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	<title>Grabaț - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:37:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Graba%C8%9B&amp;diff=1940397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Scholless: /* Persönlichkeiten */ + 1 Person</title>
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		<updated>2025-07-02T04:18:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; + 1 Person&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Rumänien&lt;br /&gt;
 |NameRumänisch      = Grabaț&lt;br /&gt;
 |NameDeutsch        = Grabatz&lt;br /&gt;
 |NameUngarisch      = Garabos&lt;br /&gt;
 |Wappen             = kein&lt;br /&gt;
 |lat_deg =45 | lat_min =52 | lat_sec =39&lt;br /&gt;
 |lon_deg =20 | lon_min =44 | lon_sec =37&lt;br /&gt;
 |Beschriftung       = &lt;br /&gt;
 |HistRegion         = Banat&lt;br /&gt;
 |Kreis              = Timiș&lt;br /&gt;
 |Gemeindeart        = Dorf&lt;br /&gt;
 |Gemeinde           = [[Lenauheim]]&lt;br /&gt;
 |Höhe               = 88&lt;br /&gt;
 |Fläche             = &lt;br /&gt;
 |Gliederung         = &lt;br /&gt;
 |Einwohner          = 1825&lt;br /&gt;
 |EinwohnerStand     = 1. Dezember 2021&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.citypopulation.de/de/romania/localities/timis/ Volkszählung 2021 in Rumänien] bei citypopulation.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Postleitzahl       = 307242&lt;br /&gt;
 |Bürgermeister      = &lt;br /&gt;
 |BürgermeisterStand = &lt;br /&gt;
 |Partei             = &lt;br /&gt;
 |AnschriftStraße    = &lt;br /&gt;
 |AnschriftOrt       = &lt;br /&gt;
 |Webpräsenz         = &lt;br /&gt;
 |Stadtfest          = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lenauheim jud Timis.png|mini|Lage der Gemeinde Lenauheim im Kreis Timiș]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Banat Josephinische Landaufnahme pg029.jpg|mini|Grabaț auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grabaț&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|&amp;#039;&amp;#039;Grabatz&amp;#039;&amp;#039;}}, {{huS|Garabos}}) ist ein Dorf im [[Kreis Timiș]], [[Banat]], [[Rumänien]]. Es gehört zur Gemeinde [[Lenauheim]] und liegt an der Bahnstrecke [[Jimbolia]]–[[Lovrin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Grabaț befindet sich im Westen des Kreises Timiș, in zehn Kilometer Entfernung von [[Jimbolia]], an der Landstraße DJ594 und an der Bahnstrecke Jimbolia – Lovrin. Angrenzende Nachbarorte sind im Norden [[Gottlob (Timiș)|Gottlob]] in sieben Kilometer Entfernung auf der DJ594, im Nordosten [[Bulgăruș]] sieben Kilometer entfernt auf der DC15, im Westen [[Lenauheim]] in vier Kilometer Entfernung auf der DC14, im Südwesten [[Comloșu Mic]] sechs Kilometer entfernt auf der DC16 und im Westen [[Comloșu Mare]] in neun Kilometer Entfernung auf der DC14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Frieden von Passarowitz]] am 21. Juli 1718 wurde das Banat nach 164 Jahren Türkenherrschaft der [[Habsburgermonarchie]] angeschlossen und als kaiserliche Kron- und Kammerdomäne der Wiener Reichsregierung unterstellt. Es begann die habsburgische Kolonisierung des Banats durch die sogenannten [[Schwabenzug|Schwabenzüge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabaț wurde 1768 mit 50 Familien, die aus dem [[Elsass]], aus [[Lothringen]], aus der [[Pfalz (Region)|Pfalz]], aus [[Luxemburg]], aus [[Baden (Land)|Baden]], aus [[Bayern]], aus [[Böhmen]] und [[Mähren]], aus [[Hessen]], aus dem [[Saarland]] und aus [[Österreich]] kamen, besiedelt. Vor der Ansiedlung war die Gemeindefläche unter der Bezeichnung Grabaț als Prädium, [[Weideland]], ausgegeben. Der Name kommt aus dem [[Slawische Sprache|Slawischen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grabaț wurden den Siedlern die Häuser bezugsfertig übergeben. Administrationsrat [[Johann Wilhelm Edler von Hildebrand]] war für die Ansiedlung verantwortlich.&lt;br /&gt;
