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	<title>Grafschaft Veringen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grafschaft_Veringen&amp;diff=453802&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-21T16:32:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Veringen-Wappen ZW.png|mini|hochkant|Wappen der Grafen von Veringen in der [[Zürcher Wappenrolle]], ca. 1340]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Veringen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein im [[Spätmittelalter]] entstandenes Herrschaftsgebiet auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] im heutigen [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
Um 1535 setzte sie sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Obere Grafschaft&amp;#039;&amp;#039;: das Städtchen [[Veringenstadt]] und die Dörfer [[Benzingen]], [[Harthausen auf der Scher]] und [[Veringendorf]],&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untere Grafschaft&amp;#039;&amp;#039;: die Dörfer [[Langenenslingen]] und [[Billafingen (Langenenslingen)|Billafingen]].&lt;br /&gt;
Zu jenem Zeitpunkt gelangte das Territorium in den Besitz der [[Schwäbische Hohenzollern|Grafen von Zollern]] und ging später im Fürstentum [[Hohenzollern-Sigmaringen]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grafen von Veringen ==&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter entwickelten sich neue Herrschaftsformen. An die Stelle des königlichen Auftrags trat der dauerhafte Besitz, der sich bei näherer Betrachtung als ein Bündel verschiedener Rechte darstellte. Jedes einzelne konnte wie ein materielles Gut gehandelt, also verkauft, vererbt, [[Lehnswesen|verliehen]] oder [[Pfand (Recht)|verpfändet]] werden. Erst dieses neuartige Konstrukt ermöglichte den Aufbau territorialer Herrschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafen von [[Altshausen]], [[Gau]]grafen im &amp;#039;&amp;#039;[[Eritgau]]&amp;#039;&amp;#039; im nördlichen [[Oberschwaben]], traten im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch in der angrenzenden Grafschaft &amp;#039;&amp;#039;Appha&amp;#039;&amp;#039; in Erscheinung. Ein Nachfahre verlegte seinen Wohnsitz ins mittlere [[Lauchert]]tal, wo er in der Nähe des Dorfes [[Veringendorf|Veringen]] einen Ansitz ([[Burg Veringen]]) errichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortan nannte er sich [[Veringen (Adelsgeschlecht)|Graf von Veringen]]. Mit ihrem umfangreichen Besitz an der Donau und Oberschwaben (Vgl. [[Liste der Besitzungen der Grafen von Veringen]]) gehörten die Grafen von Veringen zu den mächtigsten Grafengeschlechtern in Schwaben und gründeten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Städte Veringenstadt, [[Hettingen]], [[Gammertingen]], [[Isny im Allgäu|Isny]] und [[Riedlingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.sg.ch/home/kultur/stiftsarchiv/geschichte/abtei_st_gallen/aebte/ulrich_von_veringen.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Besitzungen lagen jedoch weit verstreut und entsprechen nicht der heutigen Vorstellung einer zusammenhängenden [[Grafschaft]] im Sinne einer [[Landesherrschaft]] oder eines Amtsbezirkes. Diese Form hat sich erst später herausbildet. Marquard von Veringen bewies 1134 seine Erbansprüche auf Rechte in der Appha-Grafschaft, allerdings mit einer gefälschten Urkunde aus dem [[Kloster Reichenau]], dessen Abt mit den Veringern freundschaftlich verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marquard, vor 1172 gestorben, hinterließ drei Söhne. Ulrich war Abt des [[Kloster St. Gallen|Klosters St.&amp;amp;nbsp;Gallen]], auch Heinrich starb wohl kinderlos. Mangold, als Graf von Veringen von 1150 bis 1186 genannt, heiratete eine Erbtochter der [[Grafen von Nellenburg]] und übernahm das Wappen der Nellenburger. Sein gleichnamiger Sohn begründete die 1422 im Mannesstamm erloschene Nellenburger Linie der Familie, dessen Bruder Wolfrad (der Ältere) blieb auf dem angestammten Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1195 heiratete Graf [[Hartmann I. (Württemberg)|Hartmann von Württemberg]] eine Tochter (Agathe?) von Mangolds jüngerem Sohn Eberhard. Ihre Mitgift brachte den bisher vor allem am mittleren Neckar begüterten