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	<title>Grauwacke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:10:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grauwacke&amp;diff=72614&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (Schreibt sich im Original mit Deppenapostroph, daher auch hier).</title>
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		<updated>2025-12-15T17:39:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (Schreibt sich im Original mit Deppenapostroph, daher auch hier).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Geological public collection - Alpines Museum - Grauwacke.JPG|mini|hochkant=1.2|Probe einer Grauwacke aus dem Oberdevon oder Unterkarbon des Harzes, ausgestellt in der Geologischen Schausammlung des Alpinen Museums in München.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grauwacken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind graue bis grüngraue [[Sandstein]]e mit einem hohen Anteil an [[Feldspat]] und [[Matrix (Geologie)|Matrix]]. Der Begriff wird meist nur für Gesteine verwendet, die dem [[Paläozoikum]] entstammen oder noch älter sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 12.&amp;amp;nbsp;Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S.&amp;amp;nbsp;66&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrifflichkeit und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Grauwacke&amp;#039;&amp;#039; stammt aus der [[Bergmannssprache]] der [[Harz (Mittelgebirge)|Harzregion]]. Die Verwendung ist seit mindestens 1780 belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist &amp;#039;&amp;#039;Grauwacke&amp;#039;&amp;#039; darüber hinaus ein veralteter [[Stratigraphie (Geologie)|stratigraphischer]] Name für Gesteine des Unter[[karbon]]s der [[Karbon (Geologie)#Kulm-Fazies|Kulmfazies]]. Grauwacken finden sich in Mitteleuropa zum Beispiel in den alten [[Rumpfgebirge]]n wie Harz, [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinisches]] und [[Thüringisches Schiefergebirge]]. Etwa gleich alte Grauwacken treten in den [[Alpen]] als schmaler Streifen nördlich der Zentralalpen zu Tage, wobei diese sogenannte [[Grauwackenzone]] überwiegend Sandsteine aufweist, die nicht als Grauwacken im eigentlichen Sinne anzusprechen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Petrographie|sedimentpetrographischem]] Aspekt, insbesondere hinsichtlich des Mineralbestandes, gilt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Grauwacke&amp;#039;&amp;#039; als schlecht definiert („Feldbezeichnung“). So unterscheidet sich der Mineralbestand der Sandfraktion einer Grauwacke, abgesehen vom Feldspatanteil, kaum von dem einer [[Arkose]]. Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen beiden Gesteinen sind die [[Tonminerale]] der [[Matrix (Geologie)|Matrix]], bei Arkosen hauptsächlich [[Kaolinit]], bei Grauwacken vor allem [[Chloritgruppe|Chlorit]] und [[Glimmer]]. Jedoch können [[Diagenese|diagenetische]] Vorgänge dazu führen, dass Kaolinit in Chlorit umgewandelt wird und die Feldspäte einer Arkose in Glimmer übergehen. Daher ist für die Unterscheidung zwischen Arkose und Grauwacke auch der gesamte geologische Kontext wichtig: Grauwacken sind marine Gesteine und Bestandteil von [[Flysch]]serien, während Arkosen typische kontinentale [[Molasse]]ablagerungen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fold in proximal flysch.jpg|mini|hochkant=1.2|Mächtige Grauwackenbänke einer proximalen Flyschserie des Unterkarbons in einem Straßenaufschluss im Harz. Deutlich zu erkennen ist, dass die Ablagerungen nachträglich gefaltet wurden.]]&lt;br /&gt;
