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	<title>Gottschalk der Wende - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dguendel: commonscat</title>
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		<updated>2024-12-04T09:59:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;commonscat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Schwerin_Propsteikirche_St._Anna_Glasfenster_2014-05-23_2-2.jpg|mini|Darstellung Gottschalks auf einem Fenster der [[St. Anna (Schwerin)|Propsteikirche St. Anna]] in [[Schwerin]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottschalk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Godeschalcus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Godescalcus&amp;#039;&amp;#039;, veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Gottschalk der Wende&amp;#039;&amp;#039;; * etwa um [[1000]]; † [[7. Juni]] [[1066]] in [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]]) war ein [[Abodriten|abodritischer]] [[Samtherrscher]] aus dem Adelsgeschlecht der [[Nakoniden]], unter dem das Abodritenreich von einem Teilstämmestaat in einen Territorialstaat umgewandelt wurde. Er unterstützte das Christentum in seinem Herrschaftsgebiet und wurde bei einem antichristlichen Aufstand getötet. In der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] wird er als [[Heiliger]] verehrt, in der [[Evangelische Kirche|evangelischen Kirche]] als [[Märtyrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Verbannung ===&lt;br /&gt;
Der Sohn des christlichen Abodritenfürsten [[Pribignew|Udo]] wurde im Kloster [[St. Michaelis (Lüneburg)#Geschichte|Sankt Michael]] in [[Lüneburg]] erzogen. Vielleicht erhielt er seinen Namen nach dem damaligen [[Abt]] des Klosters, Gottschalk, dem späteren [[Bistum Skara|Bischof von Skara]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Bork: &amp;#039;&amp;#039;Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, masch., Greifswald 1951, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1028 wurde Udo erschlagen, worauf Gottschalk das Kloster verließ. Unklar ist, ob er tatsächlich einen Rachefeldzug wegen der Ermordung seines Vaters führte, wie [[Helmold von Bosau]] behauptet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1030 geriet er in die Gefangenschaft des [[Billunger]]s [[Bernhard II. (Sachsen)|Bernhard II.]] Er wurde verbannt und ging nach [[England]], wo er Gefolgsmann von König [[Knut der Große|Knut dem Großen]] von England und [[Dänemark]] wurde. Nach dessen Tod 1035 wurde er Gefolgsmann von [[Sven Estridsson]], dem späteren König von Dänemark (1047–1076), dessen Tochter Sigrid er heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Samtherrscher der Abodriten ===&lt;br /&gt;
1043 wurde der [[Polaben]]fürst [[Ratibor (Fürst)|Ratibor]], der im Stammesverband der Abodriten die Stellung des Samtherrschers errungen hatte und Dänemark aktiv bedrohte, von König [[Magnus I. (Norwegen)|Magnus]] geschlagen. Daraufhin verließ Gottschalk Sven Estridsen, verständigte sich mit Magnus und ging in seine Heimat zurück. Er konnte sich dort durchsetzen und das Abodritenland und darüber hinausgehende Gebiete beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mission und Verwaltungsorganisation ===&lt;br /&gt;
Um sich gegenüber dem überwiegend heidnischen Stammesadel zu behaupten, lehnte sich Gottschalk ebenso wie seine nakonidischen Vorfahren an den Sachsenherzog Bernhard II. und den Erzbischof [[Adalbert von Bremen]] an und unterstützte deren Missionsbemühungen im slawischen Raum, nicht zuletzt weil er nach dem Vorbild der deutschen Nachbarn und Polens auf die Kirche als künftige Stütze seiner Herrschaft hoffte. So entstanden in seinen Ländern die [[Bistum|Bistümer]] [[Bistum Oldenburg|Oldenburg]] für Wagrien, [[Bistum Ratzeburg|Ratzeburg]] für Polabien und [[Mecklenburg]] für die Abodriten, sowie einige Klöster wie [[Kloster Lenzen|in Lenzen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottschalk gestaltete das von den Teilstämmen der Wagrier, Polaben, Abodriten, Linonen, Kessiner und Cirzipanen gebildete Abodritenreich grundlegend um und errichtete unter Ausschaltung der Teilstammesfürsten 18 burggestützte Verwaltungsbezirke, die alle seiner unmittelbaren Herrschaft unterstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Nachdem Erzbischof Adalbert 1066 gestürzt worden war, brach im Abodritenreich ein von der heidnischen Adelsschicht unter Führung von Gottschalks Schwager Blusso getragener Aufstand aus. Im Verlauf dieses Aufstandes wurde Gottschalk am 7. Juni 1066 in [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]] erschlagen. Seine Witwe Sigrid floh mit dem gemeinsamen Sohn, dem späteren Fürsten [[Heinrich von Alt-Lübeck|Heinrich]], zu Sven Estridsson nach Dänemark. Auch der erste mecklenburgische Bischof [[Johannes Scotus (Bischof)|Johannes]] wurde im weiteren Verlauf des Aufstands 1066 in [[Rethra]] ermordet. Gottschalks anderer Sohn [[Budivoj]] floh zum Billungerherzog [[Ordulf (Sachsen)|Ordulf]] und wurde schließlich vom Haupt des heidnischen Adels [[Kruto]] in [[Plön]] in eine tödliche Falle gelockt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottschalks Vision eines christlichen elbslawischen Staates nach dem Modell Polens versuchte schließlich sein am Ende über Kruto siegreicher Sohn Heinrich nochmals zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktag ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* evangelisch: [[14. Juni]] im [[Evangelischer Namenkalender|Evangelischen Namenkalender]] (als [[Märtyrer]] der Kirche)&lt;br /&gt;
* römisch-katholisch: [[14. Juni]] (als [[Heiliger]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|684||Gottschalk|Karl Jordan|138743495}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629155343/http://www.bautz.de/bbkl/g/gottschalk_o.shtml |autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=Gottschalk|band=16|spalten=610–611}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|489|493|Gottschalk|[[Ernst Steindorff (Historiker)|Ernst Steindorff]]|ADB:Gottschalk}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-MV|3451}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232821992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138743495|VIAF=90999165}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gottschalk Der Wende}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nakonide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abodriten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (schleswig-holsteinische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 10. oder 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1066]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gottschalk der Wende&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=abodritischer Fürst und Märtyrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1000&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1066&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lenzen (Elbe)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dguendel</name></author>
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