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	<title>Grabfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Landschaft Grabfeld in Bayern und Thüringen. Für weitere Bedeutungen siehe [[Grabfeld (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Naturraum in Deutschland&lt;br /&gt;
 |NAME=Grabfeld&lt;br /&gt;
 |ALTERNATIVNAME&lt;br /&gt;
 |IDENTIFIKATOR=138&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |FOTO=Region Grabfeld.png&lt;br /&gt;
 |BILDBESCHREIBUNG1=Lage des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grabfelds&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: früher war es etwa das Gebiet der Karte im Dreieck [[Bayern]]−[[Hessen]]−[[Thüringen]], heute nur der hell markierte Bereich im bayerisch-thüringischen Grenzgebiet&lt;br /&gt;
 |SYSTEMATIK=HNGD&lt;br /&gt;
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 |KARTENBESCHREIBUNG=&lt;br /&gt;
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 |POSKARTECAPTION=&lt;br /&gt;
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 |POSKARTEMARKSIZE=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grabfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grabfeldgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befindet sich im Grenzbereich Südthüringens und Nordbayerns. Es ist eine bis {{Höhe|679|DE-NN|link=true}} hohe, flachwellige bis hügelige, selten bergige [[Landschaft]], die überwiegend aus Gesteinen aus [[Muschelkalk]] und [[Keuper]] aufgebaut wird. Der Grabfeldgau liegt im Norden der [[Mainfränkische Platten|Mainfränkischen Platten]] zwischen der [[Rhön]] und dem Vorland des [[Thüringer Wald]]es. Im Vergleich zur Umgebung herrschen im Grabfeld günstige klimatische Verhältnisse und Bodenbedingungen vor, weshalb über weite Bereiche das Landschaftsbild durch Ackerbau geprägt wird. Zum [[Ostfränkische Dialektgruppe|ostfränkischen Dialektgebiet]] gehörend, ist das Grabfeld ein Teil [[Franken (Region)|Frankens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Lage im thüringisch-bayerischen Grenzgebiet erstreckt sich zum Großteil im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Rhön-Grabfeld]], ferner im Süden der [[Thüringen|thüringischen]] Landkreise [[Landkreis Hildburghausen|Hildburghausen]] und [[Landkreis Schmalkalden-Meiningen|Schmalkalden-Meiningen]]. Das Zentrum des Grabfelds liegt zwischen [[Bad Königshofen]] und [[Mellrichstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umrahmt wird es von der [[Rhön]] im Westen, den [[Werra-Gäuplatten]] im Norden mit den [[Lange Berge|Langen Bergen]] im Nordosten, dem [[Itz-Baunach-Hügelland]] im Osten und den [[Haßberge]]n im Südosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Grabfeld im engeren Sinne&amp;#039;&amp;#039; entwässert ausschließlich zum [[Main]] und entspricht in etwa dem Einzugsgebiet des Oberlaufes der [[Fränkische Saale|Fränkischen Saale]] oberhalb [[Bad Neustadt]]s. Die [[Naturraum|naturräumliche]] Haupteinheit &amp;#039;&amp;#039;Grabfeld&amp;#039;&amp;#039; (138&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;) enthält überdies das Einzugsgebiet der [[Nassach (Main)|Nassach]] bis zur Mündung in [[Haßfurt]] abzüglich der Quellläufe sowie das der [[Rodach (Itz)|Rodach]] bis zur Mündung in die [[Itz]] südlich von [[Coburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landläufig wird auch das im Norden angrenzende linke Einzugsgebiet der [[Werra]], insbesondere das der [[Jüchse]] und der [[Bibra (Fluss)|Bibra]], hinzugezählt, an dem der überwiegende Teil der [[Grabfeld (Gemeinde)|Gemeinde Grabfeld]] liegt. Nach dieser Definition ist nicht die [[Rhein-Weser-Wasserscheide]], sondern die Werra die Nordgrenze des Grabfelds. Noch weiter gefasst ist die naturräumliche Über-Haupteinheit &amp;#039;&amp;#039;Grabfeldgau&amp;#039;&amp;#039; (138), die die kompletten Werra-Gäuplatten (138&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), also auch die rechts des Flusses gelegenen, enthält und erst nördlich von [[Meiningen]] endet. Die Werra-Gäuplatten und das naturräumliche Grabfeld stellen die nördlichsten Einheiten der [[Mainfränkische Platten|Mainfränkischen Platten]] dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BfN-Karten&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=Kartendienste |url=http://www.bfn.de/0503_karten.html |wayback=20121219061530 |archiv-bot=2018-04-12 19:54:05 InternetArchiveBot }} des [[Bundesamt für Naturschutz|BfN]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blatt 140&amp;quot;&amp;gt;Brigitte Schwenzer: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 140 Schweinfurt&amp;#039;&amp;#039; – Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Nebenflüsse der Fränkischen Saale im Grabfeld sind die nördlich zentrale [[Milz (Fluss)|Milz]] sowie die [[Streu (Fränkische Saale)|Streu]] und die [[Lauer (Fluss)|Lauer]], die ungefähr die Westgrenze bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von [[Bad Königshofen]] ragt der Nordteil des [[Naturpark Haßberge|Naturparks Haßberge]] in das Grabfeld hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Geologie an der Oberfläche folgt in weiten Teilen dem leichten [[Fallen (Geologie)|Einfallen]] [[Trias (Geologie)|triassischer]] [[Sedimentgestein|Schichten]] nach Osten, woraus eine Abfolge älterer zu jüngeren Gesteinen von West nach Ost resultiert. Im Westen des Grabfels befinden sich Gesteine des [[Muschelkalk]]s, im mittleren Bereich tritt der jüngere [[Unterer Keuper|Untere Keuper]] auf. Auf beiden Einheiten befinden sich größere Flächen aus [[Pleistozän|kaltzeitlichem]] [[Löss]]. Im Osten des Grabfelds befindet sich [[Mittlerer Keuper]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Bayern 1:500 000.&amp;#039;&amp;#039; 4., neubearb. Auflage. München 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Tertiär stammen die Basalte der [[Heldburger Gangschar]] im äußersten Osten des Grabfelds. Die [[Gleichberge]] bilden prominente Härtlinge und gleichzeitig die höchsten Erhebungen im Grabfeld. Im Norden des Grabfelds in Richtung Thüringer-Wald-Vorland treten an Störungen und Verbiegungen (insbesondere der Willmars-Bibra-Sattel&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tektonische Karte von Bayern 1:1.000.000.&amp;#039;&amp;#039; (= Beilage 8 zu: Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1:500 000.&amp;#039;&amp;#039; 4., neubearb. Auflage. München 1996)&amp;lt;/ref&amp;gt;) tiefere Schichten hervor, vor allem Gesteine aus dem Muschelkalk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabfeld ist die Typusregion der [[Grabfeld-Formation]], einer lithostratigrafischen Einheit des [[Mittlerer Keuper|Mittleren Keupers]] in der [[Germanische Trias|Germanischen Trias]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima und Landschaft ==&lt;br /&gt;
Das Grabfeld ist ein durchschnittlich 300 m ü. NN liegendes inhomogenes Becken im Regenschatten der Rhön. Niederschläge um 550&amp;amp;nbsp;mm/a lassen es zu den trockensten Gebieten Bayerns gehören. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen um 8&amp;amp;nbsp;°C. Große Bereiche des Grabfeldes werden auf relativ fruchtbaren Lössböden ackerbaulich genutzt, in stärker reliefierten Bereichen steht Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heiliges Römisches Reich 1000.PNG|mini|hochkant=1.3|Gaugrafschaften im Heiligen Römischen Reich um 1000]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildensteiner Altar-Drehflügel-rechts-innen.jpg|mini|120px|Apollonia von Henneberg-Römhild († 1548)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabfeld ist ein ehemaliger ostfränkischer Gau, dessen Gaugrafen seit 819 urkundlich belegt sind. In einer Urkunde aus dem Jahr 813 wird zwischen einem östlichen und einem westlichen Grabfeld unterschieden. Letzteres erstreckte sich im frühen Mittelalter weit nach Süden, nämlich bis in die Gegend von [[Schweinfurt]] / [[Geldersheim]]. Dem Gau sind in dieser Epoche zahlreiche Untergaue zugeordnet, so u. a. Banzgau, Haßgau, Baringau, Tullifeld, Saalgau, Weringau, Westergau und Gozfeld. [[Fulda]] jenseits der Rhön war dem westlichen Grabfeld (grapfeld occidentalis) zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grafen im Grabfeld waren die [[Popponen|fränkischen Babenberger]]:&lt;br /&gt;
