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	<title>Grafschaft Neuenahr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T05:37:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grafschaft_Neuenahr&amp;diff=486356&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der wahre Jakob: Lit wikif</title>
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		<updated>2024-09-17T16:28:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lit wikif&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Neuenahr-Wappen.png|mini|hochkant=0.9|Wappen der Grafen von Neuenahr]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Neuenahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Grafschaft]] um die [[Burg Neuenahr]] im [[Ahrtal]].&lt;br /&gt;
Zu ihr gehörten im [[Mittelalter]] die heutigen Stadtteile von [[Bad Neuenahr-Ahrweiler]]: [[Wadenheim]], [[Hemmessen]] und [[Beul (Bad Neuenahr)|Beul]] sowie [[Ramersbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gehörten die meisten Dörfer der heutigen verbandsfreien [[Grafschaft (Rheinland)|Gemeinde Grafschaft]] zu der Grafschaft Neuenahr: [[Ringen (Grafschaft)|Ringen]], [[Beller (Grafschaft)|Beller]], [[Bölingen]], [[Bengen]], [[Karweiler]], [[Leimersdorf]], [[Oeverich]], [[Niederich (Grafschaft)|Niederich]], [[Birresdorf]], [[Holzweiler (Grafschaft)|Holzweiler]], [[Esch (Grafschaft)|Esch]] und bis 1382 [[Gelsdorf (Grafschaft)|Gelsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu der mittelalterlichen Grafschaft Neuenahr gehörten drei Dörfer der heutigen verbandsfreien Gemeinde Grafschaft: [[Vettelhoven]] ([[Enklave]] der Vogtei [[Ahrweiler]] und daher zu [[Kurköln]] gehörig), [[Lantershofen]] (Kurkölnisches Lehen, später [[reichsunmittelbar]]e Herrschaft) und [[Nierendorf]] (zur Reichsritterschaft [[Reichsburg Landskron|Landskron]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden gehörten zusätzlich die Dörfer [[Fritzdorf]], [[Ersdorf]], [[Altendorf (Meckenheim)|Altendorf]], [[Wormersdorf]] und Klein Altendorf sowie die [[Exklave]] [[Ramershoven]] mit Peppenhoven (bei [[Rheinbach]]) zu der historischen Grafschaft Neuenahr. Als Gemeinschaftseigentum ([[Kondominium]]) mit dem [[Reichsritter]] von Landskron besaß der Graf von Neuenahr Rechte an den Dörfern [[Gimmigen]] und [[Kirchdaun]]. Bis zu einem Territorialtausch 1659 gehörten [[Adendorf]], [[Arzdorf]], [[Eckendorf]] sowie [[Villip]] ebenfalls zur Grafschaft Neuenahr bzw. seit 1546 zu dem aus ihr hervorgegangenen jülichschen [[Amt (Kommunalrecht)|Amt]] Neuenahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Exklave war das von [[Kurköln]] lehnrührige [[Merzenich]] bei Düren. Bis 1395 bemächtigten sich die [[Herzogtum Jülich|Herzöge von Jülich]] des Dorfes.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans J. Domsta (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weistümer der jülichschen Ämter Düren und Nörvenich und der Herrschaften Burgau und Gürzenich (mit erg. Quellen).&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Weistümer. 4. Abt.: Die Weistümer des Herzogtums Jülich.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1), Düsseldorf 1983, S. 76f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Neuenahr wurde um 1225 von den Grafen von Neuenahr erbaut, einem neuen Zweig der Familie [[Haus Are|Are-Hochstaden-Nürburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1221–1358 Landesherrschaft der Grafen von Neuenahr&lt;br /&gt;
* 1358–1425 Landesherrschaft der Grafen von Neuenahr-Saffenburg&lt;br /&gt;
* 1372 Zerstörung der Burg Neuenahr durch Ahrweiler Schützen und Kurkölner Truppen&lt;br /&gt;
* 1382–1546 unterstand die Grafschaft Kurköln.&lt;br /&gt;
* 1425–1546 Landesherrschaft der Grafen von Neuenahr-[[Saffenburg]]-[[Virneburg]]&lt;br /&gt;
* 1546–1609 [[Herzogtum Jülich|Herzog von Jülich]] ist [[Graf]] von Neuenahr (Nach dem Aussterben der Linie Neuenahr-Saffenburg-Virneburg zog der direkte [[Lehnsherr]], der Herzog von [[Jülich]], das erledigte [[Lehen]] ein und setzte seine Ansprüche gegen das konkurrierende Kurköln durch.)&lt;br /&gt;
* 1614 mit dem [[Vertrag von Xanten]] infolge des [[Jülich-Klevischer Erbfolgestreit|Jülich-Klevischen Erbfolgestreits]] fällt die Grafschaft Neuenahr mit Jülich-Berg an das [[Herzogtum Pfalz-Neuburg]]&lt;br /&gt;
