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	<title>Gottfried Lessing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T17:01:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Lessing&amp;diff=1528699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Catullus26 am 28. Februar 2026 um 17:36 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Diplomaten. Zu dem lutherischen Theologen siehe [[Johann Gottfried Lessing]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Anton Nicolai Lessing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1914]] in [[Sankt Petersburg|Petrograd]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[11. April]] [[1979]] in [[Kampala]], [[Uganda]]) war ein deutscher Jurist und Diplomat der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Enkel des Industriellen [[Anton Lessing]] und Sohn des deutschen Hütteningenieurs Gottfried Lessing (* 1877)&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|14|349|350|Lessing, Anton|[[Clemens Lessing]]|101821670}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und seiner Ehefrau Tatjana (* 1879), einer geborenen von Schwanebach,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://amburger.ios-regensburg.de/index.php?id=30313 |titel=Lessing, Gottfried |werk=Erik-Amburger-Datenbank |hrsg=[[Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung]] |abruf=2025-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kam er, da die Familie wegen des Beginns des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] nach Deutschland ausgewiesen wurde, nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens König |url=http://www.berliner-kurier.de/archiv/irene-lessing--die-behuetete-tochter-aus-reichem-haus-die-mutter--gregors-russische-wurzeln,8259702,4086428.html |titel=Die Mutter: Gregors russische Wurzeln |werk=[[Berliner Kurier]] |datum=2005-08-01 |abruf=2015-08-14 |archiv-datum=2015-09-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150923193732/http://www.berliner-kurier.de/archiv/irene-lessing--die-behuetete-tochter-aus-reichem-haus-die-mutter--gregors-russische-wurzeln,8259702,4086428.html |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort besuchte er von 1928 bis 1933 ein Gymnasium. Danach studierte er die Fächer Rechtswissenschaften und Nationalökonomie an der [[Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]]. Er ging nach Hamburg und betätigte sich dort als Jurist.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Kilian: &amp;#039;&amp;#039;Die Hallstein-Doktrin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2001, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 wurde er in Berlin mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Das Wesen der Hehlerei in rechtsvergleichender Darstellung&amp;#039;&amp;#039; zum Dr.&amp;amp;nbsp;jur. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1938 migrierte er wegen seiner jüdischen Herkunft von Deutschland nach Großbritannien. Dort arbeitete er zunächst bei der &amp;#039;&amp;#039;The London Assurance&amp;#039;&amp;#039; als [[Volontär]]. 1939 reiste er nach [[Rhodesien]], wo er im damaligen [[Harare|Salisbury]] wieder eine Stelle bei der Auslandsniederlassung der Londoner Versicherung fand. Anschließend nahm er verschiedene Arbeitsstellen als Gelegenheitsarbeiter, Fahrlehrer und in der Tabakverarbeitung an. Dann fand er 1941 in einer Anwaltskanzlei eine Arbeit, wo er wieder als Jurist arbeiten konnte. Als er im Oktober 1942 die rhodesische Kommunistische Partei mitbegründete und auch als ihr Vorsitzender wirkte, lernte er dort Doris May Wisdom, geborene Taylor, kennen, mit der er 1945 eine Ehe einging. Sie erhielt unter ihrem späteren Namen [[Doris Lessing]] 2007 den [[Nobelpreis für Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1947 bis 1949 führte er als Vorstand ein Büro eines Rechtsanwalts in Salisbury. Nach Großbritannien kehrte er 1949 zurück und wurde in London Funktionär der kommunistischen Partei. Einige Monate war er arbeitslos, um dann bei der Britisch-Sowjetischen Freundschaftsgesellschaft mitzuarbeiten. Als er sich Ende 1950 entschloss, in die DDR zu gehen, trennte sich seine erste Frau von ihm. Er kehrte mit seiner zweiten Frau, Ilse Lessing, die als deutsche Jungkommunistin im südafrikanischen Exil war und dort in erster Ehe mit dem [[Afrikanischer Nationalkongress|ANC]]-Aktivisten (Vizevorsitzender des Revolutionsrates des ANC&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sahistory.org.za/people/dr-yusuf-mohamed-dadoo &amp;#039;&amp;#039;Dr. Yusuf Mohamed Dadoo&amp;#039;&amp;#039;.] sahistory.org.za&amp;lt;/ref&amp;gt;) [[Yusuf Dadoo]] verheiratet war, in die DDR zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schwester [[Irene Gysi]], die Mutter von [[Gabriele Gysi|Gabriele]] und [[Gregor Gysi]], wurde 1957 Abteilungsleiterin im Ministerium für Kultur der DDR.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Radde: &amp;#039;&amp;#039;Der Diplomatische Dienst der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1977, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Ende 1951 war er beim [[Karl Dietz Verlag Berlin]] angestellt. Im gleichen Jahr trat er in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] ein. Danach wurde er im [[Ministerium für Innerdeutschen Handel, Außenhandel und Materialversorgung|Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel]] (MAI) als Leiter einer Gruppe eingesetzt. Als Präsident der [[Kammer für Außenhandel]] (KfA) wirkte er von 1952 bis 1957. An die [[Parteihochschule Karl Marx]] wurde er von 1957 bis 1958 delegiert, um dann wieder 1958 zum MAI zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er Englisch auf dem Niveau der britischen Elite sprach, eine international einsetzbare Juristenausbildung hatte und durch seine Herkunft über hervorragende Umgangsformen verfügte, eignete er sich ausgezeichnet für die DDR als Mitarbeiter im auswärtigen Dienst. Anfang 1959 reiste er nach [[Indonesien]], um dort bis Ende 1959 als Handelsrat für die Handelsvertretung der DDR tätig zu sein. Danach kehrte er in die DDR zurück und übernahm eine Stelle im [[Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR|Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten]] (MfAA). Dort leitete er bis 1965 eine Abteilung für afrikanische Angelegenheiten. Einer seiner spektakulären Erfolge für die DDR war, dass es ihm gelang, den Präsidenten von [[Ghana]], [[Kwame Nkrumah]], nach Ost-Berlin einzuladen, wo diesem am 1. August 1961 die Ehrendoktorwürde der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] verliehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.landesarchiv-berlin-chronik.de/druck.php?anzeige=tempelhof+mariendorf+marienfelde+lichtenrade&amp;amp;verk=or&amp;amp;feld=f13 |text=1. August 1961 |wayback=20080517093107  }} landesarchiv-berlin-chronik.