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	<title>Gottfried Kohlreif - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-06T04:45:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KohlreifGRZ.JPG|miniatur|Porträt Kohlreifs im Ratzeburger Dom]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Kohlreif&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kohlreiff&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]]&amp;lt;ref&amp;gt;der Geburtstag wird unterschiedlich angegeben: nach ADB 11./21. Oktober; nach dem &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Hamb. Schriftsteller&amp;#039;&amp;#039; 30. September/11. Oktober (jeweils [[Julianischer Kalender|jul.]]/[[Gregorianischer Kalender|greg.]]), sein Epitaph im Dom sagt (nach Krüger, S. 122): &amp;#039;&amp;#039;1676 d. 1. Oktob.&amp;#039;&amp;#039; in der deutschen und &amp;#039;&amp;#039;NAT. POSTR. F. MICHA. C. 1676&amp;#039;&amp;#039; in der lateinischen Inschrift&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1676]] in [[Strelitz (Stadt)|Strelitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;nicht wie häufig angegeben in der Stadt [[Neustrelitz]], die erst 1733 gegründet wurde&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[13. August]] [[1750]] in [[Ratzeburg]]) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Dompropst am [[Ratzeburger Dom]]. Eine von ihm veröffentlichte Zeittafel führte zum &amp;#039;&amp;#039;Kohlreiffschen Streit&amp;#039;&amp;#039; um die Berechnung des [[Apokalyptik|Weltendes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kohlreifs Familie war erst in der Generation seines Vaters aus Brandenburg nach Mecklenburg eingewandert. Sein Vater hatte dabei in eine einheimische Familie eingeheiratet, die seit dem Mittelalter zum gehobenen Bürgertum von [[Neubrandenburg]] zählte. In Kohlreifs mütterlichen Vorfahrenliste, die bis ins frühe 14. Jahrhundert reicht, finden sich etliche Bürgermeister jener Stadt. Sein Großvater [[Bernhard Kohlreif]], war Rektor des Berliner [[Gymnasium zum Grauen Kloster|Gymnasiums zum Grauen Kloster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohlreif selbst wurde als Sohn des Strelitzer Pastors und (späteren) Hofpredigers und Superintendenten [[Matthias Erasmus Kohlreif]] &amp;lt;!-- sic! //--&amp;gt;(1641–1705) und dessen Ehefrau Regina, geb. Wiese (1651–1729) geboren. Er studierte zunächst ab 1691 an der [[Universität Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100038193 Eintrag] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und unmittelbar nach deren Eröffnung an der [[Universität Halle]], wo er 1694 den [[Magister]]grad erhielt. 1698 war er vorübergehend Bibliothekar der Herzogin Marie. 1699 hatte er vor, an die [[Universität Kiel]] zu gehen, musste aber wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit den [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] in [[Hamburg]] Station machen, wo er bei seinem Verwandten Ulrich Wiese, dem Pastor der Heiliggeistkirche, lebte, Erzieher der Söhne des mecklenburgischen Diplomaten [[Edzard Adolf von Petkum]] wurde und bei den [[Hauptpastor]]en [[Johann Winckler]] und [[Johann Friedrich Mayer (Theologe)|Johann Friedrich Mayer]] Kollegia besuchte, so dass er am 29. Januar 1700 unter die Kandidaten des Hamburger [[Geistliches Ministerium|Geistlichen Ministeriums]] aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bruhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Kandidaten der hamburgischen Kirche von 1654 bis 1825. Album candidatorum.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg: [[J.J. Augustin]] 1963 (Die hamburgische Kirche und ihre Geistlichen seit der Reformation, Band III), S. 153, Nr. 417&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abschluss des [[Frieden von Traventhal|Friedens von Traventhal]] im Sommer 1700 konnte er seine Reise nach Kiel fortsetzen reisen, wo er Vorlesungen hielt und 1701 den Grad eines [[Lizentiat]]en erwarb. Im selben Jahr wurde er nach Errichtung des Herzogtums [[Mecklenburg-Strelitz]] durch den [[Hamburger Vergleich (1701)]] Pastor Primarius in [[Neubrandenburg]]. 