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	<title>Gottfried Wilhelm Lehmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T17:16:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Wilhelm_Lehmann&amp;diff=94586&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Literatur */ WL</title>
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		<updated>2025-07-24T10:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; WL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GWLehmann .jpg|mini|Gottfried Wilhelm Lehmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Oktober]] [[1799]] in [[Hamburg]]; † [[21. Februar]] [[1882]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Kupferstecher]] und später Gründer und Pastor der ersten Baptistengemeinde in Berlin. Er gehört neben [[Johann Gerhard Oncken]] und [[Julius Köbner]] zu den Gründungsvätern der deutschen [[Baptisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lehmann wurde in [[Hamburg]] geboren, wuchs aber in [[Berlin]] auf, wo sein Vater [[Gottfried Arnold Lehmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jost Galle: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Lehmann.pdf &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Arnold Lehmann&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Biographisches Lexikon für Ostfriesland]] Bd. IV, Aurich 2007, S. 279–281.&amp;lt;/ref&amp;gt; (1766–1819) seit 1800 als Kupferstecher wirkte. In der Hoffnung, einmal den Betrieb seines bis dahin kinderlosen Onkels übernehmen zu können, begann er in dessen Handwerksbetrieb im [[Ostfriesland|ostfriesischen]] [[Leer (Ostfriesland)|Leer]] eine [[Sattler]]lehre. Er fand in diesen Jahren Kontakt zu einem [[Konventikel]] junger Männer und besuchte [[Erweckungsbewegung|erweckliche]] Erbauungsversammlungen, die in verschiedenen Privathäusern stattfanden. In seinem Notizbuch finden sich eine Reihe von Namen aus dem Freundes- und Mitgliederkreis der Brüdergemeine, darunter auch der des [[Ehemalige Herrnhuter Brüdergemeine Norden (Ostfriesland)|Herrnhuter]] Predigers Jakob Friedrich Plessing.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Luckey: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche&amp;#039;&amp;#039;, Kassel 1939, S. 12f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hoffnung, den Betrieb seines Onkels zu übernehmen, zerschlug sich aus verschiedenen Gründen. Lehmann kehrte nach Berlin zurück und begann 1819 an der [[Akademie der Künste (Berlin)|Berliner Akademie der Künste]] bei [[Johann Gottfried Schadow]] eine Ausbildung zum [[Kupferstecher]] und Lithographen. Seine religiöse Heimat war zunächst die böhmisch-lutherische Gemeinde in der [[Bethlehemskirche (Berlin-Mitte)|Bethlehemskirche]] in der [[Friedrichstadt (Berlin)|Berliner Friedrichstadt]], von deren Prediger [[Johannes Jaenicke (Prediger)|Johannes Jaenicke]] er einen Porträtstich anfertigte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.graphikportal.org/document/gpo00302464 &amp;#039;&amp;#039;www.graphikportal.org&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine Ehefrau Maria Johanna Eleonora, geborene Eichner, die er am 26. Oktober 1827 geheiratet hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Luckey: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche&amp;#039;&amp;#039;, Kassel o.&amp;amp;nbsp;J. (1939?), S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt; lernte Lehmann die [[Herrnhuter Brüdergemeine]] kennen, deren gottesdienstliches Leben ihn ebenfalls sehr beeindruckte. Er war in verschiedenen Vereinigungen der [[Erweckungsbewegung]] aktiv, darunter dem von [[Samuel Elsner]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Hauptverein für christliche Erbauungsschriften in den preußischen Staaten&amp;#039;&amp;#039; und (als Sekretär) in dem von [[Friedrich Wilhelm Georg Kranichfeld]] geleiteten [[Abstinenzbewegung|Enthaltsamkeitsverein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reise nach Leer 1835 lernte er in Hamburg [[Johann Gerhard Oncken]] kennen, der dort soeben die erste deutsche Baptistengemeinde gegründet hatte. Nach intensiver Beschäftigung mit dem baptistischen [[Taufe|Tauf- und Gemeindeverständnis]] lud er Oncken 1837 nach Berlin ein und ließ sich dort am Pfingstsonntag von ihm taufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Schöntube: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann. Die Entstehung der baptistischen Gemeinde in Berlin und die Religionsfreiheit in Preußen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 70, 2015, S. 159–178, hier S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einigen ebenfalls von Oncken Getauften gründete er die erste preußische Baptistengemeinde in Berlin und wurde deren [[Pastor]] und [[Ältester]]. Hierzu ließ er sich 1840 in England [[Ordination|ordinieren]]. Seine Gemeinde wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Behörden ab 1854 auf Betreiben von [[Christian Karl Josias von Bunsen]] von König [[Friedrich Wilhelm IV.]] protegiert, konnte aber erst 1879 die Korporationsrechte erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Schöntube: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann. Die Entstehung der baptistischen Gemeinde in Berlin und die Religionsfreiheit in Preußen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 70, 2015, S. 159–178, hier S. 166–174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2016-08-17 Grab-Gottfried-Lehmann.jpg|mini|Grabstätte auf dem Luisenstadt-Friedhof in Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