Der Ort Grabaț hatte 1769 bereits 201 Hausnummern. Kirche, Schule, Gemeindehaus und das &amp;#039;&amp;#039;Große Wirtshaus&amp;#039;&amp;#039; befanden sich im Zentrum des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|österreichisch-ungarischen Ausgleichs]] im Februar 1867 kam das Banat innenpolitisch unter [[Königreich Ungarn|ungarische]] Verwaltung. Es setzte eine gewaltige [[Magyarisierung]]swelle ein, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des [[Vertrag von Trianon|Vertrags von Trianon]] dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Grabatz gehörte, fiel an das [[Königreich Rumänien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der [[Ion Antonescu|Antonescu-Regierung]] und [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Hitler-Deutschland]] wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtigen Männer in die deutsche Armee eingezogen.&lt;br /&gt;
Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, fand die Deportation aller volksdeutschen Frauen zwischen 18 und 30 und Männer im Alter von 16 bis 45 zur [[Verschleppung von Rumäniendeutschen in die Sowjetunion|Aufbauarbeit in die Sowjetunion]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bodenreformgesetz vom 23. März 1945 in Rumänien|Bodenreformgesetz vom 23. März 1945]], das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage. Der enteignete Boden wurde an Kleinbauern, Landarbeiter und Kolonisten aus anderen Landesteilen verteilt. Anfang der 1950er Jahre wurde die [[Kollektivierung der Landwirtschaft in Rumänien|Kollektivierung der Landwirtschaft]] eingeleitet.&lt;br /&gt;
Durch das [[Nationalisierungsgesetz vom 11. Juni 1948 in Rumänien|Nationalisierungsgesetz vom 11. Juni 1948]], das die Verstaatlichung aller Industrie- und Handelsbetriebe, Banken und Versicherungen vorsah, fand die Enteignung aller Wirtschaftsbetriebe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Bevölkerung entlang der rumänisch-jugoslawischen Grenze von der rumänischen Staatsführung nach dem Zerwürfnis [[Josef Stalin|Stalins]] mit [[Josip Broz Tito|Tito]] und dessen Ausschluss aus dem [[Kominform]]-Bündnis als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde, erfolgte am 18. Juni 1951 die Deportation „von politisch unzuverlässlichen Elementen“ [[Deportation in die Bărăgan-Steppe|in die Bărăgan-Steppe]] unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit. Die rumänische Führung bezweckte zugleich den einsetzenden Widerstand gegen die bevorstehende Kollektivierung der Landwirtschaft zu brechen. Als die Bărăganverschleppten 1956 heimkehrten, erhielten sie die 1945 enteigneten Häuser und Höfe zurückerstattet. Der Feldbesitz wurde jedoch kollektiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Vom wirtschaftlichen Standpunkt war Grabaț eine Mustergemeinde im Banat. Schon im 19. Jahrhundert blühte in Grabaț die [[Pferdezucht]].&lt;br /&gt;
Noch größeren Erfolg hatte die [[Rinderzucht]]. Eine große Anzahl von Zuchtstieren wurden aus der [[Schweiz]] eingeführt. Die Grabațer &amp;#039;&amp;#039;Simmentaler&amp;#039;&amp;#039; (Rinderrasse) waren im ganzen Land berühmt. Jedes Jahr fand in Grabaț der Stiermarkt statt.&lt;br /&gt;
Aber auch die [[Schweinezucht]] und -mast waren in Grabaț auf neuestem Stand. In Grabaț war eine der Vorzeigefarmen des weltweit bekannten Schweinemastkombinats COMTIM (Combinatul agro–industrial Timiș).&lt;br /&gt;
Große Erfolge erzielten die Grabațer auch mit Getreide- und Hackkulturen. Im Zuckerrübenbau war Grabaț führend, aber auch der Hanfanbau wurde auf großen Flächen betrieben.&lt;br /&gt;
Schon 1781 gab es in Grabaț 3 Rossmühlen. Im Jahre 1910 wurde in Grabaț die &amp;#039;&amp;#039;Große Mühle&amp;#039;&amp;#039; errichtet, die zur zweitgrößten Mühle des Banats heranwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturleben ==&lt;br /&gt;
Zuerst hatte Grabatz ein Bethaus aus Holz. Die jetzige [[römisch-katholische Kirche]] wurde 1780 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
