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	<title>Grafschaft Lebenau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:04:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Purzelbier: Änderung 263504989 von Purzelbier rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-01-26T16:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/263504989&quot; title=&quot;Spezial:Diff/263504989&quot;&gt;263504989&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Purzelbier&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Purzelbier&quot;&gt;Purzelbier&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grafschaft Lebenau.png|mini|280px|Die Grafschaft Lebenau um 1200]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Lebenau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;Liebenau&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lebenau-Hohenburg&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) war ein mittelalterliches Territorium, welches sich zum Großteil im heutigen [[Oberbayern]] und im [[Land Salzburg|Salzburger Land]] von der [[Salzach]] und der Mosach bis zur [[Alz]] im damaligen [[Salzburggau]] des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Baiern]] erstreckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafschaft war von 1104 bis zu ihrem Ende im Jahre 1229 ein nahezu selbstständiges Herrschaftsgebiet im Herzogtum Bayern. Verwaltet wurde sie von einem Seitenzweig des Hauses [[Spanheimer|Spanheim]] und ihr Ahnherr ist Siegfried I. von Lebenau, ein Enkel [[Siegfried I. (Spanheim)|Siegfrieds I.]] von Spanheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hausmann-Genealogie&amp;quot;&amp;gt;Angaben und Jahreszahlen entnommen aus Friedrich Hausmanns Werk: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen zu Ortenburg und ihre Vorfahren im Mannesstamm, die Spanheimer in Kärnten, Sachsen und Bayern, sowie deren Nebenlinien&amp;#039;&amp;#039;, erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Ostbairische Grenzmarken - Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Nr. 36, Passau 1994.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Über die Grafen von Lebenau – ein Seitenzweig des Hauses Spanheim – ist nur wenig bekannt. Ihre nächsten Verwandten, die Spanheimer [[Liste der Herzöge von Kärnten#Spanheimer|Herzöge von Kärnten]] und die [[Reichsgrafschaft Ortenburg|Reichsgrafen von Ortenburg]], sind geschichtlich und urkundlich deutlich besser fassbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptsitz der Grafschaft im Salzburger Gau war die [[Burgstall Lebenau|Feste Lebenau]] nahe [[Laufen (Salzach)|Laufen an der Salzach]]. Die Burg stand bis ins 19. Jahrhundert auf einer steil abfallenden Landzunge am Zusammenfluss von Salzach und Schinderbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung ===&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Grafen von Lebenau geht auf [[Siegfried I. (Spanheim)|Siegfried I. von Spanheim]] zurück. Dieser war gebürtiger Rheinfranke und wurde auf der [[Burg Sponheim]] geboren. Im Jahre 1035 kam Siegfried als Vertrauter Kaiser [[Konrad II. (HRR)|Konrads II.]] in den Südosten des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]. Dort heiratete er Richgard,&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtenburgTambach&amp;quot;&amp;gt;Angaben nach Graf Eberhard zu Ortenburg-Tambach: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des reichsständischen, herzoglichen und gräflichen Gesamthauses Ortenburg - Teil 1: Das herzogliche Haus in Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; Vilshofen 1932.&amp;lt;/ref&amp;gt; die reiche Erbtochter des [[Sieghardinger]]s Engelbert IV.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiebl-lebenau&amp;quot;&amp;gt;[http://www.manfredhiebl.de/Burgen/main_burgen_l_z.htm Geschichte Lebenaus nach Manfred Hiebl]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dessen Tod im Jahre 1048 fielen seine umfangreiche Besitzungen in [[Tirol]] und [[Kärnten]] an Siegfried.