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	<title>Gründereffekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T12:30:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gr%C3%BCndereffekt&amp;diff=101458&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Beispiele */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-09-04T09:10:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Founder_effect.svg|mini|Beispiel: eine Stammpopulation (links) und drei mögliche neue Gründerpopulationen (rechts)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gründereffekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Founder Effect&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, beschreibt eine [[gen]]etische Abweichung einer isolierten [[Population (Biologie)|Population]] oder Gründerpopulation (z.&amp;amp;nbsp;B. auf einer Insel) von der Stammpopulation (z.&amp;amp;nbsp;B. auf einem Festland). Diese Abweichung entsteht hier also aufgrund der geringen Anzahl an vorhandenen [[Allel]]en der an ihrer Gründung beteiligten Individuen und nicht infolge unterschiedlicher [[Selektion (Evolution)|Selektionsbedingungen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. W. James |Titel=The founder effect and response to artificial selection |Sammelwerk=Genetical Research |Band=16 |Nummer=3 |Datum=1970-12 |DOI=10.1017/S0016672300002500 |Seiten=241–250 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Effekt wurde erstmals von [[Moritz Wagner (Naturforscher)|Moritz Wagner]] in mehreren Abhandlungen beschrieben, die gesammelt 1889 als &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Arten durch räumliche Sonderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. https://books.google.de/books?id=m8vRAAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;lt;/ref&amp;gt; erschienen. Unter seinem heutigen Namen wurde er von [[Ernst Mayr]] 1942 in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Systematics and the Origin of Species from the Viewpoint of a Zoologist&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Effekt hat eine deutlich geringere [[Genotyp|geno-]] und [[phänotyp]]ische Variabilität der Nachkommen zur Folge, da die Gründerindividuen den [[Genpool]] der Ausgangsart in der Regel nur unvollständig repräsentieren. Daraus können sich verringerte Überlebenschancen beim Auftreten extremer Umweltbedingungen und ein Mangel an Ausgangsmaterial für die genetische [[Selektion (Evolution)|Selektion]] ergeben. Je nach den in der Gründerpopulation vorhandenen Allelen kann die Population auch mehr oder weniger empfänglich für [[Purging]] werden. Der Gründereffekt kann somit zum leichteren [[Aussterben]] kleiner, isolierter Populationen beitragen. Viele der in Restpopulationen im Freiland überlebenden oder in Erhaltungszuchten geretteten Tier- und Pflanzenarten unterliegen dem Gründereffekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fixierungswahrscheinlichkeit]] eines Allels ist im Allgemeinen gleich ihrer anfänglichen [[Genfrequenz|Allelfrequenz]]. Entsteht z.&amp;amp;nbsp;B. durch Mutation ein neues Allel, so tritt dieses einmal unter 2N Allelen in N diploiden Individuen auf. Die Allelfrequenz des neuen Allels ist demnach 1 / (2N), und dies ist auch die Wahrscheinlichkeit, mit der sich dieses Allel durchsetzen wird. Daher können sich vorteilhafte Allele in kleinen Populationen mitunter leichter durchsetzen als in großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gründereffekt kann in einigen Fällen zur Entstehung neuer Arten ([[Artbildung]]) führen; bei der Zucht von [[Rassehund]]en und [[Rassekatze]]n kann er eine Ursache für das Vorkommen rassespezifischer [[Erbkrankheit]]en sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine natürliche Gründung neuer Populationen stellen die [[Galapagosfinken]] auf den [[Galapagosinseln]] dar: Obwohl die Inseln ca. 1000 Kilometer von der [[südamerika]]nischen Küste entfernt sind, gelangten durch einen Sturm vor etwa 3 Millionen Jahren zufällig einige wenige Finken auf sie. Sie vermehrten sich zu einer Gründerpopulation, welche sich hier [[Evolutionäre Anpassung|anpasste]], und aus der durch [[adaptive Radiation]] mehrere neue Arten entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine abnehmende [[genetische Variation]] sind die ursprünglich aus Nordamerika stammenden [[Waschbären]]: 1934 wurden in Nordhessen zwei Individuen freigelassen, die sich [[Fortpflanzung|fortpflanzten]] und eine neue schnell anwachsende Waschbärenpopulation gründeten, deren genetische Variation aber entscheidend geringer ist als die der amerikanischen Waschbären.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.blackwellpublishing.com/ridley/a-z/Founder_effect.asp&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Gründereffekts erstreckte sich 2007 die größte bekannte [[Superkolonie bei Ameisen|Superkolonie]] der [[Argentinische Ameise|Argentinischen Ameise]]n über 6000&amp;amp;nbsp;km von [[Galicien]] bis [[Italien]]: Nur sehr wenige Individuen wurden als [[Neozoon|Neozoen]] verschleppt, damit auch nur wenig [[genetische Vielfalt]] – davon sind auch Gene betroffen, die bei der Produktion von „[[Exoskelett|kutikularen]] Kohlenwasserstoffen“ mitwirken. Anhand dieser chemischen Signatur erkennen Ameisen Mitglieder ihrer eigenen Kolonie und können sie von anderen Kolonien unterscheiden. Da sich aber aus anfänglich nur wenigen Individuen eine ganze Population bildet, besitzt die gesamte Population ähnliche Anlagen für die Erkennung von Koloniemitgliedern – sie sind untereinander nicht mehr aggressiv;&amp;lt;ref&amp;gt;N. D. Tsutsui, T. J. Case: &amp;#039;&amp;#039;Population Genetics and Colony Structure of the Argentine Ant (Linepithema humile) in its Native and Introduced Ranges.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Evolution.&amp;#039;&amp;#039; 55(5), 2001, S. 976–985&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;B. Seifert: &amp;#039;&amp;#039;Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas.&amp;#039;&amp;#039; Lutra, 2007, ISBN 978-3-936412-03-1&amp;lt;/ref&amp;gt; die einzelnen Bauten stehen in ständigem Kontakt untereinander und agieren gemeinsam.&amp;lt;ref&amp;gt;N. E. Heller: &amp;#039;&amp;#039;Colony structure in introduced and native populations of the invasive Argentine ant, Linepithema humile.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Insectes Sociaux.&amp;#039;&amp;#039; Band 51, Nr. 4, 2004, S. 378–386, [[doi:10.1007/s00040-004-0770-0]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim [[HIV-1]]-Virus kommt es zu einem stark ausgeprägten, wissenschaftlich noch nicht voll verstandenen Gründereffekt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Samuel Mundia Kariuki, Philippe Selhorst, Kevin K. Ariën, Jeffrey R. Dorfman |Titel=The HIV-1 transmission bottleneck |Sammelwerk=Retrovirology |Band=14 |Nummer=1 |Datum=2017-12 |DOI=10.1186/s12977-017-0343-8 |Seiten=22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Adaptive Radiation]]&lt;br /&gt;
* [[Gendrift]]&lt;br /&gt;
* [[Genetischer Flaschenhals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grundereffekt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Populationsgenetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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