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	<title>Gottlieb Daimler - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gottlieb Daimler 1890s2.jpg|mini|hochkant|Gottlieb Daimler (1890)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Wilhelm Daimler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geboren als &amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Däumler&amp;#039;&amp;#039;, (* [[17. März]] [[1834]] in [[Schorndorf]]; † [[6. März]] [[1900]] in [[Bad Cannstatt|Cannstatt]] bei [[Stuttgart]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Ingenieur]], [[Konstrukteur]], [[Unternehmer]] und [[Kommerzienrat]]. Daimler entwickelte zusammen mit [[Wilhelm Maybach]] mit dem „[[Standuhr (Motor)|Standuhr-Motor]]“ den ersten schnelllaufenden [[Ottomotor]], zudem mit Benzin unabhängig von Gasleitungen, mit dem „[[Reitwagen]]“ das Motorrad und mit der „[[Motorkutsche]]“ von 1886 das erste vierrädrige [[Kraftfahrzeug]] mit [[Verbrennungsmotor]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=cSsGHKCA7nA youtube.com] Daimler AG bei Youtube.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gottlieb-Daimler-Geburtshaus.jpg|mini|links|hochkant|Daimlers Geburtshaus in Schorndorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuttgart-cannstatt-daimler-gewaechshaus.jpg|mini|Daimlers Versuchswerkstatt im Cannstatter Kurpark]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GottliebDaimlerWerkbank.jpg|mini|Inneres der Werkstatt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuttgart-cannstatt-daimler-standuhr-1885.jpg|mini|links|hochkant|Daimlers [[Standuhr (Motor)|Standuhr]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Daimler-Reitwagen Nachbau 451 338px.jpg|mini|Daimlers Reitwagen von 1885 (Nachbau)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuttgart-cannstatt-daimler-kutsche-1886.jpg|mini|Daimlers Motorkutsche von 1886 (Modell)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuttgart-cannstatt-daimler-boot-neckar-1886.jpg|mini|links|Daimlers Boot „Neckar“ von 1886 (Modell)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Daimler Motor-Quadricycle.JPG|mini|Motor-Quadricycle von 1889]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuttgart-cannstatt-daimler-luftschiff-1888.jpg|mini|Daimlers Luftschiff von 1886 (Modell)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DMG-lastwagen-cannstatt-1896.jpg|mini|DMG-Lastkraftwagen von 1896]]&lt;br /&gt;
[[Datei:G-daimler-grab.jpg|mini|Gottlieb Daimlers Grab in Stuttgart-Bad Cannstatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daimler kam am 17. März 1834 in [[Schorndorf]] als zweiter Sohn des [[Gastwirt]]s und [[Bäcker]]meisters Johannes Friedrich Däumler (1801–1875) und dessen Ehefrau Wilhelmine Frederika Däumler geborene Festerer (1803–1864) zur Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsche Biographie |GND=118523422 |Name=Daimler, Gottlieb}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Geburtshaus ist heute ein Museum eingerichtet; zudem erinnert ein Denkmal beim [[Schorndorfer Rathaus]] an den berühmtesten Sohn der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die [[Realschule]] 1848 abgeschlossen hatte, machte Daimler eine Lehre als [[Büchsenmacher]]. 1852 beendete er die Lehre mit der [[Gesellenprüfung]]. 1853 begann er, durch Vermittlung des [[Königreich Württemberg|württembergischen]] Wirtschaftsförderers [[Ferdinand von Steinbeis]], in einem Maschinenbauunternehmen im [[Elsass|elsässischen]] [[Graffenstaden]] zu arbeiten. 1857 verließ er dieses Unternehmen und begann ein [[Maschinenbau]]studium an der [[Universität Stuttgart|Polytechnischen Schule Stuttgart]]. Hier wurde er Mitglied der Studentenverbindung [[Corps Stauffia Stuttgart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende seines Studiums und mehreren von Steinbeis initiierten Studienreisen ins Ausland begann er 1862 als Konstrukteur für die [[WMF Group|Metallwarenfabrik Straub]] in [[Geislingen an der Steige]] zu arbeiten. 