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	<title>Grandfey-Viadukt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:01:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grandfey-Viadukt&amp;diff=634704&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AHert: /* Erster Viadukt */ +Pläne</title>
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		<updated>2024-08-26T12:59:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erster Viadukt: &lt;/span&gt; +Pläne&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Grandfey-Viadukt.jpg|mini|Neue Grandfey-Brücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grandfey-Viadukt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; an der Bahnlinie von [[Bern]] nach [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]] gehört zu den grössten [[Brücke]]n der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Beim Weiler Grandfey in [[Granges-Paccot]], rund drei Kilometer nördlich des Bahnhofs von Freiburg, überquert die Bahn das tief in den [[Molasse]]felsen eingeschnittene und breite Tal der [[Saane]] nach [[Düdingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Viadukt überquert die [[Sprachgrenze]] zwischen [[Romandie]] und [[Deutschschweiz|deutschsprachiger Schweiz]] («[[Röstigraben]]»).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erster Viadukt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alter Grandfey-Viadukt.jpg|mini|Grandfey-Viadukt von 1862]]&lt;br /&gt;
Die Bahngesellschaft [[Chemin de fer Lausanne–Fribourg–Berne|Lausanne–Fribourg–Berne]] beauftragte 1856 den Ingenieur [[Leopold Blotnitzki]] mit Studien für diese aufwändigste Bauaufgabe in ihrem Streckennetz. Der Entwurf wurde von einer vierköpfigen Kommission entwickelt, bestehend aus den Herren Durbach, [[Karl Etzel]], François Jacqmin und [[Wilhelm Nördlinger|Wilhelm Nördling]], wie der damals in Frankreich tätige, in [[Stuttgart]] geborene Ingenieur genannt wurde. Bei dieser Planung wurden das kurz zuvor errichtete [[Crumlin-Viadukt]] in [[Südwales]] und das [[Sitterviadukt (SBB)|Sitterviadukt]] bei [[St. Gallen]] berücksichtigt. Die Ausführungsplanung erstellte [[Ferdinand Mathieu]], der leitende Ingenieur des französischen Eisen- und späteren Stahlunternehmens [[Schneider Electric|Schneider &amp;amp; Cie.]] in [[Le Creusot]], das den Metallbau-Auftrag für die Brücke erhalten hatte. Die Erd- und Mauerwerksarbeiten führte das Schweizer Unternehmen Wirth, Studer &amp;amp; Co. aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Die technischen Angaben beruhen auf dem Artikel von Bühler: &amp;#039;&amp;#039;La reconstruction du viaduc de Grandfey&amp;#039;&amp;#039;.  In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin technique de la Suisse romande&amp;#039;&amp;#039;. Band (Jahr): 51 (1925) Heft 25, S. 301–307 ([[doi:10.5169/seals-39550]] auf E-Periodica - Swiss electronic academic library service, ETH-Bibliothek)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von 1857 bis 1862 gebaute, 343&amp;amp;nbsp;m lange und 82&amp;amp;nbsp;m hohe zweigleisige Brücke bestand aus sechs auf mächtigen Steinsockeln stehenden Gitterpfeilern, die einen starken [[Gitterträger]]balken trugen, auf den der Oberbau der Schienen zu liegen kam. Die [[Spannweite (Bauwesen)|Spannweiten]] der fünf mittleren Öffnungen betrugen jeweils 48,75&amp;amp;nbsp;m, die der seitlichen Öffnungen 43,30&amp;amp;nbsp;m. Im Innern des Gitterträgers gab es eine Passage für Fussgänger und kleine Karren. Damit erschloss der Grandfey-Viadukt für den leichten Landverkehr eine neue Passage über die lang gestreckte und sehr unwegsame Schlucht der Saane.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k57282042/f80.item Planzeichnungen.] In: &amp;#039;&amp;#039;Nouvelles annales de la construction: publication rapide et économique des documents les plus récents et les plus intéressants relatifs à la construction française et étrangère... / C.