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	<title>Grafschaft Werdenfels - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;HerrAdams: +wl</title>
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		<updated>2025-10-19T13:17:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Grafschaft Werdenfels&lt;br /&gt;
| Bildname = Hochstift Freising coat of arms.svg&lt;br /&gt;
| Bildbreite = 110px&lt;br /&gt;
| Bildtext = Ein Territorium des [[Hochstift Freising|Hochstifts Freising]]&lt;br /&gt;
| Stil = 1&lt;br /&gt;
| Style = width: 300px&lt;br /&gt;
| Titelfarbe = 3&lt;br /&gt;
| Abschnittsfarbe = 5&lt;br /&gt;
| Feldname1 = Entstanden:&lt;br /&gt;
| Daten1 = 1294 aus Besitztümern des Grafen von [[Eschenlohe]].&lt;br /&gt;
| Feldname2 = Aufgegangen:&lt;br /&gt;
| Daten2 = 1803 in das [[Königreich Bayern]].&lt;br /&gt;
| Feldname3 = Hauptgerichtsort:&lt;br /&gt;
| Daten3 = [[Garmisch]]&lt;br /&gt;
| Feldname4 = Heutige Region:&lt;br /&gt;
| Daten4 = Der südliche [[Landkreis Garmisch-Partenkirchen]].&lt;br /&gt;
| Daten5 = Lagekarte&lt;br /&gt;
| Daten6 = [[Datei:HRR 1789-Grafschaft-Werdenfels.svg|280px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Das territoriale Umfeld der Grafschaft Werdenfels (rot markiert) im Jahre 1789.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Werdenfels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im heutigen [[Werdenfelser Land]] war eine [[Reichsgrafschaft]] im Besitz des [[Hochstift Freising|Hochstifts Freising]]. Das Territorium der Grafschaft ist in etwa deckungsgleich mit dem südlichen Teil des heutigen [[Landkreis Garmisch-Partenkirchen|Landkreises Garmisch-Partenkirchen]] in [[Oberbayern]]. Die Gemeinden des Gebietes bilden nach wie vor das [[Dekanat Werdenfels]] des [[Erzbistum München und Freising|Erzbistums München und Freising]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Teile des Oberen [[Loisach]]- und [[Isar]]tales umfassende Grafschaft Werdenfels war flächenmäßig das größte Teilterritorium des Hochstiftes Freising. Die südliche natürliche Grenze bildete der Hauptkamm des [[Wettersteingebirge]]s und im Osten das [[Karwendel]] mit seinem nördlichen [[Vorberge (Geomorphologie)|Vorgebirge]]. Im Westen gehörten Teile der [[Ammergauer Alpen]] und im Zentrum ein Großteil des [[Estergebirge]]s zur Grafschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LANDL6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Brandner |Titel=Rund ums Landl |TitelErg=Altwerdenfelser Grenzsteine und Felsmarchen |Verlag=Adam-Verlag |Ort=Garmisch-Partenkirchen |Datum=1993 |Kapitel=Werdenfels - Freisings „Bestes Stück“ |Seiten=6f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nördlichen Nachbarn waren die kurbayerischen Klostergerichte [[Kloster Ettal|Ettal]] und [[Kloster Benediktbeuern|Benediktbeuern]]. Im Westen, Süden und Osten schlossen sich Freundsberg, Hörtenberg, Petersberg und Ehrenberg, allesamt Gerichte der [[Grafschaft Tirol]], an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIBL_1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geschichte.digitale-sammlungen.de//hab/seite/bsb00007648_00006 |titel=Zur Geschichte der Grafschaft |werk=Historischer Atlas von Bayern - Grafschaft Werdenfels |hrsg=Bayerische Staatsbibliothek München |seiten=1 |abruf=2011-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Grenzbeschreibung stammt aus den Jahren 1073–1078: In einer Aufzeichnung des Hochstiftes Freising wird der Grenzverlauf im Werdenfelser Land und im [[Ammergau]] detailliert beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Bitschnau]], [[Hannes Obermair]] (Bearbb.): &amp;#039;&amp;#039;[[Tiroler Urkundenbuch]]. Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals II/1&amp;#039;&amp;#039;. Innsbruck: Wagner 2009. ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 217f. Nr. 245 (&amp;#039;&amp;#039;«Terminus huius episcopii … inde a summas Alpes … »&amp;#039;&amp;#039;). Die Beschreibung wird in der älteren Literatur noch auf ca. 1060 datiert ([https://geschichte.digitale-sammlungen.de//hab/seite/bsb00007648_00018]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine etwas jüngere Grenzbeschreibung aus dem Jahre 1305 und nennt 15 Grenzpunkte: Der Grenzverlauf ging von [[Eschenlohe]] zum [[Walchensee]] und weiter zum [[Sylvenstein]]. Von dort verlief die Grenze zum Hallerangersattel, weiter nach [[Seefeld in Tirol|Seefeld]] und über das [[Leutaschtal]] zum [[Wetterwandeck]] im [[Zugspitze|Zugspitzmassiv]]. Ab dem Wetterwandeck dehnte sich Werdenfels bis zum [[Plansee (Tirol)|Plansee]] aus, anschließend verlief die Grenze weiter in gerader Linie durch die Ammergauer Alpen zurück nach Eschenlohe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LANDL6&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem im Jahr 1284 die [[Burg Schlossberg (Seefeld in Tirol)|Burg Schlossberg]] nördlich von Seefeld von den [[Burgstall Eschenlohe|Grafen von Eschenlohe]] an die [[Tirol#Mittelalter|Grafen von Tirol]] übergegangen war, bildete sie jedoch de facto die Grenzbefestigung zur Grafschaft Werdenfels. Auch die kirchliche Aufteilung folgte dieser Grenze: [[Scharnitz]] gehörte zum [[Bistum Freising]], Seefeld und [[Oberleutasch]] zum [[Bistum Brixen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geschichte.digitale-sammlungen.de//hab/seite/bsb00007648_00020 &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Werdenfels - Umfang und Grenzen der Grafschaft: Die tirolische Grenze&amp;#039;&amp;#039;] S. 15, in: Altbayern Reihe I Heft 9: Grafschaft Werdenfels, Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor diesem Hintergrund sind die Grenzbeschreibungen von 1305, 1315 und 1436 eher als das Anmelden von Gebietsansprüchen zu verstehen als Beschreibungen des tatsächlichen Herrschaftsgebietes. So war beispielsweise Laliders seit 1426 im Besitz der Pfarrei [[Absam]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geschichte.digitale-sammlungen.de//hab/seite/bsb00007648_00019 &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Werdenfels - Umfang und Grenzen der Grafschaft: Die tirolische Grenze&amp;#039;&amp;#039;] S. 14, in: Altbayern Reihe I Heft 9: Grafschaft Werdenfels, Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ziel Tirols war dagegen, die Landesgrenze zum strategisch wichtigen [[Scharnitzpass]] hin zu verschieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Khan&amp;quot;&amp;gt;Daniel-Erasmus Khan: Die deutschen Staatsgrenzen - rechtshistorische Grundlagen und offene Rechtsfragen. [[Mohr Siebeck Verlag|Mohr Siebeck]] 2004, S. 211 f. ISBN 978-3-16-148403-2 [https://books.google.de/books?id=V01T5VI4nZ4C&amp;amp;pg=PA211&amp;amp;hl=de Vorschau bei Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge musste das [[Hochstift Freising]] einige Gebietsverluste an die mächtigen Nachbarn hinnehmen. Große Teile des Karwendels und das Leutaschtal gingen 1500 an Tirol. 1539 verschob [[Herzogtum Bayern|Bayern]] die Grenze vom Sylvenstein bis kurz vor [[Wallgau]]. 