* Poppo (I.), 819/839 Graf im [[Saalgau]]&lt;br /&gt;
* Burchard I. 837 bis nach 857 Graf im Grabfeldgau&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Friese: &amp;#039;&amp;#039;Zur Herrschaftsgeschichte des fränkischen Adels.&amp;#039;&amp;#039; S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Christian 857 und nach 866 genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Wenskus: &amp;#039;&amp;#039;Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel.&amp;#039;&amp;#039; S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Adalbert, Sohn [[Poppo von Thüringen|Poppos (II.)]], 898/915 Graf im Grabfeld&lt;br /&gt;
* Poppo (III.), † [[945]], Sohn Adalberts, Graf im Grabfeld und [[Tullifeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grabfeldgau wurde 1057 von Bischof [[Adalbero von Würzburg]] der [[Polen|polnischen]] Königin [[Richeza (Polen)|Richiza]] überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Reichsarchiv München: Urkunde 1 aus den Monumenta Castellana castell1/U1, online nicht verfügbar&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihrem Tod 1063 gelangte der Gau wieder in den Besitz des Hochstifts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Hochmittelalters herrschten im Grabfeld die Herren von Wildberg, die sich nach der Burg Wildberg in den [[Haßberge]]n nannten. Als [[Allod]] der [[Bistum Würzburg|Burggrafschaft Würzburg]] kam ein großer Teil des Gebiets 1157 in den Besitz der [[Grafschaft Henneberg]], 1190 der Linie [[Burgruine Botenlauben|Botenlauben]], 1274 der Linie [[Aschach (Bad Bocklet)|Aschach]]-[[Römhild]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hennebergischen, heute unterfränkischen Teile des Landes wurden ab 1353 nach und nach vom [[Hochstift Würzburg]] erworben. Das Gericht Römhild verkaufte Graf Berthold von Henneberg-Aschach 1548 an die [[Mansfeld (Adelsgeschlecht)|Grafen von Mansfeld]]. Von diesen gelangte es 1555 zur [[Pflege Coburg]] und damit an das [[Kurfürstentum Sachsen]]. Als ernestinisches Herzogtum [[Sachsen-Römhild]] erlangte das Römhilder Grabfeld von 1680 bis 1710 noch einmal für 30 Jahre eine gewisse Eigenständigkeit, bis es im [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ostheim vor der Rhön]] kam 1572 zu [[Sachsen-Coburg-Eisenach]], war ab 1741 ein Amt des Großherzogtums [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] und kam als Exklave 1920 zum neugegründeten [[Land Thüringen (1920–1952)|Land Thüringen]]. 1945 wurde Ostheim als Teil der [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen Besatzungszone]] dem [[Freistaat Bayern]] zugeordnet und stand als thüringische Enklave unter bayerischer Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1949 bis 1990 verlief die innerdeutsche Staatsgrenze mitten durch das Grabfeld. Heute gehört diese Landschaft teils zum [[Regierungsbezirk Unterfranken]] im Freistaat Bayern und teils zum [[Freistaat Thüringen]]. Die alte mainfränkische Mundart, das [[Grabfeldisch]]e, wird immer noch in der ganzen Region gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Namens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem &amp;#039;&amp;#039;[[Lied der Franken]]&amp;#039;&amp;#039; erwähnt [[Joseph Victor von Scheffel]] den Grabfeldgau in der vierten Strophe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|(…)&amp;lt;br /&amp;gt; und seh’ die Lande um den Main&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu meinen Füßen liegen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Bamberg bis zum Grabfeldgau&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umrahmen Berg und Hügel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die breite stromdurchglänzte Au&amp;lt;br /&amp;gt; (…)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft für den Namen der Landschaft Grabfeld wurde bisher nicht eindeutig geklärt.&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch einige Erklärungsversuche:&lt;br /&gt;