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiefe und Tragfähigkeit seiner Kontakte in Afrika sind nur zu verstehen durch das hohe persönliche Ansehen, das Gottfried und Ilse Lessing in politischen Führungskreisen des Kontinents durch ihre Zeit als Emigranten im südlichen Afrika zeitlebens genossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. März 1965 kam er als erster Generalkonsul der DDR in der Republik [[Tansania]] in [[Daressalam]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutschland Archiv&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 417&amp;lt;/ref&amp;gt; Als die DDR-Vertretung 1965 dort das [[Braunbuch|Braunbuch über &amp;#039;&amp;#039;Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;]] verteilte, protestierte der westdeutsche Staatssekretär [[Rolf Otto Lahr]] beim Botschafter von Tansania in Bonn. Lessing sollte sofort zur [[persona non grata]] erklärt und ausgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Kilian, ebenda, S. 220&amp;lt;/ref&amp;gt; Lessing aber blieb und das Bonner [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] forderte nur noch eine &amp;#039;&amp;#039;Bestrafung der Verantwortlichen&amp;#039;&amp;#039; in einer Verbalnote vom 12. Januar 1966 an den Botschafter Clement George Kahama von Tansania. 1969 endete seine Tätigkeit in Tansania und er besuchte in der DDR einen Lehrgang für Führungskräfte am Institut für Internationale Beziehungen an der [[Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft|Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften]] in [[Potsdam-Babelsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er im MfAA als Berater tätig, wobei er sich in der Abteilung für Analysen und Planungen für auswärtige Angelegenheiten beschäftigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=gottfried-lessing|lemma=Lessing, Gottfried|autor=[[Bernd-Rainer Barth]], Andreas Herbst|band=1|idNum=2082}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Tagungen der [[Generalversammlung der Vereinten Nationen|UNO-Vollversammlung]] vertrat er als Delegierter die DDR von 1973 bis 1975. Im April 1977 erfolgte seine [[Akkreditierung (Diplomatie)|Akkreditierung]] als Botschafter in [[Ruanda]]. Ende 1977 kam es zu seiner Ernennung als Botschafter in [[Uganda]]. Als es am 10. April 1979 in Kampala zu Kämpfen mit den Truppen von [[Idi Amin]], Truppen aus Tansania und der Nationalen Befreiungsfront kam, flüchtete Lessing in einem PKW mit seiner dritten Frau, einem Mitarbeiter und dessen Ehefrau. In der Nähe des Sportplatzes feuerten Soldaten der Befreiungsfront Granaten auf den PKW, der explodierte, die Insassen wurden sofort getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Bols: &amp;#039;&amp;#039;Ende der Schweigepflicht&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2002, S. 194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der tragische Tod ist der Tatsache geschuldet, dass man den britischen Botschafter treffen wollte. Gottfried Lessing, der wie ein Angehöriger der britischen Oberschicht wirken konnte, wurde offenbar Opfer einer Verwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wesen der Hehlerei in rechtsvergleichender Darstellung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hintergründe der imperialistischen Intrigen gegen die Republik Kongo&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Einheit&amp;#039;&amp;#039;. Heft 2, 1963, S. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing übertrug zudem folgende Werke aus dem Englischen ins Deutsche:&lt;br /&gt;
* Wilfred G. Burchett: &amp;#039;&amp;#039;China verändert sich&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Volk und Welt, Berlin 1952 (gemeinsam mit Anni Seipel).&lt;br /&gt;
* Rodney H. Hilton: &amp;#039;&amp;#039;Der englische Bauernaufstand von 1381&amp;#039;&amp;#039;. Rütten &amp;amp; Loening, Berlin 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1956: [[Verdienstmedaille der DDR]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lessing, Gottfried&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 436.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=gottfried-lessing|lemma=Lessing, Gottfried|autor=[[Bernd-Rainer Barth]], [[Andreas Herbst]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/nachrichten-verlese-ddr-generalkonsul-lessing-zu-gespraechen-in-daressalam/ard/YnJpZDovL2RyYS5kZS9tZWRpYXRoZWsvcHVibGljYXRpb24vNzkxMTE DDR-Generalkonsul Lessing zu Gesprächen in Daressalam] [[Deutscher Fernsehfunk]], 17. Mai 1965 (Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot der [[ARD Mediathek]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten der Kammer für Außenhandel der DDR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105051349|LCCN=|VIAF=32449048}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lessing, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter in Ruanda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter in Uganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitiker (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlanddeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lessing, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lessing, Gottfried Anton Nicolai (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Diplomat (DDR)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg|Petrograd]], Russland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. April 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kampala]], Uganda&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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