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	<title>Grafschaft Ostfriesland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;MeAmME am 18. März 2025 um 14:36 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-18T14:36:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Name= Grafschaft Ostfriesland&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:Ostfriesland CoA.svg|100px]]&lt;br /&gt;
|Karte = [[Datei:Frisiae-edited.jpg|220px]]&lt;br /&gt;
|Bildtext = Ostfriesland um 1600, gezeichnet von [[Ubbo Emmius]]&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = &lt;br /&gt;
|Vorläufer = &lt;br /&gt;
|Regierungsform = &lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = [[Graf]], ab 1667: [[Fürst]]&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[Niedersachsen|DE-NI]], kleinere Teile [[Provinz Groningen|NL-GR]]&lt;br /&gt;
|Reichstag = [[Reichsfürstenrat]], Weltliche Bank: Teil einer 1 [[Kuriatstimme]] des niederrheinisch-westfälischen Grafenkollegiums&amp;lt;br /&amp;gt;ab 1667: 1 [[Virilstimme]]&lt;br /&gt;
|Reichsmatrikel = 8 Reiter, 45 Fußsoldaten, 138 Gulden (1522)&lt;br /&gt;
|Reichskreis = [[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|niederrheinisch-westfälisch]]&lt;br /&gt;
|Karte Reichskreis = &lt;br /&gt;
|Kreistag = &lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = [[Burg Emden|Emden]], [[Leer (Ostfriesland)|Stadt Leer]], [[Auricher Schlossbezirk|Aurich]]&lt;br /&gt;
|Dynastien = [[Cirksena]]&amp;lt;br /&amp;gt;1744: [[Hohenzollern]]&lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = [[Calvinismus|calvinistisch]] im westlichen, [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherisch]] im östlichen Landesteil&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Niederdeutsche Sprache|Niederdeutsch]] [[Ostfriesische Sprache|Friesisch]]&lt;br /&gt;
|Fläche = 1.800 km² (um 1800)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köbler&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; München 1995, S. 451 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Einwohner = 110.000 (um 1800)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köbler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Währung = &lt;br /&gt;
|Nachfolger = 1806: [[Königreich Holland]]&amp;lt;br /&amp;gt;1810: [[Ems-Oriental|Frankreich]]&amp;lt;br /&amp;gt;1813: [[Preußen]]&amp;lt;br /&amp;gt;1815: [[Königreich Hannover]]&lt;br /&gt;
|Siehe auch = &lt;br /&gt;
|Lage = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Liste der Territorien im Heiligen Römischen Reich|Territorium des Heiligen Römischen Reichs]]. Es bestand vom 23. Dezember 1464 bis 1806. Die Grafen kamen bis zum 25. Mai 1744 aus dem Haus [[Cirksena]]. Nach dem Tod des letzten einheimischen Herrschers, [[Carl Edzard]], fiel Ostfriesland gemäß den Bestimmungen der [[Emder Konvention]] an König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] von [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte Ostfrieslands}}&lt;br /&gt;
[[Ostfriesland]] war noch zu Beginn des 15. Jahrhunderts keine „vorgegebene territoriale Einheit“. Die Region bestand vielmehr aus ursprünglichen und vielfältigen Eigenständigkeiten in Siedlungszusammenhängen und Landesgemeinden, zu denen sich im Verlauf des 14. Jahrhunderts die [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsherrschaften]] gesellten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Politische Geschichte Ostfrieslands.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Leer 1975, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Häuptlinge gerieten in der Folgezeit untereinander in Wettstreit um Einfluss im Lande. Zögerlich entwickelten sie die Idee, ein zusammenhängendes Herrschaftsgebilde in Ostfriesland zu etablieren. Die Familie [[tom Brok]] und nach ihnen [[Focko Ukena]] scheiterten damit jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine geschlossene Territorialherrschaft bildete sich in Ostfriesland am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1464, als Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III.]] [[Ulrich I. (Ostfriesland)|Ulrich Cirksena]] im [[Kloster Faldern]] in den [[Reichsgraf]]enstand erhob und mit Ostfriesland als Reichsgrafschaft belehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.niedersachsen.de/master/C32678_N15042_L20_D0_I198.