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	<title>Gottfried Feder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Friedolf: /* Leben */ war Enkel von Gottfried von Feder</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; war Enkel von Gottfried von Feder&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R16259, Gottfried Feder.jpg|mini|Gottfried Feder (1930)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Januar]] [[1883]] in [[Würzburg]]; † [[24. September]] [[1941]] in [[Murnau am Staffelsee]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Ingenieur]] sowie [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Wirtschaftstheoretiker]] und [[Politiker]]. Als [[Wirtschaftswissenschaft|wirtschaftswissenschaftlicher]] Autodidakt veröffentlichte er 1919 sein [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitisches]] &amp;#039;&amp;#039;Manifest zur [[Brechung der Zinsknechtschaft]] des Geldes&amp;#039;&amp;#039;. [[Adolf Hitler]], der 1919 in einem Schulungskurs der [[Reichswehr]] einen Vortrag Feders gehört hatte, erklärte in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; Feder zu einem wichtigen Einfluss auf seine eigenen wirtschaftspolitischen Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feder war Gründer des [[Deutscher Kampfbund zur Brechung der Zinsknechtschaft|Deutschen Kampfbundes zur Brechung der Zinsknechtschaft]], Mitglied der [[Thule-Gesellschaft]] und des [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes]]. Er schloss sich der [[Deutsche Arbeiterpartei|Deutschen Arbeiterpartei]] und auch der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei]] an. Feders wirtschaftspolitische Forderungen fanden im [[25-Punkte-Programm]] der NSDAP Berücksichtigung, und Feder agierte als Sprecher der Partei in wirtschaftspolitischen Fragen. Wie groß sein Einfluss auf Hitler und innerhalb der NS-Bewegung letztendlich war, ist unter Historikern jedoch umstritten. Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] 1933 wurde Feder [[Staatssekretär]] im [[Reichsministerium für Wirtschaft]]. Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand 1934 nahm er bis zu seinem Tod verschiedene [[Lehrbeauftragter|Lehraufträge]] wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feders Vater und Großvater ([[Gottfried von Feder]])&amp;lt;ref&amp;gt;Marcelo Alves de Paula Lima: &amp;#039;&amp;#039;Em Guarda Contra as Altas Finanças: o Pensamento de Gottfried Feder e Gustavo Barroso em Perspectiva Comparada (1919–1939).&amp;#039;&amp;#039; Korrigierte Fassung. Phil. Diss. Univ. São Paulo 2017, S.&amp;amp;nbsp;150 ([https://teses.usp.br/teses/disponiveis/8/8137/tde-17102017-154639/publico/2017_MarceloAlvesDePaulaLima_VCorr.pdf#page=153 PDF; 4,7 MB]; portugiesisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; waren höhere Beamte des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]]. Nachdem er in [[Ansbach]] sein Abitur abgelegt hatte, studierte Feder [[Bauwesen]] mit einem Schwerpunkt auf [[Stahlbeton|Eisenbeton]]bau an den Technischen Hochschulen in [[Technische Universität München|München]], [[Technische Universität Berlin|Charlottenburg]] und [[ETH Zürich|Zürich]]. Er wurde 1901 Mitglied des [[Corps Isaria]] und erwarb sich einen Ruf als Fechter. Eine bei einer [[Mensur (Studentenverbindung)|Mensur]] erlittene Schädelverletzung machte ihn für den Militärdienst untauglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser u. Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S. 28&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1905 [[Diplomingenieur]], wurde Feder 1908 Teilhaber und Leiter der [[München|Münchner]] Niederlassung der Baufirma [[Ackermann GmbH &amp;amp; Co. KG]], für die er in Deutschland, [[Italien]] und [[Bulgarien]] Großbauten wie Lagerhäuser und Brücken baute, sowie im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] Munitionsanstalten und Flugzeughallen. Außerdem widmete er sich der Konstruktion eines [[Betonschiff|Schiffes aus Eisenbeton]]. Seine Tätigkeit als Bauunternehmer musste Feder jeweils mit Krediten finanzieren. Er begann, sich autodidaktisch mit Fragen der Finanztheorie auseinanderzusetzen. Im November 1918 schrieb er unter dem Eindruck der deutschen Niederlage sein im folgenden Jahr veröffentlichtes &amp;#039;&amp;#039;Manifest zur [[Brechung der Zinsknechtschaft]] des Geldes&amp;#039;&amp;#039;, in welchem er die Idee formulierte, die Wurzel allen Übels, das über Deutschland hereingebrochen war, seien die [[Zins]]en. Sie gelte es abzuschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser und Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, S. 