obwohl andere Produkteigenschaften umweltschädlich sind.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fehlende Nachweise:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Aussagen treffen, die nicht durch unabhängige Stellen verifiziert oder durch aussagekräftige Studien belegt werden können.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vage Aussagen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Unklar definierte Begriffe verwenden, die leicht missverstanden werden können.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irreführende oder symbolische Labels:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Von unseriösen Instituten stammende oder selbst erfundene Labels verwenden, die praktisch keinen Aussagewert haben.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irrelevante Aussagen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Aussagen treffen, die zwar stimmen, aber keinen Aussagewert haben (Beispiel: Ein Produkt wird mit der Aussage FCKW-frei beworben, obwohl dies nur gesetzliche Vorgaben umsetzt).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleineres Übel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein Produkt mit einem noch weniger umweltfreundlichen Produkt vergleichen, um es in besserem Licht erscheinen zu lassen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unwahrheiten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Faktisch unzutreffende Werbebotschaften senden (Beispiel: Es wird ein [[Bio-Siegel]] verwendet, obwohl das Produkt gar nicht für dieses Siegel zertifiziert wurde).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deep Greenwash:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Unternehmen versuchen durch [[Lobbyismus]] auf politische Entscheidungsträger einzuwirken, um etwa die Verbindlichkeit von Umweltvorgaben abzuschwächen und eine Selbstregulierung durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich Müller |url=https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/download/greenwash-studie.pdf |titel=Greenwash in Zeiten des Klimawandels |werk=Studie |hrsg=LobbyControl |datum=2007-11 |seiten=3 |format=PDF, 1,6&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2024-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Methoden sind ergänzend zu nennen, die der Blog nachhaltig-sein.info aufführt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nachhaltig-sein.info/corporate-social-responsibility-csr/greenwashing-csr-nachhaltigkeit-kommunikation-marketing-formen-erfolgsfaktoren-checkliste |titel=Greenwashing in Kommunikation und Marketing (Folge 11) |datum=2015-02-04 |abruf=2022-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fehlende Aktivitäten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Unternehmen betonen symbolisch die Relevanz von Nachhaltigkeit, können aber tatsächlich kaum Aktivitäten aufweisen, um dies zu untermauern.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fremde Aktivitäten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein normaler technischer Fortschritt oder ein zugekauftes Verfahren oder eine Technik werden als unternehmenseigener Erfolg verkauft. (Beispiel: Eine gesetzlich vorgeschriebene Verringerung der CO₂-Emissionen wird als Eigenleistung des Unternehmens ausgegeben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phänomen ==&lt;br /&gt;