1554 bildeten das Steinerne Brückl bei [[Farchant]] und die Brücke bei Obernach die Grenze zu Bayern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Brandner |Titel=Rund ums Landl |TitelErg=Altwerdenfelser Grenzsteine und Felsmarchen |Verlag=Adam-Verlag |Ort=Garmisch-Partenkirchen |Datum=1993 |Kapitel=64 Werdenfelser Grenzgeschichten auf einen Blick |Seiten=189}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1633 erhielt Tirol das Recht, zum Schutz vor den vorrückenden Schweden im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] am Scharnitzpass auf Werdenfelser Gebiet die Grenzbefestigung [[Porta Claudia]] zu errichten. Durch Vertrag vom 29. Oktober 1656 wurden Scharnitz und das Gebiet um die Porta Claudia gegen einen Gebietsstreifen um den Kienleitenkopf mit dem Karlingerhof (Schönwieshof östlich von Scharnitz) und Wegerecht ins [[Hinterautal]] eingetauscht. Das [[Karwendeltal]] wurde schließlich mit dem Vertrag vom 28. Mai 1766 gegen den Ebenwald, das Frauenalpl und das [[Reintal (Wetterstein)|Reintal]] eingetauscht, wobei das Jagdrecht bei der Grafschaft Werdenfels und die Holz- und Weiderechte bei den Bürgern von [[Mittenwald]] blieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geschichte.digitale-sammlungen.de//hab/seite/bsb00007648_00021 &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Werdenfels - Umfang und Grenzen der Grafschaft: Die tirolische Grenze&amp;#039;&amp;#039;] S. 16, in: Altbayern Reihe I Heft 9: Grafschaft Werdenfels, Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Brandner |Titel=Rund ums Landl |TitelErg=Altwerdenfelser Grenzsteine und Felsmarchen |Verlag=Adam-Verlag |Ort=Garmisch-Partenkirchen |Datum=1993 |Kapitel=64 Werdenfelser werden Tiroler |Seiten=40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafschaft wurde bei ihrer Gründung in drei [[Pfleggericht]]e eingeteilt: [[Garmisch]], [[Partenkirchen]] und [[Mittenwald]]. Die weiteren Kernorte waren die heutigen Gemeinden Farchant, [[Grainau]], [[Krün]] und Wallgau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ihr Zentrum bildete die [[Burg Werdenfels]]. Im Jahr 1294 verkaufte Graf Perchthold von Eschenloh seine Grafschaft an den Bischof [[Emicho Wildgraf von Wittelsbach|Enichen (Emicho) von Freising]]. Der oberste [[Pfleger (Mittelalter)|Richter]] hatte seinen Sitz in Garmisch, wo er seine  [[Gerichtstag]]e hielt. Die Sitzungen fanden zunächst auf der Burg statt, erst 1632 wurde der Pflegsitz in ein neues Amtshaus in [[Schwaigwang]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Land verfügte über einen beträchtlichen Besitz an Erz- und Silbervorkommen. Von noch größerer wirtschaftlicher Bedeutung für die Grafschaft war zu Beginn der [[Neuzeit]] die Kontrolle der Handelsstraßen nach Italien. Was aus dem Süden kam (Gewürze, Früchte, Weihrauch, Wein), musste in Mittenwald, was aus dem Norden kam (Kupfer, Messing, Tuche, Schmuck, Metallwaren), in Partenkirchen gegen Bezahlung niedergelegt werden. Nur eine Werdenfelser Fuhrleutevereinigung hatte das Recht, innerhalb der Grafschaft die Waren zu transportieren. Von besonderer Bedeutung war es, dass [[Siegmund (Österreich-Tirol)|Siegmund der Münzreiche]] aus Anlass seines Krieges mit der [[Republik Venedig]] 1487 den bedeutenden [[Bozen|Bozner]] [[Markt]] nach Mittenwald verlegte, wo er bis 1679 abgehalten wurde. So kam die Gegend zu einem gewissen Wohlstand und wurde als „goldenes Landl“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbarn Tirol und Bayern, letzteres vertreten durch die Anrainer [[Kloster Ettal]] und [[Kloster Benediktbeuern]], beanspruchten immer wieder Gebietsteile. 1530 bot Herzog [[Wilhelm IV. (Bayern)|Wilhelm IV.]] von Bayern dem Bischof von Freising weite Landesteile zwischen [[Isar]] und [[Amper]] zum Tausch für die gesamte Grafschaft, doch scheiterten die Verhandlungen in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Gegend allmählich ihre Bedeutung als Umschlagplatz. Einen gewissen Aufschwung brachte, begründet durch [[Matthias Klotz (Geigenbauer)|Matthias Klotz]], der [[Geigenbau]] in Mittenwald. 1803 endete mit der [[Säkularisation in Bayern]] die Herrschaft des Hochstifts Freising, die Grafschaft Werdenfels kam zum [[Königreich Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align     = center&lt;br /&gt;
