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	<title>Gottfried von Leiningen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T19:05:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_von_Leiningen&amp;diff=940956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cosal: /* Domherr und Diplomat */</title>
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		<updated>2024-03-20T16:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Domherr und Diplomat&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leiningen-Wappen2.png|mini|hochkant=0.5|Wappen der Grafen von Leiningen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried von Leiningen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Jofrid von Leiningen&amp;#039;&amp;#039;, aus dem pfälzischen Geschlecht der Grafen von [[Leiningen (Adelsgeschlecht)|Leiningen]] war 1396 bis 1397 erwählter (nicht bestätigter) [[Bistum Speyer|Bischof von Speyer]] bzw. [[Bistum Mainz|Erzbischof von Mainz]], danach [[Propst#Römisch-katholische Kirche|Dompropst]] von Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des Grafen [[Emich V. von Leiningen]] und dessen zweiter Gemahlin Margaretha geb. [[Neu-Kyburg (Adelsgeschlecht)|von Kyburg]], Tochter Eberhards II. von Neu-Kyburg und Anastasias geb. [[Signau (Adelsgeschlecht)|von Signau]]. Sein Bruder war Graf [[Emich VI. von Leiningen]], mit dem zusammen er auch an der Regierung der Grafschaft beteiligt war. 1404 gab er zusammen mit Emich VI. die Zustimmung zu einer Schuldverschreibung der Gemeinden [[Großbockenheim|Groß-]] und [[Kleinbockenheim]], [[Mühlheim an der Eis|Mühlheim]] und [[Colgenstein-Heidesheim|Colgenstein]]. 1405 genehmigten beide Brüder eine Stiftmesse in [[Bad Dürkheim|Dürkheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Philipp Brück]]: &amp;#039;&amp;#039;Graf Jofrid von Leiningen, ein rheinischer Prälat des späten Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Serta Moguntina&amp;#039;&amp;#039;, Band 62 der &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, [[Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte]], Mainz 1989, Seiten 48 und 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grabplatte des 1380, in jungen Jahren verstorbenen Bruders &amp;#039;&amp;#039;Eberhard von Leiningen&amp;#039;&amp;#039; befand sich früher im [[Kreuzgang]] des [[Wormser Dom]]es, heute im dortigen [[Andreasstift (Worms)|Stadtmuseum Andreasstift]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.inschriften.net/worms/inschrift/nr/di029-0162.html Webseite zur Grabplatte des Bruders Eberhard von Leiningen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Seine erste Pfründe erhielt der Leininger am [[Wormser Dom]]stift. Als Wormser Domherr bezog er 1380 mit seinem [[Hofmeister]] Hugo von Landau die [[Universität von Paris]], wo er am 10. Februar 1382 den Grad eines [[Baccalaureus Artium]] erlangte. Ebenso erhielt er 1380 eine Domherrenpfründe in [[Köln]]. 1389 wurde „comes Godfridus de Lyningen, cappellarius et canonicus ecclesie Coloniensis“ an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] immatrikuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischofswahl in Speyer ===&lt;br /&gt;
Leiningen wurde am 20. Juni 1396 von der Mehrheit des [[Domkapitel]]s von [[Speyer]] zum Bischof von Speyer gewählt, jedoch nicht vom Papst bestätigt, woraufhin sein in der Wahl unterlegener Gegenkandidat, der Speyerer und [[Worms]]er Domherr [[Raban von Helmstatt]], im darauffolgenden Jahr zum Bischof von Speyer erhoben wurde. Zur gleichen Zeit erschien der Leininger auch als [[Propst]] des Klosters [[Kloster St. Georgenberg (Worms)|St. Georgenberg (Worms-Pfeddersheim)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elekt von Mainz ===&lt;br /&gt;
Schon kurz nach seiner nicht bestätigten Wahl in Speyer wurde Gottfried von Leiningen am 12. November 1396 vom [[Mainzer Domkapitel]] zum dortigen Erzbischof gewählt. Auch diese Wahl wurde nicht vom Papst bestätigt, sie fiel in die Zeit der Auseinandersetzung des luxemburgischen Königshauses mit einer deutschen Fürstenopposition. Leiningen war ein Parteigänger König [[Wenzel (HRR)|Wenzels]] und verlor sein Amt schon im nächsten Jahr an den vom Papst ernannten [[Johann II. von Nassau]] (Erzbischof 1397–1419); selbst König Wenzel versagte ihm die Unterstützung. Gottfried von Leiningen verschanzte sich zunächst auf der [[Burg Reichenstein (Trechtingshausen)|Burg Reichenstein]] bei [[Bingen am Rhein|Bingen]]. Nach langen Verhandlungen verzichtete er auf den Erzbischofsstuhl und wurde stattdessen mit dem einträglichen Amt des [[Mainzer Domkapitel|Dompropstes von Mainz]] abgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Domherr und Diplomat ===&lt;br /&gt;
