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	<title>Gottfried Gruben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-02T23:19:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Gruben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juni]] [[1929]] in [[Genua]]; † [[24. November]] [[2003]] in Bayern) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Bauforschung|Bauforscher]]. Er arbeitete für das [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutsche Archäologische Institut]] und wirkte ab 1966 als Lehrstuhlinhaber und Vorstand des Instituts für Bauforschung und Baugeschichte der Technischen Hochschule München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gottfried Gruben, Sohn von Elisabeth und Werner Gruben, studierte zunächst ab 1949 [[Klassische Philologie]] und [[Klassische Archäologie|Archäologie]] an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]], dann ab 1951 [[Architektur]] an der [[Technische Universität München|Technischen Universität München]]. Dort erhielt er 1956 sein Diplom und spezialisierte sich bei [[Friedrich Krauss (Bauforscher)|Friedrich Krauss]] auf antike Baugeschichte. Zugleich führte ihn [[Ernst Buschor (Archäologe)|Ernst Buschor]], bis 1959 Ordinarius für Klassische Archäologie in München und bis 1961 Leiter der Ausgrabungen im [[Heraion von Samos]], in die Kunst- und Gedankenwelt der [[Archaik (Kunst)|archaischen Kunst]] ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Diplom kurze Zeit als freier Architekt tätig, trat er 1958 eine Stelle als Bauforscher am [[Deutsches Archäologisches Institut Athen|Deutschen Archäologischen Institut in Athen]] an. Dort war er zunächst mit der Bauaufnahme und Erforschung des [[Dipylon (Tor)|Dipylon]] im Rahmen der deutschen [[Kerameikos]]grabung betraut, forschte aber auch auf Samos, auf [[Ägina]] und in [[Megara]]. 1960 wurde Gruben mit einer Arbeit über die Marmor-[[Kapitell]]e des archaischen [[Dipteros]] im Heraion von Samos zum Dr.-Ing. promoviert – eine Arbeit, für die er im selben Jahr das [[Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts]] erhielt. Im Anschluss setzte er seine Arbeit in Athen fort, bis er 1966 einem Ruf der Technischen Universität München folgte. Von 1966 bis zu seiner Emeritierung 1994 war Gruben ordentlicher Professor für Baugeschichte, Bauformenlehre und Aufnahme von Bauwerken in München. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Forschungsgebiet war die Architektur Griechenlands [[Archaik|archaischer Zeit]], insbesondere die [[Ionische Ordnung|ionische]] Architektur auf den [[Kykladen]] und auf [[Samos]], mit seinen Untersuchungen zum [[Didyma]]ion und dem Artemision von [[Sardes|Sardis]] aber auch [[Kleinasien]]s. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei, Baugeschichte als Teil der Kultur- und Geistesgeschichte zu begreifen und aus den Ergebnissen rein technischer Bauaufnahmen das Verständnis antiker Kultur zu vertiefen. Auf diesem Weg erschloss er als einer der ersten die Besonderheiten kykladischer Architektur, ihre im Baumaterial Marmor bedingten Besonderheiten und ihre Stellung im Rahmen [[Griechische Architektur|griechischer Architektur]] und [[Griechischer Tempel|griechischen Tempelbaus]]. Sein 1966 erstmals erschienenes Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Tempel der Griechen&amp;#039;&amp;#039; gilt als Standardwerk. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich wirkte sein Verständnis von Bauforschung, das sich erfolgreich auch auf andere Kulturepochen übertragen ließ, fruchtbar auf die Denkmalpflege nicht nur des Mittelmeerraums, sondern auch Deutschlands. Gruben brachte zahlreiche Architekturstudenten dazu, sich auf dem Gebiet der Bauforschung zu spezialisieren. Zu seinen Schülern gehören u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hansgeorg Bankel]], [[Lothar Haselberger]], [[Klaus Herrmann (Bauforscher)|Klaus Herrmann]], [[Hermann J. Kienast]], [[Wolf Koenigs]], [[Manolis Korres]], [[Gert Mader]], [[Dieter Mertens (Bauforscher)|Dieter Mertens]], [[Aenne Ohnesorg]], [[Manfred Schuller]], [[Thekla Schulz-Brize|Thekla Schulz]], [[Ernst-Ludwig Schwandner]], [[Sebastian Storz]], [[Berthold F. Weber]] und [[Wolfgang W. Wurster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Ausgrabung auf Samos im September 2003 erlitt er einen Zusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Gottfried Gruben war ab 1959 mit Dorothea Gruben, geborene Hotz, verheiratet und lebte im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Starnberg]] Am Mühlbergschlössl. Sein Sohn war der Musiker [[Tobias Gruben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Südhalle&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung&amp;#039;&amp;#039; 72, 1957, S. 52–64.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kapitelle des Heratempels auf Samos&amp;#039;&amp;#039;. München 1960 (Kurzdruck der Dissertation).&lt;br /&gt;
