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	<title>Gottlieb Schnapper-Arndt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:57:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottlieb_Schnapper-Arndt&amp;diff=686687&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: Abkürzungen korrigiert bzw. vereinheitlicht</title>
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		<updated>2026-01-04T09:20:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abkürzungen korrigiert bzw. vereinheitlicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Schnapper-Arndt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Oktober]] [[1846]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[2. März]] [[1904]] in [[Halberstadt]]) war ein deutscher [[Privatgelehrter]] und [[Dozent]] für [[Statistik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2013-03-24 Grab Schnapper-Arndt Juedischer-Friedhof-Frankfurt.jpg|mini|Grab von Schnapper-Arndt in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
Gottlieb Schnapper-Arndt war körperlich leicht behindert und besuchte früh bei [[Kur]]aufenthalten gemeinnützige Institutionen. Er arbeitete wissenschaftlich gründlich und war sozial engagiert. Er nutzte auch [[Reportage]]elemente: ein Stil, der dazu dienen kann, sich neben dem Natur- und Medizin-[[Wissenschaftsjournalismus]] besser zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Forschung|Forschen]] begleitete ihn eine „gleichgesinnte Gattin“, deren Geburtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Arndt&amp;#039;&amp;#039; er mit königlicher Erlaubnis angenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 55 Jahren wurde er von der neuen [[Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften]] in Frankfurt am Main als Dozent für Statistik berufen. In der [[Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg]] lagern bis heute viele seiner handschriftlichen [[Recherche]]n, wie auch ausgefüllte [[Fragebogen|Fragebögen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fach- und Wirkungsgeschichtliches ==&lt;br /&gt;
Gottlieb Schnapper-Arndt ist bis heute als anwendungsorientierter wissenschaftlicher Pionier methodisch richtungsweisend für auf gründlicher sozialwissenschaftlicher [[Recherche]] und [[Dokumentation]] beruhendem [[Sozialwissenschaft]]sjournalismus. Wenn auch typischerweise ohne ausdrückliche Rückbezüge, Verweise und Zitate – so greifen doch auch heute noch alle Formen des Sich-Einbohrens in das „soziale Milieu“, die bei ihren qualitativen Datenerhebungen und -präsentationen „Wert auf die Erhaltung des plastischen Charakters des Materials“ legen ([[Erwin K. Scheuch]]), auf zuerst von Schnapper-Arndt entwickelte und erprobte sozialwissenschaftliche Methoden der empirischen [[Feldforschung]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum „Sozialromantiker“ [[Wilhelm Heinrich Riehl]], dem Begründer der wissenschaftlichen Disziplin, die jahrzehntelang „[[Volkskunde]]“ hieß und heute „[[empirische Kulturwissenschaft]]“ genannt wird, bezog sich Schnapper-Arndt stärker auf die sich seinerzeit rapide entwickelnden (natur)wissenschaftliche Methoden im Allgemeinen und (Sozial-)[[Statistik]] im Speziellen. In der deutschen und österreichischen Soziologie der späten 1920er und frühen 1930er Jahre wird selbstbewusst an diese sozialwissenschaftlichen Ansätze und ihre Zugangsformen zur sozialen Wirklichkeit angeschlossen: beispielsweise kleinräumig in weniger bekannten „Dorfstudien“ von [[Leopold von Wiese]] (1928) und in der bis heute breit rezipierten, von [[Paul F. Lazarsfeld]] angeregten und bevorworteten [[Marienthalstudie]] von [[Marie Jahoda]] und [[Hans Zeisel]] (1933) über Wirkungen langanhaltender [[Arbeitslosigkeit]] in einem niederösterreichischen Industriedorf der Uniformen- und Tuchmacherei südlich von Wien, oder in mittelflächig-transnationaler Sicht in [[Adolf Günther]]s siedlungssoziologischer Forschungsarbeit zur „alpenländischen Gesellschaft als sozialer und politischer, wirtschaftlicher und kultureller Lebenskreis“ (1930), oder in [[Theodor Geiger]]s gesamtgesellschaftlicher, damals richtungsweisender, Studie zur [[Soziale Schicht|sozialen Schichtung]] des deutschen Volkes als „soziographischer Versuch auf statistischer Grundlage“ (1932).