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	<title>Gröden-Formation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gr%C3%B6den-Formation&amp;diff=1803977&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-39401-75 am 23. Dezember 2025 um 07:27 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-23T07:27:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cuecnes in Gröden.jpg|mini|Gröden-Formation im [[Seceda]]-Gebiet in [[St. Ulrich in Gröden]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gröden-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine rot- bis graufarbene [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Formation des oberen [[Perm (Geologie)|Perm]], die sowohl in den [[Südalpen]] als auch in den [[Ostalpen]] ansteht. Über dem [[Paläorelief]] der [[Etschtaler Vulkanit-Gruppe]] leitet sie den zweiten tektono-sedimentären Zyklus in den Südalpen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cassinis, G., Nicosia, U., Lozovsky, V. R. und Gubin, Y. M. |Titel=A view on the Permian continental stratigraphy of the Southern Alps, Italy, and general correlation with the Permian of Russia. |Sammelwerk=Permophiles |Band=40 |Datum=2002 |Seiten=4-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vorwiegend kontinentalen Sedimente wurden in einem intramontanen Becken abgelagert, das in eine Meeresbucht öffnete. Eine von Osten nach Westen fortschreitende [[Transgression (Geologie)|Überflutung]] durch die [[Tethys (Ozean)|Tethys]] bewirkte außerdem die Verzahnung mit einer flachmarinen Fazies.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Buggisch: Die Grödener Schichten (Perm, Südalpen). Sedimentologische und geochemische Untersuchungen zur Unterscheidung mariner und kontinentaler Sedimente. [[doi:10.1007/BF01803260]]; abgerufen am 11. November 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Das damalige [[Paläoklima]] war warm und [[Semiarides Klima|semiarid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die Gröden-Formation, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grödner Sandstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grödner Schichten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;Arenaria di Val Gardena&amp;#039;&amp;#039;), ist nach dem [[Gröden]]-Tal in [[Südtirol]] benannt. Die Formation ist in den Südalpen und Ostalpen unterschiedlich ausgeprägt. Daher gibt es auch keine einheitliche, länderübergreifende Definition und mehrere [[Typlokalität]]en, sowie verschiedene [[Synonymie|synonyme]] Bezeichnungen. Gemeinsam ist, dass es sich um oberpermische, vorwiegend [[Klastisches Sediment|klastische Sedimente]] mit überwiegend rötlicher Farbe handelt, die vor allem auf dem Festland entstanden sind. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Grödner Sandstein&amp;#039;&amp;#039; stammt von dem deutschen Geographen und Geologen [[Ferdinand von Richthofen]], der die Formation bereits im Jahr 1860 beschrieben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Freiherr von Richthofen: &amp;#039;&amp;#039;Geognostische Beschreibung der Umgegend von Predazzo, Sanct Cassian und der Seisser Alpe in Süd-Tyrol.&amp;#039;&amp;#039; Gotha: Perthes 1860.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF&amp;quot;&amp;gt;Commissione Italiana di Stratigrafia: &amp;#039;&amp;#039;Arenaria di Val Gardena&amp;#039;&amp;#039; [https://www.isprambiente.gov.it/files/pubblicazioni/periodicitecnici/quaderni-sgi/quaderno7fasc7/quaderno7-vii-alpi-valgardena.pdf PDF-File]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Italien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bletterbach2.JPG|mini|Die Bletterbachschlucht, ein Fossilfundpunkt der Gröden-Formation. Die resistente &amp;#039;&amp;#039;Cephalopodenbank&amp;#039;&amp;#039; befindet sich in Wandmitte oberhalb der Violettfärbung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Südalpen zieht ein oberpermischer terrigen entstandener Gesteinskörper relativ konstant von der [[Lombardei]] bis zu den [[Karawanken]]. In der Lombardei werden diese Schichten, die in einem getrennten Bereich abgelagert wurden, aber als &amp;#039;&amp;#039;[[Verrucano|Verrucano Lombardo]]&amp;#039;&amp;#039; von der Gröden-Formation abgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gröden-Formation wird vor allem in den westlichen [[Dolomiten]] durch eine [[Schichtlücke]] von der stratigraphisch tieferen vulkanisch-sedimentären Abfolge der Etschtaler Vulkanit-Gruppe getrennt. Weiters wird sie unterlagert vom [[Variszische Orogenese|variszischen]] metamorphen Gesteinen wie dem Brixener [[Phyllit]] – beispielsweise im [[Pustertal]], im [[Val Sugana]] oder im zentralen und östlichen Teil der