* mit [[Helmut Berve]] und [[Max Hirmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Tempel und Heiligtümer&amp;#039;&amp;#039;. Hirmer, München 1961 (2. Auflage 1978; italienische Übersetzung 1962; englische Übersetzung 1963; französische Übersetzung 1965).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen zum Artemis-Tempel von Sardis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung&amp;#039;&amp;#039; 76, 1961, S. 155–196.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das archaische Didymaion&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts]]&amp;#039;&amp;#039; 78, 1963, S. 78–177.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Quellhaus von Megara&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archaiologikon Deltion&amp;#039;&amp;#039; 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Tempel der Griechen&amp;#039;&amp;#039;. Hirmer, München 1966 (2. Auflage 1976; 3. Auflage 1980; 4. Auflage 1986; 5. völlig überarbeitete Auflage unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Griechische Tempel und Heiligtümer&amp;#039;&amp;#039; 2001; griechische Übersetzung 2000).&lt;br /&gt;
* mit [[Wolf Koenigs]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Hekatompedos“ von Naxos&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 693–717.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen am Dipylon 1964–66&amp;#039;&amp;#039; (von Athen). In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 1969, S. 31–40.&lt;br /&gt;
* mit Wolf Koenigs: &amp;#039;&amp;#039;Der „Hekatompedos“ von Naxos und der Burgtempel von Paros&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 1970, S. 135–153.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naxos und Paros. 3. vorläufiger Bericht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 1972, S. 319–379.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naxos und Paros. 4. vorläufiger Bericht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 1982, Teil I: S. 159–229, Teil II: S. 621–689.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weitgespannte Marmordecken in der Griechischen Architektur&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Architectura&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 105–116.&lt;br /&gt;
* mit [[Vassilis Lambrinoudakis]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das neuentdeckte Heiligtum von Iria auf Naxos&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 1987, S.&amp;amp;nbsp;569–621.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Marmorarchitektur auf Naxos und das neuentdeckte Dionysos-Heiligtum in Iria&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nürnberger Blätter zur Archäologie&amp;#039;&amp;#039; 8, 1991/92, S. 41–51.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Griechische Un-Ordnungen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst-Ludwig Schwandner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Säule und Gebälk. Diskussionen zur Archäologischen Bauforschung&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Zabern, Mainz 1996, S. 61–77.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naxos und Delos. Studien zur archaischen Architektur der Kykladen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Band 112, 1997, S. 261–416.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klassische Bauforschung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Adolf Borbein]], [[Tonio Hölscher]], [[Paul Zanker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klassische Archäologie&amp;#039;&amp;#039;. Reimer, Berlin 2000, S. 251–279 ([https://www.koldewey-gesellschaft.de/de/bauforschung/gottfried-gruben.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klassische Bauforschung&amp;#039;&amp;#039;. Hirmer, München 2007, ISBN 978-3-7774-3085-0 (S. 302ff. Schriftenverzeichnis von Gottfried Gruben).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der polykratische Tempel im Heraion von Samos&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. und für den Druck vorbereitet von [[Hermann J. Kienast]] (= &amp;#039;&amp;#039;Samos.&amp;#039;&amp;#039; Band 27). Reichert, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-95490-041-1.&lt;br /&gt;
* mit Klaus Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Dipylon&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kerameikos. Ergebnisse der Ausgrabungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22). 2 Teilbände, Reichert, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-95490-306-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolf Koenigs]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Gruben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gnomon (Zeitschrift)|Gnomon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 77, 2004, S. 477–479.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gruben, Gottfried.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 415.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121620700}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.tu-muenchen.de/infocenter/presse/tum_mit/tum5_9899/portrait01.tuml | wayback=20051111095002 | text=&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Gruben 70 Jahre&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [http://www.baufo.ar.tum.de/index.php?id=92 Gottfried Gruben als Professor]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121620700|LCCN=n92088475|VIAF=165873963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gruben, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kerameikos-Grabung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gruben, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juni 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. November 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Bayern&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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