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Wirthschaft und Statistik der Wirthschaftsrechnungen der Familie eines Uhrschildmalers im bad. Schwarzwald&amp;#039;&amp;#039; [1882/83]; Reprint: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 1990&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fünf Dorfgemeinden auf dem Hohen Taunus. Eine socialstatistische Untersuchung über Kleinbauernthum, Hausindustrie und Volksleben&amp;#039;&amp;#039;, (Staats- und socialwissenschaftliche Forschungen, Bd. 4, H. 2), Leipzig: Duncker &amp;amp; Humblot 1883, XIII, 322 S. (37,2 MbB) ([http://www.digitalis.uni-koeln.de/Schnapper/schnapper_index.html Online-Version als PDF])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hoher Taunus. Eine sozialstatistische Untersuchung in fünf Dorfgemeinden&amp;#039;&amp;#039; [1883]; bearb. von [[Erich Peter Neumann]], Allensbach: Verlag für Demoskopie, ³1975, XXXVIII/249 p.(= Klassiker der Umfrageforschung Bd. 3) (ISBN 3-87848-001-6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Posthum&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorträge und Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 1906 (hrsg. v. Leon Zeitlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialstatistik.&amp;#039;&amp;#039; (Vorlesungen über Bevölkerungslehre, Wirtschafts- und Moralstatistik. Ein Lesebuch für Gebildete insbesondere für Studierende). Hrsg. v. [[Leon Zeitlin]]. Mit 10 Abb. im Text u. 22 Taf., Leipzig: Klinkhardt 1908, XXII, 642 S. (115,2 MB) ([http://www.digitalis.uni-koeln.de/Schnappera/schnappera_index.html Online-Version als PDF])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte der Lebenshaltung in Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. während des 17. und 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Auf Grund des Nachlasses von Gottlieb Schnapper-Arndt hrsg. von [[Karl Bräuer]], Teil 1–2, (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M.. 2,1-2), Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M.: Baer 1915, XXXII, 405; XL, 433 S. (144,2 MB) ([http://www.digitalis.uni-koeln.de/Schnapperar/schnapperar_index.html Online-Version als PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hendrik Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Messen ohne Maß. Wege und Irrwege des Gottlieb Schnapper-Arndt&amp;#039;&amp;#039;. In: Christian Kleinschmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kuriosa der Wirtschafts-, Unternehmens- und Technikgeschichte. Miniaturen einer „fröhlichen Wissenschaft“&amp;#039;&amp;#039;. Klartext-Verlag, Essen 2008, ISBN 978-3-89861-969-1, S. 106–112.&lt;br /&gt;
* Ulrich Stascheit: &amp;#039;&amp;#039;Feldforschung mit und zu Gottlieb Schnapper-Arndt.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke. Zur Geschichte der Juden im Frankfurter Raum&amp;#039;&amp;#039;. Fachhochschulverlag, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2023, ISBN 978-3-947273-46-1, S. 181–183.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Halbstundenfilm über Gottlieb Schnapper-Arndts Studie im Hohen Taunus in der Sendung &amp;#039;&amp;#039;Strukturen&amp;#039;&amp;#039; im Wissenschaftsfernsehen des [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunks]] am 9. März 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116818859}}&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=wnI-mM8eyaAC&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;lpg=PA21&amp;amp;dq=schnapper-arndt&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=BjgOhAJ2Fm&amp;amp;sig=kiOHntFSXmB-RYNxywp7qSy9Nzc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;resnum=9&amp;amp;ct=result#PPA24,M1 K.F. Bohler über die Dorfstudien im Hohen Taunus]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116818859|titel=Schnapper-Arndt, Gottlieb|datum=2025-11-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116818859|VIAF=54910112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Schnapperarndt, Gottlieb}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statistiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statistiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1846]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatgelehrter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schnapper-Arndt, Gottlieb&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schnapper, Gottlieb&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Privatgelehrter]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Oktober 1846&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. März 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halberstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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