Dolomiten. In den [[Karnische Alpen|Karnischen Alpen]] folgt sie permisch-karbonischen Sedimenten. Überlagert wird die Gröden-Formation von der [[Evaporite|evaporitisch]]-karbonatischen [[Bellerophon-Formation]], mit der sie sich auch verzahnt und die sie westlich des Etschtals komplett ersetzt. Dort wird die Gröden-Formation direkt von der [[Werfen-Formation]] abgelöst. Die Mächtigkeit der Gröden-Formation schwankt auf [[Italien|italienischem Staatsgebiet]] zwischen null und 600 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lithologisch handelt es sich zum Großteil um [[Sandstein]]e und [[Pelit]]e mit rötlicher oder auch grauer Farbe. Im Liegenden kommen häufig [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeratlagen]] vor, die in der Vergangenheit auch eigene Bezeichnungen erhalten haben, wie &amp;#039;&amp;#039;[[Sextener Konglomerat]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Grödner Konglomerat&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Tarviser Brekzie]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Übergang zu den Bellerophonschichten können auch verschiedenfarbige [[Mergel]] und gelegentlich [[Karbonat]]e auftreten. Im Sandstein, der kreuzgeschichtet oder parallel geschichtet sein kann, kommen häufig [[Strömungsrippel]] vor. Die Gesteinsfragmente im Sandstein bestehen aus [[Vulkanite]]n ([[Ignimbrit]]e und andesitische bis rhyolithische Laven), [[Plutonite]]n (Granitoide) und [[Metamorphite|metamorphen Gesteinen]] niedrigen bis mittleren Metamorphosegrads.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Neri, C.|Titel=Arenaria di Val Gardena. In Cita, M. B. u. a., The nature of Permian rivers in Southern Alps.|Herausgeber=Cassinis, G., Permian and Permian-Triassic boundary in the South-alpine segment of the western Tethys and additional regional reports.|Sammelwerk=Mem. Soc. Geol. It.|Band=34|Datum=2007|Seiten=155–160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere entstammen sie der Eschtaler Vulkanit-Gruppe, die für 27 bis 14 Millionen Jahre intensiver Erosion preisgegeben war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cassinis, G., Cortesogno, L., Gaggero, L., Massari, F., Neri, C., Nicosia, U. und Pittau, P.|Titel=Stratigraphy and facies of the Permian deposits between Eastern Lombardy and the Western Dolomites.|Sammelwerk=Field Trip Guidebook, International Field Conference of “The Continental Permian of the Southern Alps and Sardinia (Italy). Regional Reports and General Correlations”|Datum=1999|Seiten=157}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mineralogisch führen die Sandsteine vor allem [[Quarz]] als Hauptkomponente, der häufigste [[Feldspat]] ist [[Feldspat#Plagioklase|Plagioklas]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
=== Ostalpin ===&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] wird die Gröden-Formation für den [[Oberostalpin|oberostalpinen Bereich]] im &amp;#039;&amp;#039;Riedgraben&amp;#039;&amp;#039; definiert, der im westlichen [[Kärnten]] im [[Drauzug]] nördlich von [[Kötschach]] und südwestlich von [[Paternion]] liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Geologische Bundesanstalt]]: [https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=AB0066_089_A.pdf Abhandlungen Band 66], S.&amp;amp;nbsp;89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Synonyme Bezeichnungen sind &amp;#039;&amp;#039;Grödener Schichten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Griffener Schichten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Permoskythsandstein&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ostalpiner Verrucano&amp;#039;&amp;#039;. Bei den Sedimenten handelt es sich um [[Schwemmkegel|alluviale Schuttfächer]]. In den Sedimenten können sich auch [[Erz|Vererzungen]] finden, die beispielsweise in den [[Kalkkögel]]n im [[Stubaital]] auch abgebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südalpin ===&lt;br /&gt;
Die Gröden-Formation des südalpinen Bereichs Österreichs (Karnische Alpen) ist an ihrer Basis als Tarviser Brekzie ausgebildet und wird durch eine Schichtlücke von der [[Trogkofel-Formation]] ([[Trogkofel-Gruppe]]), beziehungsweise auch vom [[Treßdorfer Kalk]] und der [[Goggau-Formation]] getrennt. Überlagert wird sie von der Bellerophon-Formation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://geologie.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/dep_geodyn_sedim/Wagreich/piller_et_al_2004.pdf |wayback=20170203144619 |text=Stratigraphische Tabelle von Österreich}} (PDF; 1,77&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazies ==&lt;br /&gt;
