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	<title>Gottschalk &amp; Co. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T04:12:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottschalk_%26_Co.&amp;diff=2602010&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2023-04-05T16:53:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, Leerzeichen in Überschrift, Links optimiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Uni kassel gottschalk.jpg|miniatur|Ehemaliges Gottschalkgelände vor der Abwicklung, 2007]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottschalk &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Tuch]]weberei in der [[Kassel]]er [[Nord-Holland (Kassel)|Nordstadt]], die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde und nach einer wechselvollen Unternehmensgeschichte 1999 die Produktion einstellte.&lt;br /&gt;
== Gründung und Entwicklung im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Zelt- und Tuchfabrik Gottschalk &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; wurde von Moritz Gottschalk und Johannes Cönning gegründet, die beide zuvor als kaufmännische Angestellte der [[Sigmund Aschrott|Aschrott’]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;schen [[Leineweber]]ei gearbeitet hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Baetz: &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen über den Geheimen Kommerzienrat Sigmund Aschrott und dessen Bedeutung für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung von Kassel.&amp;#039;&amp;#039; [[Typoskript]], Kassel 1951, S. 2. (Exemplar im Stadtarchiv Kassel)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen produzierte ab etwa 1860 im oberen Seilerweg, der heutigen Gottschalkstraße, auf einem Gelände, das unmittelbar an das Stammwerk der Lokomotivfabrik [[Henschel &amp;amp; Sohn]] grenzte. Hauptprodukte waren [[Segeltuch]]e und [[Zelt]]e. Damit ist die Firma Gottschalk &amp;amp; Co. eng mit der industriellen Geschichte Kassels, insbesondere der Nordstadt verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Erfolg der Unternehmerfamilie Henschel bereits ab 1810 am Fuß des Mönchebergs mit dem Bau des Gießhauses ihren Einstieg nahm, ist die Gründung von Gottschalk &amp;amp; Co. und anderen Unternehmen in einem sich unmittelbar ergänzenden Erfolg mit der Dynamisierung der (späten) industriellen Entwicklung Kassels verbunden. Die Fabrik lag in der Nachbarschaft zum zunächst direkt am [[Holländischer Platz|Holländischen Platz]] ansässigen Unternehmen Thielemann (Waggonbau), der städtischen Gasanstalt, dem Vieh- und Schlachthof hinter der Mombachstraße und der HaFeKa (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ut und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tte, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ssel) im zentrumsnahen Bereich der Industrieansiedlung außerhalb der Altstadt. Zu weiteren Betrieben zählten auch die Firma Kolben-Seeger (Eisenwaren) und [[Brauerei]]en mit [[Biergarten|Biergärten]]. Diese prägten das Bild des Arbeiterstadtteils, der sich von nun an entlang des Gleisanschlusses und der kanalisierten [[Ahne (Fulda)|Ahna]] gen Norden in Richtung [[Schenkebier Stanne]] immer schneller erweiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Industrielle Revolution, Aufstieg, Enteignung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gottschalk &amp;amp; Co AG 1000 Mk 1920.jpg|mini|Aktie über 1000 Mark der Gottschalk &amp;amp; Co AG vom 28. Juni 1920]]&lt;br /&gt;
Gottschalk &amp;amp; Co. entwickelte sich bis in die Zeit nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ähnlich wie die Konkurrenten [[Heinrich Salzmann (Fabrikant)|Salzmann &amp;amp; Comp.]] und [[Enka Spinnfaser]] in [[Bettenhausen (Kassel)|Bettenhausen]]. 1905 erfolgte die Übernahme des Unternehmens Dieterici &amp;amp; Lebon in [[Eschenstruth]] und die Umwandlung in eine [[Aktiengesellschaft]].&amp;lt;ref name=HbAG&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften]].&amp;#039;&amp;#039; (diverse Jahrgänge)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde das Unternehmen durch die Kasseler Industrie- und Handelskammer [[Arisierung|arisiert]] und als „kriegswichtige Produktion“ dem Unternehmen Henschel angegliedert. Diese Entwicklung erfolgte ab 1936, zuletzt auf Weisung des für den [[Vierjahresplan]] zuständigen Ministers [[Hermann Göring]] und letztlich den in Hitlers Stab für Rüstung zuständigen [[Albert Speer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz Gottschalks Enkelin Leni Frenzel, die nach Kriegsende aus dem Exil zurückkehrte und das Unternehmen zurückbekam, baute die Fabrik ab Sommer 1945 neu auf. Ein Jahr später lief die Produktion wieder an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unikspm20091019&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|text=Pressemitteilung der Universität Kassel vom 19. Oktober 2009 |url=http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/dbexpert/pressemitteilung/showPM.php?id=912 |wayback=20131203012633 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegsgeschichte und Abriss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ks gottschalk 2006.jpg|mini|Gelände der Firma Gottschalk vom Möncheberg aus, vor dem Abriss 2006]]&lt;br /&gt;
