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	<title>Gozan (Japan) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gozan_(Japan)&amp;diff=501201&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Piet Parkiet: /* Ankokuji und Gozan */ link korr.</title>
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		<updated>2026-02-20T15:31:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ankokuji und Gozan: &lt;/span&gt; link korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Lückenhaft|Chinesisches Vorbild, Ursprünge unter Kaiser Song Ningzong}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nanzenji.jpg|mini|[[Kyōto]]s [[Nanzen-ji]] war der Aufseher der Gozan in Japan]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gozan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gosan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|五山}}, dt. „Fünf Berge“) war ein in der späten [[Kamakura-Zeit]] entstandenes und in der [[Muromachi-Zeit]] unter der Schirmherrschaft der [[Ashikaga (Familie)|Ashikaga]] geprägtes Tempelrangfolgensystem im japanischen [[Zen]]-Buddhismus. Es vereinte die großen Tempel der damals dominanten Zen-Schulen in [[Kamakura]] und [[Kyōto]] und brachte ihnen damit eine erstmalige umfassende Anerkennung seitens der weltlichen Autoritäten ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helen Josephine Baroni |Titel=The illustrated encyclopedia of Zen Buddhism |Verlag=Rosen Publishing Group |Datum=2002 |ISBN=0-8239-2240-5 |Seiten=116 |Sprache=en |Umfang=426}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gozan wurden hauptsächlich von den [[Rinzai-shū|Rinzai]]-Schulen dominiert. Als einzige Schule des [[Sōtō-shū|Sōtō]]-Zen war die [[Kōchi-ha]] ({{lang|ja|宏智派}}) bzw. [[Wanshi-ha]] an den Gozan beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Gozan wurde besonderer Wert auf eine strenge Orientierung am chinesischen Zen ([[Chan]]) sowie auf [[chinesische Philosophie]] und [[Chinesische Literatur|Literatur]] gelegt. Auch unterhielten die Gelehrten an den Gozan enge Beziehungen zum [[Kaiserreich China]] der [[Ming-Dynastie]]. Sie übten in Japan starken und kulturellen Einfluss in den vielfältigsten Gebieten aus und spielten eine wichtige Rolle bei der Einführung des [[Neokonfuzianismus]] (insbesondere für die &amp;#039;&amp;#039;[[shushigaku]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|朱子学}})) von China nach Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Dumoulin |Titel=Geschichte des Zen-Buddhismus |TitelErg=Japan |Verlag=Narr Francke Attempto Verlag |Datum=2019 |ISBN=978-3-7720-5515-7 |Seiten=156 ff. |Sprache=de |Umfang=522}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Früheste historische Quellen sprechen bereits implizit von verschiedenen Tempeln als &amp;#039;&amp;#039;Gozan jissetsu&amp;#039;&amp;#039; („Fünf Berge und zehn besondere Tempel“), die um 1299 existiert haben sollen (darunter [[Jōchi-ji]], [[Kenchō-ji]], [[Engaku-ji]] und [[Jufuku-ji]]). Eine erste offizielle Anerkennung erfolgte im Jahr 1333 durch den [[Go-Daigo]]-tennō während seiner kurzen Phase der Restauration, indem er den [[Daitoku-ji]] in diesen Rang erhob. Im folgenden Jahr umfasste die Klassifizierung dann noch zusätzlich den [[Nanzen-ji]], schließlich wurden auch der [[Kennin-ji]] und der [[Tōfuku-ji]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Aufstellung der Gozan, die explizit ein klares Rangsystem formulierte stammt aus dem Jahr 1341:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Erster Rang&lt;br /&gt;
| [[Kenchō-ji]], Kamakura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nanzen-ji]], Kyōto&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Zweiter Rang&lt;br /&gt;
| [[Engaku-ji]], Kamakura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tenryū-ji]], Kyōto&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dritter Rang&lt;br /&gt;
