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	<title>Gotteskoog - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T00:10:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gotteskoog&amp;diff=1124735&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goegeo: Änderung 259993933 von Murma174 rückgängig gemacht; fehlerhafte Koordinate (liegt nicht im Gotteskoog, sondern Alten Christian-Albrechts-Koog</title>
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		<updated>2025-09-23T18:51:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/259993933&quot; title=&quot;Spezial:Diff/259993933&quot;&gt;259993933&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Murma174&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Murma174&quot;&gt;Murma174&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; fehlerhafte Koordinate (liegt nicht im Gotteskoog, sondern Alten Christian-Albrechts-Koog&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gotteskoog&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{daS}}: &amp;#039;&amp;#039;Gudskog&amp;#039;&amp;#039;, {{frrS}}: &amp;#039;&amp;#039;Gutskuuch&amp;#039;&amp;#039;) ist mit einer Fläche von 10,4&amp;amp;nbsp;[[Quadratkilometer]] der größte [[Koog]] im [[Kreis Nordfriesland]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotteskoogseeklein.jpg|mini| Der Gotteskoogsee mit der Natur-Informationshütte auf einer Warft im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Topografie ==&lt;br /&gt;
Der Gotteskoog erstreckt sich zwischen [[Aventoft]] an der [[Vidå|Wiedau]] (dänisch: Vidå) im Norden und [[Niebüll]] im Süden. Im Westen wird er vom [[Wiedingharde#Geschichte|Alten Wiedingharder Koog]] begrenzt und im Osten von der [[Geest]]kante bei [[Humptrup]] und [[Klixbüll]]. Ein Großteil des Gebietes liegt unter dem Meeresspiegel. Auch mehr als 400 Jahre nach der Eindeichung ist er äußerst dünn besiedelt. Er wird heute vom [[Amt Südtondern]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vor der Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Während der [[Saalekaltzeit]] bildete sich eine Senke zwischen zwei [[Altmoräne]]n, der heutigen [[Geest]] im Osten und den Geestkerninseln im Westen. Diese füllte sich in der folgenden [[Eem-Warmzeit]] mit Wasser und in der anschließenden [[Weichseleiszeit]] mit Sand. Nach den Eiszeiten war das Gebiet durch die heutige [[Wiedingharde]] vom Meer angeschnitten, so dass sich hier statt [[Marsch (Schwemmland)|Marsch]] [[Bruchwälder]] und [[Moor]]e entwickelten. Das Temperaturoptimum der Römerzeit ließ den Meeresspiegel steigen. Die Landschaft wurde bis auf wenige Reste überflutet und die Wälder verschwanden. Noch heute stößt man nur wenige Meter unter der Oberfläche auf vom Moorboden konservierte Baumstämme. Als das Land wieder trocken fiel, sackte der torfige Boden ab, so dass das Gebiet des heutigen Gotteskoog an der tiefsten Stelle der nordfriesischen Marsch liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeichung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotteskoog.JPG|mini|links|300px|Der alte Wiedingharder Koog (gelb: „Goldener Ring“), der Damm von Hoyer nach [[Rudbøl|Rutebüll]] (hellgelb) und der Gotteskoog (pink umrandet) mit Rollwagenzug (blau) auf einer [[Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein|Karte]] des Husumers [[Johannes Mejer (Kartograf)|Johannes Mejer]] von 1652.]]&lt;br /&gt;