Greenwashing ist seit langem ein Phänomen von Unternehmen, deren Produktion risikoreich oder umweltbelastend ist oder für Arbeitnehmer oder Anrainer gefährlich werden kann. Klassisch sind dies u.&amp;amp;nbsp;a. bestimmte Bergbauwerke, Atomkraftwerke, die chemische, pharmazeutische oder Lebensmittelindustrie. Darüber hinaus eine globalisierte Textilindustrie mit höchst unterschiedlichen Auflagen zur Produktion in einzelnen Ländern. In vielen Fällen ist es für den Konsumenten sehr schwer, die Aussagen des Greenwashings zu überprüfen, oder für Institutionen, sie den Unternehmen nachzuweisen. Dort, wo es Umwelt- oder Verbraucherschutzinstitutionen gelingt, Nachweise zu führen, gibt es oft eine hohe [[Medienpräsenz|Medienresonanz]]. Von einigen Organisationen werden Negativpreise vergeben, über die medial berichtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tagesschau.de |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/foodwatch-negativpreis-101.html |titel=Foodwatch-Negativpreis: &amp;quot;Goldener Windbeutel&amp;quot; geht an REWE |abruf=2022-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=R. T. L. Online |url=https://www.rtl.de/cms/im-podcast-heute-wichtig-greenwashing-umweltschaedliches-aluminium-und-der-goldene-geier-2021-4775928.html |titel=Im Podcast &amp;quot;heute wichtig&amp;quot;: Greenwashing, umweltschädliches Aluminium und der Goldene Geier 2021 |abruf=2022-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== LNG in der Kreuzfahrtindustrie ===&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Klimatologe und Buchautor [[Michael E. Mann]] beschreibt die Strategie, den Einsatz von [[Flüssigerdgas]] (LNG) als Antrieb für Kreuzfahrtschiffe als besonders umweltfreundlich zu bewerben (Begriff Brückentechnologie), in seinem Buch Propagandaschlacht ums Klima (Kapitel 7, Pseudolösungen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael E. Mann |Titel=Propagandaschlacht ums Klima |ISBN=978-3933634504}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überwachung und Spionage ===&lt;br /&gt;
Einige Elektronikhersteller, darunter Huawei, stehen wegen systematischer [[Überwachung]] und [[Spionage]] massiv in der Kritik, siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Huawei#Kritik|Huawei – Kritik]]&amp;#039;&amp;#039;. Huawei kündigte an, in Technologien zur Reduzierung von [[Kohlenstoffdioxid|Kohlendioxidemissionen]] und der [[Energieeinsparung|Einsparung von Energie]] zu investieren, um sein Image zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland Quandt |url=https://winfuture.de/news,128394.html |titel=Embargo: Huawei macht auf öko, weil Smartphones nicht mehr laufen |werk=WinFuture.de |datum=2022-03-03 |abruf=2022-06-21}} Siehe auch: [https://huawei-studie.de/wp-content/uploads/2022/01/Huawei_FactSheet_Klima_und_Umweltschutz_2021_DE.pdf „Bis zum 30. Juni 2021 hat Huawei seinen Kunden bereits dabei geholfen, 403,4 Milliarden kWh Ökostrom zu erzeugen, 12,4 Milliarden kWh Strom einzusparen und die Kohlendioxidemissionen um 200 Millionen Tonnen zu reduzieren“] (PDF; 533&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß einer Einschätzung der &amp;#039;&amp;#039;[[The Washington Post|Washington Post]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Dezember 2021 betreibt Huawei spätestens seit 2014 Überwachungsaktionen für den [[Volksrepublik China|chinesischen Staat]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Dou |url=https://www.washingtonpost.com/world/2021/12/14/huawei-surveillance-china/ |titel=Documents link Huawei to China’s surveillance programs |werk=The Washington Post |datum=2021-12-14 |abruf=2022-06-21 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Treibhausgase und Klima ===&lt;br /&gt;
Große CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emittenten bedienen sich oft Strategien des Climate-Washing, um in der öffentlichen Wahrnehmung nicht als Verursacher, sondern als Teil der Lösung der [[Globale Erwärmung|globalen Erwärmung]] dazustehen. So haben sich Unternehmen aus dem Bereich [[Fossile Energie|fossiler Energien]] und zahlreiche [[Investmentbank]]en verpflichtet, klimaneutral zu werden, während sie weiter in neue fossile Projekte investieren. Häufig berücksichtigen Unternehmen in ihren Aussagen über die Klimabilanz ihrer Produkte nur die Emissionen, die bei deren