Die an der italienischen Typlokalität 210 Meter mächtige Gröden-Formation wird vorwiegend von kontinentalen siliziklastischen Sedimenten aufgebaut, welche [[Fazies|faziell]] das proximale und distale Ablagerungsmilieu einer alluvialen Schwemmebene widerspiegeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ori, G. C.|Titel=The nature of Permian rivers in Southern Alps|Herausgeber=Cassinis, G., Permian and Permian-Triassic boundary in the south alpine segment of the Western Tethys and additional regional reports|Sammelwerk=Mem. Soc. Geol. Ital.|Band=34|Datum=1988|Seiten=155-160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre durch [[Hämatit]]pigmente bedingte Rotfärbung des Liegenden geht zum Hangenden hin immer mehr in Grautöne des Redukionsmilieus über. Eine Auswertung der Paläo-Strömungen zeigt, dass die Sedimente in [[Fluss]]läufen von Hochgebieten im Norden und Westen aus geschüttet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das fluviatile Regime war schnellen und erratischen Wechseln im Strömungsaufkommen ausgesetzt. Gleichzeitig verringerte sich flussabwärts die Strombreite und hiermit auch die durchschnittliche Durchflussmenge. Am Ende der Schwemmebene spalteten sich die Hauptströme in ein verästeltes Netzwerk unzähliger Seitenarme auf, die in die Tonebene einer [[Sabcha|Küstensabcha]] überleiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Einzelnen variieren die angetroffenen Fazies von [[Schwemmkegel]]-, Zopfstrom- und Mäanderablagerungen hin zu Sandkörpern am Schwemmkegelende. Abgelagert wurden aber auch Sabchasedimente des Küstenbereichs. Die gebildeten Sandsteine können als feldspatreiche [[Arenit|Litharenite]] und lithische [[Arkose]]n angesprochen werden. Verschiedenste sedimentäre Strukturen, wie [[Rippelmarken]], [[Auflastmarken]], Kreuz- und [[Schrägschichtung]], sind zu beobachten. Aufgrund dieser Strukturen deuten Conti und Kollegen (1986) die Sandsteine als typische Point-Bar-Sequenzen, d. h. als Ablagerungen von Sandbänken am Flussufer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Conti, M. A. u. a.|Titel=Field Guide-Book, Field Conference Permian and Permian-Triassic Boundary in the South Alpine Segment of the Western Tethys|Ort=Brescia|Verlag=Soc.Geol.Italiana|Datum=1986|Seiten=99-119}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls gegenwärtig sind [[Trockenriss (Sediment)|Trockenriss]]e, Abdrücke von [[Steinsalz]]würfeln, Lagen von [[Caliche]] und Gypsisol mit assoziierten [[Gilgai]] sowie dünne [[Kohle]]nflöze. Kalk- und [[Gips]]-führende Horizonte entsprechen hierbei [[Paläoboden|Paläoböden]] einer Salzmarsch (ehemalige kalkreiche Böden und [[Vertisol]]e),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wopfner, H. und Farrokh, F.|Titel=Palaeosols and heavy mineral distribution in the Groeden Sandstone of the Dolomites|Herausgeber=Cassinis, G., Permian and Permian-Triassic boundary in the south alpine segment of the Western Tethys and additional regional reports|Sammelwerk=Mem. Soc. Geol. Ital.|Band=34|Datum=1988|Seiten=161-173}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die ein warmes bis heißes, subhumides bis semiarides Klima mit ausgeprägter Saisonalität anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen das Hangende wird die Gröden-Formation mehr und mehr durch marine Karbonate, Schiefertone und Evaporite der Bellerophon-Formation abgelöst, welche dem Environment von Küstensabchas, Salzlagunen und flachen Schelfbereichen entsprechen. Zu beobachten sind jetzt eine Vielzahl von Sedimentstrukturen, wie beispielsweise Schrägschichtung, typisch linsenförmig angeordnete Sandsteinkörper (Flaserschichtung), Trockenrisse (die ein gelegentliches Trockenfallen des flachen Strandbereiches anzeigen), Grab- und Wühlspuren bodenlebender Organismen, [[Strömungsmarken]] (als Anzeiger bewegten Wassers) sowie eingeschwemmte Pflanzenreste. Die schrittweise Transgression des Bellerophon-Meeres aus Osten resultierte in einem Verzahnen von Fluss- und Küstenablagerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Massari, F. u. a.|Titel=The Bletterbach section (Val Gardena Sandstone and Bellerophon Formation)|Herausgeber=Cassinis, G. u. a., Stratigraphy and facies of the Permian deposits between eastern Lombardy and the Western Dolomites|Sammelwerk=Field Trip Guidebook|Verlag=Earth Science Department|Datum=1999|Ort=Pavia}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sequenzstratigraphie ==&lt;br /&gt;