1865 wurde ihm die Leitung der von [[Gustav Werner (Pfarrer)|Gustav Werner]] gegründeten [[BruderhausDiakonie|Bruderhaus]]-Maschinenfabrik in [[Reutlingen]] übertragen, wo er zum ersten Mal mit [[Wilhelm Maybach]] zusammentraf. 1867 heiratete Daimler die Apothekertochter Emma Pauline Kurtz (1843–1889), mit der er fünf Kinder bekam: [[Paul Daimler|Paul]] (1869–1945), [[Adolf Daimler|Adolf]] (1871–1913), Emma (1873–1954), Martha (1878–1955) und Wilhelm (1881–1896).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kinder&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Gihl |Titel=Im Dienste der Feuerwehr. Gottlieb Daimler, Carl Benz und Ferdinand Porsche |Auflage=1. |Verlag=Sutton Verlag |Ort=Erfurt |Datum=2013 |ISBN=978-3-95400-133-0 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 übernahm Daimler den Vorstand der Werkstätten der [[Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe|Karlsruher Maschinenbaugesellschaft]].&amp;lt;!-- Maschinenfabrik Karlsruhe AG?--&amp;gt; Kurze Zeit später fing auch Maybach an, als [[Technischer Zeichner]] in dem Unternehmen zu arbeiten. Nach drei Jahren wechselte Daimler zur [[Deutz AG|Gasmotorenfabrik Deutz]], wo ihm [[Nikolaus Otto]] die Leitung der Werkstätten übertrug. Auch Maybach wechselte nach Deutz und brachte 1872 unter der Leitung Daimlers einen von Otto entwickelten [[Ottomotor#Geschichte|Viertaktmotor]] zur Serienreife.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Löer |titel=Horch, Bugatti &amp;amp; Co. Köln als Wiege des Automobilbaus |werk=Kölner Stadt-Anzeiger |datum= |url=https://www.ksta.de/horch--bugatti---co-koeln-als-wiege-des-automobilbaus-10707632 |abruf=2018-07-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230523084558/https://www.ksta.de/redaktion/horch-bugatti-co-koeln-als-wiege-des-automobilbaus-264943 |archiv-datum=2023-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1875 meldet Daimler einen verbesserten Gasmotor in den USA zum [[Patent]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent|Land=US|V-Nr=168623|Code=A|Titel=Air and Gas Engine|A-Datum=1875-04-17|V-Datum=1875-10-11|Erfinder=Gottlieb Wilhelm Daimler}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen wuchs von einer kleinen Werkstatt zu einem Weltunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Standuhr-Motor}}&lt;br /&gt;
Nach einem Streit zwischen Daimler und Otto verließ Daimler 1882 die Deutz AG und gründete in Cannstatt eine Versuchswerkstatt. Sein Ziel war die Entwicklung kleiner, schnell laufender [[Verbrennungsmotor]]en, die überall einsetzbar sein sollten und Fahrzeuge aller Art zu Lande und zu Wasser antreiben konnten. Nach einem Jahr (16. Dezember 1883) meldete er das grundlegende Patent für einen, gemeinsam mit dem bei ihm angestellten Maybach entwickelten, revolutionär verbesserten Einzylinder-[[Viertaktmotor]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aaz1930daimler&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|aaz|15|03|1930|27|Anläßlich des dreißigjährigen Todestages von Gottfried Daimler. Abbildung Nr. 2: Der erste Daimler-Motor, 1883}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die bis dahin üblichen stationären, mit [[Stadtgas|Gas]] betriebenen Viertaktmotoren lief dieser Motor mit [[Motorenbenzin|Benzin]]; das flüssige Benzin wurde in einem Schwimmer[[vergaser]] verdampft und mit Luft gemischt. Die [[Glührohrzündung]] leitete die Verbrennung des im Zylinder komprimierten Gemischs ein. Der einzylindrige Motor wog nur 60 Kilogramm, hatte einen [[Hubraum]] von 100&amp;amp;nbsp;cm³ und leistete bei 600 Umdrehungen pro Minute ca. 1/4&amp;amp;nbsp;PS (294&amp;amp;nbsp;W). Die Nenndrehzahl war höher als die der bis dahin bekannten Gasmotoren und deswegen leistete der Motor relativ viel für seine Größe. Das Benzin ließ sich in einem Tank mitführen, sodass der Motor mobil war und auch Fahrzeuge antreiben konnte. Der dritte nochmals verbesserte Versuchsmotor, der als [[Standuhr (Motor)|„Standuhr“]] in die Technikgeschichte einging, leistete bereits etwa 1 PS (735 W) bei 600 min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;. Auf diese Konstruktion erhielt Daimler am 3. April 1885 das Reichspatent Nr. 34926.