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	<title>Grafschaft Wildungen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T07:01:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grafschaft_Wildungen&amp;diff=1055878&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2024-03-14T21:38:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Grafschaft Wildungen zwischen 1185 und 1247; für die von 1474 bis 1692 bestehende Grafschaft Waldeck-Wildungen siehe [[Waldeck]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Wildungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine kurzlebige Herrschaft, die 1185 begründet wurde und spätestens 1247 wieder endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge ==&lt;br /&gt;
Gebiete an der oberen und mittleren [[Eder]], insbesondere um das heutige [[Bad Wildungen]] in [[Nordhessen]], waren schon in der älteren post-[[Karolinger|karolingischen]] Epoche und zur Zeit der [[Konradiner]]-Vorherrschaft in Hessen zumindest teilweise im Besitz bzw. unter der Verwaltung der Grafen [[Gozmar (Adelsgeschlecht)|Gozmar]], den wahrscheinlichen Vorfahren der Grafen von [[Reichenbach (Adelsgeschlecht)|Reichenbach]] und damit der Grafen von [[Grafschaft Ziegenhain|Ziegenhain]]. So ist beurkundet, dass im Jahre 850 ein Gozmar dem [[Kloster Fulda]] seine Besitzungen in den sieben Dörfern [[Affoldern]], [[Buhlen]], [[Gleichen (Gudensberg)|Gleichen]], [[Haine (Allendorf)|Haine]], [[Mehlen]], [[Schreufa]] und [[Viermünden]] schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Wildungen gehörte in der Folge zum Herrschaftsbereich der Reichenberger, die sich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, wohl nach dem Tode von Graf [[Rudolf I. (Reichenbach)|Rudolf I. von Reichenbach]] 1123, unter seinen Brüdern [[Gozmar II. (Ziegenhain)|Gozmar II.]] und [[Poppo I. (Reichenbach)|Poppo I.]] in eine Ziegenhainer und eine Reichenbacher Linie teilten, wobei die Herrschaft Wildungen zum Ziegenhainer Zweig kam. Dort folgten auf Gozmar II. sein Sohn [[Gottfried I. (Ziegenhain)|Gottfried I.]] und dann dessen Sohn [[Gozmar III. (Ziegenhain)|Gozmar III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Grafschaft Wildungen ==&lt;br /&gt;
Gozmar III. kam im Juli 1184 beim [[Erfurter Latrinensturz]] ums Leben, ohne einen Sohn zu hinterlassen. Seine Tochter Lukardis (oder Luitgart) (* um 1160, † nach 1207) heiratete 1185 den Grafen [[Friedrich von Ziegenhain|Friedrich von Thüringen]] (* um 1155, † 1229), den dritten Sohn des [[Ludowinger]] Landgrafen [[Ludwig II. (Thüringen)|Ludwig II.]] von Thüringen und der [[Jutta Claricia von Thüringen|Judith von Hohenstaufen]], Halbschwester des Kaisers [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]]. Friedrich war zunächst für eine kirchliche Laufbahn vorgesehen, wurde entsprechend ausgebildet, und war von 1171 bis etwa Juli 1178 [[Propst]] zu [[St. Stephan (Mainz)|St. Stephan]] in [[Mainz]]. Er ließ sich dann jedoch von seinen kirchlichen Gelübden entbinden und war danach in langem Streit um sein Erbe verwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukardis brachte die Herrschaft Wildungen mit in ihre Ehe mit Friedrich, und dieser nannte sich seitdem Graf von Wildungen. Somit kam wichtiger Ziegenhainer [[Allod]]besitz an die Ludowinger, die 1137 bereits die [[Gisonen]] in Nieder- und Oberhessen beerbt hatten, und die dadurch ihre Vormachtbestrebungen in Hessen weiter fördern konnten. 1186 wurde Friedrich förmlich als Gozmars Nachfolger als Graf von [[Bad Wildungen|Wildungen]], Graf von Ziegenhain und [[Wegebach]] und Vogt zu [[Burg Staufenberg (Hessen)|Staufenberg]] und [[Burg Reichenbach (Hessen)|Reichenbach]] bestätigt. Im September 1229 erbte er auch das wichtige und einträgliche Amt des [[Vogt|Domvogts]] von [[Kloster Fulda|Fulda]], das bis dahin erblich in der Hand der Reichenbacher gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ziegenhainer und Reichenbacher war das Ergebnis dieser Heirat ein erheblicher Verlust, insbesondere da zuvor schon Amt und Burg [[Schloss Waldeck|Waldeck]] durch die Heirat einer anderen Reichenbacher Erbin, [[Poppo I. (Reichenbach)|Poppo I. von Reichenbachs]] Tochter Luitgart, an [[Volkwin II. (Schwalenberg)|Volkwin II. von Schwalenberg]] gekommen war, dessen Familie auf diesem Grundstock die [[Waldeck|Grafschaft Waldeck]] aufbaute. Darüber hinaus begründete die Heirat Friedrichs mit Lukardis auch Erbansprüche der Ludowinger auf Reichenbach, die Burg und Vogtei [[Keseburg|Keseberg]], die starke [[Burg Staufenberg (Hessen)|Burg Staufenberg]] bei [[Gießen]] sowie auf [[Ziegenhain (Schwalmstadt)|Ziegenhain]] und [[Treysa]]. Gozmars Bruder und Nachfolger [[Rudolf II. (Ziegenhain)|Rudolf II. von Ziegenhain]] wehrte sich vehement gegen diese Ansprüche, und der Streit, der nach 1227 weiter eskalierte, wurde erst 1233 vertraglich beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich von Wildungen begann im Jahre 1200 mit dem Bau der Burg [[Schloss Friedrichstein (Bad Wildungen)|Friedrichstein]] in [[Bad Wildungen|Alt-Wildungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ende der Grafschaft ==&lt;br /&gt;