| [[Jufuku-ji]], Kamakura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vierter Rang&lt;br /&gt;
| [[Kennin-ji]], Kyōto&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fünfter Rang&lt;br /&gt;
| [[Tōfuku-ji]], Kyōto&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nebentempel &amp;#039;&amp;#039;(jun-gozan)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Jōchi-ji]], Kamakura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1358 wurde eine neue Aufstellung offiziell, die auch einige der nur vage definierten &amp;quot;zehn besonderen Tempel&amp;quot; berücksichtigte. Sie war mit der Aufstellung von 1341 bis auf den fünften Rang und der Auslassung des &amp;#039;&amp;#039;jun-gozan&amp;#039;&amp;#039; identisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Fünfter Rang&lt;br /&gt;
| Tōfuku-ji, Kyōto&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jōchi-ji, Kamakura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jōmyō-ji (Kamakura)|Jōmyō-ji]], Kamakura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Manju-ji (Kyōto)|Manju-ji]], Kyōto&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System wurde noch mehrfach entsprechend den jeweiligen Vorlieben der Regierung und des Kaiserhofes modifiziert, bis es schließlich mit der Aufstellung der &amp;#039;&amp;#039;ankokuji&amp;#039;&amp;#039; landesweite Anwendung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ankokuji und Gozan ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tenryuji Kyoto01n4500.jpg|mini|[[Tenryū-ji]] als Haupttempel der Kyōto Gozan]]&lt;br /&gt;
Auf Anraten von [[Musō Soseki]] entschlossen sich [[Ashikaga Takauji]] und sein Bruder [[Ashikaga Tadayoshi|Tadayoshi]], in jeder Provinz des Landes je einen &amp;#039;&amp;#039;[[Ankokuji]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|安国寺}}, „Tempel für den Frieden des Landes“) und eine &amp;#039;&amp;#039;[[Rishōtō]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|利生塔}}, „[[Stupa]] zum Wohl aller Lebewesen“) zu bauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jeffrey P. Mass |Titel=The Origins of Japan&amp;#039;s Medieval World |TitelErg=Courtiers, Clerics, Warriors, and Peasants in the Fourteenth Century |Verlag=Stanford University Press |Datum=1997 |ISBN=0-8047-4379-7 |Seiten=288 ff. |Sprache=en |Umfang=504}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sollten dem Andenken aller Verstorbenen gewidmet sein, die im [[Genkō-Krieg]] von 1331 bis 1333 gestorben waren, in dem der Go-Daigo-tennō die Macht der [[Hōjō]]-Regenten gebrochen hatte. Der [[Kōgon]]-tennō gab 1345 ein entsprechendes Edikt zur Aufstellung dieses neuen Systems heraus und von 1362 bis 1368 wurden entsprechende Tempel und Stupas in insgesamt 66 Provinzen errichtet. Die Ankokuji waren dabei streng reglementiert, da sie unter die Aufsicht von Ashikaga-[[shugo]] gestellt wurden und zu ihnen nur mächtige Zen-Tempel gehören durften, die als Zweigtempel der Gozan galten. Die &amp;#039;&amp;#039;Rishōtō&amp;#039;&amp;#039; wurden hingegen bei mächtigen Tempeln anderer Schulen errichtet, hauptsächlich der [[Shingon-shū]], [[Tendai-shū]] und [[Risshū]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der inneren Unruhen in der Ashikaga-Familie, die schließlich den Tod Tadayoshis im Jahr 1352 durch Vergiftung bedeuteten, sowie wegen des Todes von Takauji im Jahr 1358 konnten seine Erfinder die Umsetzung ihres Systems nicht mehr miterleben. Als das System unter [[Ashikaga Yoshimitsu]] vollendet wurde, war dieser erst 10 Jahre alt. Während der Herrschaft seines Vaters [[Ashikaga Yoshiakira]], der bis zu seinem Tod mit der Befriedung des Südhofes beschäftigt war (vgl. [[Nanboku-chō]]), waren die Ashikaga-shugo jedoch zu weitgehend unabhängigen Kriegsherren ([[Sengoku-Daimyō]]) geworden. Zwar ließen sich somit die Provinzen nicht mehr über die