Württembergern Besitz entlang der Donau ein. Die um 1227 hierauf begründete Seitenlinie [[Grüningen-Landau|Württemberg-Grüningen]] übernahm das Wappenbild der drei [[Hirschstange]]n von ihren Veringer Vorfahren, allerdings in den geänderten Farben Gold-Schwarz anstatt Gold-Rot. Seit etwa 1240 führte auch Hartmanns Enkel, Graf [[Ulrich I. (Württemberg)|Ulrich der Stifter]], der Stammvater der Württemberger Hauptlinie, dieses Wappen anstelle eines älteren mit drei Türmen. Die [[Grafen von Nellenburg|Nellenburger Linie]] wählte die Wappenfarben Gold-Blau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erneute Heiratsverbindung mit Württemberg schmälerte 1252 den Veringer Besitz weiter, ebenso diverse Verkäufe und größere Schenkungen an das Kloster [[Heiligkreuztal]]. Andererseits konnte das Gebiet im Laucherttal durch Teile des &amp;#039;&amp;#039;Gammertinger Nachlasses&amp;#039;&amp;#039; abgerundet werden – wobei unklar ist, ob dies durch Heirat oder durch Erbschaft geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1250 gründete Graf Wolfrad (der Jüngere) die Stadt [[Riedlingen]]. In jene Zeit fällt auch der Ausbau der unterhalb der Stammburg im Laucherttal gelegenen Siedlung, die später [[Veringenstadt]] genannt wurde. Sie erhielt 1285 das [[Marktrecht]] und führte seit der ersten Hälfte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ein eigenes [[Siegel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich (der Jüngere), ein Sohn Wolfrads, ließ um 1270 an der Stelle des heutigen &amp;#039;&amp;#039;Vöhringer Hofs&amp;#039;&amp;#039; östlich von Riedlingen die [[Burg Neuveringen]] erbauen. Von seinem Onkel Heinrich (dem Älteren) erbte er die Besitztümer auf der Schwäbischen Alb: Veringenstadt, Veringendorf, das später bis auf die Kirche abgegangene [[Deutstetten]], [[Harthausen auf der Scher|Harthausen]] und [[Benzingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Verkauf an Habsburg ==&lt;br /&gt;
Weil die Veringer offenbar in schweren Geldnöten steckten, verkaufte Heinrich (der Jüngere) das nunmehr Grafschaft genannte Territorium 1291 an [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]]. Der König setzte sich zum Ziel, in Oberschwaben eine starke Hausmacht zu erwerben, starb aber noch im selben Jahr. Seine Nachfolger, auch sie in finanziellen Schwierigkeiten, verloren rasch das Interesse und verpfändeten die Grafschaft nur wenige Jahre später an die Veringer zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unter wechselnden Herren ==&lt;br /&gt;
Graf Heinrich von Veringen, ein Enkel oder Urenkel des oben Genannten, sah sich 1344 und 1359 gezwungen, das Pfand an seine entfernten Württemberger Verwandten zu verkaufen. Der Niedergang seiner Familie war damit aber nicht abzuwenden, die Veringer Hauptlinie starb 1415 aus.&lt;br /&gt;
In Stuttgart konnte man mit der abseits des Kernlandes gelegenen Herrschaft wenig anfangen und verpfändete sie 1399 weiter an den in [[Trochtelfingen]] residierenden Grafen Eberhard von [[Werdenberg (Adelsgeschlecht)|Werdenberg]]. 1459, nach einer Heirat zwischen den beiden Familien, verzichtete Württemberg auf sämtliche Ansprüche, wodurch Graf Johann von Werdenberg zum direkten Pfandnehmer von Habsburg-[[Österreich]] avancierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &amp;#039;&amp;#039;Untere Grafschaft&amp;#039;&amp;#039; mit Enslingen (heute: &amp;#039;&amp;#039;Langenenslingen&amp;#039;&amp;#039;), Billafingen und dem unteren Hof Warmtal gelangte Ende des 13. Jahrhunderts von den Veringern an Habsburg, jedoch auf dem Umweg über die verwandten Grüninger. Nach mehreren Besitzerwechseln kamen die beiden Dörfer ebenfalls als Pfand an Württemberg und teilten von da an die Geschicke der Oberen Grafschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph von Werdenberg verstarb 1534, ohne männliche Nachkommen zu hinterlassen. Im Erbstreit um die werdenbergischen [[Eigengut|Eigengüter]] setzte sich sein Schwiegersohn, Friedrich II. von [[Fürstenhaus Fürstenberg|Fürstenberg]], durch. Was die Grafschaft Veringen und auch die [[Grafschaft Sigmaringen]] betraf, ließ sich Österreich auf keine Diskussionen ein und zog das Pfand sofort an sich, um es 1535 dem Grafen [[Karl I. (Hohenzollern)|Karl I. von Hohenzollern]] zu Lehen zu geben. Bei der zollerischen Erbteilung 1576 kam die Grafschaft Veringen zur [[Hohenzollern-Sigmaringen|Sigmaringer Linie]], die das österreichische Lehensrecht erst mit Auflösung des [[Heiliges Römisches Reich|Reiches]] 1806 abschütteln konnte. Die Veringer selbst waren jedoch häufig über die schützende Hand [[Vorderösterreich]]s froh, die sie immer wieder vor unangemessenen Forderungen der Fürsten schützte.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Schulze: Der bäuerliche Widerstand und die&lt;br /&gt;
