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	<title>Gred Ibscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-26T06:45:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Margareta „Gred“ Ibscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. September]] [[1906]] in [[Kirchheim in Schwaben]]; † [[5. Januar]] [[1996]] in [[Hamburg]]) war eine deutsche [[Klassische Archäologie|Altphilologin]] und [[Geschichte der Philosophie|Philosophiehistorikerin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gred Ibscher war Tochter des Fuggerischen Domänendirektors Carl Ibscher und seiner Frau Maria Salesia Roth in [[Mindelheim]]. Sie wuchs mit ihren fünf Schwestern in Mindelheim auf. Sie besuchte zunächst die [[Volksschule]], danach das humanistische Reformgymnasium in [[München]]. Nachdem sie 1926 das Abitur abgelegt hatte, begann sie mit dem Studium der Klassischen Philologie, [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]], und [[Klassische Archäologie|Archäologie]] an den Universitäten [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. Zu ihren akademischen Lehrern gehörten [[Eduard Spranger]], [[Nicolai Hartmann]], [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]], [[Werner Jaeger]] und [[Wolfgang Schadewaldt]]. 1931/32 legte sie in München ihr [[Staatsexamen]] ab und wurde dort 1934 bei [[Johannes Stroux]] mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff des Sittlichen in der Pflichtenlehre des [[Panaitios von Rhodos|Panaitios]]. Ein Beitrag zur Erkenntnis der mittleren Stoa&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Die 1932 begonnene Karriere als Lehrerin wurde schon 1934 wieder unterbrochen, weil sich Ibscher weigerte einem der NS-Berufsverbände beizutreten. Daraufhin ging sie zu Studienzwecken zunächst nach [[Rom]], dann nach [[Madrid]]. Als der [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanische Bürgerkrieg]] ausbrach, kehrte sie zurück nach München. Dort war sie 1937/38 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Redaktion des [[Thesaurus Linguae Latinae]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1939 verließ Ibscher Deutschland und [[Auswanderung|emigrierte]] nach [[Costa Rica]]. Dort arbeitete sie bis 1947, zunächst als Lehrerin, danach seit 1944 nach einer Zusatzausbildung auch als [[Krankenpfleger|Krankenschwester]] und [[Hebamme]]. Einer Einladung nach Harvard von Werner Jaeger als &amp;#039;&amp;#039;Research Assistant&amp;#039;&amp;#039; konnte sie nicht folgen und ging 1948 nach [[Peru]]. In [[Lima]] übersetzte sie [[Martin Heidegger]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Kant und das Problem der Metaphysik&amp;#039;&amp;#039; ins [[Spanische Sprache|Spanische]] und übernahm [[Lehrbeauftragter|Lehraufträge]] für [[Griechische Sprache|Griechisch]], [[Latein]] sowie antike [[Philosophie]]. An der [[Universidad Nacional Mayor de San Marcos]] in Lima wurde sie 1953 mit einer [[Ethik|ethischen]] Dissertation für Philosophie promoviert. Für zwei Jahre kehrte Ibscher 1955 bis 1957 nach Deutschland zurück und wurde Südamerikareferentin in [[Stuttgart]]. 1964 wurde sie Ordentliche Professorin für Geschichte der [[Griechische Literatur|Griechischen Literatur]] an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos. Während dieser Zeit veröffentlichte sie mehrere kleinere Arbeiten zum [[Antikes Drama|antiken Drama]] und zu [[Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang Goethe]]. 1973 wurde Ibscher [[Emeritierung|emeritiert]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Emeritierung begann ihre produktivste Lebensphase. Zehn Jahre lang widmete sie sich der Ethik in den Werken [[Demokrit]]s und brachte eine zweibändige Studie in spanischer Sprache zu Demokrits Ethik und Erziehung heraus. Es war die erste Würdigung Demokrits als Ethiker und nicht länger nur als [[Atomismus|Atomist]]. Ibscher identifizierte sich mit dessen Ethik. In seiner &amp;#039;&amp;#039;Euthymia&amp;#039;&amp;#039; sah sie im Zentrum nicht nur den Respekt des Menschen vor sich selbst, sondern auch vor dem [[Chaos|Kosmos]]. Sie erkannte hier die erste [[Deontologische Ethik|Pflichtethik]] in der Geschichte der Philosophie. Wie auch die Demokrit-Studie in [[Russische Sprache|russischer Sprache]] von [[Salomon Luria (Altphilologe)|Salomon Luria]] wartet Ibschers Studie auf die Übersetzung in eine der großen Wissenschaftssprachen und wird deshalb nicht angemessen rezipiert. 1985 kehrte sie nach Deutschland zurück und arbeitete trotz einer langwierigen Erkrankung an einer zweisprachigen Ausgabe von Demokrits ethischen Fragmenten, die erst nach ihrem Tod erscheinen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ibscher hat sich über ihre wissenschaftlichen Studien hinaus große Verdienste um die gegenseitige Vermittlung von deutscher und [[südamerika]]nischer Kultur erworben. Dafür wurde sie in Deutschland wie in Peru mehrfach ausgezeichnet. 1984 wurde ihr das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz I. Klasse]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mit Carlos Daniel Valcárcel: &amp;#039;&amp;#039;El actual edificio de la Universidad Nacional Mayor de San Marcos&amp;#039;&amp;#039;, Universidad Nacional Mayor de San Marcos – Publicaciones del cuarto centenario, Lima 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„La Electra“ de Sófocles y La „Medea“ de Eurípides&amp;#039;&amp;#039;, Universidad Nacional Mayor de San Marcos – Departamento de Literatura, Lima 1966&lt;br /&gt;
* mit Inés Pozzi-Escot: &amp;#039;&amp;#039;Siete reflexiones en torno a la filología&amp;#039;&amp;#039;, Universidad Nacional Mayor de San Marcos – Centro de Investigación Linguística Aplicada, Lima 1973&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Demócrito y sus sentencias sobre ética y educación. Una introducción al pensamiento del atomista de Abdera&amp;#039;&amp;#039;, Universidad Nacional Mayor de San Marcos – Dirección Universitaria de Biblioteca y Publicaciones, Lima 1983/1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Demokrit: Fragmente zur Ethik. Griechisch/Deutsch&amp;#039;&amp;#039;, Reclam, Stuttgart 1996, ISBN 3-15-009435-6 (Reclams Universal-Bibliothek, Band&amp;amp;nbsp;9435)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gregor Damschen]]: &amp;#039;&amp;#039;Gred Ibscher †&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gnomon (Zeitschrift)|Gnomon]]&amp;#039;&amp;#039; 70 (1998), S.&amp;amp;nbsp;380–381&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117756709}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rosalsgarten.de/all-inkl/genealogie/i535.html Genealogische Daten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117756709|VIAF=259474129|LCCN=n85369861}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ibscher, Gred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophiehistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universidad Nacional Mayor de San Marcos)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ibscher, Gred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ibscher, Margareta (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Altphilologin und Philosophiehistorikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. September 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kirchheim in Schwaben]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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