# Das althochdeutsche Wort für Graf ist gravio, grafio oder graphio. Papst Gregor III. nennt die Bewohner der Landschaft in einem Schreiben im Jahr 793 die „Graffelti“. Karl der Große schrieb in verschiedenen Urkunden u. a. im Jahre 776 „Graffelt“ als Bezeichnung für diese Gegend. Auch Ludwig der Fromme bezeichnete die Landschaft 893 mit „Graphelt“. Die Gegend war also das Feld der Grafen, das Grafenfeld.&lt;br /&gt;
# Der Name könnte auch aus dem Slawischen herrühren, da es in dieser Gegend im frühen Mittelalter viele slawische Siedler gegeben hat. Der in Schriften aus dieser Zeit oft vorkommende Begriff „Grapfeld“ (aus dem griechischen grape = Buche) bedeutet in der urslawischen Sprache „Hainbuche“. Da es im Grabfeld einst weite Buchenwälder gab und das nördliche Grabfeld auch heute noch „[[Buchonia]]“ (= „Buchenland“) bezeichnet wird, ist auch diese Version denkbar.&lt;br /&gt;
# Der Sprachforscher [[Peter von Polenz]] vermutet, dass der Name vom althochdeutschen Adjektiv „grao“, das „grau“ bedeutet, herrührt, da weite Teile der Landschaft durch die graue Farbe des Muschelkalks geprägt sind. Landschaftsnamen auf -feld entstammen weitgehend der vorfränkischen Zeit.&lt;br /&gt;
# Eine weitere Deutung geht bis in die [[La-Tène-Zeit]] (etwa 5.–1. Jahrhundert v. Chr.) bzw. bis in die [[Hallstattzeit]] (etwa 800–475 v. Chr.) zurück. Der Begriff „Grabfeld“ bedeutete damals so viel wie „Landschaft mit sumpfigen Gewässern“.&lt;br /&gt;
# Nach der „Ringleinsage“ stammt der Name daher, dass einst eine Königin, die mit ihrem Gatten und dessen Gefolge zur Jagd ritt, ihren Ehering verlor und daraufhin das ganze Gebiet von ihren Bediensteten umgraben ließ, bis der Ring wiedergefunden wurde. Damit wollte sie ihren strengen Gemahl wieder gütig stimmen, der sie verdächtigte, den Ring wegen eines anderen Liebhabers weggeworfen zu haben. An der Fundstelle wurde das Rathaus einer neuen Stadt errichtet – [[Bad Königshofen im Grabfeld|Königshofen]]. Das Glockenspiel am Erker des dortigen Rathauses erinnert an diese Sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsch-deutsches Freilandmuseum ==&lt;br /&gt;
Über die Geschichte entlang der ehemals auch durch das Grabfeld verlaufenden [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] kann man sich beim thüringischen [[Behrungen]] im [[Deutsch-deutsches Freilandmuseum|Deutsch-deutschen Freilandmuseum]] – unter anderem mit dem &amp;#039;&amp;#039;Mahnmal Deutsch-deutscher Geschichte&amp;#039;&amp;#039; – informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen in der Schranne Bad Königshofen ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte entlang der ehemaligen [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] behandelt auch das Grenzgängermuseum im bayerischen [[Bad Königshofen im Grabfeld|Bad Königshofen]]. Im selben Gebäude befindet sich das archäologische Museum, das unter anderem frühgeschichtliche Funde aus dem Grabfeld ausstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabfeldrallye ==&lt;br /&gt;
Seit 1994 organisiert der AMC [[Bad Königshofen]] die [[ADAC-Grabfeldrallye]], die seitdem jährlich Ende Juni oder Anfang Juli im Grabfeld ausgetragen wird. Start und Ziel befinden sich in der Gemeinde [[Sulzdorf an der Lederhecke]] am Rande des [[Landkreis Rhön-Grabfeld|Landkreises Rhön-Grabfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rallye]] ist inzwischen zu einer der größten und bedeutendsten Veranstaltungen im Grabfeld geworden. Die Grabfeldrallye zählt zu den größten Motorsportereignissen ihrer Art in Europa und ist weit über die Grenzen des Grabfeldes hinaus bekannt. Die 20. Jubiläumsrallye im Sommer 2013 lockte 10.000 Zuschauer und über 