29&amp;amp;nbsp;f.; Angelika Benz: &amp;#039;&amp;#039;Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft (Gottfried Feder, 1919)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Bd. 6: Publikationen&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Saur, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-030535-7, S. 442 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Leihzinsgedanke ist die teuflische Erfindung des Großleihkapitals, sie ermöglicht allein das träge Drohnenleben einer Minderzahl von Geldmächtigen auf Kosten der schaffenden Völker und ihrer Arbeitskraft, sie hat zu den tiefen, unüberbrückbaren Gegensätzen, zum Klassenhaß geführt, aus dem der Bürgerkrieg und Bruderkrieg geboren ist |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach: Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser und Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem sprach er sich darin für eine [[Verstaatlichung]] der Banken und der [[Börse]] aus. Dadurch werde, wie er hoffte, eine Überwindung des [[Klassenkampf]]s ermöglicht. Feder war kein grundsätzlicher Gegner von Kapital und Privatbesitz, unterschied aber im [[Völkische Bewegung|völkisch]]-[[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitischen]] Sinne zwischen [[„Raffendes“ und „schaffendes“ Kapital|„raffendem“ und „schaffendem“ Kapital]]. Unter ersterem verstand er das Handels- und Finanzkapital, das er in den Händen weniger Großkapitalisten wie der [[Rothschild (Familie)|Rothschild]]s konzentriert sah. Das „schaffende Kapital“ sollte dagegen künftig allein vom Staat ausgegeben und kontrolliert werden. Deutschland solle den Staatsbankrott erklären und das Geldwesen verstaatlichen, um sich aus der internationalen Zinsknechtschaft zu lösen. Feder distanzierte sich vom [[Marxismus]] und postulierte die gemeinsamen Interessen von Arbeitern und Arbeitgebern am Ertrag der nationalen Volkswirtschaft. Zwar sah er „das bewußte Zusammenspiel der machtgierigen Großkapitalisten aller Völker“ als Teil einer [[Weltjudentum|jüdischen Weltverschwörung]], ordnete die Ausschaltung des Judentums aber seinen ökonomischen Zielen unter.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser u. Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S. 30–32, zit. 32; Angelika Benz: &amp;#039;&amp;#039;Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft (Gottfried Feder, 1919)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Bd. 6: Publikationen&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Saur, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-030535-7, S. 442 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren widmete sich Feder seiner politischen Mission. Er zog sich aus seinem Unternehmen zurück und siedelte 1920 von München nach [[Murnau am Staffelsee]] über. Seinen Lebensunterhalt bestritt er als Vortragsredner. Er kam mit der [[Thule-Gesellschaft]] und dem antisemitischen Schriftsteller [[Dietrich Eckart]] in Kontakt und arbeitete als Referent und Übungsleiter für die Nachrichten-, Presse- und Propagandaabteilung des [[Gruppenkommando|Reichswehr-Gruppenkommandos 4]]. In einem seiner Kurse saß im Juni 1919 [[Adolf Hitler]], der sich von Feders Thesen tief beeindruckt zeigte und diese für seine antisemitische Agitation adaptierte. Feder nahm im September 1919 auch an einer Versammlung der [[Deutsche Arbeiterpartei|Deutschen Arbeiterpartei]] teil und trat ihr bei (Mitgliedsnummer 531).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv NS 26/230 bzw. 2099, Mitgliederverzeichnis, die Zählung wurde bei 501 begonnen&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser, Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S. 32–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter D. Stachura]]: &amp;#039;&amp;#039;The Shaping of the Nazi State.&amp;#039;&amp;#039; 1978, S.&amp;amp;nbsp;81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ungefähr zur selben Zeit (1919/20) gehörte er zu den wichtigsten Versammlungsrednern für den [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Völkischer Radikalismus : Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes. 1919–1923&amp;#039;&amp;#039;. Leibniz-Verlag, Hamburg 1970, ISBN 3-87473-000-X, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben war er – neben [[Alfred Rosenberg]] und [[Richard Euringer]] – Mitarbeiter der von Dietrich Eckart zwischen 1918 und 1921 verlegten Wochenschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Auf gut deutsch]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Piper]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Rosenberg. Hitlers Chefideologe&amp;#039;&amp;#039;. München 