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	<title>Grafschaft Oettingen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-20T10:16:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:CoA Oettingen County.svg|150px]]&lt;br /&gt;
|Karte = [[Datei:Oettingen Counties 1744.png|210px]]&lt;br /&gt;
|Bildtext = Die Oettingischen Landen im 18. Jahrhundert mit den Grafschaften: {{Farblegende|#CCEE88|Oettingen-Oettingen|beige}}{{Farblegende|#FFAA33|Oettingen-Wallerstein|orange}}{{Farblegende|#44CC88|Oettingen-Baldern|grün}}{{Farblegende|#DD3344|Oettingen-Spielberg|rot}}&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = Grafschaft Öttingen, seit dem 17./18. Jahrhundert auch Fürstentum Oettingen&lt;br /&gt;
|Vorläufer = &lt;br /&gt;
|Regierungsform = [[Grafschaft]], seit dem 17./18. Jahrhundert auch [[Fürstentum]]&lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = [[Graf]], [[Fürst]]&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[DE-BY]], [[DE-BW]]&lt;br /&gt;
|Reichstag = &lt;br /&gt;
|Reichskreis = [[Schwäbischer Reichskreis|schwäbisch]]&lt;br /&gt;
|Kreistag = &lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = [[Oettingen in Bayern]], [[Wallerstein]]&lt;br /&gt;
|Dynastien = [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Grafen und Fürsten zu Oettingen]]&lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]] sowie [[protestantisch]]&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|Fläche = rund 850 km² (1806)&lt;br /&gt;
|Einwohner = 60.000 (1806)&lt;br /&gt;
|Währung = &lt;br /&gt;
|Nachfolger = [[Königreich Bayern]], [[Königreich Württemberg]]&lt;br /&gt;
|Siehe auch = &lt;br /&gt;
|Lage =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Oettingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Öttingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), seit dem 17./18. Jahrhundert auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstentum Oettingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war eine [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbare]] Herrschaft der [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Grafen von Oettingen]] rund um die [[Freie Reichsstadt|Reichsstadt]] [[Nördlingen]], mit dem Kerngebiet im [[Nördlinger Ries]] im heutigen [[Bayern]] und [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] 1806 umfasste die Grafschaft rund 850&amp;amp;nbsp;km² und 60.000 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HL&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S.&amp;amp;nbsp;490ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spindler&amp;quot;&amp;gt;[[Max Spindler]], [[Andreas Kraus (Historiker)|Andreas Kraus]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Schwabens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der bayerischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Franken, Schwaben, Oberpfalz bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039;) Beck, München 2001, ISBN 3-406-39452-3, S.&amp;amp;nbsp;368ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
1141 benannte sich ein [[edelfrei]]es, seit 1147 den Grafentitel führendes Adelsgeschlecht nach dem Ort [[Oettingen in Bayern|Oettingen]] im [[Nördlinger Ries]]. Die „ältere Grafschaft Oettingen“ hatte ihren Mittelpunkt nicht im Ries, sondern im angrenzenden [[Franken (Region)|südfränkischen]] Raum an der [[Wörnitz]]. Es war eine typische [[Staufer|staufische]] Amtsgrafschaft, eine im Namen des Herrschers ausgeübte [[Vogt]]ei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spindler&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Untergang der Staufer erfolgte im 13./14. Jahrhundert ein Umbau zur „jüngeren Grafschaft Oettingen“ verbunden mit einer herrschaftlichen Verdichtung im Nördlinger Ries durch Übernahme des regionalen [[Krongut|Königsguts]] ([[Burg Harburg (Schwaben)|Harburg]], [[Schloss Alerheim|Alerheim]], [[Altes Schloss Wallerstein|Wallerstein]], [[Burg Katzenstein (Dischingen)|Katzenstein]]) und einem Rückzug aus den fränkischen Besitzungen. Dabei wurden auch Güter des [[Hochstift