Die erste Grabatzer [[Schule]] wurde 1770 erbaut. Im Jahre 1832 wurde das neue Schulhaus errichtet und 1885 wurde ein viertes Klassenzimmer angebaut.&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Grabatzer [[Kindergarten]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Grabatz eine Vielzahl von [[Verein]]en: der Bauernverein, der Feuerwehrverein, mehrere Sportvereine, die Gesangsvereine und Chöre, der Jugendverein, der Mädchenkranz, der Frauenverein, der Gewerbeverein, der Arbeiterverein, der Leseverein, der Jagdverein und die kirchlichen Vereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Grabatzer Gasthäuser hatten eine geräumige Bühne für [[Theater]]veranstaltungen und [[Musik]]aufführungen. Die wichtigste Gaststätte war das &amp;#039;&amp;#039;Große Wirtshaus&amp;#039;&amp;#039;, das späterhin zum [[Kulturhaus]] umfunktioniert wurde. Alle Wirtshäuser hatten eine [[Kegelbahn]] und [[Billardtisch (Pool)|Billardtische]].&lt;br /&gt;
Auch gab es ab Ende des 19. Jahrhunderts mehrere Musikformationen sowie eine große [[Blaskapelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsfolgen ==&lt;br /&gt;
Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des [[Vertrag von Trianon|Vertrags von Trianon]] dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Grabatz gehörte, fiel an Rumänien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der [[Ion Antonescu|Antonescu-Regierung]] und [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Hitler-Deutschland]] wurden alle deutschstämmige wehrpflichtige Männer in die deutsche Armee eingezogen.&lt;br /&gt;
Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, wurden alle deutschstämmigen Frauen zwischen 18 und 30 und Männer im Alter von 16 bis 45 zur [[Verschleppung von Rumäniendeutschen in die Sowjetunion|Aufbauarbeit in die Sowjetunion verschleppt]].&lt;br /&gt;
Das [[Bodenreformgesetz vom 23. März 1945 in Rumänien|Bodenreformgesetz vom 23. März 1945]], das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage. Das Nationalisierungsgesetz vom 11. Juni 1948 sah die Verstaatlichung aller Industrie- und Handelsbetriebe, Banken und Versicherungen vor, wodurch alle Wirtschaftsbetriebe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit enteignet wurden.&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 1951 fand die [[Deportation in die Bărăgan-Steppe]], gemäß dem „Plan zur Evakuierung von Elementen über einen Abschnitt von 25 km, deren Präsenz eine Gefahr für das Grenzgebiet mit Jugoslawien darstellen“ statt. Als die Bărăganverschleppten 1956 heimkehrten, bekamen sie die 1945 enteigneten Häuser und Höfe zurück, der Feldbesitz wurde jedoch [[Kollektivierung der Landwirtschaft in Rumänien|kollektiviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bitte nur Personen mit einem Artikel in der de:WP, ansonsten nur mit Einzelnachweis eintragen! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karl Gaul (1854–1932), Hochschulprofessor&lt;br /&gt;
* [[Johann Kräuter]] (1884–1953), banatschwäbischer römisch-katholischer Geistlicher und Märtyrer&lt;br /&gt;
* Michael Neurohr (1887–1964), Mitbegründer der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hog-grabatz.de/web/grabatz-225-jahre.php Michael Neurohr] bei hog-grabatz.de, abgerufen am 1. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anton Zwergal (* 1905), Hochschulprofessor&lt;br /&gt;
* Johann Gerger (1909–1984), Hochschulprofessor&lt;br /&gt;
* Jakob Dietrich (* 1924), Autor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher und ungarischer Bezeichnungen rumänischer Orte]]&lt;br /&gt;
* [[Portal:Rumänien/Liste der Ortschaften im Banat|Liste der Ortschaften im Banat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Anton Peter Petri]]: Heimatbuch der Heidegemeinde Grabatz im Banat, Marquartstein 1982.&lt;br /&gt;
* Jakob Dietrich: Grabatz – Sonnenräume und Schattenseiten, 1998, Hrsg. HOG Grabatz.&lt;br /&gt;
* Alfred Ivanov: Grabatz im Banat (1768–2008), 2008, Hrsg. HOG Grabatz.&lt;br /&gt;
* Elke Hoffmann, [[Peter-Dietmar Leber]] und [[Walter Wolf (Journalist, 1947)|Walter Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer&amp;#039;&amp;#039;, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hog-grabatz.de Website der Heimatortgemeinschaft Grabatz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4537486-7|VIAF=242287233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grabat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Banat (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lenauheim]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Scholless</name></author>
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