Im Mittelalter bestand das nordfriesische Marschland, die sogenannten [[Utlande]], aus von [[Priel]]en getrennten Inseln. Mit [[Warft]]en schützten sich die Menschen vor der Flut. Dämme verbanden einzelne Inseln mit dem Festland. Das Gebiet des heutigen Gotteskoog enthielt auch damals große Binnengewässer, unterschied sich aber sonst wenig von den benachbarten Gebieten. Das änderte sich durch die [[Zweite Marcellusflut|erste große Mandränke]] 1362: Wattströme bahnten sich ihren Weg rund um die etwas höher liegenden Wiedingharde. Östlich davon bis zum Geestrand blieben nur [[Hallig]]en über. Durch die starke Strömung der die Wiedingharde umfließenden Wattströme bildete sich in den folgenden Jahrhunderten nur wenig Anwachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schutz gegen das Meer umgaben die Wiedingharder ihr Land bis 1465 mit einem Ringdeich, dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Goldenen Ring&amp;#039;&amp;#039;, und versuchten erneut, Dämme zum Festland zu errichten. Nicht mit in den &amp;#039;&amp;#039;Goldenen Ring&amp;#039;&amp;#039; einbezogen wurden [[Neukirchen (Nordfriesland)|Neukirchen]] östlich des Koogs und das auf einer Geestinsel gelegene [[Aventoft]]. 1506 befahl Herzog [[Friedrich I. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich]] von [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] und [[Herzogtum Holstein|Holstein]] an der Stelle des [[Deich]]s des heutigen Brunottenkoogs eine Abdämmung des Brunsoddentiefs. Die 1511 unter der persönlichen Aufsicht des Herzogs begonnenen und fast abgeschlossenen Arbeiten scheiterten 1513.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Friedrichs Tod wurden die Herzogtümer unter seinen Söhnen geteilt. Nun unterstanden die [[Harde]]n, die sich für die Deichbauarbeiten zusammentun mussten, verschiedenen Herrschern, was die Zusammenarbeit erschwerte. Trotzdem begann Herzog [[Johann II. (Schleswig-Holstein-Hadersleben)|Johann]] von Schleswig-Holstein-Hadersleben, dem das Amt [[Tønder|Tondern]] mit [[Bökingharde|Böking-]] und Wiedingharde unterstand, 1553 mit der Planung für einen Deich, der sowohl seine Residenzstadt als auch die Marschländer sichern sollte. Zu dieser Zeit war Tondern nur durch einen [[Sommerdeich]] geschützt. Nachdem die jeweiligen Pflichten, Lasten und daraus entstehenden Privilegien der Harden vertraglich festgelegt waren, begann das Großprojekt mit dem Bau eines Deiches von [[Højer Sogn|Hoyer]] nach [[Rudbøl|Ruttebüll]] und der Abdämmung der [[Vidå|Wiedau]]. Dieser Deich wurde bis zur Geest bei [[Humptrup|Grellsbüll]] fortgeführt. 1556 gelangen so die Eindeichung des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hoyerkoogs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mögeltondernkoogs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tondernkoogs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sowie des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ubergkoogs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der früher auch &amp;#039;&amp;#039;Alter Gotteskoog&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gate of a lock 1566.jpg|mini|Rekonstruktion des Schleusentores der historischen Wiedauschleuse von 1565 im &amp;#039;&amp;#039;Deich und Sielmuseum&amp;#039;&amp;#039; Neukirchen. Das Original wurde bei einer Sturmflut 1584 zerstört.]]&lt;br /&gt;
1563 gelang innerhalb eines Jahres die Abdämmung der südlichen Tiefen, die zehn Kilometer lange Deichlinie bis nach Niebüll kostete weitere drei Jahre, wobei mehrere kleine Halligen miteinbezogen wurden. 1566 erfolgte sowohl im Süden als auch im Norden der Deichschluss. Die Wiedau wurde nun durch ein [[Schleuse]]nsystem zwischen Ruttebüll und Rosenkranz geleitet. Tondern hatte zwar seinen direkten Seeanschluss verloren, jedoch Sicherheit gewonnen. Mit in den Gotteskoog einbezogen wurden die Dörfer Neukirchen und Aventoft. Den neuen Koog, „so man im namen Gades“ angefangen und vollendet hatte, nannte man &amp;#039;&amp;#039;Gotteskoog&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten, beginnend mit der [[Allerheiligenflut 1570]], kam es immer wieder zu Deichbrüchen, die teilweise erst nach Jahren wieder repariert werden konnten. Bis heute zeugen davon tiefe Wasserlöcher, die sogenannten [[Brack|Wehlen]]. Erst 1603 konnte die letzte Wehle wieder befestigt werden. Zur letzten Salzwasserüberflutung kam es 1825.