In der Bletterbachschlucht können [[Sequenzstratigraphie|sequenzstratigraphisch]] drei Transgression/Regression-Zyklen (Tiefstand–Hochstand–Tiefstand) unterschieden werden, wobei vom ersten Zyklus nur der Transgressionsteil erhalten ist. Der vierte Zyklus leitet dann mit einer [[Transgression (Geologie)|Transgression]] in die marine Bellerophon-Formation über. Generell kann eine Abnahme in der [[Korngröße]] und in der individuellen Mächtigkeit der einzelnen Schichtpakete, die voneinander durch Grenzflächen ([[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;bounding surfaces&amp;#039;&amp;#039;) voneinander abgetrennt werden, zum Hangenden hin beobachtet werden. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass diese Zyklen zweiter Ordnung tektonisch bedingt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 25 Meter mächtige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erste Halbzyklus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besteht aus Ablagerungen eines [[Mäander|mäandrierenden]] Flusssystems in einer Küstenebene – kiesig sandige Tonsteine, Brekzien, Sand- und Siltsteine. Der 65 Meter mächtige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zweite Zyklus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist vollständig ausgebildet und ebenfalls fluviatil. Bei 75 Meter befindet sich der Hochstand des [[Meeresspiegel]]s – es kam zu einer Ingression des Meeres aus östlicher Richtung, welche die &amp;#039;&amp;#039;Cephalopodenbank&amp;#039;&amp;#039; hinterließ. Abgelagert wurden jetzt siltige [[Mergel]] in einer Meeresbucht. Der zweite Zyklus endet unter Rückkehr zu fluviatilen Sedimenten mit einem Tiefstand bei 85 Meter. Auch der 90 Meter mächtige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dritte Zyklus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – ebenfalls vorwiegend fluviatil – ist vollständig. Der zweite Hochstand wurde bei 150 Meter erreicht und durch den &amp;#039;&amp;#039;Nautiloidenhorizont A&amp;#039;&amp;#039; gekennzeichnet. Die Sedimente des zweiten Hochstands sind teilweise [[Dolomit (Gestein)|dolomitisch]] und bezeugen den Wechsel von einer [[Sabcha]] zu restriktiven marinen Bedingungen. Ein Tiefstand unter Rückkehr zu fluvialen Bedingungen liegt sodann bei 180 Meter. Im anschließenden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vierten Zyklus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stieg der Meeresspiegel erneut, so dass mit Einsetzen der Bellerophon-Formation bei knapp 200 Meter jetzt teils dolomitische Sabcha- und [[Lagune]]nsedimente abgesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evelyn Kustatscher u. a.|Titel=Sea-level changes in the Lopingian (late Permian) of the northwestern Tethys and their effects on the terrestrial palaeoenvironments, biota and fossil preservation|Sammelwerk=Global and Planetary Change|Band=148|Datum=2017|Seiten=166–180|DOI=10.1016/j.gloplacha.2016.12.006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilführung ==&lt;br /&gt;
Im [[Museum Gherdëina]] in [[St. Ulrich in Gröden]] sind zahlreiche Fossilien aus der Gröden-Formation des Seceda-Berges ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spurenfossilien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chelichnus tazelwurmi - MUSE.jpg|mini|300px|Fähre von &amp;#039;&amp;#039;Chelichnus tazelwurmi&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dicynodontipus geinitzi.jpg|mini|300px|&amp;#039;&amp;#039;Dicynodontipus geinitzi&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Gröden-Formation ist bekannt für ihre sehr reichhaltigen Kriech- und Schreitspuren einer diversifizierten [[Ichnofossil|Ichnofauna]]. So finden sich im &amp;#039;&amp;#039;Butterloch&amp;#039;&amp;#039;, einem Abschnitt der [[Bletterbach|Bletterbach-Schlucht]] bei [[Aldein]] in Südtirol, Vorkommen von [[Landwirbeltiere|Vierfüßerspuren]]. Bis zu sechzehn Ichnotaxa konnten bisher aus mehreren Horizonten geborgen werden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wopfner, H.|Titel=Über Tetrapoden-Fährten, Kohlen und versteinerte Hölzer aus dem Grödner Sandstein (Perm) bei Deutschnofen|Sammelwerk=Der Schlern|Band=73 (1)|Datum=1999|Seiten=23-32}}&amp;lt;/ref&amp;gt; darunter die Gruppen [[Cynodontia]], [[Gorgonopsia]], [[Lepidosauromorpha]], [[Pareiasauridae]] und [[Rhynchosauria]]. Von den Verursachern fehlen jedoch jegliche Versteinerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben typisch permischen Ichnotaxa wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Chelichnus|Chelichnus tazelwurmi]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Therapsida]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Ganasauripus|Ganasauripus ladinus]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Younginiformes|younginiformer]] [[Archosauria]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Ichniotherium|Ichniotherium