1704 wechselte er als Domprediger und Propst an den zu Mecklenburg-Strelitz gehörenden Ratzeburger Dom und erhielt später den Titel eines Konsistorialrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein lebensgroßes Porträt, das ihn in Amtstracht umgeben von theologischen Werken mit der aufgeschlagenen Bibel in der Hand zeigt, mit einem [[Epitaph]] in lateinischer und deutscher Sprache darunter erinnert im Ratzeburger Doms an ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;Abb. und Beschreibung bei Krüger (Lit.), S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Es hängt heute in der Kunstkammer im Kreuzgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohlreif war dreimal verheiratet, zunächst mit Anna Katharina Möllenhoff († 1702), dann ab 1706 mit Magdalena Lohmann, verwitwete Ebion († 1735) und schließlich ab 1736 mit Eleonora Katharina Wiechmann. Er hatte 14 Kinder, von denen sechs jung starben. Ein Sohn aus zweiter Ehe, [[Christoph Gotthilf Kohlreif]] (* 11. April 1715; † 15. Februar 1775) war Lehrer am [[Katharineum zu Lübeck]] und wurde 1765 Hauptpastor an [[Marienkirche (Lübeck)|St. Marien]] ebd. Unter seinen Schwiegersöhnen finden sich mehrere mecklenburgische Pastoren. Eine Enkelin heiratete [[Carl Gottlob Heinrich Arndt]], der ebenfalls Dompropst in Ratzeburg wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine umfangreiche Bibliothek wurde teilweise im August 1751 in einer öffentlichen Auktion versteigert, deren gedruckter Katalog erhalten ist. Sein [[Stammbuch (Freundschaftsalbum)]] mit Einträgen aus den Jahren 1693 bis 1702 ist in der [[Stadtbibliothek Lübeck]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ms. Lub. 769, [https://raa.gf-franken.de/de/suche-nach-stammbuechern.html?permaLink=1693_kohlreiff  Eintrag] in der Stammbuch-Datenbank &amp;#039;&amp;#039;Repertorium Alborum Amicorum&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 9. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Kohlreifs umfangreiches theologisches schriftstellerisches Werke hatte drei Schwerpunkte:&lt;br /&gt;
# zum einen waren es Werke im Bereich der [[Altes Testament|alttestamentlichen Wissenschaft]] und der [[Hebraistik]];&lt;br /&gt;
# daraus entwickelte sich ein zweiter Schwerpunkt: Kohlreifs Beschäftigung mit der [[Chronologie]]. Dazu erschienen Arbeiten von ihm 1724 und 1728 in Hamburg, 1732 in Lübeck und Leipzig, 1744 in Ratzeburg. Seine Berechnungen führten zu einer Auseinandersetzung mit [[Johann Albrecht Bengel]] und zum &amp;#039;&amp;#039;Kohlreiff-Streit&amp;#039;&amp;#039; über das Alter der Welt und den Zeitpunkt des [[Jüngster Tag|Jüngsten Tages]].&lt;br /&gt;
# ein dritter Schwerpunkt waren Werke für den pastoralen Gebrauch. Dazu gehört vor allem sein 1715 erstmals erschienenes und vielfach wieder aufgelegtes &amp;#039;&amp;#039;Ratzeburgisches Gesangbuch, mit Anmerkungen und der Liederkrone&amp;#039;&amp;#039;, womit die Kirche im [[Fürstentum Ratzeburg]] erstmals ein eigenes einheitliches Gesangbuch erhielt, aber auch eine Neuauflage der Katechismus-Fragen des Ratzeburger Superintendenten [[Hector Mithobius (Theologe)|Hector Mithobius]] und eine Abhandlung über das Abendmahlsbrot (gegen [[Leonhard Christoph Sturm]]);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nöthiger Bericht von den in der Evangelischen Kirche üblichen Altar-Brodt oder so genannten Oblaten.&amp;#039;&amp;#039; O.O. 1712&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ratzeburgisches Gesangbuch, mit Anmerkungen und der Liederkrone.&amp;#039;&amp;#039; Ratzeburg 1715&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronologia sacra || a mundo condito || usque ad ipsius interitum. || Ex interioribus fontium recessibus || ervta, || et maiori ex parte apodictica; || nvllo hiatv ex scriptis hvmanis || redintegrando laborans: || praecipvorvm tamen antiqvitatis || monumentorvm consensv stipita: || integritatis atqve eminentiae divinae, || qva scriptvra sacra vbiqve sibi || constat ac svfficit, || testis et vindex; || plvrimorvmque locorvm bibliocorvm, || pro difficillimis adhvc habitorvm, || interpres.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg: Theod. Christoph Felginer, 1724. ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00002363/images/ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christliche Catechismus-Fragen, Zu desto festerer Grundlegung In der Reinen Lehre und wahren Gottseligkeit, Um der Offte sehr mangelhaften Abschrifften willen dem Drucke überlassen.