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	<title>Gottfried Wolters - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T08:51:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Wolters&amp;diff=1238709&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Rolle im Nationalsozialismus – Kontakte zu NS-Musikfunktionären nach 1945 */ Interpunktion</title>
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		<updated>2025-10-26T22:17:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rolle im Nationalsozialismus – Kontakte zu NS-Musikfunktionären nach 1945: &lt;/span&gt; Interpunktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gottfried Wolters als Singstundenleiter.jpg|mini|Gottfried Wolters als Singstundenleiter]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wolters&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. April]] [[1910]] in [[Emmerich am Rhein|Emmerich]]; † [[25. Juni]] [[1989]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chorleiter]] und [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wolters begann ein Musikstudium an der [[Universität zu Köln]], schloss aber 1933 seine Dissertationsschrift über &amp;#039;&amp;#039;[[Johann Baptist Vanhal]] als Sinfoniker&amp;#039;&amp;#039; nicht ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;&amp;gt;[[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2009, S. 8442.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] arbeitete er als Lektor beim P. J. Tonger Verlag in Köln und daneben freischaffend als Komponist und Chorleiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Zum [[Tag der nationalen Arbeit|1. Mai 1933]] trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.227.516). Allerdings wurde er 1934 gestrichen, da er die monatliche Meldung versäumt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1934 trat er als Komponist von [[Hitlerjugend|HJ]]-Hymnen und -Liedern hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee675&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 675.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gaumusikreferent der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee675&amp;quot;/&amp;gt; war er bereits während der späten 1930er und beginnenden 1940er Jahre als Singleiter tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er zur Kriegsmarine eingezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee675&amp;quot;/&amp;gt; Sein zusammen mit [[Hugo Wolfram Schmidt]] herausgegebenes Liederbuch &amp;#039;&amp;#039;Uns geht die Sonne nicht unter. Eine Auswahl der meistgesungenen Lieder der Jugend&amp;#039;&amp;#039; (1935) wurde in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-s.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Nachkriegsjahren gründete er in [[Hamburg]] den Norddeutschen Singkreis, einen gemischten Chor. Mit diesem führte er von [[Johann Sebastian Bach]] die [[Johannes-Passion (J. S. Bach)|Johannespassion]] und die [[Matthäus-Passion (J. S. Bach)|Matthäuspassion]], von [[Hugo Distler]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Choralpassion (Distler)|Choralpassion]]&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;[[Eduard Mörike|Mörike]]-Chorliederbuch&amp;#039;&amp;#039;, von [[Günter Bialas]] &amp;#039;&amp;#039;Im Anfang&amp;#039;&amp;#039; und viele weitere ernste moderne und [[Barock|barocke]] Werke auf. Seine besondere Liebe galt dem deutschen und etwas später dem europäischen Volkslied, welches er mit eigenen Instrumentalsätzen bei den monatlich stattfindenden Offenen Singstunden in Hamburg mit seinem Chor und dem Publikum gemeinsam sang. Weltliche Musik vom [[Madrigal (Musik)|Madrigal]] bis zu Vokalmusik von [[Paul Hindemith]] war ein anderer Schwerpunkt. Mit anderen europäischen Chorleitern gründete er in den frühen 1960er Jahren die Bewegung [[Europa Cantat]] und hatte aktive Verbindung mit der französischen Chorbewegung [[À Cœur Joie]] und dem Chorleiter [[César Geoffray]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er veranstaltete zahlreiche Lehrgänge und Singwochenenden und wurde Leiter des [[Arbeitskreis Musik in der Jugend|Arbeitskreises Musik in der Jugend]] (AMJ). Er war Lektor für den [[Möseler Verlag]] in [[Wolfenbüttel]] und gab die Liedblattreihe &amp;#039;&amp;#039;Das Singende Jahr&amp;#039;&amp;#039; heraus. Später folgte das mehrbändige Werk &amp;#039;&amp;#039;Ars Musica&amp;#039;&amp;#039; Band I–V mit vielen Chorsätzen und einstimmigen Volksliedern sowie das &amp;#039;&amp;#039;Chorbuch Romantik&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein kompositorisches Schaffen umfasst einstimmige und mehrstimmige, meist weltliche Lieder. Es gibt einige Schallplattenaufnahmen seiner Aufführungen. Auch für den Rundfunk hat Wolters Volkslied-Sendungen mit dem Chor vorbereitet. Die Bachsche Johannespassion