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	<title>Grafschaft Maden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Memnon335bc am 2. Oktober 2024 um 10:30 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-02T10:30:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Maden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit Kaiser [[Otto I. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] ein [[Reichslehen]], aber von 1118 an ein Lehen der Erzbischöfe von [[Mainz]], war eine der hessischen [[Gaugrafschaft]]en, in die das fränkische [[Hessen]] während und nach dem Ende der Vorherrschaft der [[Konradiner]] zersplitterte. Zunächst wurde das Adelsgeschlecht [[Werner (Adelsgeschlecht)|Werner]] mit der Grafschaft belehnt, später ging Maden an die [[Gisonen]] und kurz darauf nach deren Aussterben an die [[Ludowinger]]. Aus dem Territorium entwickelte sich über einen Zeitraum von etwa 250&amp;amp;nbsp;Jahren die [[Landgrafschaft Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerfall der konradinischen Herrschaft ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Herzogs [[Eberhard (Franken)|Eberhard von Franken]] aus dem Hause der [[Konradiner]] in der [[Schlacht bei Andernach (939)|Schlacht bei Andernach]] 939 erlosch das Herzogtum der Konradiner, das das Gebiet von Hessen mit eingeschlossen hatte. Die verbliebenen Mitglieder der Familie starben oder verloren nach und nach ihre Grafschaften, und statt ihrer wurden königliche Verwalter, Amts- oder Titulargrafen, eingesetzt. Sowohl unter den [[Ottonen]] als auch unter den [[Salier]]n wurden die hessischen Gebiete von Grafen aus verschiedenen und wechselnden Geschlechtern verwaltet, die zunächst vom König eingesetzte Amtsgrafen waren, im Laufe der Zeit jedoch erbliche Territorialherrschaften errichteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesen hessischen Gauen bzw. Gaugrafschaften gehörten unter anderem der [[Hessengau]] (etwa [[Nordhessen]] nach dem Vorschlag des Geographentages 1973 sowie zusätzlich die östliche Hälfte des heutigen [[Warburg]], jedoch ohne den Ittergau und ohne die Gebiete östlich der [[Werra]] und östlich vom [[Hoher Meißner|Hohen Meißner]]), der [[Ittergau]] (an [[Itter (Eder)|Itter]] und oberer [[Diemel]]), der [[Perfgau]] (um [[Breidenbach]]), der [[Lahngau]] (Oberlahngau um [[Marburg]], sowie Niederlahngau von [[Weilburg]] bis [[Limburg an der Lahn|Limburg]]), der Erdagau (im heutigen [[Lahn-Dill-Kreis]]), der [[Wetterau|Wetter(g)au]], der [[Niddagau]] ([[Friedberg (Hessen)|Friedberg]], [[Bad Homburg vor der Höhe]]), der [[Kinziggau]], der [[Maingau]], der [[Rheingau]] ([[Wiesbaden]], [[Darmstadt]]), der [[Gotzfeldgau]] in Südhessen und der Oberrheingau ([[Heppenheim]], [[Bürstadt]]). Bekannte Grafengeschlechter schon in der älteren post-karolingischen Epoche waren die Grafen [[Gozmar (Adelsgeschlecht)|Gozmar]] an der unteren [[Eder]] (die vermutlich Vorfahren der späteren Grafen von [[Reichenbach (Adelsgeschlecht)|Reichenbach]] und von [[Grafschaft Ziegenhain|Ziegenhain]] waren), die Grafen [[Thiemo (Grafen)|Thiemo]] (oder Tiemo) an der oberen [[Lahn]] und Eder (wahrscheinlich die Vorfahren der Grafen von [[Sayn-Wittgenstein#Grafen von Wittgenstein (bis 1361)|Wittgenstein]]-[[Battenberg (Adelsgeschlecht)|Battenberg]]), und die Grafen [[Gisonen|Giso]] im oberen Lahngau, die später auch die Grafschaft Maden erbten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilung des Hessengaus und Herrschaft der Werner ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Grafschaft Maden bzw. Maden-Gudensberg umfasste insbesondere den Raum von [[Fritzlar]], [[Kassel]], [[Spangenberg]], [[Melsungen]], [[Homberg (Efze)|Homberg an der Efze]] und [[Rotenburg an der Fulda]]. Zum Herrschaftsgebiet der Grafschaft gehörten zeitweise auch die Stifte Fritzlar, [[Weilburg]] und [[Worms]], die Klöster [[Kloster Breitenau|Breitenau]], [[Kloster Hasungen|Hasungen]] und [[Kloster Kaufungen|Kaufungen]], die Vogtei von [[Bad Hersfeld|Hersfeld]] und die [[Herrschaft Bilstein]] an der [[Werra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Grafen [[Dodiko]], Graf im Hessengau, [[Ittergau]] und [[Nethegau]], im Jahre 1020 teilte König [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] dessen Amtsbereich und gab den sächsischen Nordteil des Hessengaus an den [[Bischof von Paderborn]], während der fränkische Südteil an [[Tammo (Astfala)|Tammo]]/Thankmar ging. Schon sechs Jahre später, 1027, belehnte König [[Konrad II. (HRR)|Konrad II.]] seinen schwäbischen Gefolgsmann [[Werner I. (Maden)|Werner von Winterthur]] mit dem fränkischen Teil, und dieser verwaltete hinfort als Graf Werner I. von Maden den fränkischen Hessengau. Als &amp;#039;&amp;#039;[[primicerius]] et signifer regis&amp;#039;&amp;#039; war Werner Vorstreiter