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent|Land=DE|V-Nr=34926|Code=C|Titel=Gas- bezw. Petroleum-Kraftmaschine|A-Datum=1885-04-03|V-Datum=1886-04-01|Erfinder=G. Daimler}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Erfindung von Daimler und [[Wilhelm Maybach|Maybach]] war der 1885 konstruierte „[[Reitwagen]]“, das erste [[Motorrad]] mit Ottomotor (½&amp;amp;nbsp;PS).&amp;lt;ref name=&amp;quot;aaz1930daimler&amp;quot; /&amp;gt; Darauf folgte der Einbau des Ottomotors in ein Boot von sechs Metern Länge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aaz1930daimler&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lechauffeur1901&amp;quot;&amp;gt;[https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5532605s/f19.image.r Abbildung 207: Daimler-Schiff und Abbildung 208: Cannstätter Trambahn], in der Zeitung „Le Chauffeur“ vom 11. September 1901, Bibliothèque nationale de France (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motorkutsche von 1886 ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1886 bauten Daimler und Maybach den Standuhr-Motor in eine von [[Wilhelm Wimpff]] gefertigte Motorkutsche ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aaz1930daimler&amp;quot; /&amp;gt; Die noch immer kolportierte Meinung, der in Wien lebende Mecklenburger [[Siegfried Marcus]] sei [[Carl Benz]] (dreirädriger [[Benz Patent-Motorwagen Nummer 1]], 1885) und Daimler bereits 1875 zuvorgekommen, ist unrichtig. 1887 baute Daimler einen Motor in eine Ausstellungsbahn ([[Straßenbahn]]) ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lechauffeur1901&amp;quot; /&amp;gt; Nicht lange danach baute Daimler einen Lastkraftwagen und eine [[Draisine]] mit Zweizylinder-V-Motor (1888).&amp;lt;ref name=&amp;quot;lechauffeur1901draisine&amp;quot;&amp;gt;[http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k55326081/f9.image.r Draisine und Zweizylinder-V-Motor in „Gottlieb Daimler und sein Werk“], in der Zeitung „Le Chauffeur“ vom 25. September 1901, Bibliothèque nationale de France (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die entwickelten Motoren vertreiben zu können, ließ Daimler in den Jahren 1886 bis 1889 einen Motorwagen von Maybach [[Konstruktionsprozess|konstruieren]], der 1889 auf der [[Weltausstellung Paris 1889|Pariser Weltausstellung]] seine Premiere feierte. Unter dem Namen „Motor-Quadricycle“&amp;amp;nbsp;– auch [[Daimler Stahlradwagen|Stahlradwagen]] genannt&amp;amp;nbsp;– entwickelten Daimler und Maybach erstmals ein komplett eigenständiges Fahrzeug mit einer Leistung von 1,5&amp;amp;nbsp;PS und einer Geschwindigkeit von 18&amp;amp;nbsp;km/h. Den Rohrrahmen baute der Fahrradhersteller [[NSU Motorenwerke|NSU]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/Daimler-Stahlradwagen-1889.xhtml?oid=5921 |titel=Daimler &amp;quot;Stahlradwagen&amp;quot;, 1889 |abruf=2022-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 baute Daimler eine Fabrik in Cannstatt und rüstete 1888 die Gondel eines Gasballons mit seinem Motor aus. So entstand eines der ersten [[Luftschiff]]e. Am 10. August 1888 startete Michael, der langjährige Begleiter von [[Friedrich Hermann Wölfert]], von Daimlers Fabrik auf dem Seelberg in Cannstatt zu einer Fahrt nach [[Aldingen (Remseck)|Aldingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem 13. [[Deutscher Feuerwehrtag|Deutschen Feuerwehrtag]] (28.