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	<title>Gottfried von Dusch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beruf: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Maria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seit 1881: Freiherr) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Dusch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Februar]] [[1821]] in [[Karlsruhe]]; † [[24. Dezember]] [[1891]] in [[Nizza]])&amp;lt;ref&amp;gt;Die Lebensdaten entsprechen den Angaben in den &amp;#039;&amp;#039;Badischen Biographien&amp;#039;&amp;#039;. In der &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Deutsche Biographie|ADB]]&amp;#039;&amp;#039; ist als Geburtstag der 16. Februar 1821 und als Todestag der 18. Dezember 1891 angegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;  war ein badischer Jurist und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Gottfried von Dusch entstammte einer bedeutenden Familie badischer Politiker und Honoratioren. Er war ein Sohn des späteren badischen Staatsministers [[Alexander von Dusch (Politiker, 1789)|Alexander von Dusch]] und gehörte der evangelischen Kirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] (1836–1838) und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] (1838–1841&amp;lt;ref&amp;gt;1841 wurde er Mitglied des [[Corps Suevia Heidelberg]]; [[Kösener Corpslisten]] 1960, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;67&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 297&amp;lt;/ref&amp;gt;) wurde Dusch im Juli 1842 als Rechtspraktikant in den badischen Staatsdienst übernommen. Nach Tätigkeiten beim [[Bezirksamt Freiburg|Stadtamt Freiburg]], [[Bezirksamt Rheinbischofsheim]] und Hofgericht [[Rastatt]] erfolgte 1846 seine Einstellung als Assessor beim [[Landamt Karlsruhe]]. 1847 kam die Versetzung als Assessor zum [[Stadtamt Karlsruhe]]. Im September 1848 ernannte ihn das im Zuge der [[Deutsche Revolution 1848/49|Märzrevolution]] gebildete Reichsjustizministerium mit mehreren anderen süddeutschen richterlichen Beamten zum Untersuchungsrichter für die Aufarbeitung der Ereignisse während der [[Septemberrevolution 1848|Septemberunruhen]] in [[Freie Stadt Frankfurt|Frankfurt am Main]]. Nach dem Abschluss dieser Tätigkeit bat Dusch im Frühjahr 1849 um einen längeren Sonderurlaub, welcher ihm gewährt wurde. Den Urlaub nutzte er für eine Reise nach Frankreich zur weiteren wissenschaftlichen und praktischen Ausbildung. Nach seiner Rückkehr im Juli 1849 wurde er Zivilkommissar und juristischer Beirat der Invasionstruppen zur Niederschlagung der [[Badische Revolution|Badischen Revolution]]. Später fungierte er als Untersuchungsrichter beim Standgericht in Rastatt. Danach kam er als Amtmann zum Stadtamt Karlsruhe und trat 1850 als Assistent in das badische Ministerium des Innern ein. Noch im selben Jahr erfolgte die Beförderung zum Ministerialassessor und 1852 zum Ministerialrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Jahres 1862 gab Innenminister [[August Lamey]] die Anregung zur Ausarbeitung einer Verwaltungsreform, nachdem die Trennung der Justiz und Verwaltung erfolgt war. Der von Dusch ausgearbeitete Gesetzentwurf sah die vollständige Trennung der staatlichen Bezirksverwaltung von den Organen der Selbstverwaltung vor. Durch die Errichtung eines Verwaltungsgerichtshofs sollte die Unabhängigkeit der Justiz in öffentlich-rechtlichen Streitfragen gestärkt werden. Der Plan wurde vom Innenminister und der gesamten [[Kabinett Stabel|Regierung unter Leitung Stabels]] gebilligt und Dusch auch mit der Ausarbeitung des detaillierten Gesetzesentwurfs betraut. Der Entwurf wurde ohne wesentliche Änderungen von beiden Kammern der [[Badische Ständeversammlung|Ständeversammlung]] angenommen. Am 5. Oktober 1863 wurde die Verwaltungsreform als &amp;#039;&amp;#039;Gesetz, die Organisation der inneren Verwaltung betreffend &amp;#039;&amp;#039;, veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 Monate nach der Niederlage des [[Großherzogtum Baden|Großherzogtums Baden]] im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] trat Dusch am 8. Februar 1868 als