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	<title>Gottfried Hagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Hagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1230]]; † [[4. Juli]] [[1299]]) war [[Stadtschreiber (Kanzleivorsteher)|Stadtschreiber]] von [[Köln]], ein Spezialist für deutsche Urkunden und arbeitete auch als Pfarrer. Bekannt wurde er jedoch vor allem als Autor der &amp;#039;&amp;#039;[[Reimchronik der Stadt Köln]]&amp;#039;&amp;#039; von 1270.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gottfried Hagen wurde 1230 in [[Xanten]] geboren. Sein Vater Gerhard, [[Kanoniker]] des [[St. Viktor (Xanten)|Viktorstifts]], und seine Mutter Blanza gehörten zu den Vetscholdern. Allerdings förderte das [[Patrizier]]-Geschlecht ihn im weiteren Verlauf seines Lebens nicht, so dass er für sich selbst sorgen musste. Er studierte an der [[Artistenfakultät]] in [[Paris]]. Dort beschäftigte er sich wahrscheinlich nicht (nach dem Vorbild seines Vaters) mit [[Theologie|theologischen]] Studien. Stattdessen studierte er nach den grundlegenden Studien der [[Artes liberales]] [[Rechtswissenschaft]]. Aufgrund seines [[Magister]]-Titels nannte man ihn auch „Meister“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1262 an entwickelte er sich in Köln zu einem der bekanntesten Spezialisten für deutsche Urkunden. Nach heutigem Forschungsstand kann man Gottfried Hagen 21 [[Autograph]]en zuordnen. Sein erstes juristisches Dokument verfasste er am 9. Juni 1262 für ein Bündnis zwischen der Stadt Köln und dem [[Adolf V. (Berg)|Grafen von Berg]]. Eine Woche später dokumentierte er die Sühne mit Bischof [[Engelbert II. von Falkenburg]] vom 16. Juni. Im folgenden Jahr erarbeitete er bürgerliche Rentenverträge nach italienischem Vorbild. Einen solchen Vertrag schloss die Stadt auch mit dem Grafen von [[Jülich]]. Am 25. August 1263 musste eine neue Sühne mit Engelbert ausgehandelt werden. Ein halbes Jahr später befand sich Gottfried Hagen offensichtlich in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten, denn am 27. Februar verfasste er eine Urkunde für den Bischof, obwohl die Patrizier der Stadt ihrem Bischof eigentlich feindlich gegenüberstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Geld zu verdienen, arbeitete er anschließend möglicherweise als Schulmeister von [[St. Maria im Kapitol]]. In dieser Zeit lernte er seine Lebensgefährtin Petrissa kennen, mit der er einen unehelichen Sohn namens Gobelinus hatte. Die einflussreiche Familie Gernegrois seiner Geliebten verhalf ihm zu einer Anstellung als [[Schreinsbücher|Schreinschreiber]] von [[St. Peter (Köln)|St. Peter]] und [[St. Aposteln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. August 1268 drohte der [[Papst|päpstliche]] [[Apostolischer Nuntius|Nuntius]] Bernhard de Castaneto der Stadt Köln mit dem [[Anathema|Bann]], weil die Bürger den Bischof Engelbert gefangen genommen hatten. Gottfried protestierte im Auftrag der Stadt als [[Prokurator]] gegen die Ausführungen des Nuntius, wobei ihm seine umfassenden Kenntnisse im [[Kirchenrecht]] zugutekamen. Im Oktober 1268 nahm er einen Auftrag des [[Domkapitel]]s an und absolvierte einen Botengang nach [[Neuss]]. Als der Nuntius 1270 härtere Strafen ankündigte und die Stadt Köln damit in eine Krise stürzte, sah sich Gottfried Hagen gezwungen, die Bürger zur Eintracht zu ermahnen und verfasste aus diesem Anlass seine Reimchronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Bildung war er dazu prädestiniert. Insbesondere durch die Äußerungen von Ernst Dornfeld gab es eine Kontroverse um die Frage, ob der Stadtschreiber und der Autor die gleiche Person wären, aber die Identität gilt heutzutage als sicher. Sein umfangreiches juristisches Wissen verlieh Gottfried Hagen außerdem die nötige Autorität zur Schilderung der rechtlichen Auseinandersetzung, die einen wesentlichen Teil der Handlung in der Reimchronik bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein vorbildlicher Einsatz gegen die aggressiven Geistlichen und sein literarisches Werk verhalfen Gottfried Hagen zu großem Ansehen. Im Frühjahr 1271 konnte er deshalb das Amt des Stadtschreibers übernehmen. 