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	<title>Graduiertenkolleg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Graduiertenkolleg&amp;diff=227425&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kyome2: /* Weblinks */ fehlerhaften Weblink repariert</title>
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		<updated>2026-04-22T13:22:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; fehlerhaften Weblink repariert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graduiertenkolleg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein meist befristetes, systematisch angelegtes Studien- und [[Forschung und Entwicklung|Forschungsprogramm]] mit dem Ziel, einen [[Doktor]]grad zu erlangen. In einem weiteren Sinne bezeichnet der Begriff allgemein Vereinigungen von [[Promotion (Doktor)|Promovierenden]], die zum Zwecke gemeinsamen Forschens und Arbeitens, unter der wissenschaftlichen Leitung von [[Hochschullehrer]]n, gebildet werden. Für das Graduiertenkolleg werden diverse Ausdrücke verwendet, wie &amp;#039;&amp;#039;Promotionskolleg&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;strukturiertes Promotionsprogramm&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Graduiertenschule&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Graduate School&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Doktoratskolleg&amp;#039;&amp;#039;, in der Schweiz auch &amp;#039;&amp;#039;Pro*Doc&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;St. Stock, P. Schneider, E. Peper, E. Molitor (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erfolgreich Promovieren.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Springer Verlag, 2009, ISBN 978-3-540-88766-9, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt auch internationale Graduiertenkollegs, in denen gemeinsam mit einem ausländischen Partner geforscht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1985 wurde das erste Graduiertenkolleg an der Universität zu Köln unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Molekulare [[Biowissenschaften]]&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet. Gefördert wurde es von der Fritz-Thyssen-Stiftung. 1986 schlug der [[Wissenschaftsrat (Deutschland)|Wissenschaftsrat]] vor, mit Graduiertenkollegs den Forschernachwuchs zu fördern. Auf dieser Grundlage starteten Ende der 1980er Jahre 15 weitere Modellkollegs. Sieben davon wurden zunächst von der [[Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung]] finanziert, acht von der [[Volkswagenstiftung|Stiftung Volkswagenwerk]], eines von der [[Robert Bosch Stiftung]]. Nach einer erneuten Empfehlung des Wissenschaftsrates 1988 sollte die [[Deutsche Forschungsgemeinschaft]] künftig die Graduiertenkollegs fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;DFG: &amp;#039;&amp;#039;20 Jahre Graduiertenkollegs&amp;#039;&amp;#039;, 2005, [https://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/geschaeftsstelle/publikationen/20_jahre_graduiertenkollegs.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erste [[Geisteswissenschaft|geisteswissenschaftliche]] Graduiertenkolleg wurde 1987 an der [[Universität Siegen|Universität-Gesamthochschule Siegen]] eingerichtet. Es trug den Titel &amp;#039;&amp;#039;Kommunikationsformen als Lebensformen&amp;#039;&amp;#039; und war vom Literaturwissenschaftler [[Hans Ulrich Gumbrecht]] beantragt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mediacoop.uni-siegen.de/de/forschungshistorie/ |titel=Forschungshistorie |titelerg= SFB 1187 – Medien der Kooperation |hrsg= Universität Siegen |abruf=2020-12-13 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erste deutsch-russische Graduiertenkolleg wurde 2014 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext&amp;#039;&amp;#039; zwischen den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] und [[Russische Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität|RGGU]] Moskau ins Leben gerufen und nach dem [[Russischer Überfall auf die Ukraine seit 2022|russischen Überfall auf die Ukraine 2022]] in ein nationales Graduiertenkolleg umgewandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.igk-kulturtransfer.uni-freiburg.de/ |titel=IGK 1956 |sprache=en-US |abruf=2025-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Betreut von einem oder mehreren Hochschullehrern können sich [[Doktorand]]en in Graduiertenkollegs themenzentriert in einen umfassenden Forschungszusammenhang einarbeiten. Ziel der Kollegs ist zum einen, die wissenschaftliche Forschung inhaltlich zu bündeln, zum anderen aber auch, die Arbeit der Doktoranden organisatorisch zu strukturieren. Die Doktoranden werden dabei häufig als wissenschaftliche Mitarbeiter angestellt oder erhalten ein [[Stipendium]]. Meist beinhaltet ein Graduiertenkolleg regelmäßige Lehrveranstaltungen, Speziallehrveranstaltungen, [[Seminar]]e, [[Kolloquium|Kolloquien]], Kollegstagungen oder Workshops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Graduiertenkollegs sind überwiegend an Universitäten angesiedelt, da sie bislang in Deutschland das ausschließliche Promotionsrecht haben. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können daher in Graduiertenkollegs lediglich mitarbeiten, sie aber nicht alleinig führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graduiertenkollegs werden in der Regel von mehreren Hochschullehrern getragen und von einem Sprecher geleitet. Meist werden intern verschiedene Verantwortungsbereiche definiert, die von den Hochschullehrern übernommen werden. Die Promovierenden werden durch verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten in die Ausgestaltung und Organisation des Graduiertenkollegs einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung ==&lt;br /&gt;
