<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gottfried_Lindner_AG</id>
	<title>Gottfried Lindner AG - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gottfried_Lindner_AG"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Lindner_AG&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T09:07:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Lindner_AG&amp;diff=1064375&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Lindner_AG&amp;diff=1064375&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T19:08:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Gottfried Lindner AG&lt;br /&gt;
| Logo             = &lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]]&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1905&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = 1979&lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = [[Liquidation]]&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Ammendorf/Beesen|Ammendorf]] ([[Halle (Saale)]])&amp;lt;br /&amp;gt;(nach 1945 [[Nürnberg]]), [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung          =&lt;br /&gt;
* Heinrich Lindner&amp;lt;br /&amp;gt;(bis 1922)&lt;br /&gt;
* Hermann Traus&amp;lt;br /&amp;gt;(1922–1939) &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  =&lt;br /&gt;
* 400 (1906)&lt;br /&gt;
* 1500 (1925)&lt;br /&gt;
* 2500 (1929)&lt;br /&gt;
* 1300 (1932)&lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Stand            = &amp;lt;!-- JJJJ-MM-TT --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Branche          = [[Fahrzeugbau]], [[Aufbauhersteller]]&lt;br /&gt;
| Homepage         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Lindner AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutsches Fahrzeugbau-[[Unternehmen]] in [[Ammendorf/Beesen|Halle-Ammendorf]], das aus einem 1823 gegründeten Handwerksbetrieb hervorging und Aufbauten bzw. [[Karosserie]]n für [[Straßenbahn]]wagen, [[Omnibus]]se, [[Eisenbahnwagen]], [[Lastkraftwagen]] und [[Personenkraftwagen]] herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktionsanlagen in Ammendorf wurden 1945 enteignet und bildeten von 1952 bis 1990 den &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Waggonbau Ammendorf&amp;#039;&amp;#039;. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Lindner&amp;#039;&amp;#039; wurde dabei noch bis 1957 als renommierte Marke für einen Teil der Produktion beibehalten. Nach 1990 kam das Werk über die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Waggonbau]] AG (DWA)&amp;#039;&amp;#039; an den [[Bombardier]]-Konzern und wurde 2005 geschlossen. 2006&amp;amp;nbsp;entstand auf dem Werksgelände als Neugründung die &amp;#039;&amp;#039;Maschinenbau und Service GmbH (MSG Ammendorf)&amp;#039;&amp;#039;, die sich selbst als Nachfolgeunternehmen betrachtet – allerdings nicht im juristischen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktiengesellschaft verlagerte 1945 ihren [[Sitz (juristische Person)|Sitz]] nach [[Nürnberg]]. Sie besaß aber außer Beteiligungen an anderen Gesellschaften nur noch einige in den 1930er Jahren entstandene Vertriebs- und Reparatur-Niederlassungen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. 1965&amp;amp;nbsp;ging sie in [[Insolvenz|Konkurs]], die [[Liquidation]] wurde erst 1979 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte bis 1945 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gottfried Lindner AG 1000 Mk 1919.jpg|mini|Aktie über 1000 Mark der Gottfried Lindner AG vom 1. Oktober 1919]]&lt;br /&gt;