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwässerung und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Doch nicht allein das Salzwasser hinderte die Urbarmachung des neuen Koogs. Da das Land niedriger liegt als die benachbarten Köge und zudem nach der Eindeichung noch weiter absackte, sammelt sich im Gotteskoog das Regenwasser von der Geest. Ein Viertel des Landes war ständig überflutet. Zudem war das restliche Land von minderer Qualität, teils sandig, teils schlickig, weil sich nur wenig Marschboden gebildet hatte. Die Gesamtfläche wurde gleichmäßig unter den drei beteiligten Harden verteilt. Das wenige Hochland bekamen die am Deichbau beteiligten Bauern als Eigentum zugeteilt. Da die neuen Eigentümer jedoch im Gegenzug zur Erhaltung der schon nach wenigen Jahren reparaturbedürftigen Deiche verpflichtet waren, begannen viele das Land zu verlassen, weil ihre Erträge zu gering waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1622 legte der holländische Deichbaumeister [[Claus Jansen Rollwagen]], der Sohn des Deichgrafen [[Johann Clausen Rollwagen]], dem Herzog [[Friedrich III. (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Friedrich III.]] einen Plan zur [[Entwässerung]] vor: [[Siel]]züge sollten das durch Schöpfmühlen aus den tiefen Gräben beförderte Wasser ableiten.  Der Rollwagenzug leitet noch heute das Wasser nach Süden ab. Rollwagen, dem die Hälfte des trockengelegten Landes zugestanden worden war, erhielt etwa 10&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer. Da er jedoch schon 1631 starb und seine Familie bei der [[Burchardiflut|Zweiten Mandränke]] 1634 auf einer der Halligen im Gotteskoog umkam, fiel das Land an die Landesherrschaft. Seine Arbeit, auf der alle späteren Versuche der Trockenlegung des Landes und auch die heutige Bewässerung aufbauen, ermöglichte erstmals Landwirtschaft im Gotteskoog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 erhielt eine Interessentenschaft ein [[Oktroy (Friesland)|Oktroy]]. Sie ließen Deiche quer durch den Gotteskoog errichten, um so den südlichen Teil des Kooges dauerhaft von den nicht eindämmbaren Überschwemmungen des [[Bundesgaarder See]] im nördlichen Teil zu schützen. In ihrem Auftrag installierte Franz Indervelden, der [[Staller (Beamter)|Staller]] von [[Nordstrand]] und Sohn des Deichbauers [[Quirinus Indervelden]], Windmühlen, um das Wasser „auf holländische Manier“&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Heimreich: &amp;#039;&amp;#039;Nordfresische Chronik&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage 1819 von Nikolaus Falck Band 2, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; aus den tieferliegenden Gräben in den Rollwagenzug und den neuangelegten Dreiharder Gotteskoogstrom am Rand der Geest zu leiten. Bei der [[Weihnachtsflut 1717]] wurde der gesamte Gotteskoog überflutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Meier: [https://izw.baw.de/die-kueste/0/k078106.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Schäden der Weihnachtsflut von 1717 an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Küste&amp;#039;&amp;#039;, 78 (2011), 259–292, S. 273 (pdf, abgerufen am 5. Oktober 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interessentenkoog&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erhielt 1758 eine eigene [[Gerichtsbarkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem im nördlichen Teil des Kooges waren noch bis in die 1930er Jahre hinein die Wege im Winter unpassierbar und die Warften wurden zu Halligen. Einen Großteil des Jahres über konnte man sich nur mit Klothstöcken angeschobenen [[Flachboot]]en über den überfluteten Wiesen fortbewegen. Die Bauern auf den Halligen hielten Vieh und ernteten [[Reet]] und [[Binsen]]. Wie auf den Halligen im Wattenmeer hatten auch sie mit der [[Erosion (Geologie)|Erosion]] ihrer Warften durch das Wasser zu kämpfen. Als einziger Vorteil war [[Süßwasser]] immer verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trockenlegung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die 1918 geplanten Entwässerungsmaßnahmen verzögerten sich durch [[Volksabstimmung in Schleswig|Abtretung]] der Wiedau an Dänemark und die [[Inflation]]. Erst 1928 begann die Trockenlegung des Gotteskoogs durch zwei [[Schöpfwerk]]e, von denen eines im Norden das Wasser in den [[Ruttebüller See]] pumpt. Der Wasserstand sank innerhalb weniger Jahre um einen Meter und beträgt heute 2,10&amp;amp;nbsp;bis 2,60&amp;amp;nbsp;Meter unter NN. Allerdings litt die Qualität des Wassers darunter sehr, so dass es nicht mehr als [[Trinkwasser]] für Mensch und Vieh genutzt werden konnte. 1930, die gefährdeten Seedeiche waren durch weitere Landgewinne längst kilometerweit vom Meer entfernt, erhielt der Gotteskoog mit der Straße von Niebüll nach [[Klanxbüll]] seine erste feste Landverbindung, nachdem schon 1922 bis 1927 die [[Marschbahn]] bis Klanxbüll gebaut worden war, um für den Bau des [[Hindenburgdamm]]es Material heranschaffen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Besiedlungsprogrammes, das von den Nationalsozialisten angeschoben wurde, um „Lebensraum“ für arbeitslose Jungbauern und Bauernsöhne zu schaffen, wurde das Koogland in den Jahren 1935 bis 1939 durch Schotterstraßen und Wege erschlossen. Eine nennenswerte Besiedlung gab es bis dahin nur auf den etwa zehn Warften und Resthalligen, von denen aus die großenteils naturbelassenen Flächen als Sommerweiden genutzt wurden. Die Landgesellschaft in Kiel kaufte das Land auf und durchzog es rechtwinklig mit Sielzügen und Gräben. Dabei entstand quer zum Rollwagenzug und zur Schmale der Siemonsgraben mit dem mit einer Elektropumpe ausgestatteten Schöpfwerk Verlath (Aventoft). Sämtliche überwiegend moorige Ländereien wurden [[Drainage (technische Systeme)|drainiert]] und die umfangreichen Schilfflächen mit riesigen Pflügen umgebrochen. Die Flächen wurden in Parzellen von 20–30 Hektar aufgeteilt und mit etwa 20 uniformen Siedlungshöfen in einfachster Bauqualität entlang der Straßen und Wege bebaut. Das letzte davon wurde 1937 bezogen. Der saure, humuslose Boden, das ungenießbare Wasser aus den Entwässerungsgräben und die häufigen Überschwemmungen, wenn das Regenwasser bei gleichzeitigem Westwind und/oder wegen funktionsunfähiger Pumpen nicht durch die Siele abgelassen werden konnte, brachten die Neubauern an den Rand der Aufgabe. Viele von ihnen fielen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. In den Hungerjahren nach Kriegsende bis 1949 war dann aber jede Restfamilie froh, sich weitgehend autark ernähren zu können, zumal die Ernten langsam besser wurden, nachdem tonnenweise Kalk und [[Mergel]] zur Bodenverbesserung gestreut worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 begann mit dem [[Programm Nord]] die Kultivierung der landwirtschaftlichen Flächen, wenig später erfolgte die Elektrifizierung. Der Wasserspiegel wurde um weitere 50 bis 70&amp;amp;nbsp;cm gesenkt, so dass von den weiten Wasserflächen kaum noch etwas übrig blieb. Infolge der Entwässerung stellte man fest, dass die gewonnenen Böden sehr [[pH-Wert|sauer]] oder zu salzig waren und die von nur wenig [[Klei]] überdeckten [[Torf]]e die [[Schwefel]]anreicherung förderten. 