<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Granophyr</id>
	<title>Granophyr - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Granophyr"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Granophyr&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T00:45:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Granophyr&amp;diff=2125400&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Granophyr&amp;diff=2125400&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-05T20:17:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Granophyre 1.5mm.jpg|mini|250px|Granophyr, Mikroskopaufnahme 1,5 mm]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Granophyr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet ein [[magmatisches Gestein]] mit porphyrischer Struktur und [[Granit|granitischer]] Zusammensetzung, bei welchem der [[Quarz]] und der [[Alkalifeldspat]] in der Grundmasse eine Verwachsung zeigen, die als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;granophyrisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mikrographisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, und die makroskopisch nicht erkennbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Igneous Rocks. A Classification and Glossary of Terms |Hrsg=R. W. LeMaitre |Auflage=2. |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2004 |ISBN=0-521-61948-3 |Seiten=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gesteinsname ist damit hauptsächlich strukturell definiert. Seine Verwendung wird in den Empfehlungen der [[International Union of Geological Sciences]] zur Nomenklatur der Gesteine nicht mehr empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft der Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde zuerst von dem deutschen Mineralogen [[Hermann Vogelsang (Geologe)|Hermann Vogelsang]] gebraucht; allerdings bezeichnete Vogelsang damit einen Quarzporphyr mit mikrogranitischer Grundmasse. Später wurde diese Definition durch [[Harry Rosenbusch]] im Sinne der oben angegebenen Bedeutung abgeändert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Ehrenreich Tröger |Titel=Spezielle Petrographie der Eruptivgesteine |Verlag=Schweizerbart |Ort=Stuttgart |Datum=1969 |Seiten=319}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Als Ausgangsmaterial wird eine Schmelze mit den drei Hauptbestandteilen Quarz, Kalium- und Natriumfeldspat ([[Orthoklas]] und [[Albit]]) angenommen, die vergleichsweise rasch abgekühlt wird und dabei [[Eutektikum|eutektisch]] (bzw. cotektisch) auskristallisiert. Da die Feldspäte eine einheitliche Phase bilden, das  Phasendiagramm der beiden Verbindungen die Bildung einer solchen einheitlichen Phase aber nur bei niedrigem Wasserdampf-Partialdruck zulässt, wird angenommen, dass die Ausbildung einer granophyrischen Struktur nur in sehr „trockenen“ Schmelzen bzw. in geringer Tiefe in der Erdkruste (= geringer lithostatischer Druck, Möglichkeit der Entwässerung über Spalten) eintreten kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Shelley |Titel=Igneous and Metamorphic Rocks under the Microscope |Verlag=Chapman &amp;amp; Hall |Ort=London |Datum=1993 |ISBN=0-412-44200-0 |Seiten=137-142, 228-231}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Bedingungen können sowohl in oberflächennahen Bereichen granitischer [[Intrusion (Geologie)|Intrusionen]] auftreten, wie auch bei dem Aufstieg eines [[Rhyolith|rhyolithischen Magmas]], welches in subvulkanischem Niveau erstarrt, ohne zu eruptieren. Daraus folgt, dass die bloße Anwesenheit einer granophyrischen Struktur nicht genügt, um ein magmatisches Gestein als Tiefengestein ([[Plutonit]]) oder als [[Vulkanit]] zu kennzeichnen. Diese Zuordnung muss anhand anderer geologischer Kriterien getroffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Granopyhrische Strukturen im Mikroskop&lt;br /&gt;
|Größe=300&lt;br /&gt;
|align=right&lt;br /&gt;
|captionalign=right&lt;br /&gt;
|Datei:Granophyr Struktur LPL.jpg|Granophyrische Struktur (Dünnschliff, linear-polarisiertes Licht): Nur bei weit geschlossener Blende sind die Verwachsungen von Quarz und Feldspat zu erkennen&lt;br /&gt;
|Datei:Granophyr Struktur XPL.jpg|Granophyrische Struktur (Dünnschliff, gekreuzte Polarisatoren)&lt;br /&gt;
|Datei:Granophyr Struktur XPL RotI.jpg|Granophyrische Struktur (Dünnschliff, gekreuzte Polarisatoren mit Hilfsobjekt „Rot I. Ordnung“)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Erscheinungsbild ==&lt;br /&gt;
Makroskopisch ist das Vorliegen einer granophyrischen Struktur nicht feststellbar, die entsprechenden Gesteine können beispielsweise als Mikrogranite, Rhyolithe oder [[Aplit]]e angesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dünnschliff]] ist zu erkennen, dass der Quarz innerhalb eines Feldspatkristalls als keil-, stäbchen- oder hakenförmige Struktur vorliegt, die den Feldspat durchsetzt. Dabei sind die äußeren Formen der Quarzkristalle mehr oder weniger scharf ausgebildet. Aufgrund der geringfügigen Unterschiede im Brechungsindex zwischen Quarz und Feldspat sind diese Strukturen im Hellfeld kaum sichtbar und werden deutlich erst bei der Betrachtung im [[Polarisationsmikroskop]] erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Granophyr setzt sich vor allem aus [[Feldspat]] und [[Quarz]] zusammen. Geringere Anteile haben dunkle Minerale, die meist nicht mehr als 5 % der Gesamtmasse ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Man findet Granophyr zum Beispiel am [[Vestrahorn]] und [[Eystrahorn]] im Südosten von [[Island]]&amp;lt;ref&amp;gt;K. Sæmundsson, E. Gunnlaugsson: Icelandic Rocks and Minerals. Reykjavík 1999, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in der Nähe des [[Luganersee]]s in der Schweiz kommt er vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kristalle.ch/sammlung/SlidesMinBoeZH2009.asp] E. Reusser, B. Kuhn: Geologie des Tessin, in: Kristalle. Sonderschau Mineralienmesse Zürich 2009; Zugriff: 5. November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Gesteine ==&lt;br /&gt;
Eine sehr ähnliche Verwachsung von Quarz mit Feldspat, wie im Granophyr, die allerdings mit bloßem Auge erkennbar ist, findet sich im [[Schriftgranit]]. Allerdings unterscheiden sich die Bildungsbedingungen in beiden Fällen doch erheblich, da Schriftgranit in Pegmatiten vorkommt und damit nicht in Abwesenheit von Wasser gebildet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magmatisches Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>