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	<title>Gottesgemahlin des Amun - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T20:20:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gottesgemahlin_des_Amun&amp;diff=736048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Agnete am 27. März 2022 um 20:30 Uhr</title>
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		<updated>2022-03-27T20:30:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Hieroglyphen Zweispaltig&lt;br /&gt;
|NAME-ERWEITERT = Titel&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;R8-N41:X1-N35-M17-Y5:N35&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME-ERKLÄRUNG = Hemet-netjer-en-Amun&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ḥmt-nṯr-n-Jmn&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Gottesgemahlin des Amun&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|NAME2-ERWEITERT = erweiterte Form&lt;br /&gt;
|NAME2 = &amp;lt;hiero&amp;gt;R8-N41:X1-N35-M17-Y5:N35:Aa15-M17-Q3:X1-Q1-O49:Z1*Z1*Z1&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME2-ERKLÄRUNG = Hemet-netjer-en-Amun-em-Ipet-sut&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ḥmt-nṯr-n-Jmn-m-Jpt-swt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Gottesgemahlin des [[Amun]] von [[Karnak]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesgemahlin des Amun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein hoher [[Altes Ägypten|altägyptischer]] Titel, der im [[Neues Reich|Neuen Reich]] bis in die [[26. Dynastie]] von weiblichen Angehörigen des Königshauses getragen wurde. Er beinhaltete ein Priesterinnenamt im [[Amun]]-Kult. Die Titelträgerinnen waren meist Königinnen oder die jeweils ältesten Töchter des regierenden Königs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet48&amp;quot;&amp;gt;Gabriele Höber-Kamel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottesgemahlinnen des Amun in Karnak&amp;#039;&amp;#039;. In: Gabriele Höber-Kamel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Karnak – Wohnstätte der Götter&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Kemet&amp;#039;&amp;#039; Heft 1/2001), Kemet Verlag, Berlin 2001, {{ISSN|0943-5972}}, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Neues Reich ===&lt;br /&gt;
Die Gottesgemahlin spielte ab der [[18. Dynastie]] als sogenannte „Erbprinzessin“ eine wichtige Rolle in der Königsnachfolge. [[Kronprinz]]en, deren Mütter nur Nebenfrauen des Königs waren, mussten ihren Thronanspruch durch Heirat mit einer Gottesgemahlin legitimieren. Auf diese Weise kam es im Königshaus häufig zu [[Geschwisterehe|Vermählungen zwischen Geschwistern]] oder Halbgeschwistern. War kein ältester Königssohn vorhanden, konnten auch andere Mitglieder der Königsfamilie durch Heirat mit der Gottesgemahlin zum Thronnachfolger bestimmt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet48&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gottesgemahlin besaß einen eigenen Palast sowie umfangreiche Güter und Ländereien, die von einem eigenen Beamtenapparat verwaltet wurden. Mit ihrem Amt war auch die Ausübung bestimmter Rituale im Amun-Kult verbunden, die gemeinsam mit dem König oder dem Gefolge vollzogen wurden, z.&amp;amp;nbsp;B. die symbolische [[Erschlagen des Feindes (Ägypten)|Vernichtung der Feinde Ägyptens]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet48&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 18. Dynastie wurde der Titel häufig von der Mutter auf die Tochter vererbt. Ab der 19. Dynastie war er nur noch [[Hemet-nisut|Großen Königlichen Gemahlinnen]] vorbehalten, eine Weitervererbung auf die Tochter war nicht mehr möglich. Da der Titel eng mit dem [[Theben (Ägypten)|thebanischen]] Amun-Kult verbunden war, verlor er mit der Verlegung der Hauptstadt in den Norden des Landes einigermaßen an Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet49&amp;quot;&amp;gt;Gabriele Höber-Kamel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottesgemahlinnen des Amun in Karnak.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Zwischenzeit und Spätzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Amenirdis Med Habou 1 c.jpg|mini|hochkant|Gottesgemahlin des Amun, [[Amenirdis I.]], in [[Medinet Habu]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung des thebanischen [[Gottesstaat]]es während der [[21. Dynastie]] nahm die Bedeutung des Titels wieder zu. Unter [[Psusennes I.]] wurde er erneut an Prinzessinnen vergeben, die sich nun ganz dem Priesterinnendienst widmeten und [[Zölibat|zölibatär]] im [[Tempel des Amun-Re (Karnak)|Tempelbezirk des Amun]] lebten. Die Weitergabe des Titels erfolgte durch [[Adoption]], wobei die nachfolgende Anwärterin zur Unterscheidung den Titel &amp;#039;&amp;#039;Gottesverehrerin&amp;#039;&amp;#039; erhielt. Die Gottesgemahlin war somit nicht mehr gezwungen zu heiraten oder eigene Töchter zu bekommen. In der Regel wurde eine Tochter des regierenden Königs oder eines [[Hoherpriester des Amun|Hohepriesters des Amun]] adoptiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Höber-Kamel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottesgemahlinnen des Amun in Karnak.