2005, ISBN 3-89667-148-0, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar fanden im [[25-Punkte-Programm]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] Federsche Forderungen in den Punkten 10 und 11 Berücksichtigung, namentlich die „[[Brechung der Zinsknechtschaft]]“. Dass Feder aber unmittelbar am Parteiprogramm mitgewirkt hätte, lässt sich nicht eindeutig belegen. Feder blieb in der Partei offenbar ein Außenseiter. Er gründete im Januar 1920 seinen eigenen &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Kampfbund zur Brechung der Zinsknechtschaft&amp;#039;&amp;#039;, der aber nur geringe Wirkung entfaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ronald Smelser]], [[Rainer Zitelmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft]] WBG, spätere Neuaufl., Darmstadt 1989, S. 34. – Ein Mitstreiter im Kampfbund war der Architekt [[Franz Lawaczeck]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er suchte deshalb 1922 wieder engeren Kontakt zur NSDAP. Als eine Art wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher trat Feder im Januar 1923 auf dem [[Reichsparteitag|Parteitag der NSDAP]] als Redner gleich nach Hitler auf. Er diente sich der Partei als Programmatiker an, traf aber auf Vorbehalte Hitlers, der auf gegenrevolutionäre Aktionen setzte und auf seinen eigenen Führungsanspruch achtete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;T1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Hitlerputsch]]es richtete Feder gemeinsam mit [[Max Amann (Politiker)|Max Amann]] und anderen nationalsozialistischen Propagandagrößen in den beschlagnahmten Geschäftsräumen der Bayerischen Siedlungs- und Landbank in der Kanalstraße ein Propagandahauptquartier ein, in dem Plakate und Erlasse entworfen und öffentliche Versammlungen geplant wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Harold J. Gordon jr.: &amp;#039;&amp;#039;Hitlerputsch 1923. Machtkampf in Bayern 1923–1924.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe, Frankfurt/M. 1971, S. 278, 295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Neugründung der NSDAP im Februar 1925 trat Feder der Partei zum 1. Mai 1925 bei (Mitgliedsnummer 11),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/225301&amp;lt;/ref&amp;gt; erhielt aber kein offizielles Parteiamt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Detlef Schmiechen-Ackermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus und Arbeitermilieus: Der nationalsozialistische Angriff auf die proletarischen Wohnquartiere und die Reaktion in den sozialistischen Vereinen.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S.&amp;amp;nbsp;108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1924 bis 1936 gehörte er jedoch für die [[Nationalsozialistische Freiheitspartei|völkische Fraktion]] bzw. die NSDAP dem [[Reichstag (Weimarer Republik)|Deutschen Reichstag]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;T1&amp;quot;&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser u. Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S. 35–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feder gab sich zunehmend als „Programmatiker der Bewegung“. In den Auseinandersetzungen mit [[Gregor Straßer]], der sich um eine Präzisierung der 25-Punkte bemühte, sorgte Feder um die Jahreswende 1925/26 dafür, dass Hitler die Versuche, ein innerparteiliches Forum für eine Programmdiskussion zu errichten, unterband. Hitler beauftragte ihn mit der „Wahrung der programmatischen Grundlagen“ der NSDAP. Auch erhielt Feder 1927 die Herausgeberschaft der neuen parteioffiziellen Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;. Exekutive Befugnisse innerhalb der Partei erhielt er jedoch nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser u. Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S. 37&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1928 übernahm Feder vier süddeutsche NS-Gauzeitungen, darunter die Schriftleitung des [[Ingolstadt|Ingolstädter]] NS-Kampfblattes &amp;#039;&amp;#039;[[Der Donaubote (Ingolstadt)|Der Donaubote]]&amp;#039;&amp;#039;. Wirtschaftlich erwies sich dies indes als Fehlschlag, bei dem Feder in den folgenden drei Jahren sein Privatvermögen verlor. Beim Ausbau der [[Reichsleitung der NSDAP]] erhielt er im November 1931 die Leitung des Wirtschaftsrates der NSDAP übertragen, konkurrierte aber mit der Wirtschaftspolitischen Abteilung unter [[Otto Wagener]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Tyrell: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Ronald Smelser u. Rainer Zitelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S. 