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso kamen große Besitzungen in [[Oberbayern]] an das Haus Spanheim. Darunter befand sich unter anderem die Festung Lebenau, welche anscheinend auf die [[Aribonen]] zurückgeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtenburgTambach&amp;quot; /&amp;gt; Siegfried verstarb im Jahre 1065 auf der Rückreise einer [[Pilgerfahrt]] aus dem Heiligen Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein ältester Sohn Markgraf [[Engelbert I. (Spanheim)|Engelbert I. von Istrien]] erbte daraufhin seine Besitzungen. Engelbert war Anhänger Papst [[Gregor VII.|Gregors VII.]] und stand im [[Investiturstreit]] auf dessen Seite. Aus diesem Grund unterstützte er sehr die Salzburger Bischöfe im Kampf gegen König [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]], den späteren Kaiser. Dies führte zu einer festen Bindung Engelberts im Salzburger Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der Grafschaft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Markgraf Engelberts I. am 1. April 1096 kam es zur ersten Erbteilung im Hause Spanheim. Engelberts vierter Sohn [[Siegfried I. (Lebenau)|Siegfried]] erhielt dabei mit Besitzungen in Oberbayern, Kärnten, [[Untersteiermark]] und [[Krain]] ein weit zerstreutes Territorium. Durch die Teilung gelangte ebenfalls die Feste Lebenau in seinen Besitz. Dort ließ er sich um das Jahr 1104 nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er im Salzburger Raum lebte, behielten er und sein Geschlecht, wie seine Kärntner Verwandten, stets gute Kontakte zum &amp;#039;&amp;#039;Spanheimer Hauskloster&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Stift St. Paul im Lavanttal]], als dessen Wohltäter sie auftraten. Schon bald bezeichnete sich Siegfried als Graf von Arch (heute [[Burg Raka]], südwestlich von [[Krško]], Slowenien), hatte jedoch keinerlei Grafenbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Eheschließungen versuchte Siegfried dies zu ändern. In erster Ehe heiratete er die reiche Erbtochter Hildburg, Tochter des Sieghardinger Grafen Friedrich II. von [[Grafschaft Tengling|Tengling]]. Nach dessen Tod und mit dem damit verbundenen Aussterben der Grafen von Tengling im Jahre 1120 fielen Siegfried alle Sieghardinger Besitzungen westlich der [[Salzach]] zu. Dieser verlegte daraufhin die Verwaltung des Gebietes nach Lebenau. Ab dem Jahre 1130 nannte er sich nach seinem Besitz &amp;#039;&amp;#039;Siegfried I. Graf von Lebenau.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hausmann-Genealogie&amp;quot; /&amp;gt; Wann er jedoch offiziell mit der Grafschaft belehnt wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Seeon.JPG|mini|Die Begräbnisstätte der Grafen von Lebenau, das Kloster Seeon]]&lt;br /&gt;
Durch Vermittlung [[Hartwig I. von Spanheim|Hartwigs von Spanheim]], [[Bischof von Regensburg]] und Bruder Siegfrieds, erhielten die Lebenauer den [[Vogt]]eibesitz des [[Kloster Sankt Emmeram|Klosters St. Emmeram]]. Ebenso wurden sie Vögte des von Pfalzgraf [[Aribo I.]] gegründeten [[Kloster Seeon|Klosters Seeon]]. Dort wurden die Lebenauer auch begraben. Einige Historiker sehen darin, neben der Ehe Siegfrieds mit Hildburg, eine sehr enge Verbundenheit zwischen den Lebenauern und den [[Aribonen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1132 heiratete Siegfried I. von Lebenau erneut. Es handelte sich hierbei um Adelheid, Gräfin von Dießen, Tochter des Grafen Arnold von [[Grafschaft Dießen|Dießen]], des Ursprungsgeschlechtes der [[Andechs (Adelsgeschlecht)|Grafen von Andechs]]. Aufgrund der reichen Mitgift kam es zu einem bedeutenden Gebietszuwachs für die Lebenauer. Unter anderem fiel die Feste Hohenburg an die Lebenauer, nach welcher sich manche nachfolgenden Grafen auch benennen sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiebl-lebenau&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Siegfried II. (Lebenau)|Siegfried II.]] nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1132 als Graf gefolgt war, verlegte er den Großteil des Herrschaftsraumes von Kärnten in das bayerisch-salzburgische Gebiet. Am 18. November 1150 erlangte er die Vogteirechte des [[Salzburger