Urzelle des Unternehmens war eine am 23. August 1823 vom [[Sattler]]meister &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Lindner&amp;#039;&amp;#039; in Halle gegründete Sattlerwerkstatt, die bereits bis etwa 1830 zur [[Stellmacherei]] für die Reparatur und den Bau von [[Kutsche]]n erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 begann die Firma Lindner mit der Herstellung von Wagen für [[Pferdestraßenbahn]]en, bald auch für elektrische Straßenbahnen. Damit setzte sie sich auch von der Firma &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Kathe &amp;amp; Sohn]]&amp;#039;&amp;#039; als lokalem Konkurrenten ab. Von besonderer Bedeutung war die Beteiligung an einem Auftrag über 90&amp;amp;nbsp;Straßenbahnwagen für die elektrische Straßenbahn der Stadt Halle im Jahr 1889, wobei Lindner die [[Wagenkasten|Wagenkästen]] von 45&amp;amp;nbsp;Wagen auf den von der [[Herbrand (Waggonfabrik)|Waggonfabrik Herbrand]] gelieferten [[Fahrgestell]]en aufbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 wurde die Produktion aus den Werkstätten in Halle in eine neue Fabrik in Ammendorf verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://ammendorf.cwsurf.de/img/Zeittafel/1900-1919.pdf |text=Zeittafel Ammendorf 1900–1919}} (PDF; 125 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bis dahin als [[offene Handelsgesellschaft]] betriebene Familienunternehmen wurde 1903 zunächst in eine [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]] (GmbH) umgewandelt. Die weitere Expansion führte aber schon 1905 zur Umwandlung in eine [[Aktiengesellschaft]] unter der [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Lindner AG&amp;#039;&amp;#039;, zunächst meist mit dem Zusatz &amp;#039;&amp;#039;Wagen- und Waggonfabrik&amp;#039;&amp;#039;, und mit dem [[Sitz (juristische Person)|Sitz]] in Ammendorf. Das Aktienkapital von ursprünglich 600.000&amp;amp;nbsp;[[Mark (1871)|Mark]] wurde bis 1912 auf 1,6&amp;amp;nbsp;Millionen Mark erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begann man mit der Herstellung von Karosserien für Personenkraftwagen und Omnibusse. Später kamen Aufbauten für [[Nutzfahrzeug]]e hinzu. Die Herstellung von Kutschen endete 1912 nach einer Gesamtproduktion von rund 6000 Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg wurde die Produktion auf den militärischen Bedarf umgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Generaldirektor]] war bis 1922 &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Lindner&amp;#039;&amp;#039;, der als letztes Mitglied der Familie Lindner aus der Unternehmensleitung ausschied. 1922&amp;amp;nbsp;übernahm &amp;#039;&amp;#039;Hermann Traus&amp;#039;&amp;#039; die Leitung und baute das Unternehmen zum damals größten deutschen Karosseriehersteller aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 war das Unternehmen in vier organisatorisch selbstständige Abteilungen untergliedert:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSH&amp;quot;&amp;gt;o.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Lindner Aktiengesellschaft, Wagen- und Waggonfabrik, Ammendorf b. Halle-Saale&amp;#039;&amp;#039;. In: Magistrat der Stadt Halle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Halle an der Saale&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlands Städtebau]]&amp;#039;&amp;#039;) 1. Auflage, Dari-Verlag, Berlin-Halensee 1923, S. 110 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Eisenbahnwagen&amp;lt;!--wörtlich übernommen aus o.g. Einzelnachweis--&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Straßenbahnwagen und Omnibusse&amp;lt;!--wörtlich übernommen aus o.g. Einzelnachweis--&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Lastauto-Aufbauten und Lastanhängewagen&amp;lt;!--wörtlich übernommen aus o.g. Einzelnachweis--&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Automobilkarosserien&amp;lt;!--wörtlich übernommen aus o.g. Einzelnachweis--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Fabrikgelände war zu dieser Zeit rund 26,3&amp;amp;nbsp;ha groß, außerdem besaß das Unternehmen 115 Werkswohnungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflation]] wurde das Aktienkapital von zuletzt 50 Millionen Mark („[[Papiermark]]“) auf 5&amp;amp;nbsp;Millionen [[Reichsmark]] umgestellt, in der [[Weltwirtschaftskrise]] 1932 durch Einziehung von eigenen Stammaktien auf 3,5&amp;amp;nbsp;Millionen Reichsmark herabgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933/1934 erfolgte die Gründung mehrerer „Zweigwerke“&amp;lt;!