accordii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;I. cottae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;I. tridentinum&amp;#039;&amp;#039;, ([[Diadectomorpha]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Janusichnus|Janusichnus bifrons]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Hyloidichnus|Hyloidichnus tirolensis]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Captorhinida]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Paradoxichnium|Paradoxichnium radeinensis]]&amp;#039;&amp;#039; (Lepidosauromorpha), &amp;#039;&amp;#039;[[Protochirotherium]]&amp;#039;&amp;#039; (Archosauria) und &amp;#039;&amp;#039;[[Synaptichnium]]&amp;#039;&amp;#039; (Archosauria) finden sich &amp;#039;&amp;#039;[[Rhynchosauroides|Rhynchosauroides pallini]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;R. palmatus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;R. schochardti&amp;#039;&amp;#039; (younginiforme [[Neodiapsida]]) und &amp;#039;&amp;#039;[[Dicynodontipus|Dicynodontipus geinitzi]]&amp;#039;&amp;#039; (Therapsida) mit triassischer Affinität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Avanzani&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Avanzani, M., Bernardi, M. und Nicosia, U.|Titel=The Permo-Triassic tetrapod faunal diversity in the Italian Southern Alps|Herausgeber=Dar, I. A. und Dar, M. A., Earth and Environmental Sciences|Verlag=Tech|Datum=2011|Ort=Rijeka|Seiten=591–608}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ichnofossilien des Bletterbaches können in drei Gruppen unterteilt werden: In Spuren großer Pflanzenfresser, wie beispielsweise von Diadectamorpha oder von &amp;#039;&amp;#039;[[Pachypes|Pachypes dolomiticus]]&amp;#039;&amp;#039;, einem bis 3 Meter großen und 600 kg schweren Pareiasauriden. In Fährten räuberischer Gorgonopsiden und Archosauriden, die auf die Pflanzenfresser Jagd machten. Und schließlich in Fährten kleiner eidechsenartiger Saurier wie Captorhiniden und Therapsiden, die als Allesfresser bezeichnet werden können. Hierzu gehören auch die Neodiapsiden, die auf [[Insekten]] spezialisiert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ichnofauna der Gröden-Formation enthält somit neben dem Pareiasauriden &amp;#039;&amp;#039;Pachypes dolomiticus&amp;#039;&amp;#039;, einem der größten bekannten Saurier des Perm, mit &amp;#039;&amp;#039;Protochirotherium&amp;#039;&amp;#039; auch einen der ältesten Archosauriden. Ihre Besonderheit liegt in ihrem sehr modern anmutenden Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortiseia Leonardi Museum Gröden.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Ortiseia leonardii&amp;#039;&amp;#039;, Fossil eines Nadelbaums des Grödner Sandsteins, aufbewahrt im Museum Gherdëina in St. Ulrich in Gröden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Makroflora ====&lt;br /&gt;
Bekannt ist auch die kontinentale [[Flora]] der Gröden-Formation, die mehr als 500 Pflanzenfossilien umfasst. Gefunden wurden Blätter, Triebe, Stämme und Fruchtstände, die den [[Farne]]n, den [[Schachtelhalme]]n (Sphenophyta), den [[Lepidodendraceae|Schuppenbäumen]] (Lepidodendraceen), den [[Samenfarne]]n (Pteridospermae), den [[Palmfarne]]n (Cycadales), den [[Ginkgoales]] und den [[Koniferen]] zugewiesen werden können. Verkohlte Reste verweisen auf damalige Buschfeuer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uhl, D., Butzmann, R., Fischer, T. C., Meller, B. und Kustatscher, E.|Titel=Wildfires in the Late Palaeozoic and Mesozoic of the Southern Alps – The Late Permian of the Bletterbach–Butterloch area (Northern Italy)|Sammelwerk=Riv, Ital. Paleont. Strat.|Band=118(2)|Datum=2012|Seiten=223-233}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert sind vor allem unter den Farnen &amp;#039;&amp;#039;[[Pecopteris|Pecopteris miltoni]]&amp;#039;&amp;#039;, unter den Schuppenbäumen &amp;#039;&amp;#039;[[Lepidodendron]]&amp;#039;&amp;#039;, unter den Sphenophyta die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Equisetites]]&amp;#039;&amp;#039;, unter den Pteridospermae die Taxa &amp;#039;&amp;#039;[[Germaropteris|Germaropteris martinsii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lepidopteris|Lepidopteris martinsii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Peltaspermum|Peltaspermum martinsii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Sphenopteris|Sphenopteris sp.]