Gottfried Wilhelm Lehmann starb 1882 und erhielt ein [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab]] auf dem [[Luisenstädtischer Friedhof|Evangelischen Friedhof Luisenstadt I]] in [[Berlin-Kreuzberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/egab/eg.pl?fieldname=grab&amp;amp;search=Lehmann,+Gottfried+Wilhelm&amp;amp;Search=Start |archive-is=20120910135756 |text=Verzeichnis der Ehrengräber auf der Homepage der &amp;#039;&amp;#039;Stadtentwicklung Berlin&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-11-09 07:00:33 InternetArchiveBot }}; eingesehen am 17. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte drei Töchter und vier Söhne, darunter den Theologen [[Joseph Lehmann (Theologe)|Joseph Lehmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Gottfried W. Lehmann brachte in die noch junge deutsche Baptistenbewegung die [[Pietismus|pietistische Frömmigkeit]] ein. Noch heute ist Lehmanns Einfluss auf das Gemeinschaftsleben, das Liedgut und den Frömmigkeitsstil der Baptisten bemerkbar. Mit seiner lutherischen [[Sakrament]]sauffassung konnte sich Lehmann allerdings nicht gegen den [[Calvinismus|calvinistisch]] geprägten Oncken durchsetzen. &lt;br /&gt;
Auch die [[Mission (Christentum)|Außenmission]] der deutschen Baptisten hat ihre Wurzeln bei Lehmann. Die stärkste Bedeutung für die junge Freikirche gewann Lehmann allerdings dadurch, dass er sich an höchster Stelle für die [[religiöse Duldung]] seiner Kirche einsetzte. Erst 1875 wurde diese in [[Preußen]] gesetzlich verankert. Auch der erste regionale Zusammenschluss der deutschen Baptisten – die „Vereinigung Preußen“ – geht auf Lehmanns Arbeit zurück. Diese Vereinigung, gegründet 1848, wurde zum Modell des 1849 gegründeten nationalen Baptistenbundes (heute: [[Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem Pfarrer [[Eduard Kuntze]] betrieb Lehmann 1851 die Gründung des [[Deutsche Evangelische Allianz|deutschen Zweigs der Evangelischen Allianz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Beyreuther: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Wuppertal 1969, S. 18 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hans Luckey]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche&amp;#039;&amp;#039;. Kassel 1939&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|79|80|Lehmann, Gottfried Wilhelm|[[Günter Balders]]|139654941}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070716141912/http://www.bautz.de/bbkl/l/lehmann_g_w.shtml |autor=[[Karl Heinz Voigt]]|artikel=Lehmann, Gottfried Wilhelm|band=24|spalte=998–1011}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070716170433/http://www.bautz.de/bbkl/l/Lehmann_g.shtml |autor=[[Wolfgang E. Heinrichs]]|artikel=Lehmann, Gottfried Wilhelm|band=4|spalten=1364-1366}}&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Schöntube]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Wilhelm Lehmann. Die Entstehung der baptistischen Gemeinde in Berlin und die Religionsfreiheit in Preußen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 70, 2015, S. 159–178.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.graphikportal.org/gallery/encoded/eJzjYBIy5-JNLCrJLC6JT8vMKUktEpLySc3ITczL01Fwzy8pSSvKTE1RCM_MyUjNyZVidvRzUWIuycnWYgAAIzASRg** Kupferstiche Lehmanns] auf &amp;#039;&amp;#039;www.graphikportal.org&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139654941|VIAF=102517508}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lehmann, Gottfried Wilhelm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baptistischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baptistischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baptismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupferstecher (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelische Allianz in Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Erweckungsbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1799]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lehmann, Gottfried Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kupferstecher und Theologe und einer der Gründungsväter der deutschen Baptisten&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1799&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Februar 1882&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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