Gozan und Ankokuji von der Zentralregierung des [[Shōgunat]]s steuern, doch blieb es weiterhin ein wichtiges Mittel zur Regulierung der verschiedenen Zen-Sekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem Bau des [[Shōkoku-ji]] durch Yoshimitsu wurde 1386 ein neues Rangsystem mit dem Nanzen-ji als Tempel der Sonderklasse an der Spitze aufgestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Kenchoji Main Complex.jpg|mini|Kenchō-ji als Haupttempel der Kamakura Gozan]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | [[Nanzen-ji]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kyōto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kamakura&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erster Rang&lt;br /&gt;
| [[Tenryū-ji]]&lt;br /&gt;
| [[Kenchō-ji]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweiter Rang&lt;br /&gt;
| [[Shōkoku-ji]]&lt;br /&gt;
| [[Engaku-ji]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dritter Rang&lt;br /&gt;
| [[Kennin-ji]]&lt;br /&gt;
| [[Jufuku-ji]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vierter Rang&lt;br /&gt;
| [[Tōfuku-ji]]&lt;br /&gt;
| [[Jōchi-ji]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fünfter Rang&lt;br /&gt;
| [[Manju-ji (Kyōto)|Manju-ji]]&lt;br /&gt;
| [[Jōmyō-ji (Kamakura)|Jōmyō-ji]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Rangsysteme ==&lt;br /&gt;
Unabhängig von den Gozan erwuchs aus dem ehemals abhängigen System der &amp;#039;&amp;#039;[[jissetsu]]&amp;#039;&amp;#039; in den folgenden Jahren eine eigenständige Rangsystematik. In den Jahren 1480 bis 1486 gehörten bereits 46 Tempel dazu und schließlich wuchs die Anzahl auf über 60 an. Später trat ein drittes Rangsystem hinzu: das der &amp;#039;&amp;#039;[[shozan]]&amp;#039;&amp;#039; („Verschiedene Tempel“), das schließlich weitere 230 Tempel in den Rang offizieller Zen-Tempel erhob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abgrenzung zu den Gozan existierten auch Zen-Tempel in den verschiedenen [[Provinzen Japans|Provinzen]], die als &amp;#039;&amp;#039;[[Rinka]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt wurden. Zu diesen gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. der von [[Dōgen]] gegründete Sōtō [[Eihei-ji]] und die Rinzai [[Daitoku-ji]], [[Myōshin-ji]] und [[Kōgen-ji]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Niedergangs der zentralen Ashikaga-Regierung in der späten Muromachi-Zeit wurden die Rinka, die in enger Verbindung mit den lokalen Kriegsherren standen, schließlich wichtiger und einflussreicher als die Gozan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kopierte der Rinzai-Buddhismus praktizierende [[Sengoku-Daimyō]] [[Takeda Shingen]] das System der Gozan mit den [[Kōfu Gozan]], um seinen Verwaltungssitz in der [[Provinz Kai]], [[Kōfu]], zu stärken. Andere Feudalherren taten dasselbe, weshalb seit der ausgehenden [[Sengoku-Zeit]] schließlich viele kleinere lokale Tempelanlagen eine &amp;quot;Gozan&amp;quot;-Hierarchie aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daigan Lee Matsunaga und Alicia Orloff Matsunaga: &amp;#039;&amp;#039;Foundation of Japanese Buddhism; Vol. II; The mass movement (Kamakura &amp;amp; Muromachi periods)&amp;#039;&amp;#039;. Buddhist Books International, Los Angeles und Tokio 1976. ISBN 0-914910-27-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orte mit dem Rangsystem Gozan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Tempel in Japan| Gozan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Tempel in Kyōto|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Tempel in Kamakura|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Kōfu|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Kōfu)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Piet Parkiet</name></author>
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