Ge- oder Verbrauch entstehen, nicht aber Emissionen vorgelagerter Prozessschritte, beispielsweise bei Aussagen über [[Wasserstoffverbrennungsmotor|Wasserstoff]] oder [[Biokraftstoff]]e. Als beschönigend angesehene Berichte von Unternehmen über ihre klimafreundliche Investments, [[Unternehmerische Klimarisiken|Klimarisiken]] und die [[Folgen der globalen Erwärmung|Folgen]], die mit der Nutzung fossiler Brennstoffe verbunden sind, waren mehrfach Gegenstand von [[Gerichtsverfahren zum Klimawandel|Rechtsstreitigkeiten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;cssn2022&amp;quot; /&amp;gt; Eine der bekanntesten Greenwashing-Kampagnen zu Anfang des 21. Jahrhunderts war die mittlerweile eingestellte „beyond petroleum“ des britischen Mineralölkonzerns [[BP (Konzern)|bp]] und die damit verbundenen medienwirksamen Aktionen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Installation von [[Solarstromanlage]]n auf einigen [[Tankstelle]]n, die durch das „[[Helios]]-Symbol“ dem neuen Logo in Form einer grün-gelben Blume angeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Birnbaum und Klaus Remme: [https://www.deutschlandfunk.de/bp-beyond-petroleum-100.html &amp;#039;&amp;#039;BP – beyond petroleum – Vom Image und der Wirklichkeit&amp;#039;&amp;#039;], [[Deutschlandfunk]] – &amp;#039;&amp;#039;„[[Hintergrund (Rundfunksendung)|Hintergrund]]“&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kritischeaktionaere.de/uploads/media/BP_Greenwashing_Studie.pdf |wayback=20170305040747 |text=&amp;#039;&amp;#039;Beyond Petroleum? Greenwashing bei BP&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 320&amp;amp;nbsp;kB}} In: &amp;#039;&amp;#039;kritischeaktionaere.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Formen von Greenwashing stellen z.&amp;amp;nbsp;B. die Argumentationen von fossilen Energiekonzernen dar, bis 2050 klimaneutral zu werden, dabei aber zu verschweigen, dass dabei nur die betriebsbedingten Emissionen wie z.&amp;amp;nbsp;B. für die Verwaltung gemeint sind, während hingegen die Emissionen, die bei Verbrennen der von ihnen geförderten Energieträger entstehen, dabei nicht mit eingerechnet sind. Ebenfalls als Greenwashing kritisiert wird auch das [[Rebranding]] von Konzernen wie Total zu [[TotalEnergies]] oder die von [[BP]] genutzte Argumentation, die Abkürzung stünde statt für British Petroleum für „beyond petroleum“ (d.&amp;amp;nbsp;h. „über Petroleum hinaus“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Henry Shue |Titel=Unseen urgency: Delay as the new denial |Sammelwerk=WIREs Climate Change |Datum=2022 |Sprache=en |DOI=10.1002/wcc.809}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2019 stellte die [[Formel 1]] ihren Plan vor, bis 2030 [[Kohlenstofffreie Weltwirtschaft|kohlenstofffrei]] zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen bei den internationalen Rennen verstärkt [[erneuerbare Energien]] und [[E-Fuel]]s als [[Kraftstoff]] eingesetzt werden. Es wird außerdem daran gearbeitet, umweltfreundlichere Wege für die Anreise der Fans zu den Rennstrecken bereitzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lawrence Barretto |url=https://www.formula1.com/en/latest/article.net-zero-carbon-how-formula-1-is-going-to-meet-this-ambitious-target-by-2030.5QsK9NpYbz7pXp7423I3iJ.html |titel=Net Zero Carbon: How Formula 1 is going to meet this ambitious target by 2030 |werk=Formula One World Championship Limited |datum=2022-09-28 |sprache=en |abruf=2022-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nikolai Stübner, Lukas Grybowski |url=https://www.watson.de/sport/analyse/548658111-formel-1-so-nachhaltig-ist-die-f1-wirklich-bis-2030-will-sie-klimaneutral-sein |titel=Bis 2030 will die Formel 1 klimaneutral sein: So nachhaltig ist die Rennserie wirklich – Experte fordert: &amp;quot;Erwarte, dass es ökologischer wird&amp;quot; |werk=watson.de |datum=2021-10-09 |abruf=2022-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass das Ziel der [[Klimaneutralität]] wirklich bis 2030 erreicht wird, ist unwahrscheinlich. Ein umfassender Bericht ergab, dass die Formel 1 im Jahr 2019 für die [[Emission (Umwelt)|Emission]] von 256000 Tonnen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; verantwortlich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem die Emissionen in den 1990er Jahren deutlich zurückgegangen sind, sind sie in den 2000er Jahren wieder stark angestiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paulo Reis Mourao, Department of Economics &amp;amp; NIPE, University of Minh |url=https://www.researchgate.net/publication/325566169_Smoking_Gentlemen-How_Formula_One_Has_Controlled_CO2_Emissions/link/5b16411ba6fdcc31bbf557a1/download |titel=Smoking Gentlemen—How Formula One Has Controlled CO2 Emissions |werk=researchgate.net |datum=2018-06-01 |sprache=en |abruf=2022-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Lauf der Jahre wurden pro Saison immer mehr Rennen ausgetragen. In der ersten Saison 1950 waren es noch 7 Rennen. Für die Saison 2023 sind 24 Rennen geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen [[Volkswagen AG|Volkswagen]] versucht sich nach dem sogenannten [[Abgasskandal]] 2015, den es [[Volkswagen AG#Manipulation von Abgastests|hauptsächlich verschuldet]] hat, in den Medien als Vorreiter der [[Elektromobilität]] darzustellen, obwohl der Konzern im Jahr 2021 zu über 95 Prozent Autos mit [[Verbrennungsmotor]] verkauft hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.greenpeace.de/klimaschutz/mobilitaet/vw-kampagne |titel=VW: Von Wegen grün und sauber |werk=Greenpeace e. V. |abruf=2022-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Automobilindustrie auf der IAA 2023 ===&lt;br /&gt;
Die IAA 2023 in München inszeniert in München eine grün verkleidete Show für die Autoindustrie. An den Ständen geht es um Mobilitätslösungen mit Fahrrädern und E-Autos. Die Automobilbranche dahinter setzt aber immer mehr auf große, schwere, energiehungrige Autos. Neun von zehn neu zugelassenen PKW laufen mit einem Verbrennungsmotor. Das ist der Hauptkritik an dieser Branche: Es gibt keine Konzepte zur Verringerung des immer größer werdenden Fahrzeugbestandes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Interview: Louisa Theresa Braun |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1176015.automesse-iaa-in-muenchen-nichts-als-greenwashing.html |titel=IAA in München: »Nichts als Greenwashing« |werk=nd-aktuell.de |datum=2023-09-05 |sprache=de |abruf=2023-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kurt Stenger |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1176021.automobilmesse-eroeffnung-der-iaa-in-muenchen-noch-immer-eine-show-rund-ums-auto.html |titel=Eröffnung der IAA in München: Noch immer eine Show rund ums Auto |werk=nd-aktuell.de |datum=2023-09-05 |sprache=de |abruf=2024-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abholzung von Wäldern ===&lt;br /&gt;
Auch [[IKEA|Ikea]] muss sich dem Vorwurf von Greenwashing stellen. Nach eigenen Angaben setzt das Unternehmen im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie auf eine nachhaltige Forstwirtschaft. Holz zur Herstellung der Möbel werde dabei in erster Linie aus nachhaltigen Quellen bezogen. Eigenen Aussagen nach bezieht das Unternehmen bereits 98 % recyceltes sowie [[Forest Stewardship Council|FSC]]-zertifiziertes Holz (Stand Mai 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ikea.com/de/de/this-is-ikea/corporate-blog/nachhaltige-forstwirtschaft-pub86eb6850 |titel=Nachhaltige Forstwirtschaft |abruf=2022-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedenen Recherchen zufolge bezieht Ikea jedoch Holz aus illegalen Holzschlägen unter anderem in Sibirien und Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Julian Weiß |url=https://fairlier.de/wissen/greenwashing/greenwashing-beispiele/ |titel=Greenwashing Beispiele: Wer sind die schwarzen Schafe? |werk=fairlier.de |hrsg=Fairlier |datum=2022-02-06 |sprache=de |abruf=2022-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein aktueller Bericht der NGO Earthsight zeigt zudem, dass Ikea in Rumänien auch als Waldbesitzer ohne Rücksicht auf Umweltstandards Kahlschläge in den eigenen Wäldern durchführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.agentgreen.ro/wp-content/uploads/2021/08/20210826_IKEA_hipocrisy_EN.pdf |titel=Hypocrisy! Ikea’s Cynical Destruction Of Romania’s Old-Growth Forests |titelerg=An Agent Green Report |werk=agentgreen.ro |datum=2021-08 |sprache=en |format=PDF; 3,4&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2024-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Recycling und Plastikmüll ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2019 haben sich führende Chemiekonzerne und Konsumgüterkonzerne, darunter BASF, Dow Chemical, ExxonMobil, Henkel, PepsiCo, Procter &amp;amp; Gamble, Royal Dutch Shell und Sinopec,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://endplasticwaste.org/en/about |titel=We are working together to end plastic waste |werk=Alliance To End Plastic Waste |abruf=2022-06-21 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verbündet und zur Organisation &amp;#039;&amp;#039;[[Alliance to End Plastic Waste]]&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen, um angeblich gegen die schnell wachsende Menge von Plastikmüll vorzugehen, eines der drängendsten Umweltprobleme der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Siegfried Hofmann |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/chemiebranche-allianz-gegen-kunststoffmuell-geht-an-den-start/23874434.html |titel=Allianz gegen Kunststoffmüll geht an den Start |werk=Handelsblatt |datum=2019-01-16 |abruf=2022-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Untersuchungen der Nachrichtenagentur &amp;#039;&amp;#039;Reuters&amp;#039;&amp;#039; zufolge verfehlt &amp;#039;&amp;#039;Alliance to End Plastic Waste&amp;#039;&amp;#039; seine Ziele nach der Schließung des Partnerunternehmens &amp;#039;&amp;#039;Renew Oceans&amp;#039;&amp;#039; klar und kann nicht wirklich dazu beitragen, die Menge von Plastikmüll zu reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joe Brock, John Geddie, Saurabh Sharma |url=https://www.reuters.com/article/environment-plastic/big-oils-flagship-plastic-waste-project-sinks-on-the-ganges-idUSKBN29N028 |titel=Big Oil’s flagship plastic waste project sinks on the Ganges |werk=Reuters |datum=2021-01-18 |abruf=2022-06-21 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Perry Wheeler |url=https://www.greenpeace.org/usa/news/reuters-story-exposes-big-oils-alliance-to-end-plastic-waste-scam/ |titel=Reuters story exposes Big Oil’s Alliance to End Plastic Waste scam |werk=Greenpeace USA |datum=2021-01-19 |abruf=2022-06-21 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbeutung von Plantagenarbeitern ===&lt;br /&gt;
[[Chiquita]] ist eines der Unternehmen, das durch Greenwashing fortwährend in die Kritik der Medien geraten ist. So stellt sich der Konzern seit Mitte der neunziger Jahre als umweltbewusst und [[Fairer Handel|fair handelndes]] Unternehmen dar, welches Vorbildstatus genieße, nicht zuletzt aufgrund der überdurchschnittlich hohen Löhne. Mitarbeiter der Plantagen berichten aber immer wieder von zu geringen Löhnen und Missachtung ihrer [[Gewerkschaft|gewerkschaftlichen]] Rechte. Die Mitarbeiter behaupten weiterhin, dass diejenigen, die ihre Rechte einfordern, unter einem Vorwand aus dem Unternehmen geworfen werden und anschließend in der Region keine Anstellung mehr bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;organicconsumers.org, 6. Februar 2001 {{Webarchiv |url=https://www.organicconsumers.org/old_articles/Organic/chiquita.php |text=&amp;#039;&amp;#039;Chiquita-Going Green or Greenwashing Corporate Crime?