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	<title>Gravensteiner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-22T11:37:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Apfelsorte&lt;br /&gt;
| Synonyme     = Gråsten æble (dänisch), Blumencalvill, Ernteapfel, Sabine of the Flemmings, Sommerkönig&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Silbereisen, Gerhard Götz und Walter Hartmann |Titel=Obstsorten-Atlas: Kernobst, Steinobst Beerenobst, Schalenobst |Auflage=2. |Verlag=Ulmer |Ort=Stuttgart |Datum=1996 |ISBN=3-8001-5537-0 |Seiten=65–68}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bild         = Malus Gravensteiner 4481.jpg&lt;br /&gt;
| Herkunft     = [[Gråsten|Gravenstein]], dänisch: Gråsten (Südjütland/Nordschleswig, Dänemark)&lt;br /&gt;
| bekannt seit = 1669&lt;br /&gt;
| Züchter      = &lt;br /&gt;
| Abstammung   = [[Zufallssämling]]&lt;br /&gt;
| Elternsorte1 = &lt;br /&gt;
| Elternsorte2 = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravensteiner (apple) jm120648.jpg|mini|Ansichten der Frucht und Querschnitte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravensteiner jm55243.jpg|mini|Ansicht der Frucht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gravensteiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Grafensteiner&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Grafenapfel&amp;#039;&amp;#039;; [[Dänische Sprache|dänisch]] &amp;#039;&amp;#039;Gråsten æble&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Apfelsorte|Sorte]] des [[Kulturapfel]]s (&amp;#039;&amp;#039;Malus domestica&amp;#039;&amp;#039;). Die Sorte ist mindestens seit 1669 in Dänemark und Norddeutschland bekannt. Der Gravensteiner ist ein [[Sommerapfel]], der von Ende August bis Mitte September erntereif ist. Einst weltweit verbreitet, mit Schwerpunkten in Europa von Südtirol bis Norwegen, in [[Kalifornien]] und im kanadischen [[Nova Scotia]], hat seine kommerzielle Bedeutung in den letzten Jahrzehnten stark nachgelassen und er ist vor allem als Liebhabersorte verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seiner Verbreitung trugen vor allem sein vielfach gerühmter Geschmack, die frühe Erntezeit und seine gute Eignung zur Weiterverarbeitung bei. Verdrängt durch neuere Sorten wurde der Gravensteiner, da er nur schlecht lagerfähig, anspruchsvoll im Anbau und stoßempfindlich ist. Der Gravensteiner wurde 2005 zu [[Dänemark]]s Nationalfrucht gekürt.&amp;lt;ref&amp;gt;græsten Slot:  {{Webarchiv |url=http://www.graastenslot.dk/html/grasten_aeblet.html |wayback=20160306031313 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gråsten æbletræets historie&amp;#039;&amp;#039;.}} Abgerufen am 12. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde der „[[Sebastopol (Kalifornien)|Sebastopol]] Gravenstein Apple“ in die Arche des Geschmacks von [[Slow Food]] USA aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicole Spiridakis |url=https://www.npr.org/2013/09/25/225884066/gravenstein-apples-the-end-of-summer-in-a-fruit |titel=Gravenstein Apples: The End Of Summer In A Fruit |werk=NPR.org |datum=2013-09-25 |abruf=2016-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Arche des Guten Geschmacks von Slow Food Kanada wiederum befindet sich seit 2007 der „Nova Scotia Gravenstein“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Frucht: Form und Farbe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravensteiner Europom Luxemburg 330.jpg|mini|Deutlich sichtbar die unterschiedliche Färbung verschiedener Gravensteiner]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The fruits and fruit trees of America; or, the culture, propagation, and management, in the garden and orchard, of fruit trees generally; with descriptions of all the finest varieties of fruit, native (14783495515).jpg|mini|Fruchtform des Gravensteiners]]&lt;br /&gt;
Die Äpfel sind im Vergleich groß bis sehr groß. Sie sind meistens grobkantig und wenig rund, häufig auch schief. Die Äpfel sind mittelbauchig bis hochgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Breite beträgt im Schnitt 74 Millimeter, die Höhe 64 Millimeter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=haran |url=http://www.nationalfruitcollection.org.uk/full2.php?varid=2444&amp;amp; |titel=Gravenstein |werk=National Fruit Collection |abruf=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das mittlere Fruchtgewicht beträgt 189 Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas Obstsorten&amp;#039;&amp;#039; beschreibt die Äpfel als „gestaltlich grob und wenig ansprechend.