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;S. pinnae&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;S.suessii&amp;#039;&amp;#039;, unter den Cycadales die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Taeniopteris]]&amp;#039;&amp;#039;, unter den Ginkgoales die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Baiera|Baiera digitata]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Sphenobaiera]]&amp;#039;&amp;#039; und unter den vorherrschenden Koniferen die Taxa &amp;#039;&amp;#039;[[Dolomitia|Dolomitia cittertiae]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lebachia|Lebachia laxifolia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Majonica (Gattung)|Majonica alpina]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ortiseia|Ortiseia leonardii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;O. jonkeri&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;O. visscheri&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pagiophyllum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudovoltzia|Pseudovoltzia liebeana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;P. sjerpii&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Quadrocladus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ullmannia|Ullmannia bronnii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;U. geinitzii&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Voltzia|Voltzia hungarica]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Walchia|Walchia florini]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Dicranophyllum]]&amp;#039;&amp;#039; kann keiner Gruppe zugewiesen werden ([[incertae sedis]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evelyn Kustatscher u. a.|Titel=A new flora from the Upper Permian of Bletterbach (Dolomites, N-Italy)|Sammelwerk=Review of Paleobotany and Palynology|Band=182|Datum=2012|Seiten=1–13|DOI=10.1016/j.revpalbo.2012.06.001}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mikroflora ====&lt;br /&gt;
Als Mikroflora finden sich 97 bisher anerkannte Taxa von [[Pollen]] (vorwiegend disaccat – alet, monolet, taeniat und multitaeniat) und 27 Taxa von [[Sporen]], darunter &amp;#039;&amp;#039;[[Alisporites|Alisporites nuthallensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Circumstriatites]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Cyclogranisporites|Cyclogranosporites varius]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Densoisporites|Densoisporites holospangia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Endosporites|Endosporites hexareticulatus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Falcisporites|Falcisporites zapfei]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gardenasporites|Gardenasporites heisseli]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;G. oberrauchi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gigantosporites|Gigantosporites hallstattensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Guttulapollenites]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Inaperturopollenites|Inaperturopollenites dolomiticus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Jugasporites|Jugasporites delasaucei]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Klausipollenites|Klausipollenites schaubergeri]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Limitosporites]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lueckisporites|Lueckisporites granulatus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;L. parvus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;L. virkkiae&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Lueckisporites&amp;#039;&amp;#039; sind Pollen von &amp;#039;&amp;#039;Majonica&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Lunatisporites|Lunatisporites alatus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;L. labdacus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;L. noviaulensis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nuskoisporites|Nuskoisporites dulhuntyi]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;N. klausi&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Nuskoisporites&amp;#039;&amp;#039; sind Pollen von &amp;#039;&amp;#039;Ortiseia&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Paravesicaspora|Paravesicaspora splendens]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Perisaccus|Perisaccus granulosus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Platysaccus|Platysaccus papilionis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Playfordiaspora|Playfordiaspora crenulata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Protohaploxypinus|Protohaploxypinus angulistriatus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;P. limpidus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;P. microcorpus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;P. minor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Scheuringipollenites|Scheuringipollenites tentulus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Striatites|Striatites