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	<title>Grauschimmelfäule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T17:42:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grauschimmelf%C3%A4ule&amp;diff=78599&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-12T07:21:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Grauschimmelfäule&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Botrytis cinerea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Christian Hendrik Persoon|Pers.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Botrytis&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Sklerotienbecherlingsverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Sclerotiniaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Helotiales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Leotiomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Echte Schlauchpilze&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Pezizomycotina&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterabteilung&lt;br /&gt;
| Bild             = Botrytis tomaat.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Grauschimmelfäule auf Tomaten&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grauschimmelfäule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graufäule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grauschimmel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Pflanzenkrankheit]], die durch den [[Schimmelpilz]] &amp;#039;&amp;#039;Botrytis cinerea&amp;#039;&amp;#039; ([[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Botryotinia fuckeliana&amp;#039;&amp;#039;) verursacht wird. Er ist der einzige generalistische [[Parasit]] der biologischen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Botrytis]]&amp;#039;&amp;#039;, der als Pflanzenschädling über 235 Wirtspflanzen befällt. Besondere Bedeutung hat der Schimmelpilz im Weinbau, wo er die [[Edelfäule]] und die [[Rohfäule]] auslöst. Er wird deswegen auch Edelfäulepilz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das [[Myzel]] ist gräulich oder bräunlich. Die Träger der [[Konidie]]n sind [[Septum (Mykologie)|septiert]] und mehr oder weniger verzweigt. Die [[Spore]]n sitzen an den Zweigenden. Durch reichliche Bildung von Konidien wird ein grauer bis schwärzlicher, häufig staubender Pilzrasen ausgebildet. Die Konidien werden etwa neun bis zwölf Mikrometer lang und zwischen sechs und zehn Mikrometer breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr selten werden in oder an Pflanzenteilen schwarze, innen weiße, [[Sklerotium|Sklerotien]] ausgebildet, aus denen dann ein gestielter, kelch-, becher- oder schüsselförmiger [[Apothecium]] genannter [[Fruchtkörper]] entspringt. Hier werden die [[Ascus|Ascosporen]] ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Wie alle &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039;-Arten lebt der Grauschimmelpilz als [[Parasit]], dabei induziert sie die [[Apoptose]] der befallenen Zellen im befallenen Gewebe der infizierten Pflanzen. Dies führt zum fortschreitenden Zerfall des Gewebes (Fäule). Bei jungen Trauben wirkt sich der Befall dabei necrotroph aus, bei älteren Trauben dagegen biotroph – der Parasit erzeugt Löcher in der Beerenhaut, sodass Wasser verdunstet und die Zuckerkonzentration ansteigt. Alle anderen Arten der Gattung sind dabei auf einen oder wenige Wirte spezialisiert, nur die Grauschimmelfäule kann als Generalist mehr als 235 Wirtspflanzen befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art kann sich sexuell fortpflanzen, tut dies aber nur sehr selten. Die Konidien werden über den Wind verbreitet. Die Pilze überwintern als Mycel im Boden innerhalb der faulenden Pflanze, oder bei [[Generative Vermehrung|generativer Vermehrung]] als Sklerotien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039; und der Mensch ==&lt;br /&gt;
Die Grauschimmelfäule ist ein bedeutendes [[Pathogenität|Phytopathogen]], das große Schäden an wichtigen Agrarerzeugnissen verursacht. Der Pilz kann chemisch mit [[Fungizid]]en wie [[Fenhexamid]], [[Pyrimethanil]], [[Boscalid]], [[Cyprodinil]], [[Fludioxonil]], [[Dichlofluanid]], Carboxamiden ([[Vinclozolin]], [[Iprodion]], [[Procymidon]]) und [[Folpet]] bekämpft werden. Gut gegen Botrytis wirksame Mittel werden auch &amp;#039;&amp;#039;Botrytizide&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline |Name=Botrytizide |Abruf=2015-05-11|ID=RD-02-02370 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LfL Bayern: {{Webarchiv|url=http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ips/dateien/fungizide_erdbeeren.pdf |wayback=20190425183345 |text=Pflanzenschutzmittelliste für den Erdbeeranbau 2015 |archiv-bot=2022-11-09 13:49:14 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die menschliche Gesundheit stellt die Grauschimmelfäule vor allem durch ihr hohes [[allergen]]es Potenzial eine Gefährdung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039; im Erdbeeranbau ===&lt;br /&gt;
