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	<title>Grafschaft Schwalenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schwalenberg stamwapen.svg|mini|hochkant|Wappen der Grafen von Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Schwalenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafen von Schwalenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein historisches mittelalterliches Territorium im heutigen westfälisch-nordhessischen Raum. Eine abgespaltene Linie blüht noch heute, die [[Haus Waldeck|Grafen und späteren Fürsten zu Waldeck und Pyrmont]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abtei Marienmuenster.JPG|mini|hochkant|[[Abtei Marienmünster]] (St. Jacobus)]]&lt;br /&gt;
Die Angehörigen der Familie waren zunächst [[Billunger|billungische]] und [[Welfen|welfische]] Lehnsgrafen. Erstmals erscheinen sie wohl im Jahre 1031 mit einem Grafen Widekind im [[Wetigau]], aber als erster Angehöriger des Geschlechts sicher belegt ist erst [[Widekind I. (Schwalenberg)|Widekind I.]] im Jahre 1127. Ihren Sitz hatten sie ursprünglich auf der [[Oldenburg (Marienmünster)|Oldenburg]] bei [[Marienmünster]]. In deren unmittelbarer Nähe stifteten Widekind I. und seine Frau Lutrud von [[Itter (Adelsgeschlecht)|Itter]] 1127 auf Anraten seines Cousins (oder Schwagers), des [[Liste der Bischöfe von Paderborn|Paderborner Bischofs]] [[Bernhard I. von Oesede]], die Benediktiner-[[Abtei Marienmünster]] als Sühnekloster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit erwarben sie verschiedene Hoheitsrechte und Gerichte und verfügten schließlich über einen beträchtlichen Lehns- und Eigenbesitz einmal zwischen [[Herford]] und [[Höxter]] sowie in der Gegend um [[Korbach]] und [[Waldeck]]. Insbesondere nach der Entmachtung [[Heinrich der Löwe|Heinrichs des Löwen]] und der Zerschlagung des [[Stammesherzogtum Sachsen|Stammesherzogtums Sachsen]] 1180 entwickelten sich die Schwalenberger zum mächtigsten Geschlecht im Gebiet zwischen Herford und Höxter. Sie nahmen dabei eine fast [[reichsunmittelbar]]e Stellung ein. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass sie in den Jahren 1124 bis 1189 die [[Vogt]]ei über das [[Hochstift Paderborn]] innehatten. Sie waren auch Vizevögte von [[Corvey]] und Vögte von Höxter. 1189 verpfändete Widukind III. von Waldeck die Vogtei an die Paderborner Kirche, um seine Teilnahme am [[Dritter Kreuzzug|dritten Kreuzzug]] zu finanzieren. Da er aus diesem Krieg nicht zurückkehrte, ging die weltliche Herrschaft auf den Bischof über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf Volkwin III. gründete in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Stadt und [[Burg Schwalenberg]], westlich der oberen Weser. Aus dem Geschlecht gingen auch verschiedene [[Liste der Bischöfe von Paderborn|Bischöfe von Paderborn]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Grafen von Schwalenberg und dem [[Hochstift Paderborn|Bistum Paderborn]] gab es zu Anfang des 13. Jahrhunderts aber auch verschiedene Streitpunkte. So hatten die Schwalenberger vor 1209&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Schoppmeyer (Historiker)|Heinrich Schoppmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Landstände im Hochstift Paderborn.&amp;#039;&amp;#039;, in [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 136 1986, S. 271. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9341 Digitalisat.]