1400 avancierte der Bruder Emich VI. von Leiningen zum Hofmeister des deutschen Königs [[Ruprecht (HRR)|Ruprecht I.]], der unter dem Namen Ruprecht III. auch [[Kurpfalz|Pfälzer Kurfürst]] war. Dieser entsandte Gottfried am 14. Dezember des Jahres als seinen Gesandten nach [[Rom]], um die Approbation Papsts [[Gregor IX.]] zur Königswahl einzuholen. Begleitet wurde der Leininger dabei von [[Konrad von Vechta]] und dem Mainzer Stiftsherrn Hermann Rode.&lt;br /&gt;
[[Datei:Schatzkammer Residenz Muenchen crown of an english queen 1370.jpg|mini|hochkant|Die sogenannte „Böhmische Krone“ oder „Pfälzer Krone“ aus der von Gottfried von Leiningen ausgehandelten Mitgift Prinzessin Blancas]]&lt;br /&gt;
1401 fand Gottfried von Leiningen erneut als Diplomat König Ruprechts Verwendung; dieses Mal reiste er nach England, um dort die Mitgiftzahlungen für die Schwiegertochter [[Blanca von England|Blanca]] zu regeln. Als Teil dieser Mitgift ging u.&amp;amp;nbsp;a. die sogenannte „Böhmische Krone“ bzw. „[[Pfälzische Krone]]“ in den [[wittelsbacher]] Familienbesitz ein, die sich noch heute in der Schatzkammer des [[Residenzmuseum]]s zu München befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später hielt sich Gottfried meist in [[Köln]] auf, wo sein Bruder Emich VI. seit 1405 als Rat des Erzbischofs [[Friedrich III. von Saarwerden]] bei wichtigen Entscheidungen mitwirkte. Erzbischof Friedrich war über seine Mutter ein Verwandter von Emichs Gemahlin Clara von Vinstingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vertreter Friedrichs von Saarwerden besuchte Gottfried von Leiningen das [[Konzil von Pisa|Konzil zu Pisa]], auf dem er Ende April 1409 eintraf. Am 8. Mai ist er auf einer Konzilssitzung urkundlich belegt. Die Kirchenversammlung schloss am 7. August 1409, Gottfried kehrte jedoch nicht mehr nach Deutschland zurück. Genauer Todestag und -ort sind unbekannt; es wird [[Pisa]] als Todesort und der 23. April 1410 als Todestag vermutet, da der 23. April im Seelbuch des [[Speyerer Dom]]es als Tag seines Totengedenkens eingetragen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle zeitgenössischen Quellen, auch die ihm feindlichen, bezeichnen ihn als &amp;#039;&amp;#039;sehr gelehrten&amp;#039;&amp;#039; Geistlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Philipp Brück: &amp;#039;&amp;#039;Graf Jofrid von Leiningen, ein rheinischer Prälat des späten Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Serta Moguntina&amp;#039;&amp;#039;, Band 62 der &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, [[Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte]], Mainz 1989, Seiten 52 und 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedhelm Jürgensmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Jofrid (Gottfried) von Leiningen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Erwin Gatz]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 413.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070609091455/http://www.bautz.de/bbkl/r/raban_v_h.shtml |band=7|autor=[[Martin Persch]]|artikel=Raban (Rhaban) von Helmstätt|spalten=1146-1148}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.regionalgeschichte.net/hauptportal/bibliothek/texte/biographien/leiningen-gottfried-von.html Universität Mainz, Regionalgeschichte: Gottfried von Leiningen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Konrad II. von Weinsberg]]|NACHFOLGER=[[Johann II. von Nassau]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Kurfürst-Erzbischof von Mainz]]|ZEIT=1396–1397}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118907247|VIAF=59882758}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leiningen, Gottfried Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürst (Mainz)|Gottfried #Leiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzkanzler für Germanien|Gottfried #Leiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Leiningen (Jüngere Linie)|Gottfried]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (hessische Geschichte)|Gottfried #Leiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 14. oder 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leiningen, Gottfried von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Erzbischof und Dompropst von Mainz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 1396&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1397&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cosal</name></author>
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