250 Teilnehmer aus dem In- und Ausland an. Die sehr anspruchsvollen Strecken, auf Wegen und Straßen, oftmals entlang der ehemaligen [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]], sowie der Rückhalt in der Bevölkerung und der Politik trugen und tragen dazu bei, dass sie zur teilnehmerstärksten Automobilrallyeveranstaltung in Deutschland geworden ist. Grenzüberschreitend befinden sich die Wertungsprüfungen die Rallye schon immer sowohl auf der bayerischen wie auch auf der thüringischen Seite des Grabfeldes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur 25. Grabfeldrallye im Jahr 2018 wechselte sie ihren Dachverband und wird seitdem unter dem Dach des deutschen Amateurmotorsportverbandes [[Rallye Supercup e. V.]] veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 2023 fand sie zum 28. Mal statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grabfeldrallye.de/Geschichte/ Website zur Grabfeldrallye] des AMC Bad Königshofen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berge und Erhebungen ==&lt;br /&gt;
Das Grabfeld, dessen Inneres hügelig gegliedert ist und vielerorts inselartige Kuppen aufweist, besteht unter anderem aus diesen Bergen und Erhebungen, die sich im oder insbesondere am Rand des Grabfelds erheben – sortiert nach Höhe in Meter über [[Normalnull]] (NN):&lt;br /&gt;
* die [[Gleichberge]], zahlreiche Kuppen, unter anderem mit:&lt;br /&gt;
** Großer Gleichberg ({{Höhe|679}}), mit Mobilfunksendemast; südöstlich von [[Römhild]] (Thüringen)&lt;br /&gt;
** Kleiner Gleichberg ({{Höhe|641}}), mit [[Oppidum Steinsburg]]; östlich von Römhild (Thüringen)&lt;br /&gt;
* [[Hohe Schule (Ostheim)|Hohe Schule]] ({{Höhe|538}}), ostnordöstlich von [[Ostheim vor der Rhön]] (Bayern)&lt;br /&gt;
* [[Dietrichsberg (Grabfeld)|Dietrichsberg]] ({{Höhe|536}}), südlich von [[Neubrunn (Thüringen)|Neubrunn]] (Thüringen)&lt;br /&gt;
* [[Großkopf (Westenfeld)|Großkopf]] ({{Höhe|536}}), nördlich von [[Westenfeld (Römhild)|Westenfeld]] (Thüringen)&lt;br /&gt;
* [[Heiliger Berg (Henneberg)|Heiliger Berg]] ({{Höhe|530}}), nordöstlich von [[Henneberg (Meiningen)|Henneberg]] (Thüringen)&lt;br /&gt;
* [[Heidelberg (Grabfeld)|Heidelberg]] ({{Höhe|514}}), zwischen Ostheim v. d. Rhön und [[Frickenhausen (Mellrichstadt)|Frickenhausen]] (Bayern)&lt;br /&gt;
* [[Ransberg]] ({{Höhe|514}}), westlich von [[Bibra (Grabfeld)|Bibra]] (Thüringen)&lt;br /&gt;
* Queienberg (506 m), östlich von [[Queienfeld]] (Thüringen)&lt;br /&gt;
* [[Höhberg (Grabfeld)|Höhberg]] ({{Höhe|450}}), östlich von [[Sulzfeld (im Grabfeld)|Sulzfeld]] (Bayern)&lt;br /&gt;
* [[Spanshügel]] ({{Höhe|444}}), östlich von [[Trappstadt]] (Bayern)&lt;br /&gt;
* [[Höhberg (Trappstadt)|Höhberg]] ({{Höhe|421}}), nordwestlich von [[Trappstadt]] (Bayern)&lt;br /&gt;
* [[Judenhügel]] (oder: Judenhorn; {{Höhe|415}}), mit einer [[Keltenschanze]]; südöstlich von [[Kleinbardorf]], Bayern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Andreas Genßler]]: Geschichte des fränkischen Gaues Grabfeld, Schleusingen 1802. [https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10002725?page=1 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Leo Walter Hamm]]|Herausgeber=Rhönklub|Titel=Das Grabfeld – Landschaft zwischen Vorrhön, Haßbergen und Frankenschwelle |Sammelwerk=Rhönwacht|Nummer=3|Jahr=1995|Seiten=2–4 |ISSN=0936-1723}}&lt;br /&gt;
* Norbert Klaus Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Das Heldburger Land. Ein historischer Reiseführer.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013, ISBN 978-3-86777-349-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Das Grabfeld]]&amp;#039;&amp;#039; alljährlich einmal erscheinendes Heimatblatt für Kultur, Geschichte und Brauchtum im Grabfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Grabfeld (Unterfranken)|Grabfeld}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4021727-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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