Vorsitzender des  Handelsministeriums  in die [[Kabinett Jolly|Regierung Jolly]] ein. Als Handelsminister galt Duschs erste Sorge dem badischen Kreditwesen. Nach langen Verhandlungen kam am 16. März 1870 das Gesetz über die Einrichtung einer ersten badischen [[Zentralbank]], der [[Badische Bank|Badischen Bank]] in [[Mannheim]], zustande. Kurz darauf wurde ebenfalls in Mannheim die Errichtung einer Kreditbank als Aktiengesellschaft, der [[Rheinische Creditbank|Rheinischen Creditbank]], genehmigt. Mit diesen beiden Instituten besaß das aufstrebende Handels- und Industrieland Baden die notwendigen Banken für die Versorgung seiner Wirtschaft mit Krediten. Dusch förderte insbesondere die Entwicklung des Handelsplatzes Mannheim nach Kräften. Es entstanden neue Hafenanlagen und ein neuer Personenbahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Ausbau des Streckennetzes der [[Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen|Badischen Staatseisenbahnen]] mit Verbindungen zu den Nachbarstaaten gehörte ebenfalls zu einem Schwerpunkt seiner Tätigkeiten. Im Sommer 1868 verabredete er mit seinem langjährigen Freund [[Alfred Escher]] in [[Zürich]] Maßnahmen zur  Subventionierung des in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Baus der [[Gotthardbahn]]. Zu dem Zweck regten sie eine im September 1869 in [[Bern]] durchgeführte Konferenz an, bei der die beteiligten Staaten sich über die zu leistenden Subventionen verständigten. Dusch setzte durch, dass sich Baden mit drei Millionen [[Schweizer Franken|Franken]] am Bau der [[Gotthardtunnel|Gotthardbahn]] beteiligte. Durch einen Vertrag mit der [[Schweizerische Centralbahn|Schweizerischen Centralbahn]] wurde die Anbindung der badischen Eisenbahn mit Überbrückung des Rheins bei Basel beschlossen, womit auch das nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1871 gegründete [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Kaiserreich]] von dieser Anbindung zukünftig profitierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Tätigkeiten Duschs als Handelsminister betrafen 1868 die Errichtung des Landeskulturrats, 1869 die Ausführung des Feldbereinigungsgesetzes, 1870 des Fischereigesetzes, die Vervollständigung des badischen Landesstraßennetzes und die erste Einführung kunstgewerblichen Unterrichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war Dusch von 1869 bis 1870 Abgeordneter des 38. Ämterwahlbezirks (Buchen) in der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rastlose politische Tätigkeit wurde seit Sommer 1871 durch ein schweres Augenleiden beeinträchtigt, welches zur zunehmenden Erblindung führte. Aus diesem Grund trat Dusch am 28. Oktober 1872 von seinem Ministeramt zurück. Somit ging er kurz vor dem [[Gründerkrach|Ende des Booms]] der Wirtschaft in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Weech]] und Albert Krieger: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Biographien]]&amp;#039;&amp;#039;, Band V. 1891–1901, Carl Winter‘s Universitätsbuchhandlung, Heidelberg 1906, S. 124–127 ([https://digital.blb-karlsruhe.de/periodical/pageview/255862 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{ADB|48|214|215|Dusch, Gottfried Maria Freiherr v.|Friedrich von Weech|ADB:Dusch, Gottfried Freiherr von}}&lt;br /&gt;
* Armin Danco: &amp;#039;&amp;#039;Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg,&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116256990|VIAF=5677567}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dusch, Gottfried Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Badische Staatseisenbahnen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dusch, Gottfried von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dusch, Gottfried Maria Freiherr von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=badischer Jurist und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Februar 1821&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Dezember 1891&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nizza]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Definitiv</name></author>
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