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	<title>Gottfried Amann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:47:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottfried_Amann&amp;diff=502597&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ditschie-wiki: /* Literatur */ Hinweis zugefügt und verlinkt</title>
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		<updated>2025-08-01T15:57:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Hinweis zugefügt und verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. April]] [[1901]] in [[München]]; † [[21. Dezember]] [[1988]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Forstwissenschaft]]ler und Verfasser populärer [[Bestimmungsbuch|Bestimmungsbücher]] über Lebewesen des [[Wald]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gottfried Amann war der Sohn eines Oberregierungsrates. Er studierte [[Forstwissenschaft]]en und promovierte 1927 an der [[Staatswissenschaft]]lichen Fakultät in München mit einer Arbeit über die Möglichkeiten des Maschineneinsatzes im Wald zum [[Doktor|Doktor der Staatswissenschaften]] (Dr. oec. publ.). Im gleichen Jahr bestand er die [[Staatsexamen#Höherer Forstdienst: Große Forstliche Staatsprüfung|Große Forstliche Staatsprüfung]] als 19. von 39 Kandidaten mit der Hauptnote II. Als [[Forstassessor]] war er anschließend in den [[Sturmholz|Windwurfgebieten]] von [[Unken (Salzburg)|Unken]] und [[Reit im Winkl]] im Einsatz und kam 1930 als Regierungsforstrat an das [[Forstamt]] von [[Tegernsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] gehörte er zu den wenigen bayerischen Forstleuten, die nicht Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] wurden – insgesamt waren nach Amanns späterer Einschätzung im Freistaat [[Bayern]] bis Kriegsende 98 Prozent der [[Forstbeamte]]n Parteigenossen gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Rubner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Forstgeschichte 1933 - 1945. Forstwirtschaft, Jagd und Umwelt im NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;. 2., erweiterte Auflage. Scripta-Mercaturae-Verlag, St. Katharinen 1997, ISBN 3-89590-032-X; S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der überzeugte [[Christ]] hatte es im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|NS-Staat]] nicht leicht. Als „Lehrforstrat“ an die [[Bayerische Forstschule und Technikerschule für Waldwirtschaft Lohr am Main|Forstschule Lohr]] versetzt, denunzierte ihn dort einer seiner Schüler als Gegner der [[Sturmabteilung|SA]]. Zu den Vorwürfen gehörte auch eine angebliche [[Verunglimpfung]] des „Führers“ [[Adolf Hitler]]. Als das NS-Amt für Beamte im [[Braunes Haus|Braunen Haus]] eine Untersuchung anstrebte, verzichteten seine Gegner jedoch auf eine Aussage.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Rubner: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;. In ders.: &amp;#039;&amp;#039;Hundert bedeutende Forstleute Bayerns (1875 bis 1970)&amp;#039;&amp;#039;. München 1994, S. 58–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst 1936 wurde Amann als Regierungsforstrat an die Außenstelle [[Hofolding]] versetzt, die Übertragung einer Forstamtsleitung in seiner bayerischen Heimat wurde jedoch nicht mehr wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn bereits zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|das besetzte Polen]] abgeordnet, hatte Gottfried Amann dort zunächst das Forstaufsichtsamt [[Jaslo]] in [[Galizien|Westgalizien]] zu leiten, 1941 dasjenige in [[Iwano-Frankiwsk|Stanislau]]. In diesen Funktionen versuchte er, soweit es ihm möglich war, den Einheimischen mit Lebensmitteln zu helfen und den Abtransport [[Juden|jüdischer]] Bürger zumindest hinauszuzögern.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Rubner: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;. In ders.: &amp;#039;&amp;#039;Hundert bedeutende Forstleute Bayerns (1875 bis 1970)&amp;#039;&amp;#039;. München 1994, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als politisch Unbelasteter wurde [[Oberförster|Forstmeister]] Amann bereits kurz nach Kriegsende im Herbst 1945 von der Militärregierung als [[Personalreferent]] in die neu aufzubauende bayerische [[Forstverwaltung]] übernommen. Innerhalb der Ministerialforstabteilung kümmerte er sich um die Eingliederung [[Heimatvertriebene|heimatvertriebener]] Forstbeamter und [[Waldarbeiter]] und hatte manche Ungereimtheiten im [[Entnazifizierung]]sprozess auszugleichen. Auch war ihm der Vorsitz im Prüfungs-Ausschuss übertragen. Eine von Amann angestrebte Versetzung an die Forstliche Versuchsanstalt wurde nicht genehmigt. In der späteren Landesforstverwaltung Bayerns wurde er schließlich [[Ministerialrat]] und war bis zur Pensionierung 1963 Leiter des forstlichen Personal- und Ausbildungsreferats im [[Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten|Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weit über den engeren forstlichen Wirkungskreis hinaus bekannt wurde Amann jedoch vor allem als ein Pionier auf dem Gebiet der [[populärwissenschaftliche Literatur|populärwissenschaftlichen]] Bestimmungsbücher. Sein erstes, &amp;#039;&amp;#039;Die Kerfe des Waldes&amp;#039;&amp;#039;, erschien 1941. Dieses und seine späteren, nach gleichem Muster ausgearbeiteten Taschenbildbücher ermöglichen auch dem Laien anhand von Farbabbildungen das rasche und korrekte Ansprechen von Pflanzen, Pilzen und Tieren des Waldes – und dies dank ihres handlichen Umfanges auch direkt vor Ort. Neben knappen, treffenden und klaren Texten verdanken die Werke einen Großteil ihres Erfolges den detailgetreuen Farbbildern des [[Malerei|Kunstmalers]] [[Paul Richter (Maler)|Paul Richter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erreichte allein das 1954 erstmals erschienene &amp;#039;&amp;#039;Bäume und Sträucher des Waldes&amp;#039;&amp;#039; laut Angaben des [[Verlag J. Neumann-Neudamm|Verlages Neumann-Neudamm]] bislang eine Gesamtauflage in Höhe von 500.000 Exemplaren; die 17. Auflage erschien im Jahr 2004. Auch die übrigen