Friedrichs Ehe mit Luitgard entstammten ein Sohn, Ludwig,&amp;lt;ref&amp;gt;Noch 1242 beurkundet: [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5817312 HStAM Fonds Urk. 87 No 1763]&amp;lt;/ref&amp;gt; und zwei Töchter, Sophie (* 1185/90, † nach 2. April 1247) und Judith († 6. Oktober 1220). Letztere heiratete den Grafen [[Friedrich II. von Brehna und Wettin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophie, die ältere, beerbte ihren Vater und Bruder als Gräfin von Wildungen. Sie heiratete [[Burchard VI. Kurzhand|Burchard VI. „Kurzhand“]] von [[Querfurt]] (* um 1185, † 1243/1246), den [[Liste der Burggrafen von Magdeburg|Burggrafen von Magdeburg]]. Dieser verkaufte, noch vor 1227, die Burgen [[Keseburg|Keseberg]] und Wildungen an Landgraf [[Ludwig IV. (Thüringen)|Ludwig IV. (den Heiligen)]] von Thüringen. Da ihm dazu die Einwilligung seiner Frau, der rechtmäßigen Eigentümerin, und deren Familie fehlte, kam es darüber zu erneutem Streit zwischen den Ziegenhainern und den Ludowingern. Erst 1233 einigte sich Graf [[Berthold I. (Ziegenhain)|Berthold I. von Ziegenhain]] mit Landgraf [[Konrad von Thüringen]], der für seinen Bruder, den Landgrafen [[Heinrich Raspe IV.|Heinrich Raspe]], die hessischen Besitzungen der Ludowinger verwaltete, über das ziegenhainische Erbe von Konrads vier Jahre zuvor verstorbenem Onkel Friedrich von Wildungen. In einem in [[Marburg]] geschlossenen Vertrag musste Berthold auf Reichenbach, Wildungen, die [[Burg Hollende]], die [[Keseburg]] und die südwestliche Hälfte der Vogtei Keseberg verzichten. Das Gericht [[Hofgeismar]] allerdings, in dem der Keseberg lag, blieb Mainzer Lehen der [[Vogt|Vögte]] von Keseberg. Ein Gerichtsentscheid von 1244 bestätigte noch einmal, dass der Grund, auf dem die Burg stand, landgräflich sei, während die Umgebung dem [[Kloster Haina]] gehöre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Heinrich Raspes im Jahre 1247, mit dem die Ludowinger im Mannesstamm ausstarben, versuchte Erzbischof [[Siegfried III. von Eppstein|Siegfried III.]] von Mainz, die mainzischen Lehen der Landgrafen einzuziehen. Burchard VI. von Magdeburg war inzwischen verstorben, und seine Witwe, Gräfin Sophia von Wildungen, hatte als eigentliche Erbin geplant, Wildungen und Keseberg an Mainz zu verkaufen. Sie trat 1247, kurz vor ihrem Tod, ihre Rechte an beiden Burgen an den Erzbischof ab, aber [[Sophie von Brabant]], die im nach Heinrich Raspes Tod ausgebrochenen [[Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg|thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg]] für ihren Sohn [[Heinrich I. (Hessen)|Heinrich I.]] um das Ludowinger Erbe kämpfte, erkannte dies nicht an, und beide Burgen blieben im Besitz der Landgrafschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Sophias Tod 1247 endete die kurzlebige Grafschaft Wildungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch während des thüringisch-hessischen Erbfolgekrieges, im Jahre 1263, kam Wildungen durch Vertrag zwischen Heinrich I. von Hessen und dem Grafen [[Adolf I. (Waldeck und Schwalenberg)|Adolf I. von Waldeck]], der Heinrichs Kampf gegen die Abtei [[Corvey]] und die Bischöfe von [[Bistum Paderborn|Paderborn]] um die territoriale Vorherrschaft im nordhessischen Grenzgebiet zu [[Westfalen]] unterstützt hatte, an Waldeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Martin Röhling: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Niddaer Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 9, Hrsg. Niddaer Heimatmuseum e.V., Nidda, 2005, ISBN 3-9803915-9-0&lt;br /&gt;
* [http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/ludowinger_landgrafen_von_thueringen/friedrich_graf_von_ziegenhain_nach_1229/friedrich_graf_von_ziegenhain_+_nach_1229.html Genealogie-Mittelalter: Friedrich von Ziegenhain]&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenlexikon.eu/15.html?&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=399&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=59&amp;amp;cHash=d3e1e8d8a0 Burgenlexikon: Keseburg]&lt;br /&gt;
* A. Heldmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Vögte von Keseburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Hessische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 25, S. 1–54.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Hessen)|Wildungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad Wildungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludowinger|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldeck|Wildungen, Grafschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Ziegenhain|Wildungen]]&lt;/div&gt;</summary>
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