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	<title>Gossel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-06T21:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Ortsteil Gossel in Thüringen, zu weiteren Bedeutungen siehe [[Gossel (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Gossel&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Landgemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Geratal&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Gossel.jpg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/47/54/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/51/00/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 490&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = 13.61&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 459&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2018-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;TLS-Einwohner-Dezember&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2019-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 99330&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 036207&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gossel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der [[Landgemeinde (Thüringen)|Landgemeinde]] [[Geratal]] im [[Ilm-Kreis]] in [[Thüringen]] in [[Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf Gossel.jpg|miniatur|Blick auf Gossel]]&lt;br /&gt;
Gossel liegt auf dem „Gosseler Plateau“, das zur [[Ohrdrufer Platte]] gezählt wird und aus einer etwa 500 Meter hoch gelegenen [[Muschelkalk]]formation besteht. Das Gosseler Plateau nimmt den südwestlichen Teil der Gemarkung ein, wo auch der Ort Gossel liegt. Im Norden durchläuft das [[Jonastal]] das Ortsgebiet. Es bildet einen reizvollen, knapp 100 Meter tiefen Einschnitt in die Ohrdrufer Platte. Die Gebietsteile nördlich des Jonastals sind bewaldet und gehören zum [[Truppenübungsplatz Ohrdruf]]. Im Osten des Ortes zwischen Gossel und dem Nachbarort [[Espenfeld]] befinden sich ebenfalls einige Waldgebiete. Westliche Nachbarorte sind [[Crawinkel]] und [[Wölfis]], im Süden liegt [[Liebenstein]]. Der [[Thüringer Wald]] beginnt etwa fünf Kilometer südwestlich des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: [[Amt Wachsenburg]], [[Arnstadt]], [[Plaue (Thüringen)|Plaue]], Liebenstein, Crawinkel, Wölfis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Gossel wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt. Am 10. Juli 1671 schlugen vier Blitze eines Gewitters ein und entfachten eine Feuersbrunst, wodurch die Kirche nebst ihrem Turm und den vier Glocken, sowie alle „geistlichen und gemeinen“ Gebäude und 34 Häuser (Ställe und Scheunen nicht mitgezählt), in Asche gelegt wurden. Hinzu kam ein Hagelschauer, der die Ernte zunichtemachte. Das geschah nur wenige Jahrzehnte nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], in dem die durchziehenden schwedischen Truppen den Ort fast völlig niedergebrannt hatten. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war der Handel eine wichtige Einnahmequelle: Der Ort verfügte – ähnlich wie sein Nachbarort [[Crawinkel]] – über etliche Fuhrleute, die die hiesigen Waren und Produkte nach Norddeutschland sowie über den [[Thüringer Wald]] nach Nürnberg und Frankfurt exportierten und auf dem Rückweg Kaffee, Tee, Zucker, Gewürze und andere Waren für Gossel und die Nachbarorte mitbrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Georg August Galletti|Galletti]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha&amp;#039;&amp;#039;, Gotha 1780, S. 319&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Großbrand]] vernichtete im Jahre 1849 19 Wohngebäude und das Pfarrhaus, die Kirche jedoch blieb verschont. Verschont blieb sie auch im Jahre 1945, als sich beim Herannahen der Amerikaner eine Einheit der Waffen-SS im Dorf verschanzt hatte. Allerdings gibt es folgenden Bericht der Feuerwehr des benachbarten Ortes [[Liebenstein]]: „Im Januar 1944 wurde die Nachbargemeinde Gossel im Zentrum (um die Kirche herum) von [[Brandbombe]]n getroffen. Die Kirche und benachbarte Bauernhöfe brannten. Die Liebensteiner Wehr eilte mit ihrer Motorspritze am Traktor von Otto Ehrhardt (Gutsbesitzer) zu Hilfe“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;700 Jahre Liebenstein&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift. Hrsg. Gemeinde Liebenstein. 