Nach der Rückübereignung in den 1960er Jahren produzierte die Firma Gottschalk &amp;amp; Co. – wiederum in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft – noch weiter bis 1990&amp;lt;ref name=&amp;quot;unikspm20091019&amp;quot; /&amp;gt;, verkaufte dann die Produktionsmittel an die Fuldaer [[Mehler (Unternehmen)|Mehler AG]].&amp;lt;ref name=HbAG /&amp;gt; Die Produktion wurde noch bis 1999 weitergeführt, mit bis zuletzt rund 900 Mitarbeitenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 kaufte das Land Hessen das Gelände für die Erweiterung der [[Universität Kassel]]. Bereits 1989 waren vier Gebäude unter [[Denkmalschutz]] gestellt worden: die beiden Torhäuser, in denen sich einst die Verwaltung der Fabrik befand, die gegenüberliegende Halle und zwei Gebäude im nordwestlichen Teil des Geländes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unikspm20091019&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neunutzung ==&lt;br /&gt;
2009 begannen die Bauarbeiten für die nördliche Erweiterung des Campus der Universität Kassel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unikspm20091019&amp;quot; /&amp;gt; Dabei wurden die ehemaligen Fabrikgebäude bis auf die denkmalgeschützten Teile abgerissen und das Gelände völlig neu gestaltet. Es wird nun von modernen Universitätsgebäuden dominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Torhaus B diente 2007 während der [[Documenta 12]] als Küche für 1001 Chinesinnen und Chinesen, die der Künstler [[Ai Weiwei]] für sein Kunstprojekt &amp;#039;&amp;#039;Fairytale&amp;#039;&amp;#039; nach Kassel kommen ließ und die auf dem Gottschalk-Gelände untergebracht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anja Lösel |url=https://www.stern.de/kultur/kunst/documenta-12-das-maerchen-von-1001-chinesen-in-kassel-3265682.html |titel=Das Märchen von 1001 Chinesen in Kassel |werk=stern.de |datum=2007-06-15 |sprache=de |abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://slought.org/resources/fairytale_project |titel=Fairytale Project {{!}} 童话项目 {{!}} Märchen-Projekt - Programs – Slought |sprache=en |abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere ehemalige Halle wurde 2017 als Ausstellungsraum für die [[Documenta 14]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.documenta14.de/de/venues/21718/gottschalk-halle-universitaet-kassel- |titel=Gottschalk-Halle (Universität Kassel) |abruf=2020-03-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach erfolgter Sanierung dient es seit 2018 den Fachbereichen [[Architekturstudium|Architektur]], [[Stadtplanung|Stadt-]] und [[Landschaftsplanung]] der Universität Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hna.de/kassel/nord-holland-ort304156/uni-kassel-angehende-architekten-lernen-im-alten-industriegebaeude-9814492.html |titel=Uni Kassel: Angehende Architekten lernen im alten Industriegebäude |datum=2018-04-26 |abruf=2020-03-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem weiteren Gebäudeteil wurde Ende 2019 das Kulturzentrum „Färberei“ eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hna.de/kassel/mitte-kassel-ort248256/kassel-neues-kulturzentrum-faerberei-eroeffnet-an-uni-13182833.html |titel=Alter Industriebau wird zu Kulturzentrum - ein Zugewinn für die ganze Universität |datum=2019-10-31 |abruf=2020-03-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Annette Ulbricht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von der Henschelei zur Hochschule. Der Campus der Universität Kassel am Holländischen Platz und seine Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2004.&lt;br /&gt;
* Annette Ulbricht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Henschel, Gottschalk &amp;amp; Co.: Die industrielle Vorgeschichte des Campus Holländischer Platz Kassel.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/058742|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Webereiunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arisiertes Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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