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	<title>Grabraub - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T15:35:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grabraub&amp;diff=256223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;32X: Linkfix; der SWR-Beitrag war schon 2012 offline</title>
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		<updated>2025-10-19T10:30:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix; der SWR-Beitrag war schon 2012 offline&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grabraub und Grabschändung - Jagdflieger Max Immelmann - Dresden Tolkewitz - am Sonntag 31. Januar 2021 - Bild 006.jpg|mini|Grabraub [[Max Immelmann]] in [[Dresden]] Tolkewitz – 31. Januar 2021]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grabraub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im Allgemeinen das Ausplündern von [[Grab|Gräbern]] und die Entnahme von [[Grabbeigabe]]n verstanden. Es handelt sich um ein altes Phänomen, das heute ebenso wie [[Raubgrabung]]en in anderen [[Archäologie|archäologischen]] Stätten im Allgemeinen einen [[Straftatbestand]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabraub im alten Ägypten ==&lt;br /&gt;
In Kulturen wie dem [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]], in denen Tote mit reichhaltigen Beigaben beerdigt wurden, war die Grabräuberei ein lukratives Geschäft, von dem ganze Familien lebten. Die meisten ägyptischen Gräber wurden lange vor ihrer Entdeckung durch [[Archäologe]]n von Grabräubern geplündert. Viele Kunst- und Kulturschätze gingen auf diese Weise unwiederbringlich verloren, da die [[Artefakt (Archäologie)|Artefakte]] oftmals eingeschmolzen wurden, um das wertvolle Metall zu erhalten und so weiterverkaufen zu können. Im günstigeren Fall tauchten die Grabbeigaben auf Märkten oder Basaren wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in der [[Ramessidenzeit]] blühte der Handel mit Gegenständen, die aus Gräbern im [[Tal der Könige]] oder dem [[Tal der Königinnen]] stammten. Selbst die [[Theben (Ägypten)|thebanischen]] Priester sollen in diese Machenschaften durch Korruption verwickelt gewesen sein. So ist aus dem 16. Regierungsjahr [[Ramses IX.]] ein Prozess gegen Grabräuber belegt. Hier wird auch deutlich, dass die meisten Grabräuber dieser Epoche aus dem unmittelbaren Umfeld der Maurer, Steinmetze, Kunsthandwerker, Umrisszeichner und Ausmaler stammten, die die Gräber bauten, da nur diese nach der Schließung eines Grabes dessen Aufbau kannten und wussten, wo die eigentliche [[Grabkammer]] lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl bekannteste Grabräuberfamilie des modernen Ägypten war die in [[Scheich Abd el-Qurna#Geschichte von el-Qurna|Qurna]] ansässige Sippe der Abd el-Rassul, deren Brüder Achmed und Muhammad zufällig die berühmte [[Cachette von Deir el-Bahari|Königscachette von Deir el-Bahari]] (TT 320) fanden und am 5. Juli 1881 Beamte der [[Supreme Council of Antiquities|ägyptischen Altertumsverwaltung]] dorthin führten. Es wurden dort etliche [[Mumie]]n der bekanntesten Pharaonen der ägyptischen Antike aus der [[18. Dynastie|18.]] bis [[20. Dynastie]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabraub in der heutigen Zeit ==&lt;br /&gt;
In zahlreichen Abenteuerfilmen ([[Indiana Jones]]) und Computerspielen ([[Lara Croft]] aus [[Tomb Raider]]) wird der Grabraub als Schauplatz thematisiert und überwiegend unkritisch als „[[Kavaliersdelikt]]“ eingebaut. In der Realwelt heutiger Touristen ergeben sich dagegen zunehmend drakonische Geld- oder Freiheitsstrafen für ahnungslose Käufer von archäologischen Fundstücken, wie sie z. B. bei kleineren Grabraubdelikten im Mittelmeerraum immer wieder vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plünderungen archäologischer Stätten setzen sehr häufig an Gräbern an, da sich die Räuber dort reiche Schätze in Form von Beigaben erhoffen. Anders als Siedlungsfunde, die meist zerbrochen sind, besteht in Gräbern Hoffnung auf vollständige Objekte. Im Hintergrund steht ein wachsender – illegaler – [[Antikenhehlerei|Markt mit Antiken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im [[Sizilien|sizilianischen]] [[Morgantina]] liegt eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten der [[Hellenen|hellenistischen]] Kultur. Wegen des Raubs bedeutender Kunstwerke aus Morgantina, wie der einer Statue Aphrodites, die 1986 gleich nach der Ausgrabung gestohlen worden war, wurde am 18. Juli 2006 in Rom ein Prozess gegen [[Marion True]], langjährige Kuratorin des [[Getty Center|Getty Museums]], und den Kunsthändler [[Robert E. Hecht]] mit der Anklage von [[Hehlerei]] und Kunstschmuggel geöffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Ulrich: [https://www.sueddeutsche.de/kultur/kunstschmuggel-eine-fuer-alle-1.893972 &amp;#039;&amp;#039;Kunstschmuggel: Eine für alle.&amp;#039;&amp;#039;] sueddeutsche.de, 16. November 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Wefing: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/getty-trust-die-schmutzigen-haende-der-weissen-ritter-1254569.html &amp;#039;&amp;#039;Getty Trust: Die schmutzigen Hände der weißen Ritter.&amp;#039;&amp;#039;] F.A.Z., 29. September 2005, Nr. 227 / Seite 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die Rückgabe gestohlener Kunstwerke aus Italien zu erreichen, hat 2006 das italienische Ministerium für Kultur (&amp;#039;&amp;#039;Ministero dei Beni Culturali&amp;#039;&amp;#039;) Verhandlungen mit mehreren Museen, unter anderen dem Getty Center für die Rückgabe des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Getty Bronze&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.getty.edu/art/collection/object/103QSX#68788f24efae95841e79b70adf1a8cc848572090 &amp;#039;&amp;#039;Victorious Youth&amp;#039;&amp;#039; (www.getty.edu)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und der genannten Statue Aphrodites&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.getty.edu/art/gettyguide/artObjectDetails?artobj=15050 | wayback=20100720233554| text=&amp;#039;&amp;#039;Goddess, Probably Aphrodite&amp;#039;&amp;#039; (www.getty.edu)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem [[Metropolitan Museum of Art]] geöffnet und teilweise erfolgreich abgeschlossen. In [[Rom]] beobachten Spezialisten kontinuierlich den internationalen Kunstmarkt, um neu auf dem Markt angebotene Grabgegenstände sofort als solche identifizieren zu können.&lt;br /&gt;
* 1975 wurde [[Ciudad Perdida]] ([[Spanische Sprache|span.]] für „verlorene Stadt“) durch Grabräuber wiederentdeckt und geplündert.&lt;br /&gt;
* Vier [[Mongolei|mongolische]] Hirten wollten 2004 in der [[Volksrepublik China]] in eine historische Grabstätte aus der [[Liao-Dynastie]] einbrechen. Da aber die Gruft plötzlich einstürzte, wurden die vier Grabräuber verschüttet. Nur einer der Männer konnte entkommen.&lt;br /&gt;
* In [[Peru]] wurde Ostern 2004 bei einem Grabraub ein fast 1.000 Jahre altes, wertvolles Wandgemälde der [[Lambayeque-Kultur]] in [[Huaca Bandera]] zerstört. Da es in der Grabstätte keine wertvollen Schmuckstücke, Keramiken oder Textilien gab, vandalierten die Räuber ein Drachen-Reliefgemälde.&lt;br /&gt;
* Etwa seit dem Jahr 1990 wurden verstärkt [[Orden und Ehrenzeichen|Orden]], [[Erkennungsmarke]]n und Ausrüstungsgegenstände aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] auf Messen und im Internet angeboten, die zuvor aus [[Soldatengräber]]n gestohlen wurden.&lt;br /&gt;
* In der Nacht zum Sonntag am 31. Januar 2021 wurde das Ehrengrabmal des weltberühmten [[Jagdflieger]]s [[Max Immelmann]] in Dresden beraubt und [[Grabschändung|geschändet]]. Die ca. 100 Kilogramm schwere Grabfigur mit dem Titel „Adler von Lille“ wurde demontiert und abtransportiert. Sie ist von historisch unschätzbaren Wert. Die Staatsanwaltschaft bezifferte den materiellen Wert der Figur auf mindestens 50.000 €. Die Grabfigur wurde von der Polizei in Dresden sichergestellt und nach erfolgter Restaurierung auf Grund ihrer Beschädigung zur Grabstelle von Max Immelmann zurück verbracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2021/06/pm_072.php |titel=„Adler von Lille“ kehrt auf den Urnenhain zurück |hrsg=Landeshauptstadt Dresden |werk=dresden.de |sprache=de |datum=2021-06-17 |abruf=2025-10-19 |kommentar=Pressemitteilung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tag24.de/dresden/crime/dreiste-ganoven-schaenden-grab-von-jagdflieger-max-immelmann-und-klauen-statue-1822206 |werk=Tag24.de |titel=Dreiste Ganoven schänden Grab von Jagdflieger Max Immelmann und klauen Statue |autor=Anneke Müller |sprache=de |datum=2021-02-02 |abruf=2025-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dresden-radebeul/anklage-grabschaendung-dresden-100.html |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210604112818/https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dresden-radebeul/anklage-grabschaendung-dresden-100.html |archiv-datum=2021-06-04 |werk=MDR.de |titel=Anklage nach Grabschändung und Diebstahl in Dresden |sprache=de |datum=2021-06-04 |abruf=2025-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabraub vs. Archäologie ==&lt;br /&gt;
Den ersten Archäologen wurde oft Grabräuberei vorgeworfen, da sie viele Grabgegenstände außer Landes brachten. Auch heute werden wissenschaftliche Grabungen von den Nachfahren der zu erforschenden Kulturen mitunter als Grabraub betrachtet. Ein Beispiel dafür ist der seit Mitte der 1990er andauernde Streit zwischen nordamerikanischen [[Indianer]]n und den Erforschern des so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Kennewick-Mann]]s&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Grabschändung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Jankuhn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zum Grabfrevel in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Untersuchungen zu Grabraub und „haugbrot“ in Mittel- und Nordeuropa. Bericht über ein Kolloquium der Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas vom 14. – 16. Februar 1977&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, 113). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1978, ISBN 3-525-82393-2.&lt;br /&gt;
* Karl Heinrich Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Grabraub in erzählenden Quellen des frühen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, 115, 1978, {{ISSN|0930-4304}}, S. 169–187, (Auch Sonderabdruck: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1978).&lt;br /&gt;
* [[Johannes-Wolfgang Neugebauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Nekropole F von Gemeinlebarn, Niederösterreich. Untersuchungen zu den Bestattungssitten und zum Grabraub in der ausgehenden Frühbronzezeit in Niederösterreich südlich der Donau zwischen Enns und Wienerwald&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Römisch-Germanische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; 49). von Zabern, Mainz 1991, ISBN 3-8053-1191-5 (Zugleich: Wiener Universität, Habilitations-Schrift 1988).&lt;br /&gt;
* [[Peter Watson (Journalist)|Peter Watson]] &amp;amp; Cecilia Todeschini: &amp;#039;&amp;#039;Die Medici-Verschwörung. Der Handel mit Kunstschätzen aus Plünderungen italienischer Gräber und Museen.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen von Ulrike Seith und Jana Plewa. Parthas Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-86601-905-X, (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;The Medici conspiracy. The illicit journey of looted antiquities, from Italy’s tomb raiders to the world’s greatest museums.&amp;#039;&amp;#039; PublicAffairs, New York NY u. a. 2006, ISBN 978-1-58648-402-6).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Raubgräber Grabräuber. Begleitschrift zur Sonderausstellung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg vom 11. Mai bis zum 8. September 2013.&amp;#039;&amp;#039; Oldenburg 2013, ISBN 978-3-943904-19-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Grave robbery|Grabraub|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Grabräuber}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4157985-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4157985-9|LCCN=sh97006928}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diebstahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;32X</name></author>
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