2003. S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort gehörte zum [[Amt Wachsenburg mit Ichtershausen|Amt Wachsenburg]], das 1640 zum Herzogtum [[Sachsen-Gotha]], ab 1672 zum Herzogtum [[Sachsen-Gotha-Altenburg]] und 1826 zum [[Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha]] kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 kam Gossel zum Ilm-Kreis. Ab 1996 gehörte es der [[Verwaltungsgemeinschaft Oberes Geratal]] an. Der Verwaltungssitz war in der Gemeinde [[Gräfenroda]]. Mit Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft am 1. Januar 2019 kam Gossel zur Landgemeinde Geratal.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/69487/gesetz_und_verordnungsblatt_nr_14_2018.pdf Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018 S. 795 ff.], aufgerufen am 1. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1843 – 458&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle für schwarzburgische und sächsische Orte: [[Johann Friedrich Kratzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039;. Naumburg, 1843. Online abrufbar bei [http://books.google.de/books?id=Fc0tAAAAYAAJ&amp;amp;dq=handbuch%20der%20s%C3%A4mmtlichen%20deutschen%20bundesstaaten&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Google Books]. Quelle für preußische Orte: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Provinz Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg, 1843. Online abrufbar bei [http://books.google.de/books?id=PWjfAAAAMAAJ&amp;amp;dq=editions%3AYePsXwgtsJEC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR1#v=onepage&amp;amp;q=editions:YePsXwgtsJEC&amp;amp;f=false Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1939 – 700&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=arnstadt.html|name=Einwohnerzahlen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1989 – 558&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.tlug-jena.de/uw_raum/umweltregional/ik/tables/bevent8911_ik.pdf |wayback=20121029033713 |text=Bevölkerungsentwicklung ab 1989 (TLUG) }} (PDF; 18&amp;amp;nbsp;kB){{Abrufdatum |1=2024-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2005 – 525&lt;br /&gt;
* 2010 – 494&lt;br /&gt;
* 2015 – 465&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember&amp;lt;ref name=&amp;quot;TLS-Einwohner-Dezember&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.thueringen.de/datenbank/portrait.asp?TabelleID=GG000102&amp;amp;auswahl=gem&amp;amp;nr=70023 |titel=Gemeinde Gossel, Bevölkerung am 31. Dezember nach Geschlecht |hrsg=Thüringer Landesamt für Statistik |abruf=2025-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== (Ortsteil-)Bürgermeister und Ortsteilrat ===&lt;br /&gt;
Der Ortsteilbürgermeister von Gossel ist seit dem 1. Juli 2022 David Atzrott,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-geratal.de/wp-content/uploads/2020/08/amtsblatt_nr_07_2022.pdf |titel=Gemeinde Geratal: Amtsblatt, 4. Jahrgang, Nr. 7 |datum=2022-06-03 |abruf=2022-07-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; er wurde zuletzt bei den [[Kommunalwahlen in Thüringen 2024|Kommunalwahlen in Thüringen]] am 26. Mai 2024 im Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=OM&amp;amp;wJahr=2024&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=070&amp;amp;gemnr=70057&amp;amp;gemteil=004 |titel=Wahlen in Thüringen, Ortsteil-/Ortschaftsbürgermeisterwahl 2024 in Thüringen, Geratal OT Gossel |hrsg=Thüringer Landesamt für Statistik |abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Atzrott bildet zusammen mit vier weiteren Mitgliedern den Ortsteilrat. Zuvor waren von 1994 bis 1999 Hartmut Unger (CDU) und von 1999 bis 2019 Andreas Gundermann (CDU) die ehrenamtlichen Bürgermeister von Gossel. Nach der Eingemeindung nach Geratal fungierte Gundermann von 2019 bis 2022 als Ortsteilbürgermeister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.gemeinde-geratal.de/amtsblatt/index.php#gazette_44084 |titel=Gemeinde Geratal: Amtsblatt, 1. Jahrgang, Nr. 12 |werk= |hrsg= |datum=2019-06-14 |abruf=2019-08-31 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thüringer Landesamt für Statistik |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=0000&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;auswertung=1&amp;amp;wknr=070&amp;amp;gemnr=70023&amp;amp;terrKrs=&amp;amp;gemteil=000&amp;amp;buchstabe=&amp;amp;Langname=&amp;amp;wahlvorschlag=&amp;amp;sort=&amp;amp;druck=&amp;amp;XLS=&amp;amp;anzahlH=-16&amp;amp;Nicht_existierende=&amp;amp;x_vollbildDatenteil=&amp;amp;optik=&amp;amp;aktual=&amp;amp;ShowLand=&amp;amp;ShowWK=&amp;amp;ShowPart=&amp;amp;w_datum=05.06.2016 |titel=Wahlen in Thüringen, Bürgermeisterwahlen in Gossel |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-08-31 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde vom Heraldiker [[Frank Diemar]] gestaltet und am 1. März 1995 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Schwarz das Brustbild eines Mannes mit goldenem Bart und Haaren im goldenen Gewand und einem mit einer Muschel verzierten goldenen Hut, in beiden Händen einen goldenen gekrümmten Stab haltend, rechts oben begleitet von drei (2:1) goldenen Kugeln; im goldenen Schildfuß drei balkenweise angeordnete schwarze gemeine Kreuze.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptmotiv des Wappens geht auf ein seit dem 17. Jahrhundert verwendetes Siegelmotiv zurück; der heilige [[Jakobus der Ältere|Jakobus]] mit Pilgerstab könnte möglicherweise mit dem ehemals in der Nähe des Ortes vorhandenen Zisterzienser-Nonnenkloster in Verbindung gebracht werden, das als Wallfahrtsort diente. Eine 1909 geschaffene St.-Jakobs-Plastik ist im Ortsbild bis heute erhalten. Die dem Symbol beigegebenen drei Kugeln stehen als Attribute des heiligen Nikolaus für eine nicht mehr existierende Kirche in Gossel, die diesem Heiligen gewidmet war. Die drei Kreuze im Schildfuß symbolisieren drei in der Ortslage vorhandene Sühnekreuze.&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 12; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.&amp;amp;nbsp;V. 1998, ISBN 3-9804487-2-X&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kommunalwappen mit der Jakobsmuschel in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Dorfkirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gossel-Kirche-1.JPG|links|miniatur|Marienkirche ({{Coordinate|text=Lage→|NS=50/47/54.916567/N|EW=10/51/2.016249/E|type=landmark|name=Kirche Gossel|region=DE-TH}})]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gossel-Kirche-5.JPG|miniatur|Jahrestafel an der Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marien-Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Klosterkirche erbaut, die heutige Gestalt ist von 1581. Das geht auch aus einer Inschrift hervor, die als Steintafel in der Kirchenwand eingelassen ist. 1675 erfolgte nach dem unter „Geschichte“ geschilderten Brand ein Umbau, mit finanzieller Unterstützung durch Herzog [[Ernst I. (Sachsen-Gotha-Altenburg)|Ernst I.]] Die Kirche überstand unbeschadet auch einen Großbrand im Jahre 1849 sowie den Einmarsch der Amerikaner in 1945. Allerdings richtete ein Blitzeinschlag am Pfingstsamstag 1992 erheblichen Schaden an Turm, Dach und elektrischer Anlage an, verschonte aber das Kirchenschiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühbarocke Ausstattung ist bis 1680 entstanden. Die Emporenfelder sind mit Szenen der biblischen Geschichte geschmückt (1703). Die Kirche bekam um 1860 eine [[Knauf (Orgelbauer)|Knauf]]-Orgel mit einem Prospekt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus der [[Ratzmann (Orgelbauer)|Ratzmann]]-Werkstatt. Anlässlich einer Umgestaltung 1979 wurde der Altar aus einer Nische des Chorraums an seine heutige Stelle gerückt und an seinem alten Standplatz eine Taufkapelle eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchgemeinde gehört zum [[Kirchspiel]] [[Wölfis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenkstätten ===&lt;br /&gt;