30&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer sogenannte &amp;#039;&amp;#039;kranke Marsch&amp;#039;&amp;#039; wurden saniert bzw. mit [[Lärche]]n, [[Pappel]]n, [[Erlen (Botanik)|Erlen]] und [[Weiden (Botanik)|Weiden]] aufgeforstet, wo keine Kultivierung möglich war. Effektive Weidewirtschaft und verstärkte Besiedlung wurde erst durch die 1959 erfolgte Versorgung mit sauberem Wasser von der Geest möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird im gesamten Koog Landwirtschaft betrieben. Am Gotteskoogsee wird nach wie vor Reet geerntet, allerdings inzwischen mit [[Amphibienfahrzeug]]en und nicht mehr per Hand. Für die Instandhaltung der Deiche und Siele ist der Deich- und Hauptsielverbandes Südwesthörn-Bongsiel zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wird der Tourismus immer wichtiger. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Haus des Malers [[Emil Nolde]] im zu [[Neukirchen (Nordfriesland)|Neukirchen]] gehörenden Seebüll.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotteskoogklein.jpg|mini|Heidelandschaft am Gotteskoogsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Schon in den 1930er Jahren waren die Folgen der Entwässerung für die Umwelt unübersehbar: Die Wasserqualität verschlechterte sich rapide. Das durch salziges Grundwasser [[Brackwasser|brackig]] gewordene Wasser war für Mensch und Tier nicht mehr genießbar. Die trockenfallenden Böden versalzten. Früher typische Pflanzen wie [[Seerose]] und [[Rohrkolben]] verschwanden, dazu die reichen Fischbestände, von denen sich die Bewohner ernährt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem in den 1950er Jahren durch stärkere Pumpen die Trockenlegung des Gotteskoogs abgeschlossen war, waren von den weiten Wasserflächen nur noch 60&amp;amp;nbsp;ha übrig geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Ramsar-Konvention]] wurde das Gotteskooggebiet als „Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung“ herausgestellt. Daraufhin begann man 1982 mit der [[Renaturierung]] von Ödlandflächen. Heute befindet sich in der mit 2,5&amp;amp;nbsp;Meter unter [[Normalhöhennull|NHN]] tiefstgelegenen Region, dem Gotteskoogsee, ein von der künstlichen Entwässerung abgekoppeltes, von einem Damm und einem Ringkanal umgebenes [[Feuchtgebiet]]. Der Wasserstand, der im übrigen Koog im Winter bis auf 2,5&amp;amp;nbsp;Meter unter NHN abgesenkt wird, ist hier auf −1,5&amp;amp;nbsp;Meter NHN angehoben. Die [[Salzwiese]]nvegetation, die sich auf den versalzten Böden ausgebreitet hatte, verschwand schnell. Im Winter kann hier wieder Reet geerntet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Gänse]]n und [[Limikolen]] bietet das größtenteils unzugängliche [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] Gotteskoogsee dem [[Seeadler (Art)|Seeadler]] Wohnraum. Auch zahlreiche [[Zugvögel]] nutzen das Gebiet zur Rast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Malene Gottburgsen und Wolfgang Hassenpflug |Titel=Der Gotteskoog. Landschaft und Bewohner im Wandel der Jahrhunderte |Verlag=Bock |Ort=[[Bad Honnef]] |Datum=1991 |ISBN=3-87066-233-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.nordfrieslandtourismus.de/default-wAssets/docs/ThemenwegeSuedtondern/Gotteskoogroute_2011-11E2-4c-2seitig.pdf |titel=Gotteskoogroute – Rad-Erlebnisrouten in Nordfriesland |abruf=2021-01-22}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.deichbauamt.de/verbaende/gewaesser-und-landschaftsverbaende/gulv-gotteskoog |titel=Der Gotteskoogsee|hrsg=Deich- und Hauptsielverband Südwesthörn-Bongsiel|abruf=2022-08-19}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://vimu.info/fb.jsp?id=for_32_2_1_fb_gotteskoog_de&amp;amp;lang=de&amp;amp;u=general&amp;amp;flash=true|titel=Gotteskoog|werk=Das virtuelle Museum vimu.org|abruf=2022-08-19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4238763-2|VIAF=234230741}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koog im Kreis Nordfriesland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niebüll]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humptrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goegeo</name></author>
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