und [[Reichssturmfahne#Träger der Reichssturmfahne|Bannerträger]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]], ein Amt, das auch seine drei namensgleichen Nachfolger innehatten. Bevor Werner I. am 22. August 1040 beim Feldzug von [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] gegen [[Břetislav I.]] von Böhmen fiel, hatte er mehrere andere [[Grafschaft]]en im [[Lahn]]tal erworben und war [[Vogt]] der [[Kloster Kaufungen|Reichsabtei Kaufungen]] geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Werner II. (Maden)|Werner II.]], sein Sohn und Nachfolger, kam in der [[Schlacht von Civitate|Normannenschlacht bei Civitate]] 1053 ums Leben, ebenfalls als Bannerträger des Reiches. [[Werner III. (Maden)|Werner III.]] hatte zusammen mit Erzbischof [[Adalbert von Bremen]] erheblichen Einfluss auf den jungen König [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]] und die Reichspolitik, wurde aber schon 1065 im Alter von nicht einmal 25 Jahren in einem Handgemenge in [[Ingelheim am Rhein|Ingelheim]] erschlagen. [[Werner IV. (Maden)|Werner IV.]] hatte auf Grund der erfolgreichen Erbschaften und Arrondierungspolitik seiner Vorfahren ausgedehnten gräflichen Besitz und Vogteien über Klöster und Stifte im Hessengau (z.&amp;amp;nbsp;B. Fritzlar, Hasungen, Kaufungen, Breitenau), Lahngau, Neckargau und im Raum [[Lorch (Rheingau)|Lorch]] und Worms. Als er 1121 als der letzte seines Hauses starb, war er der bei weitem mächtigste Graf in Hessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grafschaft unter den Gisonen und Ludowingern ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Werners IV. kam die Grafschaft 1121 an [[Giso IV.]] aus dem Geschlecht der [[Gisonen]], die bereits im Lahngau weitläufigen Besitz hatten. Sie fiel aber schon 1137 nach dem Tod seines Sohnes [[Giso V.]] und durch die Ehe seiner Erbtochter [[Hedwig von Gudensberg|Hedwig]] mit Graf Ludwig von Thüringen an die thüringischen [[Ludowinger]]. Graf Ludwig wurde als [[Ludwig I. (Thüringen)|Ludwig I.]] erster [[Graf#Landgraf|Landgraf]] von [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch erhebliche Zuerwerbungen unter den Grafen Werner und den Gisonen wuchs der Herrschaftsbereich der Grafen von Maden stetig an. Dies fand auch Ausdruck in der allmählichen Umbenennung der Grafschaft in die von [[Gudensberg]] bzw. von Hessen oder auch Niederhessen. Unter den Ludowingern wurde die Grafschaft, nun als Grafschaft Gudensberg oder Grafschaft Hessen bezeichnet, meist von einem jüngeren Bruder des regierenden Landgrafen verwaltet – so nacheinander von [[Heinrich Raspe I.]], [[Heinrich Raspe II.]], [[Heinrich Raspe III.]] und [[Konrad von Thüringen]] (Konrad Raspe). Nach dem Aussterben der Ludowinger mit dem Tod von [[Heinrich Raspe IV.]] 1247 kam die ehemalige, aber nun weit größere Grafschaft Maden-Gudensberg als Folge der [[Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg|thüringischen Erbfolgekriege]] an den Sohn von Heinrichs Nichte [[Sophie von Brabant]], der 1247 auf der [[Mader Heide]] als [[Heinrich I. (Hessen)|Heinrich I.]] zum Landgrafen von Hessen ausgerufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1118, als Werner IV. sie dem Erzbischof von Mainz zu Lehen auftrug, war die Grafschaft [[Kurmainz|mainzisches]] Lehen. Erst 1292 erlangte Landgraf Heinrich I. die [[Reichsfürst]]enwürde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafen ==&lt;br /&gt;
* [[Werner I. (Maden)|Werner I.]] († [[22. August]] [[1040]])&lt;br /&gt;
* [[Werner II. (Maden)|Werner II.]] († [[18. Juni]] [[1053]])&lt;br /&gt;
* [[Werner III. (Maden)|Werner III.]] († [[24. Februar]] [[1065]])&lt;br /&gt;
* [[Werner IV. (Maden)|Werner IV.]] († [[22. Februar]] [[1121]])&lt;br /&gt;
* [[Giso IV.]] († [[1122]]; ⚭ Kunigunde von Bilstein)&lt;br /&gt;
* [[Kunigunde von Bilstein]] (&amp;#039;&amp;#039;Regentin bis zur Volljährigkeit von Giso V.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Giso V.]] († [[1137]])&lt;br /&gt;
* [[Ludwig I. (Thüringen)|Ludwig I.]] († [[1140]]; 1. Landgraf von Thüringen; ⚭ [[Hedwig von Gudensberg]], Tochter von Giso IV. und Kunigunde von Bilstein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Kläuli: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwäbische Herkunft der Grafen Werner&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;. Band 69, 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsgrafschaft|Maden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Hessen)|Maden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Schwalm-Eder-Kreis)|Maden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gudensberg|Maden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Maden| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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