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	<title>Gottfried Holtz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Holtz&amp;diff=2457583&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-01-20T09:17:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https://portal.archiv-nordkirche.de/actaproweb/archive.xhtml?id=Best++++a78e96f2-31f2-4bdd-a0e5-0fa99aa143a6&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Holtz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Januar]] [[1899]] in [[Penzlin]]; † [[10. Juli]] [[1989]] in [[Halle (Saale)]]) war ein deutscher evangelischer Theologe, Pastor und Professor für [[Praktische Theologie]] an der [[Universität Rostock]] und mit der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] im Widerstand gegen den [[Nationalsozialismus]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater Wilhelm Holtz war Pastor und [[Propst]]. So wurde ihm eine gute Bildung zuteil und er legte 1917 sein Abitur in [[Güstrow]] ab. Er immatrikulierte sich im April 1918 an der [[Universität Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://matrikel.uni-rostock.de/id/200013840 Eintrag] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, nahm dann aber von 1918 bis 1919 am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als [[Landsturm]]mann teil. Anschließend studierte er bis 1923 [[Evangelische Theologie]] an den [[Universität Rostock|Universitäten Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;Neuimmatrikulation am 25. April 1921, siehe den [http://matrikel.uni-rostock.de/id/200016467 Eintrag] im Rostocker Matrikelportal&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Universität Tübingen|Tübingen]]. 1923 wurde er Leiter der mecklenburgischen Bauernvolkshochschule [[Wiligrad]] bei [[Schwerin]] und von 1923 bis 1924 Hilfsprediger in [[Neustadt-Glewe]]. Nach einer Dissertation zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Die ethischen Konsequenzen des Gottesgedankens in der Theologie [[Karl Barth]]s&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1925 von der Theologischen Fakultät der Universität Rostock zum [[Lizentiat]]en (Dr. theol.) promoviert. Von 1925 bis 1927 war er als Jugendpfarrer und Oberkirchenrat in Schwerin, dann bis 1931 als Pastor in [[Dorfkirche Gammelin|Gammelin]] und zuletzt als Pastor in [[Dorfkirche Unter Brüz|Unter Brüz]] bei [[Goldberg]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1931 kaufte der in Berlin-Dahlem ansässige [[Innere Mission|&amp;#039;&amp;#039;Central-Ausschuß für innere Mission der deutschen evangelischen Kirche&amp;#039;&amp;#039;]] das Restgut [[Diestelow]] mit Park, See und Ackerland zur Einrichtung einer Siedlerschule.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 5.12-4/3 MfLDF, Abt. Siedlungswesen, Nr. 7740 die evangelische Siedlerschule Dietelow.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Himmelfahrt 1931 wurde die Schule mit einem Festgottesdienst eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 5.12-4/3 MfLDF. Abt. Siedlungswesen, Nr. 7740 Festprogramm vom 14. Mai 1931.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Leiter wurde Pastor Gottfried Holtz eingesetzt. Ab 1934 leitete dann ein Diplomlandwirt die Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er engagierte sich in der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] und wurde mit sechs weiteren Pastoren ([[Henning Fahrenheim]] aus Schwerin, [[Johannes Schwartzkopff]] aus Güstrow, [[Hans Werner Ohse]] und [[Christian Berg (Theologe)|Christian Berg]] aus [[Boizenburg]], [[Viktor Wittrock]] aus Schwerin und [[Walter Pagels]] aus Rostock) im Juni 1934 vor einem [[Sondergericht]] in [[Schwerin]] wegen Verstosses gegen die &amp;#039;&amp;#039;[[Heimtückeverordnung]]&amp;#039;&amp;#039; und wegen „Herabwürdigung“ des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Staates]] verurteilt. Die Strafe wurde jedoch wieder aufgehoben und Holtz 1935 nach Wutzig (heute Osiek Drawski, [[Gmina]] [[Wierzchowo (Powiat Drawski)]]) in [[Pommern]] zwangsversetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklot Beste]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schweriner Prozess im Juni 1934.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Holze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Theologische Fakultät Rostock unter zwei Diktaturen. Festschrift für Gert Haendler.&amp;#039;&amp;#039; Lit-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-6887-7, S. 17f ([http://books.google.de/books?id=9JPos5Nh8i4C&amp;amp;pg=PA17 Google bücher]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde Holtz zur Wehrmacht eingezogen, wo er zuletzt als [[Unteroffizier]] diente. Von 1940 bis 1948 hatte er eine Pfarrstelle in [[Greifswald-Wieck]] inne.  