In Deutschland finanziert insbesondere die [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-Graduiertenkollegs. In Österreich fördert der [[Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung|Wissenschaftsfonds]] (FWF) die Einrichtung von Doktoratskollegs. In der Schweiz finanziert unter anderem der [[Schweizerischer Nationalfonds|Schweizerische Nationalfonds]] Graduiertenkollegs. Ende 2002 hat der deutsche [[Wissenschaftsrat (Deutschland)|Wissenschaftsrat]] die möglichst flächendeckende Einführung von Graduiertenkollegs gefordert, um die Doktorandenausbildung zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wissenschaftsrat.de/texte/5459-02.pdf |wayback=20091127192508 |text=wissenschaftsrat.de |archiv-bot=2025-05-22 13:30:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vor- und Nachteile von Graduiertenkollegs wurden u. a. für die Wirtschaftsinformatik sehr informativ diskutiert (siehe Heinzl 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Formen ==&lt;br /&gt;
Neben formell eingerichteten Graduiertenkollegs sind in einigen Fachbereichen auch Initiativen von [[Nachwuchsforscher|Nachwuchswissenschaftlern]] entstanden, die ohne [[Professor]]en ein Kolloquium abhalten, und sich gegenseitig unterstützen. Ferner gibt es auch interuniversitäre Graduiertenkollegs und länderübergreifende Kooperationen, wie beispielsweise das [[Virtuelles Graduiertenkolleg|Virtuelle Graduiertenkolleg]], in dem Doktoranden aus Freiburg, Münster und Tübingen zusammenarbeiten, oder das nordische &amp;#039;&amp;#039;Network for Ph.D. Courses&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.phd-network.eu/ phd-network.eu]&amp;lt;/ref&amp;gt; das Kursangebote der Universitäten in Lüneburg, Hamburg, Kiel, Flensburg und der [[Syddansk Universitet]] sowie verschiedener außeruniversitärer Forschungseinrichtungen bündelt und den Doktoranden der Mitgliedsinstitutionen öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Insbesondere in den Geisteswissenschaften wird bisweilen der Trend kritisiert, Promotionsverfahren über Graduiertenkollegs durch Drittmittel so stark zu fördern. Die Abwesenheit freier Promotionen, wie sie in Italien besteht, führt etwa laut dem Historiker [[Christof Dipper]] dazu, dass „die Möglichkeiten für individuelle Zugänge, originelle Forschungsansätze und unorthodoxe Fragestellungen [...] mit dieser gesteuerten, auf Profitbildung, Effizienz und dementsprechend Kontrolle ausgerichteten Nachwuchspflege“ schwinden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Dipper: &amp;#039;&amp;#039;Die italienische Zeitgeschichtsforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 63 (2015), Heft 3, S. 351–377, hier S. 365.&amp;lt;/ref&amp;gt; Programmgesteuerte Graduiertenkollegs förderten den „mainstream“, so Dipper.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Dipper: &amp;#039;&amp;#039;Dialog und Transfer als wissenschaftliche Praxis. Die Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens.&amp;#039;&amp;#039; In: Gian Enrico Rusconi, [[Thomas Schlemmer]], [[Hans Woller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schleichende Entfremdung? Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2009, S. 103–114, hier S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber sorge das Nebeneinander beider Systeme „insgesamt für einen heilsamen Wettbewerb“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Dipper: &amp;#039;&amp;#039;Die italienische Zeitgeschichtsforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 63 (2015), Heft 3, S. 351–377, hier S. 365.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rembert Hüser]]: „Etiketten aufkleben.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Das Populäre der Gesellschaft: Systemtheorie und Populärkultur&amp;#039;&amp;#039;. Hg. v. Christian Huck und Carsten Zorn. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007, 239–260.&lt;br /&gt;
* Meyer, Anneke: &amp;#039;&amp;#039;Graduiertenkolleg beantragen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;duz MAGAZIN&amp;#039;&amp;#039; 02 (2017), S. 65–67, {{DOI|10.15488/1409}}&lt;br /&gt;
* A. Heinzl: &amp;#039;&amp;#039;Zur Notwendigkeit einer strukturierten Doktorandenausbildung in der Wirtschaftsinformatik.&amp;#039;&amp;#039; In: R. Jung, T. Myrach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Quo vadis Wirtschaftsinformatik.&amp;#039;&amp;#039; Gabler Edition Wissenschaft, 2008, ISBN 978-3-8349-1145-2, S. 241–261.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Monitoring des Förderprogramms Graduiertenkollegs&amp;#039;&amp;#039;, Bericht 2011, http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/zahlen_fakten/programm_evaluation/bericht_dfg_monitoring_grk_2011.pdf&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Internationale Graduiertenkollegs&amp;#039;&amp;#039;, Studie im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/geschaeftsstelle/publikationen/studien/studie_internationale_graduiertenkollegs.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dfg.de/foerderung/programme/koordinierte_programme/graduiertenkollegs/ Seite der Deutschen Forschungsgemeinschaft über Graduiertenkollegs]&lt;br /&gt;
* [https://gepris.dfg.de/gepris/programmlisten?language=de#PROGRAMM=Graduiertenkollegs Nachweis der laufenden DFG-geförderten Graduiertenkollegs]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4287801-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akademische Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftspraxis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kyome2</name></author>
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