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	<title>Gotthilf Sebastian Rötger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:01:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gotthilf_Sebastian_R%C3%B6tger&amp;diff=498131&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Leben */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gotthilf_Sebastian_R%C3%B6tger&amp;diff=498131&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-11-23T12:33:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rötger.gif|miniatur|Gotthilf Sebastian Rötger]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gotthilf Sebastian Rötger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (andere Schreibweise: &amp;#039;&amp;#039;Gotthelf&amp;#039;&amp;#039;, Spitzname: Vater Rötger) (* [[5. Mai]] [[1749]] in [[Klein Germersleben]]; † [[16. Mai]] [[1831]] in [[Magdeburg]]) war ein deutscher Pädagoge und Leiter des bekannten Pädagogiums am [[Kloster Unser Lieben Frauen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gotthilf Rötger wurde als Sohn des Pfarrers von Klein Germersleben, Peter Rötger, und der Tochter des Rektors der [[Domgymnasium Magdeburg|Magdeburger Domschule]], Margarethe Christine Rötger (geborene Müller) geboren. Zunächst besuchte er ab [[1756]] die &amp;#039;&amp;#039;Stadtschule&amp;#039;&amp;#039; in [[Neuhaldensleben]], dann von 1765 bis 1767 als [[Alumne]] das [[Domgymnasium Magdeburg|Pädagogium des Klosters unser Lieben Frauen]] in Magdeburg. Hieran schloss sich bis 1770 ein Studium der evangelischen [[Theologie]] in [[Halle (Saale)]] bei [[Johann Georg Knapp]], [[Johann August Nösselt]] und [[Johann Salomo Semler]] an. Der beim Studium auch an [[Kosmologie]], [[Mathematik]] und [[Physik]] interessierte Rötger hielt eine erste Probepredigt in [[Wörbzig]] bei [[Köthen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rötger entschied sich jedoch gegen eine religiöse Tätigkeit, ging nach Magdeburg und nahm eine Anstellung als Hauslehrer an, die er 1770 und 1771 ausübte. 1771 wurde er Lehrer an seinem früheren Pädagogium und gehörte bereits 1772 dem [[Konvent (Kloster)|Konvent]] an. Rötger wurde zu einem geachteten, der Aufklärung nahestehenden Pädagogen mit enormem organisatorischem Talent. Im Jahr 1774 wurde er [[Prokurator]] und Ende 1779 [[Propst]] des Klosters. In diesem Amt gehörte er den Landständen an, in deren &amp;#039;&amp;#039;engeren Ausschuss&amp;#039;&amp;#039; er ab 1781 mitwirkte. 1786 erfolgte seine Wahl als [[Abgeordneter|Deputierter]] zur Erstellung eines allgemeinen [[Preußen|preußischen]] Gesetzbuches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Propst vertrat er ein Leben in [[Toleranz]], Menschlichkeit und Vernunft und setzte sich im Sinne einer [[Humanismus|humanistischen]] und bürgerlich-nationalen Erziehung ein. Nach anfänglichen Auseinandersetzungen gab es mehrfach Kontakte zum Schulreformer [[Johann Bernhard Basedow]]. Am Pädagogium führte er eine Vielzahl von Reformen und Neuerungen ein. Es entstand eine [[Schülerbibliothek]], eine [[Naturalienkammer|Naturalien-]] und eine [[Maschinenkammer]]. Auch führte er [[Schulnote|Zensuren]] ein. Ab 1793 gab er eine regelmäßige jährliche Publikation des Pädagogiums heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1780 hatte er die regelmäßigen &amp;#039;&amp;#039;Klosterbälle&amp;#039;&amp;#039; ins Leben gerufen. Es fanden auch regelmäßige [[Exkursion]]en zu von ihm angeregten botanischen Anpflanzungen in der zum Kloster gehörenden, sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Kreuzhorst]]feste&amp;#039;&amp;#039;, statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1805 feierte Rötger sein 25-jähriges Dienstjubiläum als Propst. In diesem Zusammenhang wurden ihm eine Reihe weiterer Ämter übertragen. Er wurde Mitglied des Provinzialschulkollegium und der Generaldirektion des [[Zwangsarbeitshaus]]es [[Groß Salze (Schönebeck)|Groß Salze]]. Darüber hinaus übernahm er die Direktion der Magdeburger [[Freitisch]]e an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rötger war auch Mitglied der sogenannten [[Mittwochsgesellschaft (Magdeburg)|Mittwochsgesellschaft]], einer literarischen Gesellschaft um [[Friedrich von Koepcken]] (1737–1811).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einmarsch der [[Frankreich|französischen]] Armee in Magdeburg im Jahr 1806 verhinderte die Umsetzung von Plänen Rötgers zur Reformierung des Magdeburger &amp;#039;&amp;#039;niederen&amp;#039;&amp;#039; Schulwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch unter der französischen Besatzung blieb Rötger einflussreich und konnte die Unabhängigkeit des Pädagogiums bewahren. 