--in Anführungsstrichen, weil keine Produktionsbetriebe, wie „Werk“ eigentlich vermuten ließe--&amp;gt; für Vertrieb, Wartung und Reparatur von Lastkraftwagen-Anhängern, so in Berlin, Dresden, Gaggenau, Köln, Königsberg, Nürnberg und Hamburg. Durch den auf diese Weise verbesserten Kundendienst konnte der Absatz gesteigert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 beteiligte sich die Gottfried Lindner AG mit 20 % an der &amp;#039;&amp;#039;„Delaport“ Deutsche Lastanhänger-Exportgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in Hamburg. 1937&amp;amp;nbsp;entstand als 100-prozentige Tochter die Vertriebsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Perack-Lindner GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Einige der „Zweigwerke“ wurden 1938/1939 in formal selbstständige Gesellschaften umgewandelt (&amp;#039;&amp;#039;Lindner-Anhänger-Vertrieb Berlin GmbH&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lindner-Anhänger-Vertrieb Dresden GmbH&amp;#039;&amp;#039; usw.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Folge der [[Dividendenabgabeverordnung]] vom 12. Juni 1941&amp;lt;ref&amp;gt;RGBl. I S. 323&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde das Aktienkapital 1942 auf 8 Millionen Reichsmark „berichtigt“. Im gleichen Jahr entstand eine neue Fahrzeugfabrik im vom Großdeutschen Reich besetzten Osteuropa, die &amp;#039;&amp;#039;Lindner-Fahrzeugwerke-Ost GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Białystok]]. Der Bestand der Waggonfabrik der Gottfried Lindner AG wird im Landesarchiv Sachsen-Anhalt aufbewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?id=3927 |titel=I 566 Gottfried Lindner AG, Waggonfabrik Ammendorf, 1876–1954 (Bestand) |datum= |hrsg=Landesarchiv Sachsen-Anhalt |abruf=2020-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenbahnwagen und Omnibusse ===&lt;br /&gt;
Die Produktion von Straßenbahnwagen begann 1883, seit 1908 wurden in gleicher Fertigungstechnik auch Aufbauten für Omnibusse hergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;100px&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:80%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Straßenbahnmuseum Halle Nr78.JPG|Tw 78 von 1912 im [[Straßenbahnmuseum Halle]]&lt;br /&gt;
Gottfried Lindner Tw (SN4) -151 - Muzeum Inżynierii Miejskiej Kraków.jpg|Tw 151 im [[Museum des Städtischen Ingenieurwesens]] in [[Krakau]]&lt;br /&gt;
Gemeentetram Utrecht motorwagen 66 op lijn 3.jpg|Tw 66 in 1933 in [[Utrecht]], ursprünglich gebaut 1920 für die [[Straßenbahn Eberswalde]]&lt;br /&gt;
Straßenbahnmuseum Halle Nr644.JPG|Tw 644 von 1927 im Straßenbahnmuseum Halle&lt;br /&gt;
Naumburg17depot031005.jpg|Tw 17 von 1928 der Naumburger Straßenbahn&lt;br /&gt;
Strassenbahn Halle Tw 401.JPG|Tw 401 von 1928 im Straßenbahnmuseum Halle&lt;br /&gt;
Lindner-TW-Potsdam.jpg|Tw 9 in Potsdam (Replikat, Original von 1907)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnwagen ===&lt;br /&gt;
1903 lieferte Lindner erstmals Güterwagen an die [[Preußische Staatsbahn]]. Mit diesem Produktionszweig beteiligte sich das Unternehmen 1922 an der ein Jahr zuvor gegründeten Vertriebskartell &amp;#039;&amp;#039;[[Eisenbahn-Liefergemeinschaft|Eisenbahnwagen-Liefergemeinschaft GmbH (EISLIEG)]]&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)#Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (1924 bis 1937)|Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG)]] 1926 die Gründung eines neuen, größeren Kartells – der [[Deutsche Wagenbau-Vereinigung|Deutschen Wagenbau-Vereinigung]] – bewirkt hatte, dem durch den so genannten &amp;#039;&amp;#039;Reichsbahnvertrag&amp;#039;&amp;#039; 90 % der Waggonbau-Aufträge der Deutschen Reichsbahn zugesichert waren, verlor die EISLIEG ihren Zweck. Wie die anderen Gesellschafter trat auch die &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Lindner AG&amp;#039;&amp;#039; dem neuen Kartell bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personenkraftwagen ===&lt;br /&gt;