-A. Oppermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemauerten Steinsockel waren bis zu 32&amp;amp;nbsp;m hoch, damit ihre Köpfe alle auf demselben Niveau lagen. Die Strömungsteiler der im Fluss stehenden Pfeiler IV und V waren durch eine Kalksteinverkleidung gegen die Strömung geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeiler bestanden aus jeweils 3,93 m langen [[Gusseisen]]-Rohren, die in 11 Etagen übereinander angeordnet zusammen 43,20&amp;amp;nbsp;m hoch und mit gitterförmigen [[Schmiedeeisen|schmiedeeisernem]] [[Fachwerk]] verbunden und versteift waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fahrbahnträger bestand aus vier schmiedeeisernen Gitterträgern im Achsabstand von 2,09&amp;amp;nbsp;m. Zwischen den beiden mittleren Trägern war die Passerelle für die Fussgänger eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grandfey-Viadukt gilt als die erste Brücke, bei der [[Ferdinand Mathieu]], der leitende Ingenieur von Schneider &amp;amp; Cie., den von ihm erfundenen [[Taktschiebeverfahren|Vorschub]] anwendete. Dabei diente der über das Tal vorgeschobene Gitterträgerbalken als Kran zum Bau des ersten und darauf des jeweils nächsten Pfeilers.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Marrey: &amp;#039;&amp;#039;Les Ponts Modernes; 18&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;–19&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles.&amp;#039;&amp;#039; Picard éditeur, Paris 1990, ISBN 2-7084-0401-6, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Pfeiler wurden 1300 Tonnen Gusseisen und 700 Tonnen Schmiedeeisen (Schweisseisen) verwendet, für die Träger 1250&amp;amp;nbsp;Tonnen Schmiedeeisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grandfey-Viadukt beeinflusste das von Nördling kurz danach geplante [[Viaduc de Busseau]] und diente als Vorbild für den 1886–1890 ebenfalls von Schneider &amp;amp; Cie. in Chile erbauten [[Malleco-Viadukt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der schwerer gewordenen Züge wurde die Brücke 1892 für einen eingleisigen Verkehr mit einem Gleis in der Mitte umgebaut und die Geschwindigkeit auf 40&amp;amp;nbsp;km/h beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Viadukt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Viaduc de Grandfey, Fribourg (FR) (13769297734).jpg|mini|Zweiter Grandfey-Viadukt, verstärkt und elektrifiziert 1927, befahren von einem [[InterCity (Schweiz)|IC]]-Doppelstockzug, 2014]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grandfey-Viadukt Serra Plastik 01.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Maillart Bridge extended&amp;#039;&amp;#039;, Stahlplastik von Richard Serra, 1988]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grandfeybrücke Fribourg.jpg|mini|Fussgängerweg unterhalb der Schienen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Elektrifizierung]] des Schienennetzes der Schweizerischen Bundesbahnen musste die Brücke verstärkt werden, um die schwereren und schneller fahrenden Lokomotiven und Zugskompositionen tragen zu können. Nach einem schon beim [[Viadukt von Le Day]] realisierten Konzept des Brückenbaubüros der SBB erhielt der Grandfey-Viadukt von 1925 bis 1927 seine neue Gestalt. Dazu hatten die SBB den Pionier grosser [[Beton]]bauten in der Schweiz, [[Robert Maillart]], als beratenden Ingenieur beigezogen. Zwischen den sechs vollständig einbetonierten eisernen Fachwerkstützen liegen weite, in [[Joseph Melan|Melan-Bauweise]] errichtete Betonbögen, über deren Scheitel der erneuerte Fussgängerweg verläuft. Die fünf mittleren Bögen weisen lichte Weiten von 42&amp;amp;nbsp;m auf. Auf den mächtigen Hauptbögen ruht eine lange Reihe schlanker [[Arkade]]n, die das Bett der Geleiseanlagen tragen. Mit der doppelten Bogenreihe gewinnt das grosse Bauwerk eine monumentale klassizistische Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Bau der Staumauer Schiffenen, welche 1964 beendet wurde, steht der untere Teil nun im Wasser des [[Schiffenensee]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Passage und Skulptur von Richard Serra ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grandfey-Viaduct Autobahn-Viadukt FR 01.JPG|mini|Das doppelstöckige Grandfey-Viadukt über den Schiffenensee, im Hintergrund das Viadukt Schiffenensee der Autobahn A12.]]&lt;br /&gt;