Eichstätt|Hochstifts Eichstätt]] sowie andere Adelsgüter wie [[Hürnheim (Adelsgeschlecht)|Hürnheim]] oder [[Truhendingen (Adelsgeschlecht)|Truhendingen]] nach und nach übernommen. Durch zahlreiche Besitzbestätigungen und Privilegien der [[Kaiser]] und [[König]]e, [[Hochgerichtsbarkeit|Hochgerichts-]] und [[Zoll (Abgabe)|Zollrechte]] bildete sich seit Anfang des 15. Jahrhunderts ein deutlich umgrenzter [[Regalien]]sprengel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spindler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1418, 1442 und 1485 schwächten Teilungen das Herrschaftsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzstein Oettingen.jpg|mini|hochkant|Grenzstein der Grafschaft Oettingen zu den ehemaligen Territorien Herzogtum [[Pfalz-Neuburg]] und Fürstentum [[Thurn und Taxis]] (in der Nähe von [[Amerdingen]])]]&lt;br /&gt;
1522 spaltete sich das Gebiet in die evangelische Linie [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Oettingen-Oettingen]], 1674 in den [[Fürst]]enstand erhoben, die sieben Zwölftel der Besitzungen erhielt und im Jahre 1731 ausstarb und die katholische Linie [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Oettingen-Wallerstein]], die fünf Zwölftel der Besitzungen erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HL&amp;quot; /&amp;gt; Dabei wurden die Städte Oettingen und [[Wemding]] geteilt. Oettingen war doppelter Fürstensitz, konfessionell gespalten nach Straßenseiten aufgeteilt, die städtischen Institutionen gemeinsam oder oft auch abwechselnd besetzt. Der [[Julianischer Kalender|julianische]] und der [[Gregorianischer Kalender|gregorianische Kalender]] galten nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Spindler, Andreas Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Schwabens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der bayerischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Franken, Schwaben, Oberpfalz bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039;) Beck, München 2001, ISBN 3-406-39452-3, S.&amp;amp;nbsp;373.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die häufigen Erbteilungen und die konfessionellen Spaltungen verhinderten eine erfolgreiche Territorialpolitik. Der Hausbesitz blieb für eine eigenständige Politik stets zu klein. Trotz der Spaltung, welche die Linien in feindliche Lager führte, blieb die staatsrechtliche Einheit der Grafschaft ungeachtet weiterer Erbteilungen bis 1806 unangetastet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|19|472|474|Oettingen, Grafen und Fürsten zu|Volker von Volckamer|118589547}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsmatrikel von 1521 ===&lt;br /&gt;
Laut [[Reichsmatrikel]] von 1521 hatte die Grafschaft für die [[Reichsarmee]] 8 Reiter, 45 Fußsoldaten, 138 [[Gulden]] zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Reichsmatrikel von 1521|Reichsmatrikel von 1521]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Recht der [[Münzprägung]] bestand vom Ende des 14. bis Mitte des 18. Jahrhunderts. Mit der Reichsstadt Nördlingen, die eine [[Enklave]] der Grafschaft wurde, gab es häufig Konflikte um Hoheitsrechte. Vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts reichte Nördlingen 103 diesbezügliche Klagen vor dem [[Reichskammergericht]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spindler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber den [[wittelsbach]]ischen Besitzungen, dem [[Kurfürstentum Bayern]] bzw. [[Pfalz-Neuburg]] bildete sich bis 1533 eine eindeutige grundherrschaftliche Grenze aus. Gegen das [[Hohenzollern|hohenzollersche]] [[Fürstentum Ansbach]] gab es eine breite Konfliktzone überlagernder Regalienansprüche, die erst 1796 endgültig geklärt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spindler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Erhebungen in den [[Reichsfürst]]enstand hatten die Oettinger Regenten im [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] bis 1803 nur Anteil an der [[Kuriatstimme]] der Grafenbank des [[Schwäbischer Reichskreis|Schwäbischen