Karosserien für Personenkraftwagen wurden seit 1908 hergestellt. Wie im Kutschenbau handelte es sich zunächst überwiegend um individuelle Anfertigungen. Nach dem Ersten Weltkrieg vollzog man bei der Rückkehr zur zivilen Produktpalette gleichzeitig einen wichtigen Rationalisierungsschritt, indem nur noch drei Karosserie-Grundformen angeboten und in Großserien (nach damaligen Maßstäben mindestens 50&amp;amp;nbsp;Exemplare) hergestellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSH&amp;quot; /&amp;gt; Pro Tag wurden schließlich bis zu 88 Karosserien gefertigt, vor allem offene [[Tourenwagen (Automobilbauart)|Tourenwagen]] und [[Limousine]]n, hauptsächlich für [[Adlerwerke|Adler]], [[Aktiengesellschaft für Automobilbau|AGA]], [[Horch]] und [[Protos]]. Alle Karosserien entstanden in Holz-Stahl-Gemischtbauweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 führte das Unternehmen [[Ambi-Budd]] Ganzstahlkarosserien in Großserienproduktion ein, was für die Gottfried Lindner AG zu einem kräftigen Auftragsrückgang führte. Im Juni 1928 übernahm die &amp;#039;&amp;#039;Ambi-Budd-Presswerk GmbH&amp;#039;&amp;#039; die Lindner-Karosserieabteilung und legte sie zugunsten der eigenen Produktionskapazität still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lastkraftwagen ===&lt;br /&gt;
Die Herstellung von Aufbauten für Lastkraftwagen begann nach 1908. 1925 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Lindner Nutzwagen-Karosserieen-AG&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in Berlin gegründet, als deren Unternehmenszweck &amp;#039;&amp;#039;Vertrieb der Nutzwagen-Karosserien der Gottfried Lindner AG in Ammendorf bei Halle a.&amp;amp;nbsp;S. und Vertrieb von Automobilzubehör&amp;#039;&amp;#039; angegeben wurden. Dem eng begrenzten Zweck entsprechend betrug das Aktienkapital lediglich 50.000 Reichsmark. Im Aufsichtsrat vertrat Generaldirektor Hermann Traus die Interessen der &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Lindner AG&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften&amp;#039;&amp;#039;, 30. Ausgabe 1925, Band 4, S. 6647.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere Bedeutung erlangte der Bau von Lastkraftwagen-Anhängern in den 1930er Jahren, als der Güterfernverkehr auf der Straße zunahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaftsmaschinen ===&lt;br /&gt;
Mitten in der Weltwirtschaftskrise übernahm die Gottfried Lindner AG im Herbst 1931 von der Firma &amp;#039;&amp;#039;F. Zimmermann &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; die Produktion landwirtschaftlicher Maschinen der Marke &amp;#039;&amp;#039;Hallensis&amp;#039;&amp;#039;, die bis in den Zweiten Weltkrieg fortgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die 1945 enteignete Fabrik in Ammendorf 1946 zunächst in die [[Sowjetische Aktiengesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Transmasch&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert. 1952 wurde das Werk zum &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Waggonbau Ammendorf&amp;#039;&amp;#039;, der organisatorisch zur VVB [[LOWA]] gehörte. Neben der Nutzfahrzeugproduktion, die bis 1957 noch unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Lindner&amp;#039;&amp;#039; erfolgte, produzierte man unter der Leitung des Generaldirektors Georg Laschütza von 1948 bis 1990 insbesondere Weitstreckenwagen für die [[Sowetskije schelesnyje dorogi|Sowjetischen Eisenbahnen]] (SZD) und andere Wagen für andere Eisenbahngesellschaften. Der Originalbestand des Archivs des VEB Waggonbau Ammendorf wird im Landesarchiv Sachsen-Anhalt aufbewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?id=4102 |titel=I 567 VEB Waggonbau Ammendorf, 1945–1990 (Bestand) |datum= |hrsg=Landesarchiv Sachsen-Anhalt |abruf=2020-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 wurde der &amp;#039;&amp;#039;VEB Waggonbau Ammendorf&amp;#039;&amp;#039; mit weiteren Waggonfabriken der DDR in der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Waggonbau]] AG (DWA)&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst, die Mitte der 1990er Jahre an eine private Investorengruppe verkauft wurde. Mit dem Weiterverkauf der DWA an die [[Bombardier]]-Gruppe 1998 ging auch das Werk Ammendorf in diesem Konzern auf. Ende 2005 wurde das Werk geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 wurde das Firmenareal von dem Unternehmer Roland Schimek&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.roland-schimek.de&amp;lt;/ref&amp;gt; erworben. Im Juli 2006 entstand die &amp;#039;&amp;#039;Maschinenbau und Service GmbH (MSG Ammendorf)&amp;#039;&amp;#039;, die sich als Nachfolgeunternehmen des &amp;#039;&amp;#039;VEB Waggonbau Ammendorf&amp;#039;&amp;#039; betrachtet und sich mit dem Bau und der Reparatur von Schienenfahrzeugen für in- und ausländische Auftraggeber befasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/Sachsen-Anhalt-bringt-Kompetenz-auf-die |wayback=20181204005626 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2025-05-22 07:45:34 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christa Wolf und der Zirkel schreibender Arbeiter ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1959 und 1962 leitete [[Christa Wolf]] zusammen mit ihrem Mann [[Gerhard Wolf (Schriftsteller)|Gerhard]] den [[Zirkel Schreibender Arbeiter]] im Werk der Waggonbau Ammendorf. Ihre Erlebnisse aus dieser Zeit verarbeitete Christa Wolf in der Erzählung [[Der geteilte Himmel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hoff: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Reimar Hobbing, Berlin 1923, Band 2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Ausgabe 1925, Band 2, S. 1863.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften&amp;#039;&amp;#039;, 37. Ausgabe 1932, Band 2, S. 2006 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften&amp;#039;&amp;#039;, 48. Ausgabe 1943, Band 3, S. 2229 f.&lt;br /&gt;
* [[Werner Oswald (Automobilhistoriker)|Werner Oswald]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Autos. Band 2, 1920–1945&amp;#039;&amp;#039;. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02170-6, S. 516. &amp;lt;small&amp;gt;(knapp und zum Teil missverständlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Christian Suhr: &amp;#039;&amp;#039;Lindner. Karosserien und Anhänger aus Ammendorf&amp;#039;&amp;#039;. Reichenbach (Vogtland) / Halle (Saale) 2010, ISBN 978-3-938426-12-8.&lt;br /&gt;
* Sven Frotscher: &amp;#039;&amp;#039;Das stählerne Herz von Halle. Lindner / Waggonbau Ammendorf / MSG. Band 1: 1823–1945&amp;#039;&amp;#039;. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-286-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.msg-ammendorf.de/ Website der MSG Maschinenbau und Service GmbH Ammendorf]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/058739|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Lkw- und Omnibusmarken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7728095-7|LCCN=no/2014/167360|VIAF=316875474}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lindner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Karosseriehersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Lkw-Hersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Straßenbahnhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kutschenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1823]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottfried Lindner AG| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
	</entry>
</feed>