1806 wurde er Mitglied des Magdeburger Gemeinderates. Zwischen 1807 und 1813 wurde er darüber hinaus [[Arrondissements-Liquidator]] im [[Elbe-Department]] des in der Besatzungszeit gebildeten [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]]. Für dieses Departement wurde er auch in die [[Reichsstände des Königreichs Westphalen]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern in dieser Zeit gehörte auch der spätere Schriftsteller [[Carl Leberecht Immermann]], der ihm später zu seinem 50. Dienstjubiläum ein Huldigungsgedicht sandte. Das Amt als Propst hatte Rötger bis 1830 und somit über einen Zeitraum von 50 Jahren inne. Rötger wohnte von 1779 bis 1831 im [[Regierungsstraße 3 (Magdeburg)|Haus Regierungsstraße 3]] am Kloster in der Magdeburger Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Amtszeit als Propst entwickelte sich das Pädagogium wieder zu einer überregional bedeutsamen Bildungsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rötger war ein eifriger Sammler von Handschriften seiner Zeitgenossen. Seine Sammlung umfasste einige tausend Stücke, jedes Einzelne war sorgfältig mit Tinte in Rot bezeichnet. Seit etwa 1998 tauchen die [[Autografen]] im Handel auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein für Rötger in Klein Germersleben.jpg|miniatur|Gedenkstein in Klein Germersleben]]&lt;br /&gt;
Für den schon zu Lebzeiten geachteten Rötger fertigte [[Christian Friedrich Tieck]] im Auftrag der Stadt Magdeburg [[1821]] eine Marmorbüste, der Maler [[Carl Sieg]] schuf ein Gemälde. Die Universität Halle verlieh Rötger die theologische [[Ehrendoktor]]würde. Die Stadt Magdeburg verlieh ihm, auch wegen seines Engagements im [[Bürger-Rettungs-Institut]] die silberne [[Bürgerkrone]]. Rötger war auch Ritter des [[Roter-Adler-Orden]]s 2. Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späterer Zeit benannte die Stadt Magdeburg ihm zu Ehren eine Straße als [[Magdeburger Straßen/R|Rötgerstraße]]. In seinem Geburtsort Klein Germersleben wurde nach ihm ein Platz benannt und ein Gedenkstein errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Briefe eines ganz unpartheyischen Kosmopoliten über das Dessauische Philanthropin&amp;#039;&amp;#039;, 1776&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer kurz erzählten Magdeburgischen Reformations-Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1782&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Nachricht von dem Pädagogium am Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, 1783&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber Unterricht, Lehrmethode, Schulpolizey und Charakterbildung&amp;#039;&amp;#039;, 1791&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Billigkeitsgründe für die Vereinigung der Schulden aller Westphälischen Departements zu einer gesammten Reichs-Schuld&amp;#039;&amp;#039;, 1808&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rückblicke in’s Leben, veranlaßt durch das Jubelfest des Herrn Kanzlers Dr. Niemeyer&amp;#039;&amp;#039;, 1827&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Hundert Sinngedichte&amp;#039;&amp;#039;, 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Förster: &amp;#039;&amp;#039;Rötger, Gotthilf Sebastian.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburger Biographisches Lexikon]] 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck.&amp;#039;&amp;#039; Scriptum, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1. &lt;br /&gt;
* [[Martin Wiehle]]: &amp;#039;&amp;#039;Bördepersönlichkeiten. Biografisches Lexikon der Magdeburger Börde&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kulturgeschichte der Magdeburger Börde und ihrer Randgebiete.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6). Dr. ziethen verlag, Oschersleben 2001, ISBN 3-935358-20-2. &lt;br /&gt;
* Martin Wiehle: &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. durch den Magistrat der Stadt Magdeburg, Dezernat Kultur. imPuls Verlag, Magdeburg 1993, ISBN 3-910146-06-6.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 314.&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;Parlamente in Hessen 1808–1813. Biographisches Handbuch der Reichsstände des Königreichs Westphalen und der Ständeversammlung des Großherzogtums Frankfurt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7). Insel, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-458-16185-6, S. 179–180.&lt;br /&gt;
* {{ADB|29|303|305|Rötger, Gotthilf Sebastian|Karl Janicke|ADB:Rötger, Gotthilf Sebastian}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=115378480|titel=Rötger, Gotthilf Sebastian|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115378480|VIAF=740480}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rotger, Gotthilf Sebastian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsstände des Königreichs Westphalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1749]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1831]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rötger, Gotthilf Sebastian &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Pädagoge und Leiter des Pädagogiums am Kloster Unser Lieben Frauen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Mai 1749 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Klein Germersleben]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Mai 1831&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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