“ Die Schale ist wachsig und weich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei längerer Lagerung verstärkt sich dieser Effekt, ein Autor schreibt, nach einigen Wochen fühle sie sich an wie in Fett gebadet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rowan Jacobson |Titel=Apples of Uncommon Character |Verlag=Bloomsbury |Ort=New York |Datum=2014 |ISBN=978-1-62040-227-6 |Seiten=22–23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schale ist zart wachsgelb mit [[karmesin]]roten Tupfen und Strichen, die Sonnenseite ist häufig karminrot geflammt bis marmoriert. Dabei ist die Schale frisch vom Baum gelblichgrün und wird bei Vollreife sattgelb. Die [[Lentizelle]]n sind kaum sichtbar. Das Fruchtfleisch selbst ist grünlichweiß bis cremefarbig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiel ist sehr kurz und dick. Meist erreicht er nicht einmal die Stielgrube.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Stielgrube selbst ist mittelweit und trichterförmig verengt. Der Kelch ist halboffen bis geschlossen. Die Blättchen im Kelch sind auffallend groß und lang bewollt. Die Kelchgrube ist nicht sehr weit, aber vergleichsweise tief. Stielgrube und Kelchgrube sind meist strahlenförmig [[Berostung|berostet]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Arche Noah.at |Titel=Gravensteiner |Datum= |Online=https://www.arche-noah.at/media/gravensteiner.pdf |Abruf=2024-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittelständige Kernhaus ist groß und geräumig. Die Kerne selbst sind wenige und oft schlecht ausgebildet, aber groß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht: Textur und Geschmack ===&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner wird seit Jahrhunderten für seinen Geschmack gelobt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Er ist eine der wohlschmeckendsten europäischen [[Apfelsorte]]n mit typischem, aromatischem Geschmack und stark duftenden Früchten. Dabei ist er deutlich süßer als die meisten anderen Sommeräpfel. Der &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas Obstsorten&amp;#039;&amp;#039; kommt zum Fazit „feinfruchtig, würzig, einmaliges Aroma, betonter Apfelduft, ausgezeichnete Qualität.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ebenfalls untypisch für einen Sommerapfel ist das grobzellige [[Fruchtfleisch]] sehr saftig und knackig im Biss. Bei längerer Lagerung wird das Fruchtfleisch mürbe. Der Apfel ist allerdings sehr anfällig gegen Stöße, das Fruchtfleisch wird an diesen Stellen leicht detschig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schweizer Biolandbau ist der Gravensteiner zusammen mit [[Cox Orange]] eine der beiden Archetypen für die Geschmacksklassifikation „kräftig-würzig“, die neben den Geschmacksgruppen „mild bis süßlich“ (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Golden Delicious]]) und „säuerlich-aromatisch“ (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schöner aus Boskoop|Boskoop]]) besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oekolandbau.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/28fd0aad703279efc12570050048c399/a71cbf792a2285c3c1256f570047d2d0?OpenDocument |titel=Markt und Entwicklung von Bioprodukten in Europa 2004 |werk=www.oekolandbau.rlp.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160314112442/http://www.oekolandbau.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/28fd0aad703279efc12570050048c399/a71cbf792a2285c3c1256f570047d2d0?OpenDocument |archiv-datum=2016-03-14 |abruf=2016-03-14 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Apple Blossom.jpg|mini|Gravensteiner-Blüte]]&lt;br /&gt;
Die Blüte ist groß und schneeweiß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Kronblatt|Kronblätter]] sind groß, kurz genagelt und deckend. Die [[Primärblatt|Primärblätterzahl]] ist 6,7, wobei 5 bis 9 Primärblätter vorkommen können. Diese sind ungleich groß, breitoval und flaumig. Dazu kommen viele Nebenblättchen. Die [[Kelchblatt|Kelchblätter]] sind fast dreieckig und wuchtig. Die Griffel sind engständig und nach oben weit. Die [[Griffel (Botanik)|Griffel]] sind länger als die ebenfalls engständigen und aufrechten [[Staubblatt|Staubblätter]]. Die Blütezeit in Europa liegt zwischen Ende April und Mitte Mai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Blütezeit ist lang, die Aufblühzeit stark gestaffelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz und Blätter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gråsten Slot 0423.jpg|mini|Baum im Schlosspark von Gravenstein]]&lt;br /&gt;
