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	<title>Gravimetrie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gravimetrie&amp;diff=440739&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: fehlender Punkt nach Abkürzung</title>
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		<updated>2025-12-09T18:55:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlender Punkt nach Abkürzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gravimetrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|gravitas}}, „Schwere“ und [[-metrie]] von {{elS|τὸ μέτρον}} – das Maß) bezeichnet die Methoden, mit denen das lokale und regionale [[Gravitation|Schwerefeld]] der Erde vermessen wird. Die Bestimmung dieses fundamentalen [[Potentialfeld]]es ist für Geodäsie, Geophysik und Technik gleichermaßen von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Geodäsie]] sind lokale Schwerewerte für die [[Höhenbestimmung]] (genaue Reduktion des [[Nivellement]]s) und die [[Geoidbestimmung]] von Bedeutung, in der [[Geophysik]] und der [[Geodynamik]] für die Erforschung des [[Erdinneres|Erdinnern]] und seiner Bewegungen. Ferner benötigen präzise Waagen und andere technische Messmethoden gravimetrische Daten zu ihrer [[Eichung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der unterschiedlichen Stärke der [[Schwerebeschleunigung]] an verschiedenen Orten lassen sich Aussagen über die Verteilung der [[Massenverteilung|Massen]] in der Erdkruste und über die jeweilige [[Gesteinsdichte]] treffen. Die Interpretation ist allerdings nicht immer eindeutig ([[Umkehrproblem der Potentialtheorie]]). Auch in der Erforschung anderer Himmelskörper ([[Planetologie]], [[Erdmond]]) gewinnt die Schweremessung an Bedeutung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Southern ocean gravity hg.png|mini|hochkant=1.5|Schwerefeld der Erde im Südpolarmeer. Blau=negative Abweichung, Rottöne=positive Abweichung.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Geoid_undulation_10k_scale.jpg|thumb|[[Geoid]], der mit  Satelliten-Gravimetrie bestimmt wurde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messprinzipien ==&lt;br /&gt;
Die Gravitation lässt sich zum Beispiel aus der Schwingungsdauer eines [[Pendel]]s oder mit einer [[Drehwaage]] bestimmen, doch ist die Genauigkeit auf einige Millionstel der Schwerkraft beschränkt. Mit modernen [[Gravimeter]]n, die nach dem Prinzip der [[Federwaage]] arbeiten, sind hingegen &amp;#039;&amp;#039;relative&amp;#039;&amp;#039; Messunsicherheiten bis herab zu 5·10&amp;lt;sup&amp;gt;−9&amp;lt;/sup&amp;gt; erreichbar, mit supraleitenden Gravimetern sogar bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;−11&amp;lt;/sup&amp;gt;. Seit Beginn der 2000er Jahre wurden mit Methoden der Materiewellen[[interferometrie]] kalter Atome (s. [[Laserkühlung]]) Absolutgravimeter mit Messunsicherheiten der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;−10&amp;lt;/sup&amp;gt; demonstriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven Chu, Achim Peters, Keng Yeow Chung: &amp;#039;&amp;#039;Measurement of gravitational acceleration by dropping atoms.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 1999, 400, S.&amp;amp;nbsp;849–852, [[doi:10.1038/23655]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Messprinzip „[[Freier Fall]]“ (im Vakuum) lässt sich die Schwere auch &amp;#039;&amp;#039;absolut&amp;#039;&amp;#039; bestimmen. In einem &amp;#039;&amp;#039;Quanten-Gravimeter&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;Quantum Gravimeter&amp;#039;&amp;#039;) wird in einer magnetisch abgeschirmten Hochvakuumkammer nahe am absoluten Nullpunkt der Temperatur (etwa 1&amp;amp;nbsp;μK) eine Testmasse aus 10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt; [[Rubidium]]-Atomen fallen gelassen und die Abwärtsbewegung mit Hilfe eines [[Laser]]-Strahls mit einer ultrahohen Auflösung gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ménoret, V.; Vermeulen, P.; Desruelle, B.; et al. |url=https://rdcu.be/bVvVx |titel=Gravity  measurements below 10-9 g with a transportable absolut quantum gravimeter |werk= |hrsg=Nature, ScientificReports 8, 2018 |datum= |abruf=2018-08-17 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit, relative Unterschiede der Schwere zu messen, besteht in der Verwendung von Gangunterschieden von Uhren. Nach der [[Allgemeine Relativitätstheorie|Allgemeinen Relativitätstheorie]] ist die Geschwindigkeit von Uhren abhängig von der Position im Gravitationsfeld. Aktuelle [[Atomuhr]]en erreichen Genauigkeiten im Bereich von 10&amp;lt;sup&amp;gt;−18&amp;lt;/sup&amp;gt;, womit Höhen im Gravitationsfeld im Zentimeterbereich relativ zueinander bestimmbar wären.&amp;lt;ref&amp;gt;T.L. Nicholson, S.L. Campbell, R.B. Hutson, G.E. Marti, B.J. Bloom, R.L. McNally, W. Zhang, M.D. Barrett, M.S. Safronova, G.F. Strouse, W.L. Tewn J. Ye: &amp;#039;&amp;#039;Systematic evaluation of an atomic clock at 2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10−18 total uncertainty.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature Communications.&amp;#039;&amp;#039; 2015, 6, [[doi:10.1038/ncomms7896]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur späteren Wiederauffindung der Gravimeterpunkte und zur genauen [[Reduktion (Messung)|Reduktion]] der Messungen müssen die [[Geografische Koordinaten|geografischen]] oder die [[Landeskoordinaten]] der Messpunkte bestimmt werden. Dies erfolgt i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. durch [[örtliche Einmessung]]. Die lokale Umgebung samt [[Sperrmaß]]en wird in [[Punktbeschreibung]]en dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gelände-Reduktion und Interpretation ==&lt;br /&gt;
