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	<title>Grasbrook - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T17:26:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grasbrook&amp;diff=109067&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;UweRohwedder: /* Schiffbau, Industrialisierung und Hafenausbau */ erg. hinweis auf fruchtschuppen-gedenkort</title>
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		<updated>2026-04-23T14:33:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schiffbau, Industrialisierung und Hafenausbau: &lt;/span&gt; erg. hinweis auf fruchtschuppen-gedenkort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die ehemalige Elbinsel. Zum gleichnamigen Schiff siehe [[Grasbrook (Schiff)]], zum Hamburger Stadtteil siehe [[Hamburg-Kleiner Grasbrook]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg-um-1660.jpg|mini|Karte von Hamburg um 1660: Der Durchstich durch den Grasbrook ist hier noch als &amp;#039;&amp;#039;Neuer Graben&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, heute stellt er den Verlauf der Norderelbe dar. Die Insel Grevenhof ist heute ein Teil Steinwerders.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gbrook.jpg|mini|Blick auf Hamburg, vom Kleinen Grasbrook über die Norderelbe auf den Großen Grasbrook, um 1700. Zwischen Stadt und Grasbrook das Brooktor mit der dazugehörigen Brücke.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grasbrook&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Brook&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Neuer Brook&amp;#039;&amp;#039; oder nur &amp;#039;&amp;#039;Brook&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ab dem 16. Jahrhundert als &amp;#039;&amp;#039;Großer Grasbrook&amp;#039;&amp;#039;) war eine sumpfige [[Binneninsel]] im [[Urstromtal]] der [[Unterelbe|Elbe]] vor [[Hamburg]], die bis ins [[19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] hauptsächlich als Viehweide diente. Durch den Bau von [[Hafenbecken]] und [[Bahnanlage]]n wurde das Gebiet anschließend stark überformt und bildet heute den Westteil des neuen Stadtteils [[Hamburg-HafenCity|HafenCity]] zwischen [[Kehrwieder]]spitze und [[Oberhafen]], während der Ostteil um den einstigen [[Baakenhafen]] aus der früheren Elbinsel &amp;#039;&amp;#039;Baakenwärder&amp;#039;&amp;#039; hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Grasbrook erinnern heute noch der [[Liste Hamburger Hafenanlagen|Grasbrookhafen]], der [[Grasbrookpark]] und die dazwischen verlaufende Straße &amp;#039;&amp;#039;Großer Grasbrook&amp;#039;&amp;#039;. Das Stadtentwicklungsprojekt „Grasbrook“ hat mit dem historischen Grasbrook nur den Namen gemein, liegt aber auf dem südlichen Elbufer im Stadtteil [[Hamburg-Kleiner Grasbrook|Kleiner Grasbrook]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.grasbrook.de/ |titel=Grasbrook |datum=2023-09-24 |sprache=de |abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viehweide und Richtplatz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vitalienbrueder.jpg|mini|Hinrichtung der [[Vitalienbrüder]] auf dem Grasbrook in Hamburg (1401), Hamburger Staatsarchiv]]&lt;br /&gt;
Der Grasbrook war ursprünglich Teil einer bis an das [[mittelalter]]liche Hamburg heranreichenden und aus zahlreichen Inseln und [[Werder (Landschaft)|Werdern]] bestehenden [[Marschlandschaft]], zu der auch der östlich anschließende [[Hammerbrook]] sowie die [[Vier- und Marschlande]] gehören. Anders als diese war der Grasbrook jedoch nie [[Deich|eingedeicht]] und somit immer dem Hochwasser der Elbe und [[Sturmflut]]en ausgesetzt. Mit der Stadt verbunden war er über das [[Liste ehemaliger Stadttore in Hamburg|Brooktor]] und die dazugehörige Brücke (der heutigen [[Kornhausbrücke (Hamburg)|Kornhausbrücke]]), später kam weiter westlich das Sandtor bei der heutigen [[Brooksbrücke]] hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am westlichen Ende des Grasbrooks – nahe der Einfahrt in den damaligen Hamburger Hafen (den heutigen [[Binnenhafen (Hamburg)|Binnenhafen]]) – befand sich über Jahrhunderte der für die [[Hinrichtung]] von [[Piraterie|Seeräubern]] bestimmte [[Richtstätte|Richtplatz]]. Zwischen 1390 und 1624 wurden hier über 600 Piraten [[Enthauptung|enthauptet]], darunter auch die berüchtigten [[Vitalienbrüder]] mit ihren Anführern [[Klaus Störtebeker]] und [[Gödeke Michels]].