Der Baum fällt durch kräftigen Wuchs auf. Dieser hält bis ins Alter an. Die Leitäste allerdings setzen flach an. Im Kroneninnern kann eine leichte Verkahlung auftreten. Die Kronen von [[Zuchtform (Obstgehölze)|Hochstämmen]] sind breit ausladend und groß. Ohne weitere Pflege hat der Baum fast ausschließlich [[Kurztrieb und Langtrieb|Langtriebe]], durch Pflegemaßnahmen wie Sommerschnitt und Binden können auch Kurztriebe hervorgerufen werden. Die Rinde des Baums ist auffallend grünlich-braun gefärbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Baum kann bis zu 100 Jahre alt werden;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; einzelne bis zu 200 Jahre alte Exemplare wurden festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blätter stehen dicht, sind dunkelgrün, glänzend und haben eine langovale Form. Sie haben eine aufgesetzte Spitze und einen scharf gezähnten Rand. Die Blätter sind kaum größer als die einzelnen Äpfel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte wachsen an einjährigen Kurztrieben, einjährigen Langtrieben, die mehr als 25 Zentimeter lang sind und an zweijährigen Langtrieben. Etwa die Hälfte der Früchte wächst dabei an den zweijährigen Langtrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner ist seit 1669 in Dänemark beziehungsweise [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] bekannt. Es handelt sich dabei um einen Zufallssämling, dessen genaue Herkunft in der Geschichte verlorenging. Verbreitete Versionen seiner Herkunft sind die Entstehung im Garten des [[Schloss Augustenburg (Dänemark)|Schlosses Augustenburg]] in [[Nordschleswig]], die Herkunft aus Südtirol, der Apfel wurde dann unter dem Namen „Ville Blanc“ nach Schleswig gebracht, oder die Entstehung aus Italien und die Einführung in Dänemark durch Graf Christian Ahlefeldt auf Schloss Gravenstein oder schließlich die direkte Entstehung im [[Schloss Gravenstein|Schlossgarten von Gravenstein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung in Europa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pommon-grafensteiner.jpg|mini|hochkant|Zeichnung in den Pomologischen Monatsheften von 1855]]&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner gelangte schnell zu Popularität in Deutschland, Schweden und Dänemark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Ausschlaggebend dafür war zum einen, dass er sich gut zur Verarbeitung zu Apfelmus, getrockneten Äpfeln, Apfelsaft und Obstbranntwein eignet, zum anderen aber auch sein gerühmter Geschmack. So gab beispielsweise 1940 der dänische Pomologe Anton Pedersen in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Danmarks Frugtsorter&amp;#039;&amp;#039; in der Kategorie Geschmack nur zwei Äpfeln die höchste Punktzahl: [[Signe Tillisch]] und dem Gravensteiner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Orange Pippin |url=http://www.orangepippin.com/apples/gravenstein |titel=Apple – Gravenstein – tasting notes, identification, reviews |werk=Orange Pippin – all about apples and orchards |abruf=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Popularität, die der Gravensteiner besaß, zeigt sich auch darin, dass andere Apfelsorten nach ihm benannt wurden. So ist der [[Juwel aus Kirchwerder]] auch als „Martens Gravensteiner“ bekannt. Zudem gibt es den „[[Gravensteiner von Arreskov]]“, den „[[Winter-Gravensteiner]]“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; den [[Gelber Bellefleur|„Thüringer Gravensteiner“]], den [[Steirischer Maschanzker|„Gravensteiner Rouge“]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:10&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://pgrdeu.genres.de/infoFiles/Rote-Liste-Nutzpflanzen.pdf |titel=Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen in Deutschland |hrsg=Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung |abruf=2016-03-15 |format=PDF; 1,4 MB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304070346/http://pgrdeu.genres.de/infoFiles/Rote-Liste-Nutzpflanzen.pdf |archiv-datum=2016-03-04 |offline=ja |archiv-bot=2022-11-09 13:55:20 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und mehrere Sorten unter dem Namen „[[Falscher Gravensteiner]]“ wie den [[Geflammter Kardinal|„Geflammten Kardinal“]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; den [[Cox Pomona|„Falschen Roten Gravensteiner“]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:10&amp;quot; /&amp;gt; und den „[[Belumer Falscher Gravensteiner]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&amp;amp;dig=2013%252F10%252F05%252Fa0116&amp;amp;cHash=d9705a89ad6267e79882073038d3d525 |titel=Der Berühmte |werk=die tageszeitung |datum=2013-10-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160316011244/http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&amp;amp;dig=2013%252F10%252F05%252Fa0116&amp;amp;cHash=d9705a89ad6267e79882073038d3d525 |archiv-datum=2016-03-16 |abruf=2016-03-15 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso gibt es in ganz Deutschland Gravensteiner Plätze und Straßen, die nach dem Apfel benannt sind, wie beispielsweise der Gravensteiner Platz im [[Frankfurter Bogen]]. In der Deutschschweiz ist Gravenstein beinahe zum Gattungsbegriff für einen Sommerapfel geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Kobelt |url=https://fruchtzeit.wordpress.com/2008/08/18/apfel-gravensteiner/ |titel=Apfel Gravensteiner |werk=Fruchtzeit.ch |datum=2008-08-18 |abruf=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa wird der Gravensteiner heute vor allem in Skandinavien angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; In den 1990ern waren die größten Anbauländer Italien (5.000 Tonnen bis 20.000 Tonnen), die Schweiz (4.000 Tonnen bis 8.000 Tonnen), Deutschland (3.000 Tonnen bis 7.000 Tonnen, je etwa zur Hälfte im Bodenseegebiet und an der Niederelbe) und Dänemark (2.000 Tonnen bis 3.000 Tonnen). In Norwegen war es die Hauptsorte im Anbau, in Schweden eine der wichtigsten Sorten. Seitdem sind die Zahlen jedoch rückläufig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wurde der Gravensteiner in Norwegen als wichtigster Apfel vom Gravensteiner-Abkömmling [[Aroma (Apfel)|„Aroma“]] abgelöst. Zusammen mit Aroma und „[[Summerred]]“ gehört er jedoch noch immer zu den Top-3-Sorten im Anbau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=John W. Palmer, Jean P. Price und D. Stuart Tustin |Hrsg=D.C. Ferree und I.J. Warrington |Titel=Temperature |Sammelwerk=Apples. Botany, Production and Uses |Verlag=CABI Publishing |Datum=2003 |ISBN=0-85199-592-6 |Seiten=228}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch 2006 gehörte der Gravensteiner zu den zehn wichtigsten angebauten Apfelsorten der Schweiz. Die Fläche war allerdings im Rückgang begriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Leumann und Esther Brevin |Titel=Obstbau: Entscheidungsgrundlage bei der Sortenwahl |Sammelwerk=AGRARForschung |Band=5 |Nummer=15 |Datum=2008 |Seiten=215}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 zeichnete Dänemark den Apfel als nationalen Apfel aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist die Anbaufläche in allen Anbaugebieten jedoch seit Jahrzehnten rückläufig. Gründe hierfür sind zum einen der schwierige Anbau, zum anderen die nur begrenzte Haltbarkeit des Apfels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralph Kradolfer |url=http://www.delikatessenschweiz.ch/index.php?db=delireport&amp;amp;nr=49&amp;amp;PHPSESSID=fe36620483f059096d7869396a6d3577 |titel=Die ersten Schweizer Äpfel dieses Jahr werden gepflückt |werk=www.delikatessenschweiz.ch |datum=2008-08-23 |abruf=2016-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung in den USA ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Russian River Valley Vineyard.jpg|mini|Wichtigstes Anbaugebiet der USA war das kalifornische Sonoma County. Dort wurden die Äpfel mittlerweile von Wein verdrängt.]]&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts gelangte der Apfel in die Vereinigten Staaten. Dort wurde er als geschmackvollster der Sommeräpfel gelobt. In Neuengland war der Apfel von 1800 bis 1933 verbreitet. Der dortige harte Winter 1933 vernichtete einen Großteil der Bestände, wovon sich der Gravensteiner in Neuengland nicht mehr erholte. Erfolgreicher war der Apfel in Kalifornien: Dorthin kam der Apfel über [[Russland]] und den Pazifik zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Vermutlich kam er 1812 mit Immigranten aus [[Sewastopol]] ins kalifornische [[Sebastopol (Kalifornien)|Sebastopol]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die erste Anpflanzung lässt sich nicht mehr sicher nachvollziehen. Vermutlich aber standen die ersten Gravensteiner Kaliforniens in der russischen Handelsniederlassung [[Fort Ross]] im heutigen Sonoma County.