&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Vogt]]eien über die Klöster [[Kloster Gehrden|Gehrden]] und [[Kloster Willebadessen|Willebadessen]] beansprucht, was sie auch mit Gewalt durchzusetzen suchten. Als [[Adolf I. (Waldeck und Schwalenberg)|Graf Adolf I. von Schwalenberg und Waldeck]] versuchte, die Herrschaft über die Stadt [[Korbach]] durch den Bau einer Stadtburg zu erlangen, und von den Bürgern den Lehnseid forderte, hielt Bischof [[Wilbrand von Oldenburg|Wilbrand von Paderborn]] in Korbach eine Versammlung ab, bei der er die Waldecker Lehen für eingezogen erklärte, die Bürger von dem Lehnseid entband und sie mit einem Treueeid auf sich als Landesherrn verpflichtete. Auf dem Rückweg wurde Wilbrand von Adolf I. überfallen und durch eine nicht näher bezeichnete „iniuria“ (dt.: „Ungerechtigkeit“) beleidigt. Der Bischof entkam jedoch dem Überfall und verhängte den Kirchenbann über den Grafen. An der sich nun entspinnenden Fehde war auch Adolfs Bruder [[Volkwin IV. (Schwalenberg)|Graf Volkwin IV. von Schwalenberg und Waldeck]] beteiligt. Während der im Winter fortgesetzten Fehde wurde auch die Stammburg der Schwalenberger, die [[Oldenburg (Marienmünster)|Oldenburg]], zerstört. Während der Karwoche 1227 baten dann die Grafen „auf Anraten vernünftiger Männer“ den Bischof barfüßig um Vergebung, und jeder der beiden gelobte zur Sühne ein Kloster zu gründen. Darüber wurde am 14. April 1227 eine Urkunde ausgefertigt, in der die Schwalenberger neben anderen Bedingungen auch auf die Vogteien über Gehrden und Willebadessen und ihre Ansprüche sowie den Burgenbau im Gebiet um Korbach verzichteten. Bereits 1228 gründete Graf Adolf I. das [[Kloster Marienthal (Netze)|Kloster Marienthal]] in [[Netze (Waldeck)|Netze]]. Graf Volkwin IV. gründete ein Kloster in &amp;#039;&amp;#039;Burghagen&amp;#039;&amp;#039;, das später nach [[Kloster Falkenhagen|Falkenhagen]] verlegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Diether Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochstift Paderborn Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1996, S. 84 f, vgl. S. 55 f. [[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12), Paderborn 2002, S. 291. Ludwig August Theodor Holscher: &amp;#039;&amp;#039;Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Teil I.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 37 1879, S. 57–59. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9873 Digitalisat.] [[Otto Preuß (Bibliothekar)|Otto Preuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Anfänge des Klosters Falkenhagen.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 40 1882, S. 88–97. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit10219 Digitalisat.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau einer festen Territorialherrschaft gelang allerdings nicht. Bereits im 13. Jahrhundert setzte der Niedergang ein. Hauptgrund war die Spaltung in verschiedene Linien. Die erste war [[Grafschaft Pyrmont|Pyrmont]]. Sie bestand zwischen 1194 und 1495. Aus der Waldecker Linie (seit 1219) ging die [[Grafschaft Waldeck]] hervor. Die letzte Abspaltung war die Linie [[Grafschaft Sternberg|Sternberg]], die zwischen 1243 und 1377 bestand. Seither war die Grafschaft Schwalenberg auf einen wenig umfangreichen Besitz in der Nähe von Burg Schwalenberg beschränkt. Nach dem Tod des letzten Grafen Heinrich VIII. fiel der Restbesitz 1365 an die [[Lippe (Land)|Edelherren zur Lippe]] und das Hochstift Paderborn.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oldenburg Marienmuenster.jpg|[[Oldenburg (Marienmünster)|Oldenburg]] bei [[Marienmünster]], ursprünglicher Stammsitz&lt;br /&gt;
Schieder-Schwalenberg - 2018-09-14 - Burg Schwalenberg (07).jpg|[[Burg Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
Innenhof Waldeck.JPG|[[Schloss Waldeck|Burg Waldeck]], Sitz der Linie der Grafen und Fürsten von [[Waldeck]]&lt;br /&gt;
Burg Sternberg winter.jpg|[[Burg Sternberg]], Sitz der Linie der [[Grafschaft Sternberg|Grafen von Sternberg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das [[Wappen]] zeigt in Rot einen achtstrahligen goldenen Stern, auf dem eine silberne Schwalbe sitzt. Auf dem gekrönten Helm mir rot-goldenen [[Helmdecke|Decken]] Stern und Schwalbe zwischen einem roten Flug.&amp;lt;ref&amp;gt;Spießen (1901–1903), S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen der Grafen von Schwalenberg wurde in das Wappen des Orts [[Schieder-Schwalenberg]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wappen Schwalenberg Spießen T291.jpg|Wappen der Grafen von Schwalenberg im [[Wappenbuch des Westfälischen Adels]]&lt;br /&gt;