»Rechte der Menschheit« in: Zeitschrift für Historische Forschung, Bd. 6, 1979, S. 63–80. [https://www.historicum.net/fileadmin/sxw/Lehren_Lernen/Schulze/Der_baeuerliche_Widerstand.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Teil des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen wurde das Gebiet 1850 [[Preußen|preußisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der baden-württembergischen [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform]] des Jahres 1973 verteilt sich die ehemalige Veringer Grafschaft auf drei Landkreise. Es gehören&lt;br /&gt;
* Veringenstadt mit Veringendorf zum [[Landkreis Sigmaringen]],&lt;br /&gt;
* Harthausen und Benzingen (als Teilorte der Gemeinde Winterlingen) zum [[Zollernalbkreis]],&lt;br /&gt;
* Langenenslingen mit Billafingen zum [[Landkreis Biberach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen von Veringen, Württemberg und Nellenburg ==&lt;br /&gt;
Die [[Wappen]] von [[Veringen (Adelsgeschlecht)|Veringen]], [[Grafen von Nellenburg|Nellenburg]] und [[Stammliste des Hauses Württemberg|Württemberg]] zeigen jeweils drei übereinander liegende [[Hirschstange]]n in goldenem Schild und unterscheiden sich nur in den Farben der Hirschstangen. Die Wappen zeugen von deren verwandtschaftlichen Verhältnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Näheres auf den Seiten: &amp;#039;&amp;#039;[[Wappen der Grafen von Veringen]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Siegel der Grafen von Veringen]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veringen Arms.svg|Das Wappen der Grafen von Veringen, das seit 1216 nachweisbar ist, zeigt in der ersten farbigen Darstellung 1330 rote Hirschstangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fink&amp;quot;&amp;gt;Thomas Fink: Materialsammlung zur Geschichte der Stadt Veringen. Band 13: Wappen der Grafen von Veringen und darauf bezogene Wappen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wuerttemberg Arms.svg|Das Wappen der Württemberger zeigt erstmals 1228 drei schwarze Hirschstangen. Dieses Wappen wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts von den Veringern übernommen, als Graf Hartmann die Erbtochter der Grafen von Veringen heiratete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wappen Württembergs]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wappen Nellenburg.svg|1216 gründete Graf Mangold von Veringen durch die Heirat mit der Nellenburger Erbtochter die 3. Linie der Nellenburger und übernahm deren Namen. Seit dieser Zeit führen die Nellenburger drei blaue Hirschstangen in ihrem Wappen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nellenburg.de/?page_id=4 |wayback=20151002053634 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2025-05-22 15:19:11 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joseph Kerkhoff: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Altshausen-Veringen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hohenzollerische Jahreshefte&amp;#039;&amp;#039; 24 (1964), S. 1–132.&lt;br /&gt;
* Hans Jänichen: &amp;#039;&amp;#039;Zur Genealogie der älteren Grafen von Veringen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 1–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsgrafschaft|Veringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Baden-Württemberg)|Veringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohenzollernsche Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbische Geschichte|Veringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schwäbischen Alb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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