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Emily Luchetti |url=http://insidescoopsf.sfgate.com/blog/2010/08/25/a-guide-to-gravensteins-and-summer-apple-season/ |titel=A guide to Gravensteins and summer apple season |werk=Inside Scoop SF |datum=2010-08-25 |abruf=2016-03-14 |sprache=en-US}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es wirklich die Äpfel aus Fort Ross waren oder doch über Dänemark und die Ostküste eingewanderte Äpfel, die letztlich für die weitere Ausbreitung sorgten, ist unklar. Der erste kommerzielle Gravensteiner-Anbauer im Sonoma County war Nathaniel Griffith, der 1883 mit der Unterstützung von [[Luther Burbank]] die erste kommerzielle Gravensteiner-Plantage Kaliforniens anlegte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Western Sonoma County Historical Society |Titel=Sebastopol’s Gravenstein Apple Industry |Verlag=Arcadia Publishing |Datum=2011 |ISBN=978-0-7385-8173-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort verbreitete er sich insbesondere im kalifornischen [[Sonoma County]]. Die Produzenten profitierten davon, dass der Gravensteiner der erste Apfel war, der in einer Saison geerntet werden konnte. Dabei wurde er in Kalifornien etwa zwei Wochen vor den Äpfeln an der Ostküste reif, so dass die Anbauer in diesen zwei Wochen für die ersten frischen Äpfel des Jahres fast jeden Preis verlangen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Ausbreitung wurde insbesondere sein Geschmack gerühmt. So beschrieb ihn das Buch &amp;#039;&amp;#039;The Fruits and Fruit Trees of America&amp;#039;&amp;#039; von 1845 als „einen der besten Äpfel aus Nordeuropa“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; und Charles Mason Howeys &amp;#039;&amp;#039;The Fruits of America&amp;#039;&amp;#039; von 1856 lobte ihn als besten aller europäischen Äpfel in den USA mit einer schönen Frucht, dem beliebten Geschmack und das zu einer Zeit, in der es sonst kaum Äpfel gäbe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Mason Hovey |Titel=The fruits of America: containing richly colored figures, and full descriptions of all the choicest varieties cultivated in the United States |Band=2 |Verlag=Hovey &amp;amp; co |Datum=1856 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das 1905 erschienene &amp;#039;&amp;#039;The Apples of New York&amp;#039;&amp;#039; pries den Gravensteiner als „vermutlich übertroffen von keinem anderen Apfel der Saison.“ Der kalifornische Pomologe und Züchter [[Luther Burbank]] erklärte, dass es keiner anderen Äpfel mehr bedürfte, wenn der Gravensteiner nur das ganze Jahr über erhältlich wäre und der für gewöhnlich zurückhaltende englische Pomologe [[Edward Bunyard]] erklärte 1929: „[[Cox Orange|Cox]] selbst steht nicht einzigartiger da, so voller Saft und riechend nach der Essenz eines Apfels … er erinnert an den herbstlichen Obstgarten im Sonnenuntergang.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Apple orchard near Sebastopol, California.jpg|mini|Apfelplantage bei [[Sebastopol (Kalifornien)|Sebastopol]], [[Sonoma County]]]]&lt;br /&gt;
Bevor im Sonoma County Wein seit den 1980ern/1990ern eine beherrschende Rolle spielte, war der Gravensteiner eines der wichtigsten Agrarerzeugnisse dort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jesse Mckinley |Titel=Gravenstein Apples Struggle to Survive in Sonoma County |Sammelwerk=The New York Times |Datum=2011-09-01 |ISSN=0362-4331 |Online=http://www.nytimes.com/2011/09/02/us/02apples.html |Abruf=2016-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs betrug die Anbaufläche etwa 3240 [[Hektar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Im Zweiten Weltkrieg selbst wurden Apfelmus und getrocknete Äpfel für die US-Truppen aus kalifornischen Gravensteinern produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Gravensteiner sind im Sonoma County mehrere Schulen benannt, ein Highway und eine Shopping Mall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 2011 betrug die Anbaufläche des Apfels noch 310 Hektar. Dies ist die kleinste Anbaufläche seit vielen Jahrzehnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Im gesamten County gibt es nur noch sechs kommerzielle Produzenten der Äpfel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Slow Food USA |url=https://www.slowfoodusa.org/ark-item/sebastopol-gravenstein-apple |titel=Ark of Taste: Sebastopol Gravenstein Apple |werk=www.slowfoodusa.org |abruf=2016-03-14 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160315033924/https://www.slowfoodusa.org/ark-item/sebastopol-gravenstein-apple |archiv-datum=2016-03-15 |offline=ja |archiv-bot=2022-11-09 13:55:20 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anbau geht vor allem deshalb zurück, weil sich auf denselben Flächen mittlerweile mit dem Anbau von Wein im Weinbaugebiet [[Green Valley of Russian River Valley AVA]] deutlich mehr Geld verdienen lässt, dessen Anbaufläche im selben Jahr im Sonoma County auf 25.500 Hektar gewachsen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Andere US-Gebiete, in denen der Gravensteiner in kleinerem Rahmen noch kommerziell angebaut wird, sind der pazifische Nordwesten und Neuengland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gravenstein Apple Fair und Slow Food ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravenstein Apple Fair 2016 - 04.jpg|mini|Gravenstein Apple Fair in [[Sebastopol (Kalifornien)|Sebastopol]], 2016]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravenstein Apple Fair 2016 - 06.jpg|mini|Stand auf der Gravenstein Apple Fair]]&lt;br /&gt;