Reichskreises]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot; /&amp;gt; Im Artikel 24 der [[Rheinbundakte]] wurde das Fürstentum Oettingen 1806 durch das [[Königreich Bayern]] [[Mediatisierung|mediatisiert]]. Der Westteil, etwa ein Drittel der ehemaligen Grafschaft ging 1810 an das [[Königreich Württemberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Max Spindler, Andreas Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Schwabens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der bayerischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Franken, Schwaben, Oberpfalz bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039;) Beck, München 2001, ISBN 3-406-39452-3, S.&amp;amp;nbsp;375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Herrschaft Diemantstein|Herrschaft Hohenburg-Bissingen|Oberamt Alerheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Territoriale Gliederung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oettingen-map.png|mini|hochkant|Die Grafschaften Oettingen-Oettingen, Oettingen-Baldern, Oettingen-Wallerstein und Oettingen-Spielberg im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Durch mehrmalige Teilungen des Hauses Oettingen entstanden verschiedene Teilgrafschaften. Diese bildeten eine unterschiedliche Verwaltung und jeweils eigene Gerichtsbarkeit. Besonders in und seit der Reformation traten diese Teilterritorien auch in politischen Gegensatz zueinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=129}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)#Teilungen und Linien|Teilungen und Linien des Hauses Oettingen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft / Fürstentum Oettingen-Oettingen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Altes Schloss Oettingen.jpg|mini|[[Altes Schloss Oettingen|Altes Schloss]] in Oettingen]]&lt;br /&gt;
Die Grafschaft bzw. das Fürstentum Oettingen-Oettingen entstand durch die konfessionelle Teilung im Jahre 1522 und wurde regiert von der evangelischen Linie [[Oettingen-Oettingen]]. Diese erhielt sieben Zwölftel der Besitzungen und beherrschte das östliche Ries sowie die nördlichen und südlichen Randgebiete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=138}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Residenzort diente das [[Altes Schloss Oettingen|Alte Schloss]] in Oettingen. Durch die Organisationsgeschicke der Grafen [[Gottfried von Oettingen-Oettingen|Gottfried]], Ludwig Eberhard und [[Joachim Ernst von Oettingen-Oettingen|Joachim Ernst]] sowie durch Einführung der [[Primogenitur]] im Jahr 1569, verschaffte sich die Grafschaft Oettingen-Oettingen im Vergleich zur Grafschaft Oettingen-Wallerstein, trotz der Folgen des Dreißigjährigen Krieges, einen Vorsprung auf dem Gebiet ihrer Staatsverwaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=141}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Flächenmäßig stelle es das größte oettingische Teilterritorium dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1674 wurde [[Albrecht Ernst I. (Oettingen-Oettingen)|Albrecht Ernst I.]] zum Reichsfürsten ernannt und seine Grafschaft Oettingen-Oettingen wurde zum Fürstentum erhoben. Durch den Tod seines Sohnes [[Albrecht Ernst II. (Oettingen-Oettingen)|Albrecht Ernst II.]] im Jahr 1731 erlosch die protestantische Linie. Ihre Besitztümer gingen an die Linie Oettingen-Wallerstein zu je zwei Drittel und an die Linie Oettingen-Spielberg zu je einem Drittel. Außerdem wurde durch Erbvertrag geregelt, dass der evangelische Glaube im einstmaligen Fürstentum Oettingen-Oettingen weiter galt und es somit nicht zu einer Rekatholisierung dieser Gebiete kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Administrative Gliederung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die administrative Ebene gliederte sich in folgenden Verwaltungsgebieten:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=138}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Oberamt Alerheim]]&lt;br /&gt;
* [[Oberamt Harburg]]&lt;br /&gt;
* Oberamt Hochhaus&lt;br /&gt;