Bestimmungsbücher Amanns entwickelten sich rasch zu [[Bestseller]]n, die zahlreiche Auflagen erlebten und ein breites Publikum erreichten. So hat sich etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Pilze]] des Waldes&amp;#039;&amp;#039;, das zunächst ein Teil von &amp;#039;&amp;#039;Bodenpflanzen des Waldes&amp;#039;&amp;#039; gewesen war, als kleines Büchlein zu einem klassischen Begleiter von [[Pilzsammler]]n entwickelt, auf deren Interessen Amann darin besondere Rücksicht nimmt. Es enthält auch einige Pilz-Rezepte seiner Frau Elisabeth Amann. In aktualisierter Form werden die Bücher Amanns nun von [[Claudia Summerer]] fortgeführt. Großen Erfolg haben sie auch in [[Polnische Sprache|polnischen]] Übersetzungen. Weitere Übersetzungen gab es ins [[Niederländische Sprache|Niederländische]] und [[Schwedische Sprache|Schwedische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner [[Didaktik|didaktischen]] und [[Rhetorik|rhetorischen]] Fähigkeiten erhielt Amann auch einen Lehrauftrag an der [[Landwirtschaft]]lichen Fakultät [[Weihenstephan]], die ihm 1965 den Titel eines [[Honorarprofessor]]s verlieh. Trotz seiner Vorlesungstätigkeit und des großen Erfolgs seiner Bücher pflegte Dr. Amann, der kinderlos blieb, einen sehr zurückhaltenden Lebensstil. Seine erste Frau war Elisabeth Amann geborene Schmaußer. Nach ihrem Tode heiratete er Felicitas Amann geborene Bauer, die auch seine Buchveröffentlichungen tatkräftig förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihm das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz 1. Klasse]] verliehen werden sollte, lehnte er dieses Ansinnen mit der Begründung ab, ihm missfiele, dass Bundespräsident [[Gustav Heinemann]] Bestrebungen unterstütze, [[Sodomie]] außer Strafe zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Rubner: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;. In ders.: &amp;#039;&amp;#039;Hundert bedeutende Forstleute Bayerns (1875 bis 1970)&amp;#039;&amp;#039;. München 1994, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerialrat [[außer Dienst|a.&amp;amp;nbsp;D.]] Professor Dr. Gottfried Amann starb nach längerem Leiden am 21. Dezember 1988 in seiner Heimatstadt München. Seine letzte Ruhe fand er auf dem dortigen [[Ostfriedhof (München)|Ostfriedhof]]. „Die Nachgeborenen werden mit wachsendem Abstand zu schätzen wissen, dass dieser zutiefst gütige Mensch sich vom Zeitgeist nie hat erdrücken lassen“, urteilte [[Heinrich Rubner]] 1994 über ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Rubner: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;, in ders.: &amp;#039;&amp;#039;Hundert bedeutende Forstleute Bayerns (1875 bis 1970)&amp;#039;&amp;#039;. München 1994, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die forstliche Maschinenfrage&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Berlin/München 1927&lt;br /&gt;
* zusammen mit [[Wilhelm Mantel]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Wald und Forstwirtschaft in Bayern&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ministerialforstabteilung, zusammengestellt von Wilhelm Mantel. München, Basel und Wien, 1963&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Populärwissenschaftliche Werke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kerfe des Waldes&amp;#039;&amp;#039;, Melsungen 1941 (aktuell unter ISBN 3-7888-0760-1)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bäume und Sträucher des Waldes. Taschenbildbuch der Nadeln und Blätter, Blüten, Früchte und Samen, Zweige im Winterzustand und Keimlinge der beachtenswertesten Bäume und Sträucher des mitteleuropäischen Waldes mit Textteil über deren Bau und Leben&amp;#039;&amp;#039;, Melsungen 1954 (ISBN 3-89440-558-9)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bodenpflanzen des Waldes&amp;#039;&amp;#039;, Melsungen 1960 (ISBN 3-7888-0761-X)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pilze des Waldes&amp;#039;&amp;#039;, Melsungen 1962 (ISBN 3-7888-0763-6)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vögel des Waldes. Taschenbildbuch der beachtenswertesten Vögel des mitteleuropäischen Waldes, ihrer Eier, Nester und Federn&amp;#039;&amp;#039;, Melsungen 1976 (ISBN 3-89440-499-X)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Säugetiere und Kaltblüter des Waldes&amp;#039;&amp;#039;, Melsungen 1987 (ISBN 3-7888-0762-8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Rubner]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinrich Rubner: &amp;#039;&amp;#039;Hundert bedeutende Forstleute Bayerns (1875 bis 1970)&amp;#039;&amp;#039;. Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München 1994, (&amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen aus der Staatsforstverwaltung Bayerns&amp;#039;&amp;#039; 47, {{ISSN|1616-511X}}), S. 58–60. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Amann&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hohenheimer Lexikon der Agrarbiografien&amp;#039;&amp;#039;. Hohenheim, 2025. S. 37 ([https://uniarchiv.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/uniarchiv/Agrarbiografien/Hohenheimer_Lexikon_der__Agrarbiografien2025_aktualisiert.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Gottfried Amann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13341924X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13341924X|VIAF=45490848}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Amann, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstbeamter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Forstwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Zoologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesverdienstkreuz abgelehnt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Amann, Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Forstwissenschaftler und Sachbuchautor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. April 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Dezember 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ditschie-wiki</name></author>
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