Vor einer exakten Interpretation der Messergebnisse (Erforschung der [[Erdkruste]] oder des [[Erdschwerefeld]]es) müssen sie um den Einfluss des [[Gelände (Kartografie)|Geländes]] reduziert werden. Dieser Rechenschritt heißt „Geländereduktion“ oder „[[topografische Reduktion]]“. Hat man sie früher mit Folien auf [[Landkarte]]n bestimmt, so wird sie heute mit digitalen Geländemodellen ([[Digitales Geländemodell|DGM]]) berechnet. Die typische Entfernung zwischen den Punkten eines DGM liegt zwischen 50&amp;amp;nbsp;m und 500&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
[[Datei:Geoid-2Vert,Equipotential.png|mini|400px|Berge krümmen die Lotrichtung um bis zu 0,01° und ändern die Schwerkraft um bis zu 0,02 %, weshalb eine [[Geländereduktion]] nötig ist. Die Schwerkraft hängt mit dem gegenseitigen Abstand der Niveauflächen zusammen, während die Lotlinien auf ihnen (und auf dem Geoid) immer senkrecht stehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reduktionen und die verbleibenden [[Schwereanomalie]]n können über 200 [[Milligal]] (2&amp;amp;nbsp;mm/s&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) erreichen, was 0,02 % der durchschnittlichen [[Fallbeschleunigung]] bedeutet. Die Anomalien geben Aufschluss über [[geologisch]]e Unregelmäßigkeiten im Untergrund, welche durch abweichende [[Gesteinsdichte|Dichte]] unterschiedlicher [[Gestein]]e, durch [[Erdöl]]- oder [[Erzlagerstätte]]n bzw. unterschiedlich tiefen Erdmantel verursacht werden. Sie werden bei der [[Exploration (Geologie)| Exploration]] häufig zur Ortung von [[Lagerstätte]]n genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anwendung der Gravimetrie ist die Ermittlung von [[Niveaufläche]]n des Erdschwerefeldes für die [[Geoidbestimmung]]. Das Geoid weicht [[Maßstabsebene|global]] um ±&amp;amp;nbsp;50&amp;amp;nbsp;Meter (maximal +75&amp;amp;nbsp;m / −110&amp;amp;nbsp;m) vom mittleren [[Erdellipsoid]] ab und kann durch dynamische Methoden der [[dynamische Satellitengeodäsie|Satellitengeodäsie]] heute auf dm genau bestimmt werden. Bei gut verteilten [[Lotrichtung]]s- oder Schweremessungen in Abständen einiger Kilometer sind sogar [[Genauigkeit]]en im Zentimeter-Bereich möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravimetrische Methoden ==&lt;br /&gt;
„Gravimetrisch“ nennt man jene&lt;br /&gt;
* Methoden, die den Verlauf des [[Geoid]]s bzw. der Niveauflächen durch Messung der [[Schwerkraft]] ermitteln, bzw.&lt;br /&gt;
* Methoden der Angewandten [[Geophysik]], welche [[Rohstoff]]e und [[Gestein]]e der [[Erdkruste]] durch Berechnung von [[Schwereanomalie]]n erforscht – zum Unterschied von seismischen, elektrischen oder magnetischen Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In flachen Ländern sind diese Methoden besonders [[Wirtschaftlichkeit|wirtschaftlich]]. Hingegen sind im [[Gebirge]] die Einflüsse des Geländes auf die Schwerkraft nur schwierig zu erfassen. Daher sind dort andere Methoden vorteilhafter, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Astrogeodäsie|astrogeodätische]] Geoidbestimmung (Messung der [[Lotabweichung]]) oder Verfahren der [[Seismik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Angewandte Geophysik]]&lt;br /&gt;
* [[Erdmessung]]&lt;br /&gt;
* [[Geopotential]]&lt;br /&gt;
* [[Gradiometrie]]&lt;br /&gt;
* [[Grundlagenvermessung]]&lt;br /&gt;
* [[Isostasie]]&lt;br /&gt;
* [[Potsdamer Schweresystem]]&lt;br /&gt;
* [[Schweregrundnetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Torge]]: &amp;#039;&amp;#039;Gravimetry.&amp;#039;&amp;#039;  de Gruyter-Verlag, Berlin 1989, ISBN 978-3-11-010702-9, Lehrbuch, 477 S.&lt;br /&gt;
* [[Karl Ledersteger]]: &amp;#039;&amp;#039;Astronomische und Physikalische Geodäsie (Erdmessung)&amp;#039;&amp;#039;, [[Handbuch der Vermessungskunde|JEK]] Band V. J.B.Metzler-Verlag, Stuttgart 1968&lt;br /&gt;
* [[W.A. Magnizki]]: &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Figur der Erde.&amp;#039;&amp;#039; Lehrbuch der Gravimetrie, Moskau 1961 (russisch) und Verlag für Bauwesen (Ostberlin) 1964, 340 S.&lt;br /&gt;
* Alexander A. Kaufman, Richard O. Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Principles of the gravitational method.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, Amsterdam 2008, ISBN 978-0-444-52993-0&lt;br /&gt;
* Jakob Flury: &amp;#039;&amp;#039;Future satellite gravimetry and earth dynamics.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Dordrecht 2005, ISBN 0-387-29796-0&lt;br /&gt;
* Rune Floberghagen: &amp;#039;&amp;#039;Lunar gravimetry.&amp;#039;&amp;#039; Kluwer, Dordrecht 2002, ISBN 1-4020-0544-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gravimetrie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markscheidewesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gravitation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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