jacobi]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Vesicaspora]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Vestigisporites|Vestigisporites minutus]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreten sind ferner [[Leiosphaerida]], die Sporen von Frischwasseralgen (&amp;#039;&amp;#039;[[Planctonites]]&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Pilze|Pilzzelle]] &amp;#039;&amp;#039;[[Tympanicysta|Tympanicysta stoschiana]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Drauzug sind verkieselte Holzstammfragmente von &amp;#039;&amp;#039;[[Dadoxylon|Dadoxylon schrollianum]]&amp;#039;&amp;#039; sowie Sporen von &amp;#039;&amp;#039;[[Vittatina|Vittatina costabilis]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt geworden. Unter den [[Grünalgen]] sind [[Dasycladaceae|Dasycladaceen]] zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere ===&lt;br /&gt;
In marinen Abschnitten kommen wirbellose Tiere wie [[Muscheln]] oder [[Nautiloiden]] vor,&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF&amp;quot; /&amp;gt; beispielsweise die Nautiloideen &amp;#039;&amp;#039;[[Lopingoceras]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nautilus (Gattung)|Nautilus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mojsvaroceras]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pleuronautilus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudoorthoceras]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Stearoceras]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Tainoceras]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Julische Alpen|Julischen Alpen]] bei [[Bled]] werden sogar kleinere Schwamm-Algen-Riffe angetroffen. Im Ostteil der Karnischen Alpen erscheinen gelegentlich [[Stromatolithen]], kleinere [[Foraminiferen]], [[Ostrakoden]] und [[Brachiopoden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vulkanismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Breccia pipe in the Butterloch.JPG|mini|300px|Der Brekzienschlot im &amp;#039;&amp;#039;Butterloch&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Butterloch&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Vulkan]]schlot anstehend, der im [[Ladinium]] vor 235 Millionen Jahren die Sedimente der Gröden-Formation durchschlagen hat. Er besteht aus einer [[Brekzie]] aus dunkelbrauner [[Basalt]]matrix vermischt mit Basalt- und Nebengesteinsfragmenten (Porphyr, Sandstein, Kalke und Dolomite). Der Vulkanausbruch, der im Zusammenhang mit dem Vulkanismus der [[Seiser Alm]] stand, war explosiv, da die Eruptionssäule wieder in den Schlot zurückgestürzt war (erkennbar an Fragmenten aus dem Hangenden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Gerhard Niedermayer (2007) sieht die Schlotbildung jedoch neuerdings als intrapermisch an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Niedermayer, G.|Titel=Die Bletterbach-Schlucht bei Radein (Redagno) - eine Wanderung durch 50 Millionen Jahre Erdgeschichte|Sammelwerk=Mitteilungen der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft|Band=153|Datum=2007|Seiten=181-193}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Minerale und Bodenschätze ==&lt;br /&gt;
In Verbindung mit pflanzenreichen Sandsteinlagen finden sich in der Gröden-Formation silberame [[Fahlerz]]e, insbesondere disseminierter [[Tennantit]]. In höheren Lagen treten außerdem früh- bis syndiagenetische [[Blei]]-[[Zink]]-Vererzungen mit [[Galenit]] und [[Sphalerit]] auf. Bereits im [[16. Jahrhundert]] wurde am &amp;#039;&amp;#039;Taubenleck&amp;#039;&amp;#039; in zwei Stollen (&amp;#039;&amp;#039;Knappenlöcher&amp;#039;&amp;#039;) mit nur mäßigem Erfolg nach [[Kupfer]] ([[Azurit]], [[Bornit]], [[Malachit]]) geschürft, daher rührt auch der alte Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;[[Kupferschiefer]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Vorkommen war bereits seit 1483 bekannt. Malachit und Azurit sind Sekundärbildungen von Fahlerz. Weitere vorkommende Minerale sind [[Chalkopyrit]], [[Chalkosin]], [[Covellin]], [[Dolomit (Mineral)|Dolomit]], [[Magnesit]], [[Mimetesit]], [[Partzit]] und [[Pyrit]]. Unter den Schwermineralen dominieren [[Rutil]], [[Zirkon]], [[Turmalin]] und [[Baryt]]. Die Formation zeigt ferner [[Diagenese|diagenetische]] Anreicherungen von [[Uran]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wopfner (1984) weisen die frühdiagenetischen Pb-, Zn-, Cu- und U-Mineralisationen sowie die Bildung von Dolomit, Magnesit und Baryt auf aggressive [[Grundwasser]]bedingungen in einem saisonal ariden Ablagerungsmilieu hin. Der Autor sieht dies als Anzeichen eines intrakontinentalen [[Graben (Geologie)|Riftings]] im Frühstadium des zweiten alpidischen Zyklus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wopfner, H.|Titel=Permian deposits of the Southern Alps as product of initial alpidic taphrogenesis|Sammelwerk=Geologische Rundschau|Band=73|Datum=1984|Seiten=259-277}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter ==&lt;br /&gt;