–30. Juli 1888) in Hannover stellte er die erste [[Motorspritze|Motorfeuerspritze]] der Welt vor. [[Feuerlöschpumpe]]n sind Nachfolger der früheren [[Feuerspritze]]n, die noch mit [[Muskelkraft]] betrieben wurden. Das Gerät von Daimler leistet mit ihrem Zweizylindermotor 4&amp;amp;nbsp;PS. Am 29. Juli 1888 erhielt er für eine „Feuerspritze mit Motorbetrieb“ das Patent unter der Nummer 46779 vom Kaiserlichen [[Patentamt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Gihl |Titel=Im Dienste der Feuerwehr. Gottlieb Daimler, Carl Benz und Ferdinand Porsche |Auflage=1. |Verlag=Sutton Verlag |Ort=Erfurt |Datum=2013 |ISBN=978-3-95400-133-0 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ovf|05|02|1889|2|Deutscher Feuerwehrtag vom bis 28. bis 31. Juli 1888 in Hannover, Ausstellungsbericht, Gruppe 1. Spritzen und Zubehoer, A. Dampfspritzen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent|Land=DE|V-Nr=46779|Titel=„Feuerspritze mit Motorbetrieb“|V-Datum=1888-05-29|Erfinder=Gottlieb Daimler, Cannstatt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten, da es nicht genügend Fahrzeuge verkaufen konnte. Zur [[Sanierung (Wirtschaft)|Sanierung]] des Betriebs gründete Daimler die [[Daimler-Motoren-Gesellschaft]], an der neben ihm und Wilhelm Maybach die Unternehmer [[Max Duttenhofer]] und [[Wilhelm Lorenz]] beteiligt waren. Wegen Streitigkeiten mit Lorenz trat Daimler 1893 aus der Gesellschaft aus. In der Zwischenzeit hatte er zusammen mit Maybach 1892 den ersten Zweizylinder-Reihenmotor entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner ersten Frau Emma 1889 heiratete er 1893 die Witwe Lina Hartmann geborene Schwend (1855–1932), mit der er die zwei Kinder Gottlieb (1894–1916) und Emilie (1897–1973) hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kinder&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|120874368|Lina &amp;#039;&amp;#039;Hartmann Schwend&amp;#039;&amp;#039; Daimler|Abruf=2022-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Unterstützung des britischen Unternehmers [[Frederick R. Simms]], der die Rechte am [[Daimler Phönix|Phönix-Motor]] nur bei einer Rückkehr Daimlers in die Daimler-Motoren-Gesellschaft erwerben wollte, wurde Daimler 1894/1895 wieder Anteilseigner und schließlich Vorsitzender des [[Aufsichtsrat]]s. Er ließ 1899 von Maybach den Rennwagen bauen, nach dem Vornamen der Tochter des österreichischen Auftraggebers, Kaufmanns und Generalkonsuls [[Emil Jellinek]] auf den Namen seiner Tochter &amp;#039;&amp;#039;[[Mercédès Jellinek]]&amp;#039;&amp;#039; getauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. März 1900 starb Gottlieb Daimler in Cannstatt und wurde dort auf dem [[Uff-Kirchhof]] beerdigt. Seiner Familie hinterließ er etwa ein Viertel des Aktienkapitals der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Daimler hatte [[Lizenz]]gebühren aus Frankreich unterschlagen und Duttenhofer erwirkte mit der Androhung eines Skandals von der Familie einen Verzicht auf alle Führungsansprüche. Kurz darauf wurde eine Kapitalerhöhung beschlossen, durch die die Familie Daimler in die Rolle eines Kleinaktionärs der Daimler-Motoren-Gesellschaft zurückgedrängt wurde und keinerlei Einfluss auf deren weitere Entwicklung mehr nahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 wurde die Daimler-Motoren-Gesellschaft mit dem Unternehmen [[Benz &amp;amp; Cie.]] von Carl Benz zur [[Daimler-Benz]] AG [[Fusion (Wirtschaft)|fusioniert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenname Daimler ==&lt;br /&gt;
Der [[Markenname]] Mercedes, erst ab 1926 [[Mercedes-Benz]], diente nicht zuletzt dazu, rechtliche Schwierigkeiten mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Daimler&amp;#039;&amp;#039; im Ausland zu umgehen, da dort andere Unternehmen die Lizenz auf die Daimler-Motoren bzw. damit angetriebene Fahrzeuge erworben hatten. Insbesondere die britische [[Daimler Motor Company]] war jahrzehntelang erfolgreich, wurde 1960 von [[Jaguar Cars|Jaguar]] übernommen, bot in den 1970er Jahren mit dem &amp;#039;&amp;#039;Daimler Double Six&amp;#039;&amp;#039; auch eine V12-Limousine an. So entstand