38&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls 1931 gründete Feder zusammen mit [[Paul Schultze-Naumburg]] den &amp;#039;&amp;#039;[[Kampfbund Deutscher Architekten und Ingenieure]]&amp;#039;&amp;#039; (KDAI), der innerhalb eines Jahres 2.000 Mitglieder gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] Hitlers 1933 wandte sich die Wirtschaftspolitik der NSDAP von der [[Antikapitalismus|antikapitalistischen]], jedoch nicht von der [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitischen]] Haltung Feders ab. Im April 1933 scheiterte Feder mit seinem Versuch, Vorsitzender des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] (VDI) zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl-Heinz Ludwig |Titel=Der VDI als Gegenstand der Parteipolitik 1933 bis 1945 |Sammelwerk=Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981 |Hrsg=Karl-Heinz Ludwig |Verlag=VDI-Verlag |Ort=Düsseldorf |Datum=1981 |ISBN=3-18-400510-0 |Seiten=408}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1933 wurde er entgegen seinen Hoffnungen nur zum [[Staatssekretär]] im [[Reichsministerium für Wirtschaft]] ernannt, zudem bekam er mit [[Hans Posse (Staatssekretär)|Hans Posse]] einen zweiten Staatssekretär aus der Ministerialbürokratie an die Seite gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harold James (Historiker)|Harold James]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland in der Weltwirtschaftskrise 1924–1936.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1988, S. 346.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit publizierte Feder das Buch &amp;#039;&amp;#039;Kampf gegen die Hochfinanz&amp;#039;&amp;#039;, das eine Sammlung seiner Veröffentlichungen und Reden enthält, sowie die Hetzschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Juden&amp;#039;&amp;#039; (1933). Von März bis Dezember 1934 war Feder außerdem [[Reichskommissar]] für das Siedlungswesen; im Dezember 1934 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1934 wurde Feder zum [[Honorarprofessor]] an der [[Technische Hochschule Berlin|Technischen Hochschule Berlin]] ernannt, 1936 folgte die Ernennung zum beamteten außerordentlichen Professor an der Fakultät für Bauwesen der TH Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Lilla u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 2004, S. 133&amp;amp;nbsp;f. Zur Förderung Feders durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft in dieser Zeit siehe: [https://gepris-historisch.dfg.de/person/5102866? https://gepris-historisch.dfg.de/person/5102866?]. &amp;lt;/ref&amp;gt; Feder war an der TH „Professor für Siedlungswesen, Raumordnung und Städtebau (ab 1940 für: Raumordnung, Landes- und Stadtplanung)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Mechtild Rössler: &amp;#039;&amp;#039;„Wissenschaft und Lebensraum“. Geographische Ostforschung im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/Hamburg 1990, S. 268; Erich Konter: &amp;#039;&amp;#039;Die Städtebaulehre an der TU Berlin in den 40er Jahren&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Arch+]] 81, 1985, S. 60–62; [[Arch+]] 84, 1986, S. 88–90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben war er Mitglied der von [[Hans Frank]] gegründeten [[Akademie für Deutsches Recht]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; die im Zuge der [[Gleichschaltung]] des Rechtswesens entstanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feder starb am 24. September 1941 in Murnau am Staffelsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch Feder T.jpg|mini|Buchausgabe, 6. Auflage 1935]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Rundschau&amp;#039;&amp;#039; (1919).&lt;br /&gt;
** Erweiterte Neuausgabe in: &amp;#039;&amp;#039;An Alle, Alle!&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1 (1919).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Staatsbankerott. Die Rettung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;An Alle, Alle!&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2 (1919).&amp;lt;ref&amp;gt;Othmar Plöckinger: &amp;#039;&amp;#039;Unter Soldaten und Agitatoren. Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918–1920.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. 2013, ISBN 978-3-506-77570-2, S.&amp;amp;nbsp;265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Programm der N.S.D.A.P. und seine weltanschaulichen Grundgedanken.&amp;#039;&amp;#039; (1927)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wohnungsnot und die soziale Bau- und Wirtschaftsbank als Retterin aus Wohnungselend, Wirtschaftskrise und Erwerbselend&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Staat auf nationaler und sozialer Grundlage.