Domkapitel]]s für dessen Besitz im [[Chiemgau]]. Diese sollten die Grafen von Lebenau nun bis ins Jahr 1229 innehaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch gemeinsamen Kampf des Gesamthauses Spanheim gegen die [[Diözese Gurk|Gurker Vögte]], die [[Askuiner]], wurden diese besiegt und die Spanheimer eigneten sich deren Besitzungen in der [[Untersteiermark]] an. Diese wurden daraufhin unter den verschiedenen Linien aufgeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiebl-lebenau&amp;quot; /&amp;gt; Wie es zu diesem Konflikt jedoch kam und wie er genau verlief, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1164 verstarb Siegfried II. Seine beiden Söhne [[Siegfried III. (Lebenau)|Siegfried III.]] und [[Otto I. (Lebenau)|Otto I.]] müssen zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig gewesen sein, da sie offiziell noch keinen Titel als Grafen hatten und sie Siboto IV. von [[Falkenstein (Bayerisches Adelsgeschlecht)|Neuburg-Falkenstein]] nur &amp;#039;&amp;#039;aus alter Tradition&amp;#039;&amp;#039; so bezeichnete. Erst im Sommer 1174 traten beide als Grafen von Lebenau auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hausmann-Genealogie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Sieghardinger Grafen Gebhard II. von [[Grafschaft Burghausen-Schala|Burghausen-Schala]] im Jahre 1168 wurden dessen Besitzungen unter den Erbberechtigten aufgeteilt. Die [[Wittelsbach]]er sicherten sich die [[Burg zu Burghausen|Feste Burghausen]], der Großteil der Ländereien fiel an die [[Babenberger]], und die Lebenauer sicherten sich die Besitz- und Hoheitsrechte des reichen Ortes [[Burghausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1186 weilten die Grafen Siegfried III. und Otto gemeinsam auf dem St. Georgsberg bei [[Enns]]. Sie bezeugten dort mit anderen die [[Georgenberger Handfeste]] Herzog [[Ottokar IV. (Steiermark)|Ottokars IV.]] von Steiermark. Darin wurde die Nachfolge des kinderlos gebliebenen Ottokar IV. im [[Herzogtum Steiermark]] durch die Herzöge von Österreich aus dem Hause der Babenberger geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das herausragendste Ereignis in der Geschichte des Grafengeschlechtes ist für viele Historiker die Teilnahme Graf Siegfrieds III. am [[Dritter Kreuzzug|dritten Kreuzzug]] [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossas]]. Siegfried zog zusammen mit seinem Schwager Konrad von Dornberg im Gefolge des deutschen Kaisers. Angeblich wollten Siegfrieds Vettern [[Rapoto II. (Ortenburg)|Rapoto II.]] und [[Heinrich I. (Ortenburg)|Heinrich I.]] von [[Ortenburg (Adelsgeschlecht)|Ortenburg]] ebenso daran teilnehmen. Jedoch ist dies nicht nachweisbar. Siegfried III. erreichte Palästina jedoch nicht, da er am 12. März 1190 im Heer des römisch-deutschen Kaisers verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfrieds Bruder Graf Otto übernahm daraufhin die Grafschaft. Im Laufe seiner Regentschaft dehnte er die Gebiete rechts der Salzach aus und eignete sich die Hoheitsrechte der Burggrafen von [[Nußdorf am Haunsberg|Haunsberg]] an. Diese  waren bereits seit 1190 in Ottos Diensten. Gottschalk II. von Haunsberg vermachte frühzeitig den Lebenauern die Besitzungen, da er erkannte, dass er wohl ohne männlichen Erben sterben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf Otto war zweimal verheiratet, in erster Ehe mit Eufemia von Dornberg und in zweiter Ehe mit Sophie von Plain. Letztere war Tochter des Grafen Luitpold von [[Grafen von Plain|Plain]] und Enkelin des Grafen Gebhard I. von Burghausen-Schala.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ottos Tod im Jahre 1205 folgte ihm sein ältester Sohn [[Siegfried IV. (Lebenau)|Siegfried IV.]] Dieser verstarb bereits 1210, worauf sein jüngerer Bruder [[Bernhard I. (Lebenau)|Bernhard]] amtierender Graf wurde. Dieser war der letzte amtierende Graf des Lebenauer Zweiges. Als dieser 1229 ohne männliche Erben verstarb, erlosch die Grafenlinie zu Lebenau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hausmann-Genealogie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Grafschaft ===&lt;br /&gt;