Er musste immer wieder Übergriffe dulden und wurde wegen einer Predigt angezeigt und zum Verhör verhaftet, durch die Hilfe des [[Konsistorium der Provinz Pommern|Konsistoriums der Provinz Pommern]] jedoch wieder freigelassen. Im April 1945 bereitete er mit einem Kreis die widerstandslose Übergabe [[Greifswald]]s an die [[Rote Armee]] vor, deren Zeitpunkt gut gewählt sein musste. Durch die Übergabe wurde verhindert, dass Greifswald zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrung der Retter Greifswalds.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.greifswald.de/uploads/media/Retter_Greifswalds.pdf Digitalisat] ([[PDF]]; 2,1&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GH&amp;quot;&amp;gt;Gert Haendler: &amp;#039;&amp;#039;Erlebte Kirchengeschichte. Erinnerungen an Kirchen und Universitäten zwischen Sachsen und den Ostseeländern.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Michael Niemann, Heinrich Holze: &amp;#039;&amp;#039;Rostocker Studien zur Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17, Universität Rostock 2011, ISBN 978-3-86009-114-2, S. 86f. ([http://rosdok.uni-rostock.de/file/rosdok_derivate_000000004719/Studien17.pdf Digitalisat], [[PDF]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Am 24. Februar 1946 verlieh ihm die Theologische Fakultät der [[Universität Greifswald]] die [[Ehrendoktor]]würde, zusammen mit [[Karl von Scheven]]. 1948 wurde er Referent des Evangelischen Konsistoriums Greifswald. Im selben Jahr folgte seine Berufung zum Professor an die Universität Rostock, an der er bis 1963 unterrichtete. 1959 wurde er Institutsdirektor. „Krankheitsbedingt“ wurde Holtz 1963 vorzeitig emeritiert, übte jedoch seine Lehrtätigkeit bis 1965 aus.&lt;br /&gt;
Er verstarb am 10. Juli 1989 im Alter von 90 Jahren in [[Halle (Saale)]]. Der Neutestamentler [[Traugott Holtz]] (1931–2007) war sein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
In „Niederdeutsch als Kirchensprache“ denkt Holtz über den Gebrauch des [[Niederdeutsche Sprache|Plattdeutschen]] im Gottesdienst nach. Es bietet einen geschichtlichen Überblick über Plattdeutsch in [[Predigt]] und [[Geistliches Lied|Lied]] seit dem Mittelalter. Dieser Aufsatz erschien 1954, durfte jedoch später in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wegen &amp;#039;&amp;#039;gesamtdeutscher Tendenzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu siehe Haendler (Lit.), S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht mehr nachgedruckt werden. 1954 erschien ein Bildband „Dorfkirchen in Mecklenburg“, der eine große Breitenwirkung erzielte. In „Der mecklenburgische Landarbeiter und die Kirche“ werden soziale Missstände der [[Landarbeiter]] aufgezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-MV|4381}}&lt;br /&gt;
* [[Gert Haendler]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an Gottfried Holtz.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch für Mecklenburgische Kirchengeschichte 2 (1999), S. 101–109; auch in Gert Haendler: &amp;#039;&amp;#039;Die Theologische Fakultät Rostock unter zwei Diktaturen.&amp;#039;&amp;#039; LIT, Münster 2004, S. 283–288.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Andresen]]: &amp;#039;&amp;#039;Niederdeutsch als Kirchensprache. Festgabe für Gottfried Holtz.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1980, ISBN 3-525-58116-5.&lt;br /&gt;
* Elmar Koch: &amp;#039;&amp;#039;Die ländliche Siedlung in Mecklenburg während der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: MJB 133 (2018) S. 167–232.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Ungedruckte Quellen ===&lt;br /&gt;
[[Landeshauptarchiv Schwerin]] (LHAS)&lt;br /&gt;
* LHAS 5.12-4/3 &amp;#039;&amp;#039;Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Abt. Siedlungswesen.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 7740 Die Evangelische Siedlerschule Diestelow.&lt;br /&gt;
* [[Universitätsarchiv Greifswald]] 2.3 Theologische Fakultät, Ehrenpromotio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeskirchliches Archiv Schwerin (LKAS)&lt;br /&gt;
* OKR Schwerin 10.02.03 Landesbischof Walther Schulz (1900–1957), Nr. 130, Schriftwechsel 1933–1937, Pastor Lic. Gottfried Holtz, Brüz; 03. 06. 03 Landesbischof Dr. Niklot Beste (1901–1987), Nr. 114 b, Korrespondenz mit Prof. Dr. Gottfried Holtz, Rostock 1945–1971; 09. 01 Sammlung Holtz, Gottfried, Prof. Dr. 1899–1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|265063949}}&lt;br /&gt;
* {{CPR|118706691}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118706691|LCCN=n/85/233289|VIAF=40173000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holtz, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holtz, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Holtz, Gottfried Karl Viktor Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelischer Theologe, Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Januar 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Penzlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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