DEU Schieder-Schwalenberg COA.svg|Ortswappen von [[Schieder-Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafen ==&lt;br /&gt;
* [[Widekind I. (Schwalenberg)|Widekind I.]] († 11. Juni 1136/37)&lt;br /&gt;
* [[Volkwin II. (Schwalenberg)|Volkwin II.]] (* 1125; † 1177/78)&lt;br /&gt;
* [[Wittekind III. (Waldeck und Schwalenberg)|Wittekind III.]] († 1189)&lt;br /&gt;
* [[Hermann I. (Schwalenberg)|Hermann I.]] (* um 1163; † um 1224)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. (Waldeck und Schwalenberg)|Heinrich I.]] († vor dem 21. September 1214)&lt;br /&gt;
* [[Volkwin IV. (Schwalenberg)|Volkwin IV.]] (* um 1190; † um 1249/1250)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angehörige der Familie ==&lt;br /&gt;
* [[Wittekind II. von Schwalenberg]] († 1188/89), seit 1184 [[Grafschaft Pyrmont|Graf von Pyrmont]]&lt;br /&gt;
* [[Adolf I. (Waldeck und Schwalenberg)]] († 3. Oktober 1270), 1228 bis 1270 Graf von [[Waldeck]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. von Schwalenberg]] († 1279), ab 1243 Graf von Sternberg&lt;br /&gt;
* [[Volkwin V. von Schwalenberg]] (* um 1240/45; † 4. Mai 1293),  ab 1275 Bischof von Minden&lt;br /&gt;
* [[Günther I. von Schwalenberg]], 1277 bis 1278 Erzbischof von Magdeburg und 1307 bis 15. Mai 1310 Bischof von Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alfred Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Schwalenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Taddey]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der deutschen Geschichte]]. Personen, Ereignisse, Institutionen. Von der Zeitwende bis zum Ausgang des 2. Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-80002-0, S.&amp;amp;nbsp;1130.&lt;br /&gt;
* von Dalwigh: &amp;#039;&amp;#039;Die ältere Genealogie des gräflichen Hauses Schwalenberg-Waldeck.&amp;#039;&amp;#039; In: Westfälische Zeitschrift – Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde. Band 73, Teil II (1915), S. 142–214.&lt;br /&gt;
* Diana Zunker: &amp;#039;&amp;#039;Adel in Westfalen : Strukturen und Konzepte von Herrschaft (1106–1235).&amp;#039;&amp;#039; Matthiesen-Verlag, Husum 2003, ISBN 3-7868-1472-4.&lt;br /&gt;
* Diana Zunker: &amp;#039;&amp;#039;Ne cadant in oblivionis obscurum que fuerint in luce. Adel und Klöster in Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; In: N. Kruppa (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adlige, Stifter, Mönche&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zu Germania Sacra.&amp;#039;&amp;#039; Band 30). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-35886-3, S.&amp;amp;nbsp;107–137.&lt;br /&gt;
* [[Max von Spießen]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wappenbuch des Westfälischen Adels]]&amp;#039;&amp;#039;, mit Wappengrafiken von [[Adolf Matthias Hildebrandt]], Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 116 ([https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8330440 uni-duesseldorf.de]); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 291 ([https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8365812 uni-duesseldorf.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/waldeck_grafen_von/schwalenberg_grafen_von.html Eintrag in genealogie-mittelalter.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.87718|EW=9.199955|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Nordrhein-Westfalen)|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Hessen)|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Lippe)|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsgrafschaft|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Schwalenberg| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corvey]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht (Hochadel)|Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schieder-Schwalenberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dusdia</name></author>
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