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	<title>Grantler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:37:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grantler&amp;diff=472978&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Ulrich Ammon, „Hans Bickel (Linguist)“ und „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-13T21:02:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Ulrich Ammon, „Hans Bickel (Linguist)“ und „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grantler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von [[bairisch]]-[[Österreichisches Deutsch|österreichisch]] &amp;#039;&amp;#039;grantig&amp;#039;&amp;#039; („mürrisch“), ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen Menschen mit mürrischer Grundstimmung vor allem in den bairischen Dialekten, der auch im weiteren deutschen Sprachraum zunehmend Verbreitung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Ammon]], [[Hans Bickel (Linguist)|Hans Bickel]], [[Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)|Jakob Ebner]]: &amp;#039;&amp;#039;Variantenwörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Gruyter, 2004, S. 305/306 ([https://books.google.de/books?id=EJoVyz8_J14C&amp;amp;pg=PA306&amp;amp;dq=Grantler&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=wf4EToSGLMWgOrDZqLEN&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Grantler&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden [[Grattler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft von &amp;#039;&amp;#039;Grantler&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;grantig&amp;#039;&amp;#039; – „übel gelaunt; ärgerlich, unmutig“ ist nicht ganz geklärt, vermutlich aber auf die Adjektive &amp;#039;&amp;#039;spitz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;scharf&amp;#039;&amp;#039; zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/grantig#block_3 &amp;#039;&amp;#039;grantig&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de; abgerufen am 24. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Grantig&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 16. Jahrhundert belegbar, vermutet wird auch, dass es dem [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen]] Verb &amp;#039;&amp;#039;grennen&amp;#039;&amp;#039; – „weinen“ entstammt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2002, S. 368.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso gibt es in den bairischen Dialekten &amp;#039;&amp;#039;den Grant&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Grantigkeit&amp;#039;&amp;#039;, die Übellaunigkeit und Unmut beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Grant &amp;#039;&amp;#039;Grant&amp;#039;&amp;#039;] duden.de, abgerufen am 24. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Grantigkeit &amp;#039;&amp;#039;Grantigkeit&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de; abgerufen am 24. Juni 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; von Jacob und Wilhelm Grimm heißt es zu &amp;#039;&amp;#039;grantig&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=grantig |Band=8 |Sp=1884–1886 |lemid=G23329}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Grantig, adj. , grandig, auch umgelautet gräntig, grändig, ein vornehmlich bair.-österr. wort im sinne von ‚zänkisch, mürrisch, übellaunig‘ u. ä. seit dem 16. jh. belegbar, doch sieh noch grantigkeit. für die herleitung bieten sich verschiedene möglichkeiten an. von der bedeutung her läge beziehung zu grannen sehr nahe; dies aber gehört ins westl. sprachgebiet, und einer erklärung bedürfte auch der dental; die eher zu erwartenden ableitungen grannig […] und grannisch (s. d.) stehen hinter grantig weit zurück. einer beziehung auf grand ‚grober sand‘, das in abgeleitetem adj. grandig zu ähnlichen bedeutungen gelangt wie grantig, steht die regionale verbreitung der wörter im wege. Fick 43, 139 stellt grantig mit mnd. granten ‚gierig sein‘ zur wurzel *grat ‚spitzig, scharf sein‘, als bildungen mit eingeschobener nasalis oder als kreuzungsformen zwischen *grat und *granna ‚scharf, dünn‘ […]. einen weiteren herleitungsversuch sieh s.&amp;amp;nbsp;v. krantwerre und grand, adj. in jüngerem sprachstand, zumal in der mundart, finden zwischen grantig, grannig […] offensichtlich austausch und grenzverwischung statt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Das [[Klischee]] des Grantelnden spiegelt sich vom deutschen [[Schwank]], der [[Commedia dell’arte]], wie sie von Autoren wie [[Johann Nestroy|Nestroy]], [[Ferdinand Raimund|Raimund]] oder [[Karl Valentin]], aber auch [[Molière]] rezipiert wurde, und dem [[Heimatroman]] in volkstümlichen Theaterstücken bis in die heutigen Rundfunk- und Printmedien, z.&amp;amp;nbsp;B. im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Komödienstadel|Komödienstadel]]&amp;#039;&amp;#039; sowie im [[Heimatfilm]]en wider. Beispiele typischer Grantler sind etwa bei Molière: Alceste in &amp;#039;&amp;#039;[[Der Menschenfeind]]&amp;#039;&amp;#039;, Argan in &amp;#039;&amp;#039;[[Der eingebildete Kranke]]&amp;#039;&amp;#039; in der hypochondrischen Variante; Alois Hingerl, der &amp;#039;&amp;#039;[[Münchner im Himmel]]&amp;#039;&amp;#039; oder Mundl aus der Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Ein echter Wiener geht nicht unter]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-kino-grantler-piefkes-und-noch-andere-_arid,10844.html |titel=Grantler, Piefkes und noch andere - Mannheimer Morgen |abruf=2020-07-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso werden Schauspielern oder Figuren der Charakter eines Grantlers zugeschrieben, wie etwa [[Karl Valentin]] als legendären Münchner Grantler oder [[Hans Moser]], [[Otto Schenk]] und [[Fritz Muliar]], die ein Inbegriff des Wiener Grantlers waren. Ebenso war ein bekannter Darsteller von grantelnden Charakteren der Schauspieler [[Walter Sedlmayr]]. Kabarettistisch wird die Figur des Grantlers durch [[Gerhard Polt]], [[Christian Springer (Kabarettist)|Christian Springer]] oder [[Harry G]] verkörpert. &amp;#039;&amp;#039;Herr Hirnbeiß&amp;#039;&amp;#039; mit seinem [[Zamperl]] ist ein von der Karikaturistin [[Franziska Bilek]] dargestellter Münchner Grantler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Griesgram]]&lt;br /&gt;
* [[Zynismus]]&lt;br /&gt;
* [[Misanthrop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Grasberger: &amp;#039;&amp;#039;Grant. Der Blues des Südens.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs Verlag, München 2012, ISBN 978-3-424-35070-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|grantig}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.br-online.de/bayern/kult-und-brauch/bayern-menschen-grantler-ID12066075197.xml |text=Der typische Grantler |wayback=20110128031347}} laut br-online.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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