Die Popularität des Gravensteiners in Kalifornien war groß genug, dass es dort jährlich zum Beginn der Ernte ein eigenes Volksfest für den Apfel gab. Auf dem ersten Höhepunkt seiner Popularität gründete der örtliche Anbauverband im Sonoma County 1910 die &amp;#039;&amp;#039;Gravenstein Apple Show.&amp;#039;&amp;#039; Dort gab es neben den üblichen Verkaufs- und Vergnügungsständen auch zahlreiche teils lebensgroße aus Äpfeln gestaltete Skulpturen wie etwa Lokomotiven, Luftschiffe oder Windmühlen, lokale prägende Gebäude, Miniatur-Apfelfarmen oder auch 1912 eine aus Äpfeln gestaltete sinkende Titanic mit Eisberg. Ab 1915 pausierte die Veranstaltung, um 1928 wiederbelebt zu werden. Ab 1932 war es keine eigene Veranstaltung mehr, sondern ein Teil der Sonoma County Fair.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; 1973 schließlich wurde die Veranstaltung als &amp;#039;&amp;#039;Gravenstein Apple Fair&amp;#039;&amp;#039; wiederbelebt, die seitdem Mitte August zu Beginn der Ernte stattfindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem dies einige Jahre in Vergessenheit geraten war, begann sich ab den 2000ern eine Rückbesinnung auf traditionelle Lebensmittel und lokal Hergestelltes zu entwickeln. Lokale Aktivisten begannen sich für die Rettung des Apfels einzusetzen. Sie begannen Öffentlichkeitsarbeit und Promotion für den Apfel. Ein weiteres Ergebnis dieser Bemühungen ist, dass [[Slow Food]] USA den Apfel 2005 in seine Arche des Geschmacks aufnahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung in Kanada ===&lt;br /&gt;
In Kanada werden die Äpfel vor allem im [[Annapolis Valley]] in der am Atlantik gelegenen Provinz [[Nova Scotia]] angebaut. Dorthin kamen sie um 1800 durch Charles Prescott. Dieser war ein Bauer, der sich aus [[Halifax (Nova Scotia)|Halifax]] auf sein Anwesen Acacia Grove im ländlichen Nova Scotia zurückgezogen hatte. Dort testete er zahlreiche Obst- und Gemüsesorten aus aller Welt, um zu sehen, ob sie sich in Nova Scotia bewähren würden. Insgesamt importierte er etwa 100 Apfelsorten, von denen diverse noch heute lokal angebaut werden. Der Erfolg des Gravensteiners war so beträchtlich, dass der Legende nach zum Zeitpunkt von Prescotts Tod 1859 jede Farm in Nova Scotia mindestens einen Gravenstein-Baum hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Slow Food Canada |url=http://arkoftaste.slowfood.ca/nova-scotia-gravenstein-apple/ |titel=Nova Scotia Gravenstein Apple |werk=arkoftaste.slowfood.ca |abruf=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2007 nahm Slow Food Kanada den „Nova Scotia Gravenstein“ in seine Arche des Geschmacks auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=The Gazette (Montreal) |Titel=History grows on our trees |Sammelwerk=Canada.com |Datum= |Online=http://www.canada.com/montrealgazette/features/greenlife/story.html?id=cc0d797f-b7da-4647-b242-c708ea9142b0 |Abruf=2016-03-15}} {{Webarchiv |url=http://www.canada.com/montrealgazette/features/greenlife/story.html?id=cc0d797f-b7da-4647-b242-c708ea9142b0 |wayback=20160320114428 |text=History grows on our trees}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apple Name und Logo ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Apple logo black.svg|mini|hochkant|Der Biografie von Steve Jobs zufolge kam dieser auf den „Apple“-Markennamen, nachdem er einige Wochen damit verbracht hatte, Gravensteiner-Bäume bei Portland, Oregon, zu beschneiden.]]&lt;br /&gt;