&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Blazek: &amp;#039;&amp;#039;Seeräuberei, Mord und Sühne – Eine 700-jährige Geschichte der Todesstrafe in Hamburg 1292–1949.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8382-0457-4, S. 32 f. und 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche Schädel mit typischen [[Pfählung]]s-Verletzungen wurden später beim Bau der [[Speicherstadt]] und der angrenzenden Hafenbecken gefunden und zum Teil ins [[Museum für Hamburgische Geschichte]] verbracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.shmh.de/stoertebeker-schaedel/ |titel=Störtebeker-Schädel |werk=Stiftung Historische Museen Hamburg |abruf=2025-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teilung der Insel ===&lt;br /&gt;
1532 wurde der nördliche Streifen des Grasbrooks in die befestigte Stadt einbezogen. Auf den später als [[Kehrwieder]] und [[Wandrahm]] bezeichneten Inseln entstand in der Folge ein Wohngebiet, das Ende des 19. Jahrhunderts dem Bau der [[Speicherstadt]] weichen musste. Nach dem Bau der neuen [[Hamburger Wallanlagen]] von 1616 bis 1628 verlief die Befestigungsanlage auf dem Grasbrook entlang dem heutigen Straßenzug &amp;#039;&amp;#039;Am&amp;amp;nbsp;Sandtorkai&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Brooktorkai&amp;#039;&amp;#039;, deren Namen noch auf die [[Liste ehemaliger Stadttore in Hamburg|beiden Tore in der Stadtmauer]] verweisen, ebenso erinnert die Ericusspitze im Osten an die einstige Bastion &amp;#039;&amp;#039;Ericus&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem einstigen Wallgraben entstanden im 19. Jahrhundert die Hafenbecken &amp;#039;&amp;#039;Sandtorhafen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Brooktorhafen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ericusgraben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibende Grasbrook-Insel wurde zwischen 1568 und 1605 mit einem [[Durchstich (Wasserbau)|Durchstich]] für die umgeleitete [[Norderelbe]] geteilt, um den [[Hamburger Hafen]] für Seeschiffe mit größerem Tiefgang tauglich zu machen. Im Laufe der Zeit verbreiterte sich der Durchstich zum neuen Hauptarm, und der abgetrennte „&amp;#039;&amp;#039;Kleine Grasbrook&amp;#039;&amp;#039;“ bildete nunmehr das Südufer der neuen Norderelbe, lag allerdings weiter westlich als heute, etwa auf dem Gebiet des heutigen [[Steinwerder]]. Der heutige, weiter östlich gelegene Stadtteil [[Hamburg-Kleiner Grasbrook|Kleiner Grasbrook]] wurde hingegen erst 1894 unter Einbeziehung weiterer Inseln (u.&amp;amp;nbsp;a. Schumacherwärder, Große Veddel) gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schiffbau, Industrialisierung und Hafenausbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Suhr Schiffswerft Grasbrook.jpg|mini|Schiffswerft auf dem Grasbrook, Lithografie der [[Gebrüder Suhr]], um 1835]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gasfabrik auf dem Grasbrook.jpg|mini|Gasfabrik auf dem Grasbrook, Lithografie von [[Julius Gottheil]] um 1850]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg-Grasbrook um 1930.jpg|mini|Westlicher Grasbrook um 1930: im Vordergrund das Gaswerk mit Gasometer (heute Standort des Einkaufszentrums [[Unibail-Rodamco-Westfield|Westfield]]), dahinter Grasbrook- und Sandtorhafen, im Hintergrund die Speicherstadt und die Türme der Innenstadt, rechts der Magdeburger Hafen]]&lt;br /&gt;
Ab etwa 1740 siedelten sich auf dem westlichen Großen Grasbrook mehrere [[Werft]]en an, darunter die [[Werft Johns]], nach der das heutige [[Kaiserhöft]] lange Zeit als „Johns’sche Ecke“ benannt war, die [[Somm’sche Werft]] und andere. Die Blüte dieser Werften wurde um 1850 erreicht, als unter anderem die ersten [[Großsegler]] der neu gegründeten Reederei [[HAPAG]] hier gebaut wurden (die „Nord&amp;amp;nbsp;Amerika“, das zweite Schiff der HAPAG, wurde bei Johns gebaut). Mit Beginn des Hafenausbaus wurden die Grasbrook-Werften vom Hamburger Senat enteignet und auf das südliche Elbufer und an den [[Reiherstieg]] umgesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der östliche Grasbrook blieb noch lange Zeit Weideland, wurde aber auch von den „Wandbereitern“ (Tuchmachern) zum Bleichen von Stoffen genutzt. Erst 1821 errichtete Nikolaus Schmilinsky am Oberhafen eine [[Eisengießerei]], 1836 folgte die Firma [[H. C. Meyer jr.]] an der heutigen Stockmeyerstraße, sie gilt als erste Hamburger Fabrik, in der ab 1839 eine [[Dampfmaschine]] im Einsatz