die verwirrende Situation, dass ab 1989 das Unternehmen [[Ford]] die Rechte am Markennamen &amp;#039;&amp;#039;Daimler&amp;#039;&amp;#039; hielt, und diese am 26. März 2008 an den indischen Großkonzern [[Tata-Gruppe|Tata]] verkaufte. Laut [[Westdeutsche Allgemeine Zeitung|WAZ]] erwägte Tata, die Marke Daimler zu reaktivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Umbenennung der DaimlerChrysler AG in Daimler AG am 4. Oktober 2007 gab der Daimler-Vorstandsvorsitzende [[Dieter Zetsche]] bekannt, dass der Konzern der Ford Motor Company 20 Millionen US-Dollar (rund 14 Millionen Euro) für die Marke &amp;#039;&amp;#039;Daimler&amp;#039;&amp;#039; bezahlt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_254158 |text=boerse.ARD.de: Tschüss, Chrysler |wayback=20081012152459}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vereinbarung besagt, dass die damalige Daimler AG den Namen lediglich als Handelsmarke oder [[Firma]] nutzen darf, dauerhaft seien keine Namensrechte übertragen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://blog.garbage-collector.net/tag/Daimler/ |text=Garbage Collector |wayback=20071117052608}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Februar 2022 erfolgte die Umbenennung der Daimler AG in die [[Mercedes-Benz Group|Mercedes-Benz Group AG]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/auto-stuttgart-autobauer-daimler-heisst-nun-mercedes-benz-neustart-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220131-99-920607 |titel=Autobauer Daimler heißt nun Mercedes-Benz: Neustart |datum=2022-02-01 |abruf=2022-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großbritannien wurden bis 2009 Luxuslimousinen unter der Marke [[Daimler Motor Company|Daimler]] produziert, ab 1960 größtenteils als Varianten von [[Jaguar Cars|Jaguar]]-Typen, wie &amp;#039;&amp;#039;[[Daimler 250 V8]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Jaguar XJ|Daimler Double Six]]&amp;#039;&amp;#039;. Bis Ende der 1960er Jahre wurde die Marke &amp;#039;&amp;#039;Daimler&amp;#039;&amp;#039; vom britischen Königshaus bevorzugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Imhof |titel=Königlicher Fuhrpark. Kein Mercedes, aber ein Daimler für die Queen |werk=Die Welt |datum=2012-06-05 |url=https://www.welt.de/motor/article106418416/Kein-Mercedes-aber-ein-Daimler-fuer-die-Queen.html |abruf=2022-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn die britische Königin in einer Luxuskarosse mit kurzem, schräg abfallendem Kofferraum vorfuhr, so handelte es sich meist um eine [[Daimler DS420|Daimler-Limousine]], nicht – wie man vermuten könnte – um einen [[Rolls-Royce Motor Cars|Rolls-Royce]] oder [[Bentley]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daimler als Namensgeber ==&lt;br /&gt;
*Das &amp;#039;&amp;#039;Neckarstadion&amp;#039;&amp;#039;, das größte Stuttgarter Stadion, wurde im Jahr 1993 im Rahmen der Leichtathletik-Weltmeisterschaften nach Gottlieb Daimler benannt. Diesen Namen hatte es bis zur Fußballsaison 2008/2009. Danach hieß es &amp;#039;&amp;#039;Mercedes-Benz Arena&amp;#039;&amp;#039;, seit Juli 2023 [[MHPArena]].&lt;br /&gt;
*Seit 1964 ist Daimler Namensgeber für den [[Mount Daimler]], einen {{Höhe|1280}} hohen Berg in der Antarktis.&lt;br /&gt;
*Das Berufsschulzentrum in Sindelfingen trägt den Namen [[Gottlieb-Daimler-Schule (Sindelfingen)|Gottlieb-Daimler-Schule]].&lt;br /&gt;
*Gottlieb-Daimler-Realschule in Daimlers Geburtsstadt Schorndorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Renate Völker, Karl-Otto Völker: &amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Daimler. Ein bewegtes Leben.&amp;#039;&amp;#039; Silberburg-Verlag, Tübingen / Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8425-1230-6.&lt;br /&gt;
* Reinhard Seiffert: &amp;#039;&amp;#039;Die Ära Gottlieb Daimlers. Neue Perspektiven zur Frühgeschichte des Automobils und seiner Technik.&amp;#039;&amp;#039; [[Springer Vieweg|Vieweg+Teubner]], Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8348-0962-9.&lt;br /&gt;