&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170305035053}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sarah Shemkus |url=https://www.theguardian.com/sustainable-business/2014/dec/19/chiquita-lawsuit-green-marketing-bananas-water-pollution|titel=Chiquita settles lawsuit over green marketing, but the legal battle isn’t over |werk=[[The Guardian]] |datum=2014-12-19 |sprache=en |abruf=2022-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierschutz ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2020 warnte die &amp;#039;&amp;#039;Fur Free Alliance (FFA)&amp;#039;&amp;#039; vor dem „WelFur“ Tierschutz-Zertifikat, das von der Pelzindustrie selbst herausgegeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200122_OTS0021/vier-pfoten-und-fur-free-alliance-warnen-vor-greenwashing-siegel-der-pelzindustrie &amp;#039;&amp;#039;VIER PFOTEN und Fur Free Alliance warnen vor Greenwashing-Siegel der Pelzindustrie&amp;#039;&amp;#039;], 22. Januar 2020 in [[Austria Presse Agentur#APA-Gruppe|APA-OTS Originaltext-Service (OTS)]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Maßnahmen ==&lt;br /&gt;
Im Juni 2022 einigten sich die EU-Staaten auf ein Gesetz gegen Greenwashing von Unternehmen, das 2024 in Kraft treten sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2022-06/unternehmensverantwortung-eu-nachhaltigkeit-transparenz-grossunternehmen |titel=EU-Staaten einigen sich auf Regeln gegen Greenwashing von Unternehmen |werk=[[Zeit Online]] |datum=2022-06-22 |abruf=2022-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 2025 wurde bekannt, dass die [[EU-Kommission]], die in der EU als Einzige das Recht hat, Gesetze vorzuschlagen oder zurückzuziehen, dieses Gesetzesvorhaben wieder stoppen will.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kein neues Greenwashing-Gesetz: EU-Kommission will ihr Vorhaben zurückziehen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Juni 2025, S.&amp;amp;nbsp;20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 2024 gab die [[Europäische Kommission]] an, zwanzig [[Fluggesellschaft]]en wegen potenziell irreführender Umweltwerbeaussagen ermahnt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/3356133/ |titel=Greenwashing: Brussels Airlines und Air France-KLM ermahnt |hrsg=[[orf.at]] |datum=2024-05-02 |sprache=de |abruf=2024-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Greenscamming]]&lt;br /&gt;
* [[Redwashing]]&lt;br /&gt;
* [[Sportswashing]]&lt;br /&gt;
* [[Environmental, Social and Governance|Environmental, Social and Governance (ESG)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Populärwissenschaftliche Monographien ===&lt;br /&gt;
* Bernd Villhauer: &amp;#039;&amp;#039;Meine Bank wäscht grüner. Die Ökolügen der Finanzbranche.&amp;#039;&amp;#039; Hirzel, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-7776-3339-8 (mit Anmerkungen, Literaturangaben und Weblinks).&lt;br /&gt;
* Andreas Stangl, Sandra Drobiunig-Stangl: &amp;#039;&amp;#039;Healthwashing – Wie die Nahrungsmittelindustrie die Werbewirkungsforschung nutzt um unser Kauf- und Essverhalten zu beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039; AV Akademikerverlag, Saarbrücken 2015, ISBN 978-3-639-87632-1.&lt;br /&gt;
* Friedrich Schmidt-Bleek: &amp;#039;&amp;#039;Grüne Lügen: Nichts für die Umwelt, alles fürs Geschäft – wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten&amp;#039;&amp;#039;. Ludwig, München 2014, ISBN 978-3-453-28057-1.&lt;br /&gt;
* Stefan Kreutzberger: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökolüge. Wie Sie den grünen Etikettenschwindel durchschauen&amp;#039;&amp;#039;. Econ, Berlin 2009, ISBN 978-3-430-30045-2.&lt;br /&gt;