&amp;#039;&amp;#039; Ratzeburg: Hartz 1731&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronologia Liphrat Katon&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Liphrat Katon, auch &amp;#039;&amp;#039;lifrat qatan&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;nach der kleinen Zeitrechnung&amp;#039;&amp;#039; ist eine Art der [[Jüdischer Kalender|Jüdischen Zeitrechnung]], bei der die Tausender weggelassen werden&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;: Adhuc immota et denuo illustrata, oppositas sibi videlicet machinas evertens, integritati Scripturae S. Ulteriora praesidia parans, et sic magno iterum numero observationum utilissimarum locum faciens : Accedit praeter emendanda via nova ad indagandas eclipses, praesertim im priscis sinarum libris notatas ...&amp;#039;&amp;#039; Lubecae &amp;amp; Lipsiae, sumtu Jonae Schmidt. Typis Racebvrgensibvs Andr, Hartzii. A.G. MDCCXXXII. Mvndi 6241. 1732&lt;br /&gt;
: Editio secunda. Bremae : Vidua H. Jaegeri, typis H.C. Jani 1735. (weitere Auflagen: Bremen: G.W. Rump 1742 und 1764)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zornkelter der letzten Zeiten, Oder Eine deutliche Erklärung des XXXIV. XXXV. und LXIII. Cap. Jesajä : mit einer neuen, der Heil. Schrifft zu Ehren abgefaßten Anhangs-Schrifft, worinnen aber Die Herbrechtingische&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbrechtingen]] war der Wirkungsort Bengels, gegen den die Schrift gerichtet ist&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Chiliasterey ... bloß gestellet wird.&amp;#039;&amp;#039;  Lübeck 1750&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|16|453||Kohlreif, Gottfried|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Kohlreif, Gottfried}}&lt;br /&gt;
* [[Georg Krüger-Haye|Georg Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pastoren im Fürstentum Ratzeburg&amp;#039;&amp;#039;. Schönberg (Meckl.), 1899. S. 15–17.&lt;br /&gt;
* Georg Krüger (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Das Land Ratzeburg&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz&amp;#039;&amp;#039;, Band II) Neubrandenburg 1934, Nachdruck Schwerin: Stock &amp;amp; Stein 1994, ISBN 3-910179-28-2, S. 122&lt;br /&gt;
* Hans Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Hamburgischen Schriftsteller bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Hamburg 1866, S. 147f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auktionskatalog ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Kohlreiffiana Tripartita, Praeter Scriptores Hebr. Rabbin. Syr. Arab. Graecos &amp;amp;c. &amp;amp;c. Biblioth. P. P. Tomos Conciliorum, Constitut. Ecclesiast. Collectionem. ... Continens Libros Theol. Jurid. Medic. ... Quos Gottfr. Kohlreiff, ... Ad Aedes Cathedrales Raceb. Pastor ... Sibi Comparavit. ... Raceburgi ... A. 1751. d. 16. Augusti &amp;amp; sqq. Solenni Auctionis Lege Distrahenda.&amp;#039;&amp;#039; Raceburgi : Schmid, 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|33571675X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sfb-frueheneuzeit.uni-muenchen.de/projekte/zusatz/HistorischeTabellenwerke/Kohlreif.html Informationen zu Gottfried Kohlreif] im Projekt &amp;#039;&amp;#039;Historische Tabellenwerke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100196314|LCCN=no/2012/017776|VIAF=10188487}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kohlreif, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dompropst (Ratzeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1676]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1750]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürstentum Ratzeburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kohlreif, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kohlreiff, Gottfried&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher lutherischer Theologe, Dompropst &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1676&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Strelitz (Stadt)|Strelitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. August 1750&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ratzeburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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