Mit dem Aussterben der Lebenauer erlosch das Spanheimer Erbrecht auf die Domvogtei zu Salzburg. Erzbischof [[Eberhard von Regensberg|Eberhard II. von Salzburg]] zog ebenso umgehend die Vogteirechte für das Kloster [[Seeon (Seeon-Seebruck)|Seeon]] sofort ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiebl-lebenau&amp;quot; /&amp;gt; Die Besitz- und Hoheitsrechte zu Burghausen fielen an den Wittelsbacher Herzog [[Ludwig der Kelheimer|Ludwig den Kelheimer]]. Erzbischof Eberhard sicherte sich daraufhin das Kerngebiet der Grafschaft um [[Tittmoning]] käuflich von den bayerischen Herzögen und verleibte es dem [[Erzstift Salzburg|Erzbistum Salzburg]] ein. Die Kärntner Besitzungen, darunter die Burgen [[Burg Rabenstein (Kärnten)|Rabenstein]], Löschental und [[Lavamünd]], fielen an [[Ulrich II. (Pfannberg)|Ulrich von Peggau]], welcher die Schwester Bernhards geheiratet hatte. Die nächsten Verwandten aus dem Hause der Spanheimer, die Herzöge von Kärnten und die [[Ortenburg (Adelsgeschlecht)#Kraiburg-Ortenburg|Pfalzgrafen von Ortenburg-Kraiburg]] bzw. [[Reichsgrafschaft Ortenburg|Grafen von Ortenburg]], konnten sich nur geringe Gebiete sichern. So erhielt Herzog [[Bernhard von Spanheim|Bernhard von Kärnten]] die Lebenauer Lehen des [[Erzbistum München und Freising|Bistums Freising]] in der Steiermark durch Bischof [[Konrad I. von Tölz und Hohenburg]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spanheimer gaben die Besitzungen zu Lebenau jedoch nicht ganz auf. Im Jahre 1244 reiste Pfalzgraf [[Rapoto III. (Ortenburg)|Rapoto III.]] von Bayern zu Erzbischof Eberhard, um über die Chiemgauer Rechte der Grafen von Lebenau zu verhandeln. Dieser verlieh Rapoto diese als unveräußerliches Lehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1247 wurde [[Philipp von Spanheim]] [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] des Erzbistums Salzburg. Als gewählter Erzbischof sicherte er sich im [[Verträge von Erharting|Vertrag von Erharting]] aus dem Jahre 1254 die Grafschaft Lebenau. In einem zweiten Vertrag zu Erharting aus dem Jahre 1275, setzte Philipp mit Bayern die genauen Grenzen der Grafschaft fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiebl-lebenau&amp;quot; /&amp;gt; Nach seinem Tod im Jahre 1279 fielen die Besitzungen wieder an das Erzbistum Salzburg zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Salzburger Bischöfe durch das Aussterben der Grafen von Plain und Lebenau die Besitzungen im Rupertiwinkel und im Chiemgau ein großes und zusammenhängendes Gebiet angeeignet hatten, intensivierten sie ihre Bestrebungen sich vom Herzogtum abzulösen. Im Jahre 1328 wurde Salzburg ein weitgehend eigenständiger Staat im Heiligen Römischen Reich. Lebenau wurde dabei ein Bestandteil des [[Hochstift]]s und blieb bis zur Aberkennung der Fürstbischofswürde im Jahre 1803 salzburgisch ([[Reichsdeputationshauptschluss]]). 1810 wurde [[Geschichte des Landes Salzburg|Salzburg]], und damit auch Lebenau, bayerisch, 1816 wurde Salzburg österreichisch, Lebenau aber blieb bei Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Streitpunkte ==&lt;br /&gt;
Über einige Ereignisse aus der Geschichte der Grafschaft herrschen bis heute unter Historikern verschiedene Ansichten. So sind manche der Ansicht, dass die Lebenauer auch Besitzungen bei [[Liebenau (Graz)|Liebenau an der Mur]] in der [[Steiermark]] hatten und somit ebenso Grafen von Liebenau waren. Diese These wurde jedoch bisher weder widerlegt noch bestätigt. Fest steht allerdings, dass die Lebenauer Besitzungen in der [[Untersteiermark]] hatten. Welche genau dies allerdings waren, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso gibt es die Behauptung, dass die Feste Lebenau von Siegfried I. von Lebenau selbst errichtet wurde. Jedoch ist die Ansicht, dass es sich hierbei um eine Feste aus dem Hause der Aribonen handelte, weitaus verbreiteter. Grund hierfür ist, dass sich die Grafschaft Lebenau im Kernland des ehemaligen Herrschaftsraumes der Aribonen befand. Dieser war an das Geschlecht der Sieghardinger gefallen und durch die Heiraten Siegfrieds I. von Spanheim mit Richgard und Siegfrieds I. von Lebenau mit Hildburg an das Gesamthaus der Spanheimer gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der amtierenden Grafen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:14%&amp;quot;| Name&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:50%&amp;quot;| Regierungszeit&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:14%&amp;quot;| Abstammung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Siegfried I. (Lebenau)|Siegfried I.]]&lt;br /&gt;