erarbeitete er auch mit dem Konzertpublikum, indem er die [[Choral|Choräle]] in gemeinsamen Proben vorher einstudierte, sodass alle bei der Aufführung mitsingen konnten. Außer seiner intensiven Chorarbeit war es sein Ziel, die Menschen in West- und Osteuropa durch Reisen und große Singtreffen zueinander zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle im Nationalsozialismus – Kontakte zu NS-Musikfunktionären nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Der Musikforscher [[Albrecht Dümling]] beurteilt die Rolle von Gottfried Wolters im Nationalsozialismus so: „Auf Adolf Hitler setzte er damals große Hoffnungen. ‚Wir haben ihn gefunden, den Führer aus der Not‘, heißt es in einem HJ-Lied, das Wolters 1934 komponierte. Verse von dem als ‚Homer der SA‘ gepriesenen Lyriker Herybert Menzel verwendete er 1936 für seine noch im gleichen Jahr im Kölner Gürzenich aufgeführte Kantate ‚Marsch ins Jahrtausend‘, die mit dem Titellied ‚Männer werden und Kolonnen fallen‘ den Heldentod fürs Tausendjährige Reich pries. […] Wenn er auch gegen die Verfemung Paul Hindemiths protestierte, so war das doch keine prinzipielle Opposition gegen den Nationalsozialismus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Dümling: &amp;#039;&amp;#039;Der Sing-Anstifter. Gottfried Wolters zum 100. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, in: neue musikzeitung, 4/2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach 1945 blieb Wolters in engem Kontakt mit ehemaligen NS-Musikfunktionären. 1950 zeigt ihn ein Foto zusammen mit [[Wilhelm Twittenhoff]] (NSDAP-Mitglied seit 1937) und [[Fritz Jöde]] (NSDAP-Mitglied seit 1940).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.adjb-jugendmusikbewegung.de/gottfried-wolters Archiv der Jugendbewegung online, abgerufen am 5. Mai 2023.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1952 ist ein Treffen mit [[Felix Oberborbeck]] (NSDAP seit 1933), [[Wilhelm Ehmann]] (NSDAP-Mitglied seit 1937) und dem ehemaligen Referenten der Reichsmusikkammer, Herbert Just, belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eggenberger Chronik&amp;#039;&amp;#039; Nr. 29, Dezember 1952, Nachlass Felix Oberborbeck, Archiv der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Sig. Oberborbeck 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Oberborbeck, dem ehemaligen Leiter der von den Nationalsozialisten gegründeten Hochschule für Musikerziehung in Graz-Eggenberg, war die Beziehung bis in die 1970er Jahre freundschaftlich, wie beidseitige regelmäßige Glückwünsche zu Geburtstagen zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Oberborbeck, Hannover, Sig. Oberborbeck 11 und Oberborbeck 24.06.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1963 gab Wolters zusammen mit Wilhelm Twittenhoff im Möseler Verlag den Band &amp;#039;&amp;#039;Die beste Zeit. Liedsätze (u.&amp;amp;nbsp;Kanons) f.&amp;amp;nbsp;3 und 4 gl. Stimmen&amp;#039;&amp;#039; des ehemaligen HJ-Gebietsmusikreferenten und Komponisten Reinhold Heyden (1904–1946), NSDAP-Mitglied seit 1937, heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://d-nb.info/1003253369 Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 5. Mai 2023.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 8442–8454. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123649234|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* J. W.: [http://www.musicanet.org/bio/Gottfried_Wolters.pdf &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wolters&amp;#039;&amp;#039;], 16. Juni 2010, online bei www.musicanet.org (PDF; 72,5 kB).&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=b7595 Nachlass] im [https://www.burgludwigstein.de/forschen Archiv der deutschen Jugendbewegung] auf Burg Ludwigstein (Witzenhausen)&lt;br /&gt;
* [https://www.adjb-jugendmusikbewegung.de/gottfried-wolters Biografie] im Themenportal zur Jugendmusikbewegung des Archivs der deutschen Jugendbewegung (Burg Ludwigstein, Witzenhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123649234|LCCN=n/84/78287|VIAF=40291713}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wolters, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber (Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlagslektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chorleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Emmerich am Rhein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wolters, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chorleiter und Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. April 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Emmerich (heute: [[Emmerich am Rhein]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Emmerich (heute: [[Emmerich am Rhein]])&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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