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Regionen: Ostfriesland.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090201105710}} In: &amp;#039;&amp;#039;Niedersachsen.de.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 18. März 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Lehnswesen|Lehnsbrief]] heißt es wörtlich, die Reichsgrafschaft umfasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=wonung, wesen und sloss Norden, Emeden, Emesgonien, mit den slossen Gretzil, Berum, Aurike, Lerort und Stickhusen, die da geen uns stossen von der Westeremse osterwards biss an die Weser, von der see zutwert biss an die teutschen palen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Politische Geschichte Ostfrieslands.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland im Schutze des Deiches.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;5, Leer 1975, S.&amp;amp;nbsp;63.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet sinngemäß: „Wohnung, Anwesen und Schloss in [[Norden (Ostfriesland)|Norden]], [[Burg Emden|Emden]], [[Emsgau]], mit den Schlössern [[Burg Greetsiel|Greetsiel]], [[Burg Berum|Berum]], [[Auricher Schlossbezirk|Aurich]], [[Festung Leerort|Leerort]] und [[Burg Stickhausen|Stickhausen]], die da reichen von der Westerems ostwärts bis an die Weser, von der See bis an die deutsche Grenze“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich konnten die [[Cirksena]] den verbrieften Herrschaftsanspruch nie gänzlich durchsetzen. So gehörte beispielsweise das [[Harlingerland]] erst seit 1600 zu Ostfriesland und das [[Butjadingen|Butjadinger]]- sowie das [[Herrschaft Jever|Jeverland]] gingen 1529 und endgültig 1575 an [[Grafschaft Oldenburg|Oldenburg]] verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Ohlig: &amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland und das Land Oldenburg im Schutz der Deiche und weitere wasserhistorische Beiträge.&amp;#039;&amp;#039; 2005, ISBN 3-8334-1503-7, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Land selbst konnten die Cirksena ihre Herrschaft nie absolut durchsetzen, da die Belehnungsurkunde den unterlegenen Häuptlingen bei Anerkennung der Vormachtstellung der Cirksena ihre Rechte garantierte. Sie regierten weiterhin in ihren Territorien, die nun zu [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämtern]] der Grafschaft wurden. Ähnlich war die Rolle der [[Ständegesellschaft|Stände]] geregelt. Sie bekamen bei allen Entscheidungen ein weites Mitspracherecht. Dies führte in der Folge zu ständigen Konflikten des Grafenhauses mit den Ständen. Höhepunkt dieser Konflikte war die [[Emder Revolution]], in deren Verlauf die Bewohner der Stadt das Grafenhaus aus seiner einstigen Residenz, der [[Burg Emden]], vertrieben. Unter der Vermittlung der [[Republik der Vereinigten Niederlande|niederländischen Generalstaaten]] unterzeichneten Vertreter der Stände sowie Graf [[Enno III. (Ostfriesland)|Enno III.]] am 21.&amp;amp;nbsp;Mai 1611 den [[Osterhusischer Akkord|Osterhusischen Akkord]]. Er schrieb die Hoheit der Stände in Gesetzgebung, Steuererhebung und Rechtsprechung fest. Seine Bestimmungen regelten das Verhältnis zwischen Graf und Ständen (sowie insbesondere der Stadt [[Emden]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cirksena versuchten, darauf mit der Erlangung der [[Reichsfürst]]enwürde zu reagieren. Dies gelang [[Enno Ludwig (Ostfriesland)|Enno Ludwig]] 1654 mit Hilfe des ostfriesischen Gelehrten [[Hermann Conring (Universalgelehrter)|Hermann Conring]] zum Preis von 15.000 Gulden, allerdings nur für seine Person und ohne Sitz auf der [[Reichsfürstenrat|Fürstenbank]] im Reichstag. Den erblichen Fürstentitel errang erst sein Bruder [[Georg Christian (Ostfriesland)|Georg Christian]] im Jahre 1662. Allerdings blieb Ostfriesland nach Ansicht des Historikers [[Walter Deeters]] bis zum Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] reichsrechtlich eine Grafschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Deeters]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinstatt und Provinz.