Der wichtigste pilzliche Schädling im Erdbeeranbau ist &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039;. Gegen die [[Strobilurine]], Fenhexamid, Boscalid, Cyprodinil und Fludioxonil entwickeln sich jedoch zunehmend [[Resistenz]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rupp Sabrina, Weber Roland W. S., Rieger Daniel, Detzel Peter, Hahn Matthias |Titel=Spread of Botrytis cinerea Strains with Multiple Fungicide Resistance in German Horticulture |Sammelwerk=Frontiers in Microbiology |Band=7 |Datum=2017 |Seiten=2075 |DOI=10.3389/fmicb.2016.02075}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur der neue Wirkstoff [[Fluopyram]] ist bisher weniger betroffen. Um die schwächer werdenden Pflanzenschutzmittel vor starkem Befallsdruck zu schützen, wird empfohlen&lt;br /&gt;
# nicht übermäßig [[Stickstoffdünger|Stickstoff]] zu düngen (max. 40–80 kg/ha)&lt;br /&gt;
# Blattnässe durch [[Tröpchenbewässerung|Tröpfchen]]- statt [[Überkronenbewässerung]] zu verringern&lt;br /&gt;
# befallene Früchte auszupflücken&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roland W. S. Weber, Alfred-Peter Entrop |Titel=Fungizidstrategie für 2015 gegen &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039; and Erdbeeren |Sammelwerk=Mitteilungen des Obstversuchsringes des Alten Landes |Band=70 |Nummer=5 |Datum=2015 |Seiten=149-151}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039; im Weinbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Botrytis riesling.jpg|mini|Grauschimmelfäule als Edelfäule auf Riesling-Weinbeeren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Edelweine durch Botrytis-Schimmelpilze.webm|mini|Video: Edelweine durch Botrytis-Schimmelpilze]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rohfäule}}&lt;br /&gt;
Im [[Weinbau]] kann sein Auftreten große Schäden verursachen. Auf unreifen Weinbeeren ruft er die gefürchtete [[Rohfäule]] hervor. Die befallenen Trauben werden dann nicht mehr reif und sind für die Weinherstellung unbrauchbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Edelfäule}}&lt;br /&gt;
Wenn sich die Grauschimmelfäule jedoch bei trockenem, warmem Herbstwetter auf voll ausgereiften [[Weintraube|Traubenbeeren]] entwickelt, so kann sie sich durchaus positiv auswirken. Der Pilz [[Perforation|perforiert]] die [[Perikarp|Beerenhaut]] und erhöht deren [[Permeabilität (Materie)|Wasserdurchlässigkeit]] (Wasserpermeabilität), was die [[Verdunstung]] von [[Wasser]] begünstigt, während die restlichen Inhaltsstoffe der Traube zurückbleiben. In der Traube steigt dabei nicht nur die [[Massenkonzentration|Konzentration]] an [[Zucker]], sondern insbesondere auch die der charakteristischen traubeneigenen [[Geschmackstoff|Geschmacks-]] bzw. [[Aromastoff]]e. Dies führt zu einer erheblichen Steigerung der Qualität des [[Wein]]es, man spricht daher auch von [[Edelfäule]]. Dies ist jedoch nur bei bestimmten Rebsorten der Fall. Bei Roten Sorten wie beispielsweise [[Spätburgunder]] wird durch die vom Pilz betriebene Zerstörung der Beerenhaut die Färbung des Weins beeinträchtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Sekt]]herstellung wird üblicherweise Wein von Trauben verwendet, die nur in geringem Umfang von &amp;#039;&amp;#039;Botrytis&amp;#039;&amp;#039; befallen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Rothmaler: &amp;#039;&amp;#039;Exkursionsflora für Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: Niedere Pflanzen, 3. Auflage. Fischer, Jena 1994. ISBN 3-334-60827-1&lt;br /&gt;
* Martijn Staats, Peter van Baarlen, Jan A. L. van Kan: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Molecular Phylogeny of the Plant Pathogenic Genus Botrytis and the Evolution of Host Specificity.}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Molecular Biology and Evolution.}}&amp;#039;&amp;#039; 22, Nr. 2, 2005, S. 333–346. [[doi:10.1093/molbev/msi020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Botrytis cinerea}}&lt;br /&gt;
* [https://landfotos.de/Raps/Grauschimmel/index.html Landfotos.de - Fotogalerie Botrytis cinerea]&lt;br /&gt;
* [https://www.schimmel-schimmelpilze.de/botrytis-cinerea.html Eintrag auf schimmel-schimmelpilze.de]&lt;br /&gt;
* [[Manfred Klimek]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.captaincork.com/Botrytis-der-gute-boese-Schimmelpilz Geliebter Schädling: Der Schimmelpilz Botrytis]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.rebschutzdienst.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=48&amp;amp;Itemid=131 Rebschutzdienst NÖ: Graufäule, Botrytis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grauschimmelfaule}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leotiomycetes (Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilz mit sequenziertem Genom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenmykose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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