Der Legende nach inspirierte der Gravensteiner [[Steve Jobs]] zur Erschaffung des [[Apple]]-Namens. Der Überlieferung nach kam ihm die Idee, als [[Steve Wozniak]] Jobs vom Flughafen abholte und sie nach einem gemeinsamen Namen für ihr Unternehmen suchten. Jobs war gerade auf dem Rückweg vom Bauernhof/der Kommune seines Freundes [[Robert Friedland]]. Gesichert ist auf jeden Fall, dass Jobs einige Zeit seines Lebens damit verbrachte, die Gravenstein-Bäume auf dem Bauernhof seines Freundes Friedland bei Portland in Oregon zu schneiden. Friedland produzierte auf seiner Kommune Apfelwein. Steve Jobs führte zeitweise den Obstanbau und wies die Helfer an, wann und wie sie die Bäume zu schneiden hatten. Eine andere Version erklärt diese Entstehung allerdings aus der Apfelsorte [[McIntosh (Apfel)|McIntosh]], der auch der Name des Betriebssystems von Apple ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Isaacson |Titel=Steve Jobs: The Exclusive Biography |Verlag=Little, Brown Book Group |Datum=2011 |ISBN=978-0-7481-3132-7 |Online={{Google Buch | BuchID=26ev_abfrU8C}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravenstein close-up.JPG|mini|Noch nicht ganz ausgereifte Frucht am Baum]]&lt;br /&gt;
Die Sorte ist [[Triploidie|triploid]] und deshalb kein guter Pollenspender und kann sich auch nicht selbst befruchten. Weit verbreitete mögliche Befruchtersorten sind Cox Orange, [[Glockenapfel]], [[Goldparmäne]], [[Idared]], [[Ingrid-Marie|Ingrid Marie]], [[James Grieve (Apfel)|James Grieve]], [[Jonathan (Apfel)|Jonathan]], [[Weißer Klarapfel|Klarapfel]] und [[Geheimrat Dr. Oldenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima und Boden ===&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner wächst in einer großen Bandbreite von Wärmezonen. In Europa liegt das Anbaugebiet zwischen den Alpen und Norwegen. Er ist allerdings frostempfindlich, so dass er im Norden vor allem in Küstenlagen angebaut wird. Ebenso beansprucht der Gravensteiner zum Gedeihen einen ausgesprochen feuchten Boden, der auch im Sommer nicht trocken wird, aber trotzdem nicht [[Staunässe|staunass]] ist. Eine hohe Luftfeuchtigkeit hilft dem Baum, ebenso wie ein Standort nahe an Wasserläufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Zudem sind eine gute Versorgung mit Nährstoffen und ein ausgeglichenes Klima in einer gegen Wind geschützten Lage notwendig. Die benötigte Wachstumsperiode ist vergleichsweise kurz, so dass der Gravensteiner auch noch auf 60 Grad [[Geographische Breite|nördlicher Breite]] in Norwegen angebaut werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheiten und Resistenzen ===&lt;br /&gt;
Anfälligkeit besteht gegenüber [[Apfelschorf|Schorf]] und [[Apfelmehltau|Mehltau]], die Blüten sind frostempfindlich. Bei schwachem Behang neigen die Äpfel zur [[Stippe (Apfel)|Stippe]]. Weniger anfällig ist der Apfel für [[Obstbaumkrebs]]. Die Sorte ist mit Viren beziehungsweise [[Phytoplasma|Phytoplasmen]] verseucht, so dass bei der Wahl des Baums die Auswahl einer virusgetesteten Pflanze für den Anbau eine große Rolle spielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflege ===&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner leidet an starker [[Alternanz (Obstbau)|Alternanz]] und die Qualität der Früchte kann deutlich nachlassen, wenn der Baum zu stark behangen ist. Als Maßnahme gegen beides wird eine starke [[Ausdünnung]] betrieben. Um dem starken Wuchs des Baumes entgegenzuwirken, wird Gravensteiner oft auf besonders schwachen [[Unterlage (Pflanzen)|Unterlagen]] wie [[M9 (Apfel)|M9]] oder M27 gezogen. Hinzu kommen wachstumshemmende Maßnahmen wie das Waagerechtbinden oder Abschneiden steiler Triebe, die Hochveredlung oder das Nichtabschneiden von Trieben. Probleme verursacht der vorzeitige Fall der Äpfel vom Baum, ausgelöst durch kurze Stiele, die dazu führen, dass die noch unreife Frucht sich vom Baum abdrückt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernte und Lagerung ===&lt;br /&gt;
Junge Bäume tragen noch nicht, der Ertrag ist unregelmäßig und gering bis mittel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Durch die kurzen Stiele fallen die Äpfel oft zu Boden, bevor sie voll ausgereift sind, so dass im kommerziellen Anbau etwa 40 % der Äpfel nicht vom Baum geerntet, sondern vom Boden aufgelesen werden. Erschwerend für den kommerziellen Anbau kommt hinzu, dass die Reife zeitlich unregelmäßig erfolgt, so dass mehrere Pflückdurchgänge notwendig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kathy Keatley Garvey |url=http://ucanr.edu/blogs/blogcore/postdetail.cfm?postnum=8218 |titel=Cherish the Gravenstein |werk=ANR Blogs |datum=2012-08-28 |abruf=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pflückreife ist von Ende August bis Mitte September. Gegessen wird der Apfel vom Pflücken bis in den November. Ab Oktober wird der Apfel aus dem Kühllager ausgeliefert. Im [[CA-Lager]] hält der Apfel sechs Monate.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B.S. Luh, B. Feinberg, J.I. Chung und J.G. Woodruf |Hrsg=Jasper Woodroof |Titel=Freezing Fruits |Sammelwerk=Commercial Fruit Processing |Verlag=Springer Science &amp;amp; Business Media |Datum=2012 |ISBN=978-94-011-7385-8 |Seiten=267}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Generell hat der Gravensteiner wie alle Sommeräpfel eher schlechte Lagereigenschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mutanten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus Roter-Gravensteiner.JPG|mini|Roter Gravensteiner]]&lt;br /&gt;