| 1120–1132 Graf von Arch, 1130–1132 Graf von Lebenau&lt;br /&gt;
| Sohn [[Engelbert I. (Spanheim)|Engelberts I.]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Siegfried II. (Lebenau)|Siegfried II.]]&lt;br /&gt;
| 1132–1164 Graf von Lebenau&lt;br /&gt;
| Sohn Siegfrieds I.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Siegfried III. (Lebenau)|Siegfried III.]]&lt;br /&gt;
| 1164 (minderjährig), 1174–1190 Graf von Lebenau-Hohenburg&lt;br /&gt;
| Sohn Siegfrieds II.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Otto I. (Lebenau)|Otto I.]]&lt;br /&gt;
| 1190–1205 Graf von Lebenau-Hohenburg&lt;br /&gt;
| Sohn Siegfrieds II.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Siegfried IV. (Lebenau)|Siegfried IV.]]&lt;br /&gt;
| 1190–1205 Graf von Lebenau-Hohenburg&lt;br /&gt;
| Sohn Ottos I.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bernhard I. (Lebenau)|Bernhard I.]]&lt;br /&gt;
| 1210–1229 Graf von Lebenau-Hohenburg&lt;br /&gt;
| Sohn Ottos I.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Philipp von Spanheim]]&lt;br /&gt;
| 1254–1279 Graf von Lebenau&lt;br /&gt;
| Sohn [[Bernhard von Spanheim|Bernhards II.]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammliste ==&lt;br /&gt;
Siehe [[Spanheimer#Grafen von Lebenau 2|Stammliste der Grafen von Lebenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Dopsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Lebenau (ca. 1130-1229), bescheidener Zweig einer großen Dynastie&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ferdinand Kramer]], [[Wilhelm Störmer]] (Hg.): Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben (= Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte 20), München 2005, S. 509–538.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hausmann (Historiker)|Hausmann, Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen zu Ortenburg und ihre Vorfahren im Mannesstamm, die Spanheimer in Kärnten, Sachsen und Bayern, sowie deren Nebenlinien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ostbairische Grenzmarken]] – Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Nr. 36&amp;#039;&amp;#039;, Passau 1994.&lt;br /&gt;
* Heinz Dopsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Lebenau&amp;#039;&amp;#039;. In: Das Salzfass, Jahrgang 4, Heft 2, 1970, S. 33–59.&lt;br /&gt;
* Ortenburg-Tambach, Dr. Eberhard Graf zu: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des reichsständischen, herzoglichen und gräflichen Gesamthauses Ortenburg – Teil 1: Das herzogliche Haus in Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; Vilshofen 1932.&lt;br /&gt;
* Ortenburg-Tambach, Dr. Eberhard Graf zu: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des reichsständischen, herzoglichen und gräflichen Gesamthauses Ortenburg – Teil 2: Das gräfliche Haus in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Vilshofen 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.manfredhiebl.de/Burgen/main_burgen_l_z.htm Geschichte Lebenaus]&lt;br /&gt;
* [http://www.manfredhiebl.de/Genealogien/Lebenau/lebenau.htm Stammbaum der Grafen von Lebenau]&lt;br /&gt;
* [http://genealogy.euweb.cz/sponheim/sponh1.html Stammtafel des Hauses Spanheim mit den Seitenzweigen Lebenbau und Ortenburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lebenau, Grafschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Lebenau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Salzburg-Umgebung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Purzelbier</name></author>
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