war. 1842 ging wenige Tage nach Ausbruch des [[Hamburger Brand]]es die von [[Edward James Smith]] konstruierte „[[Wasserkunst|Elbwasserkunst]]“ in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Holmer Stancke: &amp;#039;&amp;#039;Der Oberhafen. Von der Kuhweide zum Kreativquartier,&amp;#039;&amp;#039; hamburger bauheft 45, Hamburg 2024, S. 8–13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1844 entstanden zudem am Südufer des Grasbrooks die [[Hamburger Gaswerke]] mit dem [[Gasometer Grasbrook]], der nach Schließung des Gaswerks 1976 dann 1984 abgerissen wurde. Anschließend hatte hier das Cellpapp-Terminal seinen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem 1866 eröffneten Sandtorhafen wurden in rascher Folge mehrere künstliche Hafenbecken angelegt (Grasbrookhafen, Brooktorhafen, Ericusgraben); der &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Hafen&amp;#039;&amp;#039; zerteilt die Insel seit 1872 in Nord-Süd-Richtung. Ebenfalls 1872 wurde der [[Hamburg Hannoverscher Bahnhof|Hannoversche Bahnhof]] eröffnet, dessen Schuppen und Gleisanlagen nahezu vollständig die östliche Inselhälfte ausfüllten. Nach der Eröffnung des [[Hamburg Hauptbahnhof|Hamburger Hauptbahnhofes]] wurde das Gelände bis 1999 als Hauptgüterbahnhof genutzt, während der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] auch als Deportationsbahnhof für tausende Hamburger [[Juden]] sowie [[Sinti und Roma]]. Eine Gedenkstätte im heutigen [[Lohsepark]] erinnert daran, ebenso der Gedenkort „[[Lohsepark#Fruchtschuppen C|Fruchtschuppen C]]“ zwischen Magdeburger Hafen und dem Westfield Überseequartier.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umbau zur HafenCity ===&lt;br /&gt;
Seit 2001 entstand auf dem einstigen Grasbrook der neue Stadtteil [[Hamburg-HafenCity|HafenCity]] mit Gewerbeflächen, Wohnungen sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen. Zu diesem Zweck wurden große Teile des neu zu bebauenden Geländes durch Aufschüttung auf eine [[Hochwasserschutz|hochwassersichere]] Ebene gebracht. Acht der zehn Teilquartiere der Hafencity liegen auf dem ehemaligen Grasbrook, zwei auf dem ehemaligen Baakenwärder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schädel Hingerichteter Hamburg.jpg|Gepfählter Schädel eines mutmaßlichen Seeräubers, entdeckt 1878 bei Bauarbeiten auf dem Grasbrook, [[Museum für Hamburgische Geschichte]] &lt;br /&gt;
Datei:Hamburg Störtebeker Statue.jpg|Störtebeker-Denkmal von [[Hansjörg Wagner]] in der Hafencity&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hamburg-Kleiner Grasbrook|Kleiner Grasbrook]] – Geschichte des heutigen Stadtteils einschließlich des Stadtentwicklungsprojekts „Grasbrook“&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Hamburger Hafens]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburger Hafen#Wasserbaumaßnahmen und Elbvertiefung|Wasserbaumaßnahmen und Elbvertiefung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grasbrook&amp;#039;&amp;#039;, In: Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Ellert &amp;amp; Richter, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8319-0373-3, S. 256 f.&lt;br /&gt;
* Hermann Boßdorf: &amp;#039;&amp;#039;Der Schädel vom Grasbrook und andere kuriose Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1920: Hermes.&lt;br /&gt;
* Deutsche Shell Aktiengesellschaft, Schmierstoffwerk Grasbrook: &amp;#039;&amp;#039;Grasbrook.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1980: Deutsche Shell Aktiengesellschaft.&lt;br /&gt;
* [[Handelskammer Hamburg|Hamburgische Commerz-Deputation]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Hafenanlagen auf dem Grasbrook.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1858: Voigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/32/28/N |EW=9/59/40/E |type=isle |region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1208648357}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grasbrook, Grosser}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Hafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binneninsel (Elbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsstätte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-HafenCity]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-Kleiner Grasbrook]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UweRohwedder</name></author>
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