Die als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roter Gravensteiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Sorte ist eine „Knospenmutation“. Sie wurde erstmals 1873 beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Russel Powell |url=http://www.newenglandapples.org/2015/08/20/the-cult-of-gravenstein/ |titel=The cult of Gravenstein |werk=New England Apples |datum=2015-08-20 |abruf=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch stärker gefärbt ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blutrote Gravensteiner.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Die Roten Varianten sind dabei im Handel beliebt, jedoch weniger geschmacksintensiv als die gelbschaligen oder rotbackigen Varianten. Weitere weiter verbreitete Mutanten sind Crimson (Kanada, um 1945), Vierlanden (Deutschland), Sabygard (Ungarn), Nordstrand (Deutschland), Hessen (Ungarn), Oratia Beauty (Neuseeland), Toggenburg (Schweiz), Zanetti (vermutlich Italien), Rellstab (Schweiz), Roter Schleibnitzer, Red Australian (Australien), Henzens (vermutlich Deutschland), Roter Wintergravensteiner (Baltikum, ab 1920), Ropers und Graasten. Hinzu kommen zahlreiche Mutanten, die in Norwegen verbreitet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravenstein Apple Fair 2016 - 09.jpg|mini|hochkant|Apfel[[tarte]] mit Gravensteiner]]&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner ist ein universell eingesetzter Apfel, der sowohl als Tafelapfel als auch zum Backen, zur Herstellung von Apfelmus und zur Herstellung von [[Cidre]] und Apfelwein genutzt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Gegenüber dem ebenfalls verbreiteten Sommerapfel [[James Grieve (Apfel)|James Grieve]] findet der Gravensteiner im deutschsprachigen Raum eine bessere Nachfrage. Bei der Herstellung von Most produziert er große Mengen Saft, die auch für ihren Geschmack geschätzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es gibt mehrere hochpreisige [[Obstbrand|Obstbrände]], die sortenrein aus Gravensteiner hergestellt und vermarktet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Gravensteiner abstammende Sorten ==&lt;br /&gt;
Der Gravensteiner ist Vater der Sorte [[Filippa (Apfel)|Filippa]] und Mutter der Sorte [[James Lawson (Apfelsorte)|James Lawson]]. Ein Nachfahr von Filipa wiederum ist die schwedische Sorte Aroma, die heute die Hauptsorte Norwegens ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Gravensteiner wurde auch als Pollenspender bei der Genese des [[Adersleber Kalvill]] angenommen, was eine genetische Untersuchung allerdings widerlegte.&amp;lt;ref&amp;gt;DOI 10.1186/s12870-019-2171-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Fischer (Pomologe)|Manfred Fischer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas Obstsorten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-5547-8, S. 60.&lt;br /&gt;
* [[Walter Hartmann (Biologe)|Walter Hartmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas Alte Obstsorten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-4394-1, S. 83.&lt;br /&gt;
* Western Sonoma County Historical Society: &amp;#039;&amp;#039;Sebastopol’s Gravenstein Apple Industry.&amp;#039;&amp;#039; Arcadia Publishing, 2011, ISBN 0-7385-8173-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gravenstein (apple)|Gravensteiner}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Pomologische Monatshefte:1. Band:1. Heft:Der Grafensteiner Apfel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.arche-noah.at/media/gravensteiner.pdf Gravensteiner] (PDF-Datei; 2,9&amp;amp;nbsp;MB) Sortenblatt bei der [[Arche Noah (Verein)|Arche Noah]]&lt;br /&gt;
* Obstbauberatung Baden-Württemberg: [https://www.bogl-bw.de/gravensteiner/ Gravensteiner]&lt;br /&gt;
* Obstsortendatenbank Bund Lemgo: [http://www.obstsortendatenbank.de/gravensteiner.htm Gravensteiner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|20. Juni 2017|166414894}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apfelsorte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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