 | Richtung  = horizontal&lt;br /&gt;
 | Fußzeile    = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;links: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der ehemalige Pflegersitz, die Ruine Werdenfels zwischen Garmisch und Farchant. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitte links: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein alter Grenzstein zur bayerischen Grenze. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitte: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die neue Schanz. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitte rechts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein Grenzzeichen an einem Felsen aus dem Jahre 1726. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rechts: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittenwald, einer der Hauptorte in der Grafschaft Werdenfels.&lt;br /&gt;
 | Fußzeile_align = left&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Ruine Werdenfels.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite1     = 124&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = &lt;br /&gt;
 | Bild2       = Grenzstein-Farchant-1.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite2     = 220&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = &lt;br /&gt;
 | Bild3       = Neue Schanz Farchant-2.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite3     = 124&lt;br /&gt;
 | Untertitel3 = &lt;br /&gt;
 | Bild4       = Felsmarch Werdenfels-Bayern-Farchant-1.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite4     = 122&lt;br /&gt;
 | Untertitel4 = &lt;br /&gt;
 | Bild5       = Mittenwald luftmalerei R0012263.JPG&lt;br /&gt;
 | Breite5     = 124&lt;br /&gt;
 | Untertitel5 = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hexenprozesse ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hexenprozesse in der Grafschaft Werdenfels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 16. Jahrhunderts kam es in der Grafschaft zu aufsehenerregenden Hexenprozessen, bei denen zwischen den Jahren 1590 und 1591 51 Personen als [[Hexe]]n verurteilt und hingerichtet wurden. Unter diesen Personen befand sich mit &amp;#039;&amp;#039;Simon Kembscher&amp;#039;&amp;#039; auch ein Mann. Insgesamt wurden in dieser Zeit 127 Personen der Hexerei beschuldigt (→ [[Hexenverfolgung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1583 wurde der leicht beeinflussbare &amp;#039;&amp;#039;Caspar Poißl von Atzenzell&amp;#039;&amp;#039; neuer [[Pfleger (Mittelalter)|Pfleger]] in der Grafschaft Werdenfels. Die Bewohner des Landes waren schon die Jahre zuvor sehr unruhig. [[Pest]]epidemien, Krankheiten, Hagelschauer, die die Felder verwüsteten, und verendete Tiere verängstigten die Allgemeinheit. Während der Vorgänger des neuen Pflegers noch mäßigend bei Anschuldigungen von Hexerei einwirkte, stießen sie bei Poißl auf offene Ohren. Als die aus Tirol stammende &amp;#039;&amp;#039;Ursula Klöck&amp;#039;&amp;#039; vom [[Eibsee]]fischer der Hexerei beschuldigt wurde, ließ der Pfleger sie am 28. September 1589 in das Garmischer Amtshaus abführen. Zehn Tage später wurden noch zwei weitere Frauen festgenommen und in den [[Kerker]] gesteckt. Alle drei Frauen begutachtete der erfahrene Schongauer [[Scharfrichter]] und [[Hexenfinder]] &amp;#039;&amp;#039;Jörg Abriel&amp;#039;&amp;#039; und der Pfleger Poißl schrieb an seine Vorgesetzten über dessen Urteil: „... alle drei Weiber als Unholde befunden, weil er an ihnen das [[Hexenmal|Teufelszeichen]] wirklich entdeckt habe.