* Oberamt Oettingen (zur Hälfte)&lt;br /&gt;
* Pflegamt Klosterzimmern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft / Fürstentum Oettingen-Wallerstein ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallerstein, Fürstliche Residenz, 007.jpg|mini|[[Schloss Wallerstein]]]]&lt;br /&gt;
Daneben entstand durch die konfessionelle Teilung im Jahr 1522 die katholische Grafschaft Oettingen-Wallerstein. Diese umfasste einen Anteil von fünf Zwölftel der Besitzungen, die sich auf das Westries und die westlichen Ränder erstreckten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=138}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Residenzort diente zunächst die [[Altes Schloss Wallerstein|Burg Wallerstein]], dann das [[Schloss Wallerstein]]. Kurzzeitig unterbrochen wurde die Herrschaft der katholischen Linie über Wallerstein durch den schwedischen König [[Gustav II. Adolf]] im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], der die Herrschaft 1632 seinem General [[Lorenz von Hofkirchen]] schenkte, dem Schwiegersohn Graf Ludwig Eberhards aus der evangelischen Linie. Nach der schwedischen [[Schlacht bei Nördlingen|Niederlage bei Nördlingen]] im September 1634 wurde Hofkirchen vertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Teilung der Linie Oettingen-(Alt)-Wallerstein im Jahr 1623/94 in die drei Linien Oettingen-Wallerstein, Oettingen-Baldern und Oettingen-Spielberg ergaben sich auch weitere Teilterritorien aus diesen fünf Zwölfteln. [[Oettingen-Wallerstein]] erhielt 1731 mit Aussterben der Linie [[Oettingen-Oettingen]] zwei Drittel von deren Besitzungen. 1764 führte das durch das oettingen-oettingische Erbe vollends zur stärksten Teilgrafschaft gewordene Oettingen-Wallerstein die Primogenitur ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1774 wurde [[Kraft Ernst (Oettingen-Wallerstein)|Kraft Ernst]] zum Reichsfürsten ernannt und seine Grafschaft Oettingen-Wallerstein wurde zum Fürstentum erhoben. Oettingen-Wallerstein beerbte außerdem 1798 die Linie Oettingen-Baldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Administrative Gliederung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verwaltungsgebiet der Grafschaft Oettingen-Wallerstein gliederte sich nach der Teilung 1623/1694 in folgende Ämter:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=141}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberamt Wallerstein&lt;br /&gt;
* Oberamt Marktoffingen&lt;br /&gt;
* Oberamt Bissingen&lt;br /&gt;
* Amt Flochberg&lt;br /&gt;
* [[Oberamt Neresheim (Oettingen)|Oberamt Neresheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oettingen-Wallerstein erhielt 1731 mit Aussterben der Linie Oettingen-Oettingen zwei Drittel von deren Besitzungen. Hinzu kamen dadurch zum Verwaltungsgebiet die Ämter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberamt Harburg&lt;br /&gt;
* Oberamt Alerheim&lt;br /&gt;
* Oberamt Hochhaus&lt;br /&gt;
* Pflegamt Klosterzimmern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie durch den Erbfall Oettingen-Baldern 1798:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pflegamt Baldern&lt;br /&gt;
* Pflegamt Katzenstein&lt;br /&gt;
* und die [[Herrschaft Dagstuhl]], für die Oettingen-Wallerstein 1803 mit kirchlichem Besitz in Bayern und [[Württemberg]] entschädigt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1818 wurden im Fürstentum Oettingen-Wallerstein folgende Herrschaftgerichte eingerichtet, die in verschiedene [[Steuerdistrikt]]e eingeteilt wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Herrschaftsgericht Harburg]]&lt;br /&gt;
* [[Herrschaftsgericht Bissingen]]&lt;br /&gt;
* [[Herrschaftsgericht Wallerstein]]&lt;br /&gt;
* [[Herrschaftsgericht Maihingen]]&lt;br /&gt;
* [[Untergericht Aufkirchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft Oettingen-Baldern ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1718 bis 1737 wurde Schloss Baldern (11. Jahrhundert) zu seiner heutigen Form umgebaut.jpg|mini|[[Schloss Baldern]]]]&lt;br /&gt;
