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	<title>Gottfried Kerscher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:05:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Kerscher&amp;diff=1693531&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;München-lebt: Korrekte Bezeichnung für die Universität Trier, Rheinland-Pfalz, eingefügt</title>
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		<updated>2026-02-26T16:52:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekte Bezeichnung für die Universität Trier, Rheinland-Pfalz, eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GottfriedKerscher.jpg|mini|Gottfried Kerscher (2025)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Kerscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. August]] [[1954]] in [[Ingolstadt]]) ist ein deutscher [[Kunsthistoriker]] und war von 2006 bis 2020&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Personalnachrichten und Forschungsprojekte an kunstwissenschaftlichen Hochschulen und Forschungsinstituten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kunstchronik. Monatsschrift für Kunstwissenschaft, Museumswesen und Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Band 73, Nr. 9/10, 2020, S. 477 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/kchronik/article/view/102487 PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Professor für [[Kunstgeschichte]] des Mittelalters an der [[Universität Trier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerscher wurde 1984 in [[München]] mit einer Arbeit über das Bildprogramm des [[Dom von Parma#Baptisterium|Baptisteriums von Parma]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seine eigenwillige [[Publikation]] dieser Arbeit, die mit einem [[Fiktion|fiktiven]] Dialog beginnt, ließ schon damals darauf schließen, dass sich Kerscher nicht immer in der herkömmlichen Art und Weise den Forschungsgegenständen nähern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Volontariat am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (1989–1990) folgten zwei [[Stipendium|Stipendien]] in [[Italien]], am [[Kunsthistorisches Institut in Florenz|Kunsthistorischen Institut in Florenz]] (1985–1987) und an der [[Bibliotheca Hertziana]] in Rom (1987–1989).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerscher widmete sich u.&amp;amp;nbsp;a. der Überlieferung [[Astronomie|astronomischen]]/[[Astrologie|astrologischen]] Gedankenguts im Mittelalter mittels illustrierter Handschriften sowie Entstehungsprozessen der Bildkunst. Damit war ein Forschungsgebiet geboren, dem sich Kerscher immer wieder auf verschiedene Art und Weise näherte: der Bewertung unterschiedlichen Quellenmaterials und deren [[Interpretation]]. Bereits im [[Marburg]]er Graduiertenkolleg „Kunst und Kontext“ hatte ihn im Rahmen der Organisation der Tagung diese Frage interessiert, aus der die gleichnamige Publikation „[[Hagiographie]] und Kunst“ entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Rom befasste sich Kerscher mit [[Architektur]]. Sein Interesse galt nun dem [[Palast]]bau des späten Mittelalters, allem voran dem Papstpalast in Avignon. Auch hier war es ihm möglich, neue methodische Wege zu gehen: Er widmete sich der Frage, welche Rolle das [[Zeremonie]]ll im Verlauf des 14. Jahrhunderts für die Gestaltung von Architektur zu spielen begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar trugen das Zeremoniell und die Entwicklung der höfischen Systeme dazu bei, eine einheitliche Palaststruktur mit uneinheitlichem formalem Apparat zu realisieren – ein Widerspruch zu einer Kunstgeschichte, die vorwiegend formal argumentiert. Kerscher war mittlerweile an der [[Technische Universität Berlin|TU Berlin]] [[Habilitation|habilitiert]] und an das [[Kunstgeschichtliches Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Kunstgeschichtliche Institut]] der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]] berufen worden, als er dies in zwei Büchern publizieren konnte: &amp;#039;&amp;#039;Architektur als Repräsentation&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalterliche Palastbaukunst zwischen Pracht und zeremoniellen Voraussetzungen (Avignon, Mallorca, Kirchenstaat)&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Kopfräume – eine kleine Zeitreise durch virtuelle Räume&amp;#039;&amp;#039;, das sozusagen im Rückwärtsgang durch die Geschichte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage des Zeremoniells und der Anteil an der Konzeption von Kunst wird ihn auch weiter interessieren. 2009 haben das [[Historisch-Kulturwissenschaftliches Forschungszentrum Trier|Historisch Kulturwissenschaftliche Forschungszentrum Trier]] sowie das Forschungsreferat Anschubfinanzierungen für ein internationales Projekt bewilligt. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die erste europäische Zeremonialhandschrift, die &amp;#039;&amp;#039;Leges Palatinae&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre bilden die mittelalterliche Kunstgeschichte, [[Profanbau|Profanarchitektur]] und Zeremoniell,  Raumdispositionen und [[Virtualität|virtuelle]] Räume, Neue Medien (Netzkunst usw.) sowie die Denkmalpflege. Kerscher arbeitete 2006–2020 an der Universität Trier im Rahmen einer W2-Professur mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte des Mittelalters, gelegentlich mit Erweiterung auf Projekte zur Netzkunst und zum Film. Schwerpunkte gab es zuletzt im Bereich der „Trieriana“, im Rahmen der Sanierungsarbeiten und bauforscherischer Tätigkeit verschiedener Institutionen bezüglich der Porta Nigra sowie dem Trierer Dom (letzteres zusammen mit Manfred Schuller, damals TU München).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerscher schied 2020 aus dem Hochschuldienst aus und lebt in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Forschungsprojekte (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Die Leges palatinae – Cod. Lat. 9169 der Bibliothèque Royale Albert Ier in Brüssel – die erste illuminierte europäische Zeremonialhandschrift und ihre Sonderstellung im mittelmeerischen Kulturraum&lt;br /&gt;
* Entwicklungslinien der Kunst im 11. und 12. Jh. (in Vorbereitung)&lt;br /&gt;
* Geschichte der Profanarchitektur des Mittelalters (Projekt in Vorbereitung)&lt;br /&gt;
* Architektur der Öffentlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benedictus Antelami oder das Baptisterium von Parma. Kunst und kommunales Selbstverständnis.&amp;#039;&amp;#039; W. Angerer, München 1986 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Hagiographie und Kunst. Der Heiligenkult in Schrift, Bild und Architektur.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1993 (zahlreiche Rezensionen).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber mit [[Hans Dieter Huber]] und Christoph Danelzik-Brüggemann: &amp;#039;&amp;#039;Netzkunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Berichte]].&amp;#039;&amp;#039; Sonderband 26, Heft 1). 1998.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kopfräume. Eine kleine Zeitreise durch die Geschichte virtueller Räume.&amp;#039;&amp;#039; Ludwig, Kiel 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Architektur als Repräsentation. Spätmittelalterliche Palastbaukunst zwischen Pracht und zeremoniellen Voraussetzungen: Avignon, Mallorca, Kirchenstaat.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Tübingen 2000.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Henri Focillon, Das Jahr Tausend.&amp;#039;&amp;#039; Mit Kommentar und Übersetzung. Darmstadt 2012.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber mit [[Gisela Drossbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Utilidad y decoro – Zeremoniell und symbolische Kommunikation in den ‚Leges Palatinae’ König Jacobs III. von Mallorca (1337)&amp;#039;&amp;#039;  (= &amp;#039;&amp;#039;Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Reichert, Wiesbaden 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://www.uni-trier.de/index.php?id=7925 |text=Ehemalige Homepage an der Universität Trier |wayback=20210306113142 |()=[]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1022104233|LCCN=n86119610|VIAF=49838532}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kerscher, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Trier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kerscher, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunsthistoriker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. August 1954&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ingolstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;München-lebt</name></author>
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