Grauwacken sind marine, [[klastisches Sediment|klastische Sedimente]], die bevorzugt in [[Sedimentbecken]] abgelagert werden, die einem in Entstehung begriffenen [[Faltengebirge]] vorgelagert sind (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Gebirgsvortiefen&amp;#039;&amp;#039;). Das Ausgangsmaterial entstammt einem relativ kleinen, aber geologisch sehr abwechslungsreichen [[Detritus (Geologie)#Liefergebiet|Liefergebiet]]. Es wird von Flüssen ins Meer transportiert und zunächst auf dem [[Kontinentalschelf]] abgelagert. Durch Überschreiten des stabilen Hangwinkels oder durch Erdbeben können die noch nicht verfestigten Ablagerungen instabil werden und in einem [[Suspensionsstrom|Trübestrom]] den Schelfhang hinab rutschen, wobei das abgerutschte Material mehr als 100 Kilometer zurücklegen kann. Durch Trübeströme abgelagerte Sedimente bzw. die daraus hervorgegangenen Gesteine werden generell als [[Turbidit]]e bezeichnet. Eine einzelne Grauwackenbank repräsentiert einen proximalen Turbidit, d.&amp;amp;#x202f;h. Material, das noch relativ nahe am Ausgangspunkt des Trübestroms abgelagert wurde. Wie für turbiditische Ablagerungen allgemein typisch, weist eine Grauwackenbank im Vertikalschnitt oft eine [[gradierte Schichtung]] auf. Jedoch ist zu beachten, dass nicht jeder proximale Turbidit eine Grauwacke ist, sondern nur solche, die in einer Gebirgsvortiefe zur Ablagerung kamen. Grauwackenreiche Turbiditserien werden auch unter der Bezeichnung [[Flysch]] zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung, Textur und Struktur ==&lt;br /&gt;
Die stark verfestigten, meist dunklen Gesteine bilden eine Untergruppe der [[Sandstein]]e. Ihre [[Sand]]fraktion besteht überwiegend aus [[Quarz]] und [[Feldspat]] (meist [[Plagioklas]]), wobei ein nicht geringer Teil dieser Minerale innerhalb sandkorngroßer Bruchstücke vulkanischer Gesteine vorkommt. Weitere Gesteinsbruchstücke stammen von [[Kieselschiefer|Kiesel-]] und Ton[[schiefer]]n. Die Sandfraktion ist mittel- bis feinkörnig, teilweise auch grobkörnig, wobei die Sortierung generell schlecht ist. Die Körner sind zudem meist schlecht gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mineralkörner und Gesteinsbruchstücke sind eingebettet in eine feinkörnige Grundmasse ([[Matrix (Geologie)|Matrix]]), die einem [[Tonstein]] entspricht und meist aus [[Chloritgruppe|Chloriten]] und [[Glimmergruppe|Glimmern]] besteht. Wie hoch genau der Matrixanteil sein muss, damit eine Grauwacke vorliegt, ist nicht einheitlich geregelt. Der deutsche Geologe [[Hans Füchtbauer]] schlug einen Matrixanteil von mehr als 15 % vor. Die Matrix ist hauptverantwortlich für die meist dunkel(grün)graue Färbung des Gesteins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sehr heterogenen Mineralbestandes und der schlechten Kornsortierung und -rundung, einschließlich des relativ hohen Matrixanteils, spricht man bei einer Grauwacke auch von einem &amp;#039;&amp;#039;Sandstein sehr niedriger kompositioneller und struktureller Reife&amp;#039;&amp;#039;. Im Gegensatz dazu besitzen Sandsteine in Turbiditserien [[Passiver Kontinentalrand|passiver Kontinentalränder]] eine deutlich höhere Reife. Wie für Turbidite allgemein typisch, sind mächtigere Grauwackenbänke oft gradiert und in ihrem oberen Teil fein laminiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Gerhard Huckenholz|Hans Gerhard Huckenholz]] (1963)&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Gerhard Huckenholz: &amp;#039;&amp;#039;Der gegenwärtige Stand in der Sandsteinklassifikation.&amp;#039;&amp;#039; Fortschritte der Mineralogie. Bd.&amp;amp;nbsp;40, 1963, S.&amp;amp;nbsp;151–192 – auch auf Englisch erschienen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;A Contribution to the Classification of Sandstones.&amp;#039;&amp;#039; Geologiska Föreningen i Stockholm Förhandlingar. Bd.&amp;amp;nbsp;85, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1963, S.&amp;amp;nbsp;156–172, [[doi:10.1080/11035896309448877]] –, zitiert in Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 12.&amp;amp;nbsp;Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S.&amp;amp;nbsp;66&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestehen Grauwacken aus:&lt;br /&gt;