1275 wurde er zusätzlich Pfarrer von [[Klein St. Martin]]. Nach intensiven Diskussionen setzte er sich gegen den Autor Alexander von Leysberg (auch bekannt als Alexander von Roes) durch. Die beiden Ämter hatte er bis Ende 1287 inne. Spätestens 1291 trat er als [[Dekan (Kirche)|Dechant]] von [[St. Georg (Köln)|St. Georg]] in Erscheinung. Gottfried Hagen starb schließlich am 4. Juli 1299 in Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Reimchronik der Stadt Köln&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von [[Kurt Gärtner (Mediävist)|Kurt Gärtner]], Andrea Rapp und Désirée Welter unter Mitarbeit von Manfred Groten. Historischer Kommentar von [[Thomas Bohn (Historiker)|Thomas Bohn]]. Droste, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-7700-7627-7 (= &amp;#039;&amp;#039;Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde&amp;#039;&amp;#039; 74).&lt;br /&gt;
* Hartmut Beckers: &amp;#039;&amp;#039;Hagen, Gottfried&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kurt Ruh]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. 2. völlig neu bearbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin 1981, ISBN 3-11-008778-2, Sp. 384–386.&lt;br /&gt;
* {{ADB|10|337|338|Hagen, Gottfried|[[Hermann Cardauns]]|ADB:Hagen, Gottfried}}&lt;br /&gt;
* Ernst Dornfeld: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zu Gottfried Hagens Reimchronik der Stadt Köln nebst Beiträgen zur mittelripuarischen Grammatik&amp;#039;&amp;#039;. Marcus, Breslau 1912 (= &amp;#039;&amp;#039;Germanistische Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039; 40, {{ZDB|501571-6}}), (Nachdruck: Olms, Hildesheim u. a. 1977, ISBN 3-487-06194-5).&lt;br /&gt;
* Manfred Groten: &amp;#039;&amp;#039;Köln im 13. Jahrhundert. Gesellschaftlicher Wandel und Verfassungsentwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln u. a. 1995, ISBN 3-412-11294-1 (= &amp;#039;&amp;#039;Städteforschung&amp;#039;&amp;#039; Reihe A: &amp;#039;&amp;#039;Darstellungen&amp;#039;&amp;#039; 36), (Zugleich: Köln, Univ., Habil.-Schr., 1990/91).&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|478||Hagen, Gottfried|Hugo Stehkämper|118544721}}&lt;br /&gt;
* Désirée Welter: &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Quellen und städtische Chronik. Entstehung und Wirkung von Gottfried Hagens Reimchronik der Stadt Köln (1270/71)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Anton Schwob]], Erwin Streitfeld u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Quelle – Text – Edition&amp;#039;&amp;#039;. Ergebnisse der österreichisch-deutschen Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für Germanistische Edition in Graz vom 28. Februar bis 3. März 1996. Niemeyer, Tübingen 1997, ISBN 3-484-29509-0 (= &amp;#039;&amp;#039;editio&amp;#039;&amp;#039; Beihefte 9), S. 123–132.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|118544721|Hagen, Meister Gottfried}}&lt;br /&gt;
* [https://www.newadvent.org/cathen/07105d.htm Catholic Encyclopedia – Gottfried Hagen] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uni-trier.de/infos/sfb235/projects/frizneu.jpg | wayback=20070613171213 | text=Ordnung der Kölner Tuchscherer vom 13. Januar 1270 - Urkunde geschrieben von Gottfried Hagen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118544721|VIAF=72415448|LCCN=no/2008/074000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtschreiber im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittelhochdeutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1230]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1299]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gottfried Hagen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hagen, Meister Gottfried&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=mittelalterlicher Autor, Stadtschreiber, Jurist und Pfarrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1230&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Xanten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juli 1299&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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