Auf dem &amp;#039;&amp;#039;Ortsfriedhof&amp;#039;&amp;#039; erinnern Grabstätten und ein Gedenkstein an sieben Personen, die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nach Deutschland verschleppt und Opfer von [[Zwangsarbeit]] wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinkreuze ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Drei Steinkreuze bei Gossel.jpg|miniatur|Steinkreuze bei Gossel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den ehemals sieben Kreuzen bei Gossel sind heute nördlich des Ortes nur noch drei [[Steinkreuz]]e vorhanden. Die Standorte der vier fehlenden Kreuze waren 1993 noch nachweisbar. Das [[Steinkreuznest]] befindet sich auf dem weithin sichtbaren Berg &amp;#039;&amp;#039;Ebanotte&amp;#039;&amp;#039; (517,8&amp;amp;nbsp;m ü. NN), an dem ein alter Höhenweg vom Thüringer Wald über das Gosseler Plateau und die [[Alteburg (Arnstadt)|Alteburg]] nach Arnstadt führte. Steinwälle auf der Ebanotte lassen auf eine vorgeschichtliche Burgstelle schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. Müllerott: &amp;#039;&amp;#039;Sagen, Fabeln und romantische Geschichten aus dem mittleren Thüringer Wald und dessen Vorland.&amp;#039;&amp;#039; Arnstadt 1995/1996, ISBN 3-910132-54-5, S. 66–68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alte Handelsweg ist heute noch als Teil der Verbindung von Gossel nach [[Espenfeld]] erhalten: Von der &amp;#039;&amp;#039;Arnstädter Straße&amp;#039;&amp;#039; zweigt etwa 200&amp;amp;nbsp;m hinter dem Ortsende der Weg nach rechts ab und führt über den Nordwesthang der Ebanotte wieder zurück zur Straße nach Espenfeld. Man erzählt sich, dass die Steinkreuze an Wallfahrer erinnern, die nach einem Zechgelage im Wirtshaus in Streit geraten waren und von denen am Ende sieben erschlagen wurden. ({{Coordinate|NS=50.802041|EW=10.857246|text=Lage →|type=landmark| region=DE-TH|name=Gosseler Steinkreuze}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zimmermannskreuz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gossel Zimmermannskreuz.jpg|mini|Zimmermannskreuz auf der Ebanotte in Gossel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Gemarkung von Gossel, abseits der Straße in Richtung Espenfeld auf dem Berg Ebanotte befindet sich noch das Zimmermannskreuz, auch das Einzelne Kreuz genannt. Es soll entweder einen Friedhof kennzeichnen, hier soll jemand erfroren sein oder hier wurde der letzte Waller erschlagen. Genaue Angaben zu dem Kreuz sind jedoch noch bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kreuzstein.eu/html/body_gossel.html Steinkreuz Gossel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Osterpfitzen ===&lt;br /&gt;
Eine langjährige Tradition ist das [[Osterpfitzen]] der [[Burscheninnung]] seit 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Nicolaus Hanff]] (* 25. September 1663 in Gossel; † Weihnachten 1711 in Schleswig), deutscher Organist&lt;br /&gt;
* [[Johann Valentin Scherlitz]] (* in Gossel; † 1793 Gotha), Kammermusikus und Hoforganist des Herzogs [[Ernst Friedrich (Sachsen-Coburg-Saalfeld)|Ernst Friedrich]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|31|119|120|Scherlitz, Johann Valentin|Hans Michael Schletterer|ADB:Scherlitz, Johann Valentin}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jens Filbrich]] (* 13. März 1979 in Suhl), deutscher Ski-Langläufer, wohnt seit 1997 in Gossel&lt;br /&gt;
* [[Konrad Bach]] (* 6. Oktober 1940; † 28. März 2019 in Gossel), Komponist und Dirigent bei den [[Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt|Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt]] und am [[Landestheater Eisenach]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.siegfried-wagner.org/html/mitteilungen2019.html |titel=»Schwager Chronos« – Nachruf auf Konrad Bach |abruf=2019-12-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-geratal.de/gemeinde-gossel/ Gossel auf der Internetseite von Geratal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Geratal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4726714-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Geratal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Ilm-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1142]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Ilm-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2019]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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