Die Passage durch den Grandfey-Viadukt gehört zu den schönsten Punkten im Streckennetz der [[Wanderweg]]e und der [[Radfernweg|Radwege]] des Kantons Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Passage befindet sich eine moderne Skulptur des amerikanischen Künstlers [[Richard Serra]]. Das Kunstwerk mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Maillart Bridge extended&amp;#039;&amp;#039; wurde 1988 an Ort installiert. Mit diesem Namen erinnert es an Robert Maillart, den beratenden Bauingenieur des zweiten Viadukts. Serras Plastik stellt mit je einem L-förmigen Stahlträger auf jeder Brückenseite eine Klammer dar, welche die Brückenfunktion des Grandfey-Viadukts zwischen der Romandie und der Deutschschweiz symbolisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=sr |url=https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=FZG19880909-01.2.110&amp;amp;srpos=3&amp;amp;e=-------de-20-FZG%2cLLE%2cNZN-1--img-txIN-Richard+Serra-------0----- |titel=Zentimeterarbeit mit Kran und Meissel |werk=Freiburger Nachrichten |seiten=13 |datum=1988-09-09 |abruf=2020-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 2007 liessen die SBB aus Sicherheitsgründen zwei [[Handlauf|Handläufe]] an das Kunstwerk anbringen, die wieder entfernt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://pro-velo-fr.ch/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/FRIVELO17HR.pdf Grandfey - Pauken- vor dem Brückenschlag?] (PDF; 8,5&amp;amp;nbsp;MB) pro-velo-fr.ch/wordpress, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Marti, Orlando Monsch, Massimo Laffranchi: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Eisenbahnbrücken&amp;#039;&amp;#039;. VDF, Zürich 2001, ISBN 3-7281-2786-8, S. 106–111.&lt;br /&gt;
* Josef Brunner: [http://e-collection.ethbib.ethz.ch/eserv/eth:21482/eth-21482-01.pdf/ &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zur geschichtlichen Entwicklung des Brückenbaus in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB)  Promotionsarbeit, Bern 1924, S. 68.&lt;br /&gt;
* [[Adolf Bühler (Bauingenieur)|Adolf Bühler]]: &amp;#039;&amp;#039;La reconstruction du viaduc de Grandfey&amp;#039;&amp;#039;.  In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin technique de la Suisse romande&amp;#039;&amp;#039;. Band (Jahr): 51 (1925) Heft 25, S. 301–307 ([[doi:10.5169/seals-39550]] auf E-Periodica - Swiss electronic academic library service, ETH-Bibliothek)&lt;br /&gt;
* {{ZeitschrBauwesen |Autor=Benoit |Titel=Der Eisenbahn-Viaduct über die Saane bei Freiburg in der Schweiz |Jahr=1863 |Heft=4 |Spalten=169 |zlb=93}} Mit [https://digital.zlb.de/viewer/image/15244658_1863/30/ Planzeichnungen Blatt 28-30] im Atlas.&lt;br /&gt;
* [http://www.e-rara.ch/zut/ch19/content/titleinfo/6099232 &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahnbrücke über die Saane bei Freiburg (Viaduc de Grandfey) auf der Eisenbahn von Lausanne über Freiburg nach Bern.&amp;#039;&amp;#039;] 12 lithographische Tafeln. Meyer &amp;amp; Zeller, Zürich 1867. Auf e-rara der ETH-Bibliothek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20000387 |Name=Grand-Fey-Viadukt (1862)}}&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20000030 |Name=Grand-Fey-Viadukt (1925)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46.826401|EW=7.167804|type=landmark|region=CH-FR|dim=334}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnbrücke in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brücke im Kanton Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Granges-Paccot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düdingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brücke in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schienenverkehr (Kanton Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saanebrücke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke Lausanne–Bern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AHert</name></author>
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