* [[Toralf Staud]]: &amp;#039;&amp;#039;Grün, grün, grün ist alles, was wir kaufen: Lügen, bis das Image stimmt&amp;#039;&amp;#039;. Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 2009, ISBN 3-462-04106-1.&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ende der Märchenstunde. Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt.&amp;#039;&amp;#039; Blessing, München 2009, ISBN 978-3-89667-413-5.&lt;br /&gt;
* [[John Stauber]], Sheldon Rampton: &amp;#039;&amp;#039;Giftmüll macht schlank. Medienprofis, Spin Doctors, PR-Wizards. Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie&amp;#039;&amp;#039;. Orange-Press, Freiburg 2006, ISBN 978-3-936086-28-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersichtsstudien und akademische Fachbeiträge ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=A. Wren Montgomery, Thomas P. Lyon, Julian Barg |Titel=No End in Sight? A Greenwash Review and Research Agenda |Sammelwerk=Organization &amp;amp; Environment |Datum=2023-05-09 |ISSN=1086-0266 |DOI=10.1177/10860266231168905 |Seiten=108602662311689 |Online=https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/10860266231168905&amp;lt;!--|Abruf=2024-09-13--&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
* Peter Seele: &amp;#039;&amp;#039;Is Blue the new Green? Colors of the Earth in Corporate PR and Advertisement to communicate Ethical Commitment and Responsibility&amp;#039;&amp;#039;. Working Paper CRR 03, 2007/1, [http://www.responsibility-research.de/resources/WP_3_Is_blue_the_new_green.pdf (PDF; 688&amp;amp;nbsp;kB).]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://umweltmission.de/wissen/greenwashing/ Was ist Greenwashing? Definition und Beispiele] der Umweltmission&lt;br /&gt;
* [https://www.six-group.com/de/blog/greenwashing-explained.html Greenwashing verstehen: Wie erkenne ich irreführende Aussagen zu Nachhaltigkeit?] von SIX Group&lt;br /&gt;
* [https://www.bund-rvso.de/idx-greenwash.html Themenseite „Greenwash“] beim Umweltverband [[BUND]]&lt;br /&gt;
* [https://www.uamr.de/greenwashing-durch-pr-agenturen/ Beitrag zum Thema „Greenwashing“] im &amp;#039;&amp;#039;UAMR.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Westdeutscher Rundfunk]], Servicezeit, {{Webarchiv |url=http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/servicezeit/sendungen/greenwashing101.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Echter Umweltschutz oder „Grünfärberei“? – Wie grün ist Ökostrom wirklich?&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140406195427}}&lt;br /&gt;
* [https://nachhaltig-sein.info/ &amp;#039;&amp;#039;nachhaltig-sein.info&amp;#039;&amp;#039;], Handbuch Nachhaltigkeit für Unternehmen, [https://nachhaltig-sein.info/corporate-social-responsibility-csr/greenwashing-csr-nachhaltigkeit-kommunikation-marketing-formen-erfolgsfaktoren-checkliste &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Nachhaltigkeit (Folge 11): Greenwashing – wie enttarnen und worauf es ankommt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/politik/frontal/doku-greenwashing-maerchen-klimarettung-konzerne-zertifikate-emissionen-klimawandel-100.html |titel=Greenwashing mit CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Zertifikaten |titelerg=Das Märchen von der Klimarettung |werk=[[ZDFmediathek|zdf.de]] |hrsg=[[Frontal (2001)|Frontal]], [[Zweites Deutsches Fernsehen]] – ZDF |datum=2023-11-23 |abruf=2023-12-04 |abruf-verborgen=1 |kommentar=35 min, Video verfügbar bis 23. November 2025}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1156036607}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marketing]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werbung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Millbart</name></author>
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