“ Mit der [[Peinliche Befragung|peinlichen Befragung]] presste der Pfleger Geständnisse aus den Frauen heraus. Durch  Zeugenbefragung wurde eine weitere Frau verdächtigt, die man dann im Dezember ebenfalls festnahm. Die vier Beschuldigten verfrachtete der Pfleger anschließend in den Kerker der Burg Werdenfels. Ohne Genehmigung der Regierung aus Freising [[folter]]te Poißl weiter und verdächtigte immer mehr Frauen. Am 21. Dezember beging dann eine der Frauen [[Suizid]]. Im Anschluss daran führte der Pfleger im Januar den ersten [[Kapitalverbrechen|Malefizrechtstag]] durch, und die Frauen wurden zum Tode verurteilt. Es folgten noch sechs weitere Malefizrechtstage, die Verurteilten [[Scheiterhaufen|verbrannte]] in den meisten Fällen der Schongauer Scharfrichter bei lebendigem Leibe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Kuisl |Titel=Die Hexen von Werdenfels |TitelErg=Hexenwahn im Werdenfelser Land, rekonstruiert anhand der Prozeßunterlagen von 1589 bis 1596 |Verlag=Adam-Verlag |Ort=Garmisch-Partenkirchen |Datum=1979 |Seiten=6f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schanzanlagen bei Farchant]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Haslauer: &amp;#039;&amp;#039;Werdenfels, Grafschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Lexikon Bayerns]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Werdenfels,_Grafschaft online], abgerufen am 4. Juni 2016).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Dieter Albrecht]] |Titel=Die Grafschaft Werdenfels |Sammelwerk=Unbekanntes Bayern - Entdeckungen und Wanderungen |Verlag=Süddeutscher Verlag |Ort=München |Datum=1955 |ISBN=3-7991-5839-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Josef Ostler/[[Michael Henker]]/Susanne Bäumler |Hrsg=Verein für Geschichte, Kunst und Kulturgeschichte im Landkreis e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Grafschaft Werdenfels 1294–1802 |TitelErg=Katalogbuch zur Ausstellung Mohr×Löwe×Raute im Kurhaus Garmisch |Sammelwerk=Beitrage zur Geschichte des Landkreises Garmisch-Partenkirchen |Band=2 |Ort=Garmisch-Partenkirchen |Datum=1994}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Johannes Haslauer |Titel=Errichtet um allen Nachbarn Verdruss zu machen |TitelErg=Die Rolle der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im politischen Streit um die Grafschaft Werdenfels (1765–1768) |Sammelwerk=Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte |Nummer=72 |Ort=München |Datum=2009 |Seiten=399–459}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Johann Baptist Prechtl]] |Hrsg=Gebrüder Ostler |Titel=Chronik der ehemals bischöflich freisingischen Grafschaft Werdenfels in Oberbayern mit ihren drei Untergerichten und Pfarreien Garmisch, Partenkirchen und Mittenwald |TitelErg=Zusammengestellt in Augsburg 1850. |Ort=Garmisch |Datum=1931}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Wolfgang Wüst]] |Hrsg=Verein für Geschichte, Kunst und Kulturgeschichte im Landkreis e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Umbruch im Goldenen Landl vor 200 Jahren |TitelErg=Der Markt Partenkirchen und die Grafschaft Werdenfels im Säkularisationstrauma |Sammelwerk=Beitrage zur Geschichte des Landkreises Garmisch-Partenkirchen |Band=11 |Ort=Garmisch-Partenkirchen |Datum=2006 |Seiten=141–162}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.519519|EW=11.097565|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4119056-7|VIAF=247225119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsgrafschaft|Werdenfels]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft in Bayern|Werdenfels]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochstift Freising]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HerrAdams</name></author>
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