Durch die Teilung der Linie Oettingen-(Alt)-Wallerstein im Jahr 1623/94 entstand die Linie [[Oettingen-Baldern]]. Als Residenzort diente das [[Schloss Baldern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verwaltungsgebiet der Grafschaft Oettingen-Baldern gliederte sich in folgende Ämter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pflegamt Baldern&lt;br /&gt;
* Pflegamt Katzenstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie Oettingen-Baldern starb mit dem Tode Graf [[Franz Wilhelm von Öttingen|Franz Wilhelm]] im Jahr 1798 aus und ihre Besitzungen gingen an die Linie Oettingen-Wallerstein über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft / Fürstentum Oettingen-Spielberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oettingen Schloss 2015 03.jpg|mini|[[Schloss Oettingen]]]]&lt;br /&gt;
Durch die Teilung der Linie Oettingen-(Alt)-Wallerstein im Jahr 1623/94 entstand die Linie [[Oettingen-Spielberg]]. Der Namensbestandteil Spielberg stammt von der [[Schloss Spielberg (Gnotzheim)|Burg Spielberg]] in [[Spielberg (Gnotzheim)|Spielberg]]. Als Residenzort diente zunächst die Münz, dann an selber Stelle das [[Schloss Oettingen|Neue Schloss]] in Oettingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HL&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1734 wurde Franz Albrecht I. in den Fürstenstand ernannt und seine Grafschaft Oettingen-Spielberg wurde zum Fürstentum erhoben. Oettingen-Spielberg erhielt mit dem Aussterben der Linie Oettingen-Oettingen im Jahr 1731 eine Drittel der Besitzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Administrative Gliederung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verwaltungsgebiet der Grafschaft Oettingen-Spielberg gliederte sich in folgende Ämter:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberamt Oettingen (zur Hälfte)&lt;br /&gt;
* Pflegamt Spielberg&lt;br /&gt;
* Amt Dürrwangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oettingen-Spielberg erhielt 1731 mit Aussterben der Linie Oettingen-Oettingen ein Drittel von deren Besitzungen. Hinzu kamen dadurch zum Verwaltungsgebiet die Ämter:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Kudorfer |Titel=Die Grafschaft Oettingen |Sammelwerk=Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben |Band=Reihe II, Heft 3 |Datum=1985 |Seiten=142}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberamt Oettingen (nun Ganz)&lt;br /&gt;
* [[Oberamt Aufkirchen]]&lt;br /&gt;
* Oberamt Mönchsroth&lt;br /&gt;
* Schneidheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1818 wurden im Fürstentum Oettingen-Spielberg folgende Herrschaftgerichte eingerichtet, die in verschiedene [[Steuerdistrikt]]e eingeteilt wurden:Herrschaftgericht Mönchroth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadt- und Herrschaftsgericht Oettingen]]&lt;br /&gt;
* [[Herrschaftsgericht Oettingen jenseits der Wörnitz]]&lt;br /&gt;
* [[Herrschaftsgericht Oettingen diesseits der Wörnitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Kudorfer Oettingen 1985}}&lt;br /&gt;
* L. Müller: [https://periodika.digitale-sammlungen.de//schwaben/Blatt_bsb00010272,00101.html?prozent= &amp;#039;&amp;#039;Die Juden im Ries in ihrem Verhältnis zum Hause Öttingen zu Kaiser und Reich 1400–1486, in:&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg, Bd. 26 (1899), S. 81–154.]&lt;br /&gt;
*{{Literatur |Autor=Alexandra Haas |Titel=Hexen und Herrschaftspolitik. Die Reichsgrafen von Oettingen und ihr Umgang mit den Hexenprozessen im Vergleich |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte |Ort=Bielefeld |Datum=2018 |ISBN=978-3-7395-1107-8 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|House of Oettingen|Oettingen (Grafen)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oettingen.de/index.php?id=0,1 Stadt Oettingen: &amp;#039;&amp;#039;Fürstentum Oettingen&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/57/16.73/N |EW=10/36/16.42/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schwäbischer Reichskreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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