* 28–53 % [[Quarz]]&lt;br /&gt;
* 25–47 % [[Feldspat]]&lt;br /&gt;
* {{0}}4–21 % [[Glimmer]]&lt;br /&gt;
* {{0}}4–25 % [[Chloritgruppe|Chlorit]]&lt;br /&gt;
* {{0}}0–{{0}}6 % [[Karbonat]]en&lt;br /&gt;
* {{0}}1–{{0}}3 % [[Akzessorien|akzessorischen Mineralen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grauwacken lassen sich in &amp;#039;&amp;#039;Quarzwacken&amp;#039;&amp;#039; (Quarz dominiert), &amp;#039;&amp;#039;Feldspatwacken&amp;#039;&amp;#039; (mit Quarz, Feldspat und geringen Mengen an Gesteinsbruchstücken) und &amp;#039;&amp;#039;lithische Wacken&amp;#039;&amp;#039; (hoher Anteil von Gesteinsbruchstücken) unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist für tektonisch beanspruchte, feinsandige, dunkle marine [[Tonstein]]e, deren Sandfraktion ähnlich heterogen zusammengesetzt ist wie die einer Grauwacke, der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Grauwackenschiefer&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moehnesee wall 05.JPG|mini|hochkant=1.2|Grauwacke-Mauerwerk in der Sperrmauer des [[Möhnesee (Stausee)|Möhnesees]] im Sauerland]]&lt;br /&gt;
Grauwacke findet als Grauwacke[[schotter]] verbreitet Verwendung als [[Oberbau (Eisenbahn)|Oberbaustoff]] für Eisenbahntrassen sowie als [[Pflaster (Belag)|Pflasterstein]]. Sie wird zudem auch als Mauerstein, auch bei Wasserbauten (Staumauern u.&amp;amp;nbsp;ä.), eingesetzt. In Deutschland wird das Gestein 2023 in über 20 Steinbrüchen abgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gesteindesjahres&amp;quot;&amp;gt;Quelle: https://geoberuf.de/der-bdg/gestein-des-jahres; https://nachrichten.idw-online.de/2023/01/24/ueberall-auf-der-welt-ein-begriff-grauwacke-ist-das-gestein-des-jahres-2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
* Rheinisches Schiefergebirge&lt;br /&gt;
** [[Lindlar]]er Grauwacke ([[Bergisches Land]], [[Devon (Geologie)|Devon]])&lt;br /&gt;
** Mosel-Grauwacke ([[Treis-Karden]], Devon)&lt;br /&gt;
** [[Edersee-Grauwacke]] ([[Waldeck (Stadt)|Waldeck]], [[Unterkarbon]])&lt;br /&gt;
* Harz&lt;br /&gt;
** Oberharzer Grauwacke (Unterkarbon)&lt;br /&gt;
** Südharzer Grauwacke&lt;br /&gt;
** Selker Grauwacke&lt;br /&gt;
* Sonstige&lt;br /&gt;
** Lausitzer Grauwacke ([[Neoproterozoikum]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Grauwacke war in Deutschland im Jahr 2023 das [[Gestein des Jahres]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;gesteindesjahres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Hans Füchtbauer |Jahr=1988 |Titel=Sedimente und Sedimentgesteine |Auflage=4. |Verlag=E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Stuttgart |ISBN=3-510-65138-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Francis J. Pettijohn, Paul Edwin Potter, Raymond Siever|Jahr=1987|Titel={{lang|en|Sand and Sandstone}} |Auflage=2. |Verlag=Springer Verlag |Ort=New York |ISBN=3-540-96350-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Heinrich Bahlburg, Christoph Breitkreuz |Jahr=2004 |Titel=Grundlagen der Geologie |Auflage=2. |Verlag=Elsevier Verlag |Ort=München |ISBN=3-8274-1394-X }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Manuel Lapp, Andreas Günther-Plönes, Heiner Siedel u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;a.|Jahr=2023 |Titel=Grauwacke – Gestein des Jahres 2023. |Auflage=1. |Verlag=Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V.|Ort=Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Greywacke|Grauwacke}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4158103-9}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geodienst.de/lindlarer.htm Lindlarer Grauwacke], über Grauwacke aus dem Bergischen Land&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gestein des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4158103-9|LCCN=sh85056591}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
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