* 1685 Die Grafschaft Neuenahr gehört nach Übernahme der pfälzischen Kurwürde durch die Linie Pfalz-Neuburg bis 1797 zur [[Kurpfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbfolgestreitigkeiten 1358 bis 1382 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Armoiries de Neuenahr.svg|mini|130px|Stammwappen derer von Neuenahr: ein schwarzer [[Adler (Biologie)#Kunst und Symbolik|„Aar“]] (Adler) auf goldenem Grund]]&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Wilhelm III. 1358 starb die Linie Neuenahr im [[Mannesstamm]] aus. Seine Tochter [[Katharina von Neuenahr]] heiratete mit zwölf Jahren [[Johann von Saffenburg]] von der nahegelegenen Saffenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weibliche Erbfolge war damals nur in Ausnahmefällen anerkannt, und so erhob [[Johann IV. von Rösberg]], aus einer Seitenlinie derer von Neuenahr, ebenfalls Ansprüche auf die Grafschaft Neuenahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erbstreitigkeiten zogen sich mehrere Jahrzehnte hin. Die Bewohner der Grafschaft Neuenahr, die bereits die Steuern ([[Zehnten]]) an Katharina von Neuenahr-Saffenburg, die auf der Saffenburg ihres Mannes residierte, gezahlt hatten, wurden mit Gewalt von Johann IV. von Rösberg, dem es gelungen war, sich auf der Burg Neuenahr festzusetzen, gezwungen, ihren Zehnt ihm gegenüber ein zweites Mal zu bezahlen. Johann IV. von Rösberg betätigte sich außerdem als [[Raubritter]] und [[Wegelagerer]], indem er Ahrweiler Kaufleute, die ihre Waren Richtung Rhein transportierten, ausplünderte. Zusätzliche Einnahmen erschloss er sich durch [[Geiselnahme]] an Ahrweiler Kaufleuten, die er erst nach [[Lösegeld]]zahlung aus dem [[Burg]][[verlies]] wieder entließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschädigte Stadt Ahrweiler gehörte zu Kurköln, doch der mächtige Erzbischof von Köln mischte sich trotz offensichtlicher Interessen (die Grafschaft Neuenahr wäre das territoriale Verbindungsstück zwischen dem Hauptteil Kurkölns mit Drachenfelser Ländchen, Meckenheim und Rheinbach auf der nördlichen Seite und der großen Exklave Kurkölns um Ahrweiler, [[Altenahr]] und [[Nürburg (Gemeinde)|Nürburg]] auf der südlichen Seite) erst spät in die Streitigkeiten in der vergleichsweise kleinen Grafschaft an seinen Grenzen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch kaum war der ebenfalls mächtige Rivale, das Herzogtum Jülich durch den [[Erster Geldrischer Erbfolgekrieg|Ersten Geldrischen Erbfolgekrieg]] von 1371 bis 1379 gebunden, entsandte der Erzbischof von Köln seine Truppen sowie die Bürgerschützen von Ahrweiler gegen Johann IV. von Rösberg. Nach vier Monaten Belagerung musste sich dieser in der Burg Neuenahr ergeben. Die Sieger zerstörten anschließend die Burg Neuenahr und der Erzbischof von Köln ließ sich von beiden streitenden Familienlinien zusichern, dass an dieser Stelle niemals mehr eine Burg (die wieder zum Raubritternest und zum Hindernis des Verkehrs nach Ahrweiler werden konnte) erbaut werden dürfte. Generationen später kamen die Nachfahren Johanns IV., unter ihnen [[Hermann von Neuenahr der Ältere]], wieder zu hohem Ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar wollte sich Kurköln diese Grafschaft Neuenahr gerne faktisch einverleiben, doch nach erfolgreicher Beendigung des Geldrischen Erbfolgekrieges mischte sich das Herzogtum Jülich wieder verstärkt ein. Als formaler Lehnsherr der Grafschaft mit ebenfalls eigenen Interessen (schließlich hatte Jülich zu dieser Zeit schon Rechte in dem [[Reichsgut]] um [[Sinzig]] und [[Remagen]] durch die deutschen Könige verliehen bekommen) hätte Jülich auch schon zu dieser Zeit das [[Lehnswesen|erledigte Lehen]] einziehen können, wie es dann 1546 unter anderen machtpolitischen Konstellationen möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Bindung im [[Herzogtum Geldern]] kam Jülich nun zu spät und konnte nur noch die volle Einverleibung der Grafschaft Neuenahr nach Kurköln verhindern. Jülich protestierte zusammen mit seinem eigenen formalen Oberlehensherrn Kurpfalz gegen die Einverleibung. 1382 einigte sich dann Kurköln mit der Linie Neuenahr-Saffenburg der Erbin Katharina über eine gemeinsame Herrschaft über die Grafschaft Neuenahr. So hatte Kurköln die Mitherrschaft über die Grafschaft Neuenahr von 1382 bis 1546.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|106|108|Neuenahr|Hugo Altmann|1075773172}} (zu den Grafen von Neuenahr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1955/hjb1955.29.htm Von der Grafschaft und ihrer Geschichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4041740-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsgrafschaft|Neuenahr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad Neuenahr-Ahrweiler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haus Are|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Eifel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Rheinland-Pfalz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der wahre Jakob</name></author>
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