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl-Ernst Behre]], [[Hajo van Lengen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland. Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft.&amp;#039;&amp;#039; Aurich 1995, ISBN 3-925365-85-0, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stände wandten sich daraufhin an Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] Dieser erkannte die weitgehenden Rechte der Stände in Ostfriesland an und verlieh ihnen in einem im Heiligen Römischen Reich einmaligen Vorgang am {{JULGREGDATUM|24|1|1678}} (der Gregorianische Kalender wurde in den protestantischen Ländern erst 1700 eingeführt) ein eigenes Wappen. Die Konflikte zwischen den Cirksena und den Ständen verstärkten sich dadurch weiter. Immer wieder kam es zu schweren Auseinandersetzungen, die 1726/27 im sogenannten [[Appell-Krieg]] mündeten, aus dem der Cirksena-Fürst [[Georg Albrecht (Ostfriesland)|Georg Albrecht]] als Sieger hervorging. Selbst die an der Spitze der „renitenten“ Stände stehende Stadt Emden unterwarf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurden die Weichen für die Machtübernahme [[Königreich Preußen|Preußens]] in Ostfriesland gestellt. Eine bedeutende Rolle nahm hierbei die Stadt Emden ein, die nach dem Appell-Krieg politisch isoliert und wirtschaftlich sehr geschwächt war. Ziel der Emder Stadtspitze war es, die Stellung als &amp;#039;&amp;#039;ständische Hauptstadt&amp;#039;&amp;#039; und Handelsmetropole zurückzugewinnen. Sie setzte dabei auf die Hilfe der Preußen und handelte mit ihnen die [[Emder Konvention]] aus, in der die [[Annexion]] Ostfrieslands durch Preußen nach dem Aussterben der einheimischen Dynastie der Cirksena geregelt war. Preußen stützte sich bei diesem Vorgehen zudem auf die von Kaiser Leopold&amp;amp;nbsp;I. 1694 ausgestellte &amp;#039;&amp;#039;Expektanz&amp;#039;&amp;#039;, die das Recht auf Belehnung des Fürstentums Ostfriesland für den Fall fehlender männlicher Erben sicherstellte. Nach dem Tod des letzten [[Liste der Grafen und Fürsten von Ostfriesland|ostfriesischen Fürsten]] aus dem Hause Cirksena, [[Carl Edzard]], am 25.&amp;amp;nbsp;Mai 1744 machte König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] von Preußen sein Nachfolgerecht geltend. Er ließ Ostfriesland, von Emden ausgehend, ohne Widerstand besetzen, worauf das Land am 23.&amp;amp;nbsp;Juni der Krone huldigte. Friedrich wurde damit Fürst von Ostfriesland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landschaft&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ostfriesischelandschaft.de/93.html |titel=Geschichte der Ostfriesischen Landschaft |hrsg=Ostfriesische Landschaft |sprache=de |abruf=2025-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Landeshauptstadt [[Aurich]] blieb Sitz der Landesbehörden, erhielt eine [[Kriegs- und Domänenkammer]] und wurde Regierungshauptstadt der preußischen Provinz Ostfriesland. Ab nun mit Preußen verbunden, blieb das Land ein Ständestaat. Die Institution der [[Ostfriesische Landschaft|Ostfriesischen Landschaft]] bestand weiter. Da sie die Anwartschaft der Preußen auf Ostfriesland für den Fall des Aussterbens des Hauses Cirksena unterstützt hatte, behielt sie ihre Rechte in der Gesetzgebung, Steuererhebung und Rechtsprechung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landschaft&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Grafen und Fürsten von Ostfriesland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Ostfriesland| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|Ostfriesland, Grafschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsgliederung Preußens|Ostfriesland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MeAmME</name></author>
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