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 50–51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit entstand eine Art weibliche Gegendynastie, die nach und nach die Macht der thebanischen Hohepriester übernahm. In der 25. und 26. Dynastie waren die Gottesgemahlinnen praktisch die Herrscherinnen von [[Oberägypten]] und verwalteten den Tempel des Amun in Theben und seinen Besitz. Ihre hohe Stellung drückt sich auch in der Schreibung ihrer Namen in [[Hieroglyphenkartusche|Königskartuschen]] aus. Sie feierten zudem das [[Sedfest]] und waren berechtigt, zusammen mit dem König von Ober- und Unterägypten neue Tempel einzuweihen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet51&amp;quot;&amp;gt;Gabriele Höber-Kamel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottesgemahlinnen des Amun in Karnak.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrscher, die damals in [[Unterägypten]] residierten, hatten über die Gottesgemahlinnen direkten Einfluss auf Oberägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Mythologisch war der Titel der Gottesgemahlin eng mit der [[Geburtslegende (Altes Ägypten)|Geburtslegende]] verknüpft, der zufolge der jeweilige Thronfolger von der Großen Königlichen Gemahlin und dem Sonnengott [[Amun-Re]] in Gestalt des Königs gezeugt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet48&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Rolle bildete sie die irdische Verkörperung der Göttin [[Mut (ägyptische Mythologie)|Mut]]. Zugleich stand sie als &amp;#039;&amp;#039;[[Sat-netjer]]&amp;#039;&amp;#039; („Gottestochter“) und mit dem Titel „[[Gotteshand]]“ in enger Verbindung zu [[Tefnut]], die im [[Mythos vom Sonnenauge]] als Tochter des [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]] auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Angelika Lohwasser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die königlichen Frauen im antiken Reich von Kusch: 25. Dynastie bis zur Zeit von Nastasen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Meroitica. Schriften zur altsudanesischen Geschichte und Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Harrassowitz, Wiesbaden 2001, ISBN 3-447-04407-1, S. 328–329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonografie ==&lt;br /&gt;
[[Ikonografie|Ikonografisch]] wird die Gottesgemahlin mit [[Geierhaube]] und [[Uräusschlange (Symbol)|Uräusschlange]] an der Stirn dargestellt. Gelegentlich trägt sie ein hohes Federnpaar, das durch eine Sonnenscheibe und dem Kuhgehörn der Göttin [[Hathor]] ergänzt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kemet48&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gottesgemahlinnen des Amun]]&lt;br /&gt;
* [[Große königliche Gemahlin des Amun]]&lt;br /&gt;
* [[Titel altägyptischer Königinnen]]&lt;br /&gt;
* [[Altägyptische Beamten- und Funktionstitel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erhart Graefe]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Verwaltung und Geschichte der Institution der Gottesgemahlin des Amun vom Beginn des Neuen Reiches bis zur Spätzeit.&amp;#039;&amp;#039; zwei Bände In: &amp;#039;&amp;#039;Ägyptologische Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; (ÄA) Band 37, Harrassowitz, Wiesbaden 1981, ISBN 3-447-02174-8.&lt;br /&gt;
* Constantin Emil Sander-Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Das Gottesweib des Amun&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historisk-filologiske Skrifter.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Nr. 1, {{ZDB|204516-3}}), Munksgaard, København 1940.&lt;br /&gt;
* Lana Troy: &amp;#039;&amp;#039;Patterns of queenship in ancient Egyptian myth and history&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Acta Universitatis Upsaliensis.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). Almqvist &amp;amp; Wiksell, Uppsala 1986, ISBN 91-554-1919-4 (Zugleich: Universität Uppsala, Dissertation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Divine Adoratrice of Amun|Gottesgemahlin des Amun}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ucl.ac.uk/museums-static/digitalegypt//thebes/late/godswife.html God’s wife of Amun (engl.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottesgemahlin des Amun| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnentitel (Ägypten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religiöser Titel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agnete</name></author>
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