Das Alter der Gröden-Formation ist bisher nur ungenau ermittelt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Posenato, R.|Titel=Marine biotic events in the Lopingian succession and latest Permian extinction in the Southern Alps (Italy)|Sammelwerk=Geol. J.|Band=45|Datum=2010|Seiten=195–215}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Altersbestimmungen erfolgten anhand paläontologischer und paläomagnetischer Kriterien, absolute radiometrische Alter fehlen. Mauritsch und Becke (1983) sowie Dachroth (1988) fanden magnetostratigraphisch die [[Illawarra-Feldumkehr]] bei 265 Millionen Jahren BP, die dem obersten [[Wordium]] entspricht. Massari und Kollegen (1988) und auch Pittau und Kollegen (2005) konnten in der Bletterbachschlucht anhand von [[Sporen]], Fußspuren, [[Foraminiferen]]- und [[Algen]]gemeinschaften die Gröden-Formation und die folgende Bellerophon-Formation dem spätesten [[Capitanium]] bis [[Changhsingium]] zuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Massari, F. u. a.|Titel=The Val Gardena Sandstone and Bellerophon Formation in the Bletterbach Gorge (Alto Adige, Italy)|Sammelwerk=Biostratigraphy and Sedimentology Mem. Sci. Geol.|Band=11|Datum=1988|Seiten=229–273}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pittau, P., Kemp, H. und Kustatscher, E.|Titel=The Bletterbach Canyon. &amp;quot;Let us meet across the P/T boundary&amp;quot; – Workshop on Permian and Triassic Paleobotany and Palynology – 16.- 18. 06. 2005|Sammelwerk=Excursion guide|Datum=2005|Ort=Bozen/Bolzano, Italy}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Typische Elemente des Capitaniums wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Crucisaccites]]&amp;#039;&amp;#039; fehlen jedoch. Schönlaub und Forke (2007) nehmen daher das Intervall Wordium einschließlich [[Wuchiapingium]] als Alter der Gröden-Formation an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schönlaub, H. P. und Forke, H. C.|Titel=Die post-variszische Schichtfolge der Karnischen Alpen – Erläuterungen zur Geologischen Karte des Jungpaläozoikums der Karnischen Alpen 1:12500. |Sammelwerk=Abhandlungen Geologische Bundes-Anstalt|Band=61|Datum=2007|Seiten=3–157}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies entspricht in etwa dem Zeitraum 267 bis 253 Millionen Jahre [[Before Present|BP]]. Die Tetrapodenspuren der Gröden-Formation sprechen aber für das Wuchiapingium.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Avanzani&amp;quot;/&amp;gt; Ceoloni und Kollegen (1988) datieren die Bellerophon-Formation ihrerseits ins obere Wuchiapingium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ceoloni, P. u. a.|Titel=Tetrapod footprint faunas from Southern and Central Europe|Sammelwerk=Z. Geol. Wiss.|Band=16|Datum=1988|Seiten=895–906}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demzufolge ist die Gröden-Formation nur noch auf das untere Wuchiapingium beschränkt, d. h. auf ein Alter von zirka 260 bis 257 Millionen Jahre BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
* [[Dolomiten]] (Typlokalität) – 50 bis 250 Meter, örtlich bis 600 Meter&lt;br /&gt;
* [[Drauzug]] (Typlokalität) – bis 350 Meter&lt;br /&gt;
* [[Friauler Dolomiten]] – 50 bis 250 Meter&lt;br /&gt;
* [[Gurktaler Decke]] – 350 Meter&lt;br /&gt;
* [[Judikarische Alpen]] – 100 Meter&lt;br /&gt;
* [[Julische Alpen]] (bei [[Bled]])&lt;br /&gt;
* [[Karnische Alpen]] – 30 bis 40 Meter, stellenweise bis 800 Meter&lt;br /&gt;
* [[Karawanken]]&lt;br /&gt;
* [[Krappfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Nördliche Kalkalpen]] (Westabschnitt) – bis 800 Meter&lt;br /&gt;
* Serie von [[Griffen]] und [[Sankt Paul im Lavanttal|Sankt Paul]] – bis 1000 Meter&lt;br /&gt;
* [[Velebit]] – 100 bis 200 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bellerophon-Formation]]&lt;br /&gt;
* [[Etschtaler Vulkanit-Gruppe]]&lt;br /&gt;
* [[Kupferschiefer]]&lt;br /&gt;
* [[Tarviser Brekzie]]&lt;br /&gt;
* [[Verrucano]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4158218-4|VIAF=245037080}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Groden-Formation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südliche Kalkalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Südtirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gröden|Grodner Sandstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Perm]]&lt;/div&gt;</summary>
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