* Harry Niemann: &amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Daimler. Fabriken, Banken und Motoren.&amp;#039;&amp;#039; Delius Klasing, Bielefeld 2000, ISBN 3-7688-1210-3.&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|485|487|Daimler, Gottlieb Wilhelm|Friedrich Schildberger|118523422}}&lt;br /&gt;
* [[Paul Siebertz (Schriftsteller)|Paul Siebertz]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Daimler. Ein Revolutionär der Technik.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Reclam-Verlag, Stuttgart 1950.&lt;br /&gt;
* Paul Siebertz: &amp;#039;&amp;#039;Gottlieb Daimler zum Gedächtnis. Eine Dokumenten-Sammlung.&amp;#039;&amp;#039; Daimler-Benz Aktiengesellschaft, Stuttgart-Untertürkheim 1950.&lt;br /&gt;
* Paul Siebertz: &amp;#039;&amp;#039;[[Karl Benz und sein Lebenswerk|Karl Benz und sein Lebenswerk. Dokumente und Berichte]].&amp;#039;&amp;#039; Daimler-Benz Aktiengesellschaft, Stuttgart-Untertürkheim 1953 (Copyright 1955).&lt;br /&gt;
* Hans-Christoph von Seherr-Thoss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwei Männer, ein Stern. Gottlieb Daimler und Karl Benz in Bildern, Daten, Dokumenten.&amp;#039;&amp;#039; VDI-Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-18-400851-7. ([[Nachdruck]] der beiden Publikationen von Siebertz in einem Band)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118523422}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/003644}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG |Bio=gottlieb-daimler |Autor=Susanne Eckelmann}}&lt;br /&gt;
* [http://www.text42.de/ingenieure/gottlieb_daimler.shtml Biografie Gottlieb Daimlers im Weblog Text42]&lt;br /&gt;
* [https://www.proaltcannstatt.de/der-tourismus/gottlieb-daimler Daimler bei Pro Alt-Cannstatt]&lt;br /&gt;
* [http://www.daimler.co.uk/ &amp;#039;&amp;#039;Daimler – Britains oldest Automobile Marqué&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.daimler-benz-stiftung.de/cms/index.php Daimler und Benz Stiftung]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.seelberg.de/mobil/stern/index.html |text=Luftschiff – Boot – Reitwagen aus Cannstatt |wayback=20040609205341}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mb-portal.net/v/fahrzeuge-geschichte/27/1261429308.html Pioniere des Automobilbaus]&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2004/15/M-Daimler &amp;#039;&amp;#039;Der Tüftler im Glashaus&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118523422|LCCN=nr2002001651|VIAF=74644062}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Daimler, Gottlieb}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottlieb Daimler| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Automobilpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Automobilbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger des Fünferbundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Daimler-Motoren-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schorndorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutz AG)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Logistics Hall of Fame]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1834]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahrzeugkonstrukteur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Daimler, Gottlieb&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Daimler, Gottlieb Wilhelm (vollständiger Name); Däumler, Gottlieb Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. März 1834&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schorndorf]], Württemberg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 1900&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart-Bad Cannstatt|Cannstatt]], Württemberg&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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