&amp;#039;&amp;#039; (1923).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was will Adolf Hitler?&amp;#039;&amp;#039; (1931).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kampf gegen die Hochfinanz.&amp;#039;&amp;#039; (1933).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die organische Volkswirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; (1934).&amp;lt;ref name= &amp;quot;tap&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der ständische Gedanke im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriß einer nationalsozialistischen Volkswirtschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* mit [[Ferdinand Werner (Politiker)|Ferdinand Werner]], [[Ernst Graf zu Reventlow]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Deutschland und die Judenfrage. Diskussionsbeitrag&amp;#039;&amp;#039;. 228 S., Rüdiger (C. E. Krug), Leipzig 1933 (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Der Jud ist schuld&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Juden.&amp;#039;&amp;#039; Zentralverlag der NSDAP, Frz. Eher Nachf., München 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die neue Stadt. Versuch der Begründung einer neuen Stadtplanungskunst aus der sozialen Struktur der Bevölkerung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Julius Springer, Berlin 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544}}&lt;br /&gt;
* Torsten Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder und der nationalsozialistische Diskurs über Technik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Lorenz (Historiker)|Werner Lorenz]], Torsten Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Technik und Verantwortung im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann, Münster/New York/München/Berlin 2004, ISBN 3-8309-1407-5, S.&amp;amp;nbsp;79–107.&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|42||Feder, Gottfried|Sonja Noller|119388766}}&lt;br /&gt;
* Othmar Plöckinger: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feders Einfluss auf die wirtschafts- und staatspolitischen Vorstellungen der frühen NSDAP&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;und auf Hitlers „Mein Kampf“ / Gottfried Feder’s influence on the early NSDAP’s ideas on economic and state policies and Hitler’s Mein Kampf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 105 (2018), Heft 4, S. 497–527.&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Tyrell]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ronald Smelser]] u. [[Rainer Zitelmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die braune Elite. 22 biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 1989, S.&amp;amp;nbsp;28–40.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=s|Gottfried Feder}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119388766}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|119388766}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/005031|NAME=Gottfried Feder}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=gottfried-feder|Autor=Daniel Wosnitzka}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;tap&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| autor= Gottfried Feder&lt;br /&gt;
| url= https://digitalcollections.hoover.org/objects/58596/keine-ab?ctx=febf9f36-1828-4d68-9eb9-9c05eb265d90&amp;amp;idx=345&lt;br /&gt;
| titel= Die organische Volkswirtschaft | titelerg=&lt;br /&gt;
| hrsg= [[Hoover Institution]]&lt;br /&gt;
| werk= Theodore Fred Abel papers | seiten=&lt;br /&gt;
| datum= 1934 | archiv-url= | archiv-datum=&lt;br /&gt;
| zugriff= 2017-11-17 | sprache= | format=&lt;br /&gt;
| kommentar= Beitrag im &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungsblatt der Sektion Mommsen&amp;#039;&amp;#039; | zitat= | offline=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119388766|LCCN=no/94/31039|NDL=00521579|VIAF=8196739}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feder, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskommissar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feder, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Wirtschaftstheoretiker und Politiker (DAP, NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Januar 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Würzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. September 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Murnau am Staffelsee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Friedolf</name></author>
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