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	<title>Gossau SG - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hanzlan am 25. Januar 2026 um 19:17 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-25T19:17:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|SG|Gossau}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Gossau&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Gossau SG 2007.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Gossau SG-blazon.svg&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-SG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = St. Gallen&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = &lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Wahlkreis St. Gallen&lt;br /&gt;
| KREIS = &lt;br /&gt;
| BFS = 3443&lt;br /&gt;
| QUELLE = &lt;br /&gt;
| PLZ = 9200&lt;br /&gt;
| UN/LOCODE = CH ZHH&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47/25//N&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9/15//E&lt;br /&gt;
| HÖHE = 638&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 27.51&lt;br /&gt;
| QUELLE-FLÄCHE = &lt;br /&gt;
| AUSLÄNDER = &lt;br /&gt;
| ARBEITSLOSE = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENT = Wolfgang Giella (FDP)&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| STADTAMMANN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.stadtgossau.ch&lt;br /&gt;
| BILD = &lt;br /&gt;
| GALERIE = 1&lt;br /&gt;
| GALERIEKARTE1 = Stadt Gossau SG 2021.png&lt;br /&gt;
| GALERIEBEZ1 = Stadt Gossau&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gossau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈɡoːsaʊ̯]}} (mit langem &amp;#039;&amp;#039;o;&amp;#039;&amp;#039; im [[Ostschweizer Dialekt]] &amp;#039;&amp;#039;Goosse&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[goːsːə]}}&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]],&amp;#039;&amp;#039; Band V, 1b.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Stadt und [[politische Gemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton St. Gallen]], zu dessen [[Wahlkreis St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] sie gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Gossau (SG)-Inlandflüge-LBS MH01-002582.tif|mini|Historisches Luftbild von [[Walter Mittelholzer]] von 1920]]&lt;br /&gt;
Gossau liegt zwischen der Stadt St.&amp;amp;nbsp;Gallen und [[Wil SG|Wil]] im [[Fürstenland]]. Das gesamte Gebiet der Stadt hat eine Fläche von 2751 Hektaren. St.&amp;amp;nbsp;Gallen und [[Gaiserwald]] im Osten, [[Waldkirch SG|Waldkirch]] und [[Andwil SG|Andwil]] im Norden, [[Niederbüren]], [[Oberbüren]] und [[Flawil]] im Westen sowie [[Herisau]] im Süden haben gemeinsame Grenzen mit Gossau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gossau umfasst die Quartiere Oberdorf, Watt, Mettendorf, Zentrum, Rosenau, Gozenberg, Mooswies und Niederdorf sowie die Weiler&lt;br /&gt;
Albertschwil, Enggetschwil, Geretschwil, Hochschoren, Hueb, Matten, Neuchlen, Rain, Rüeggetschwil, Rüti, Wilen, Zinggenhueb, Erlen, Herzenwil und Stöcklen. Zum Gemeindeteil [[Arnegg SG|Arnegg]] gehören die Weiler Hölzli, Landegg und Neuegg; Oberarnegg ist Teil der Gemeinde Andwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Eiszeitalter|Eiszeit]] hat ein Ausläufer des [[Rheingletscher]]s eine flache Decke vor der Sitterschlucht bis gegen [[Wil SG|Wil]] aufgeschüttet. Beim Abschmelzen hinterliess der Gletscher eine Reihe von Wallmoränen. Deren Reste erkennt man zum Beispiel an den Hügeln, welche die drei Schulhäuser im Norden von Gossau tragen. Andere Zeugen der Eiszeit sind sogenannte [[Drumlin]]s (Gletscherschutthügel); eine Reihe dieser langgestreckten rundlichen Erhebungen zieht sich von Arnegg gegen [[Niederbüren]] und [[Waldkirch]]. Im Süden flankieren die Hügel des [[Appenzellerland]]es die langgestreckte Mulde, in der Gossau liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schmelzwasser der Eiszeit füllten die Gossauer Ebene mit einer gewaltigen Menge von Sand und Kies. Im Kies versickerte das Wasser. Wegen der undurchdringlichen Molasse fand es keinen Weg nach unten und bildet bis heute ein ergiebiges Grundwasservorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwellenhöhe des [[Bahnhof Gossau SG|Bahnhofs Gossau]] beträgt {{Höhe|638|CH}} Der tiefste Punkt des Stadtgebietes liegt bei der Henessenmühle auf 570&amp;amp;nbsp;m. Der höchste befindet sich südlich im Roserwald in der Nähe des Schochenberges auf {{Höhe|820|CH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
Das Klima in Gossau ist eher rau, bedingt durch den bereits subalpinen Charakter der Gegend und beeinflusst durch die Nähe des [[Alpstein]]gebietes. Die Winde dringen ungehindert zwischen die in West-Ost-Richtung verlaufenden Hügelzüge. Die Durchschnittstemperatur ist daher etwas niedriger als etwa am [[Bodensee]] oder im [[Alpenrheintal|Rheintal]]. Die Winde bringen auch häufig Temperaturstürze. Dafür gehört das [[Fürstenland]] zu den Gebieten mit weniger als 20 jährlichen Nebeltagen. Der eher gemässigte Föhn ist nach den zunehmend schneearmen Wintertagen ein willkommener Frühlingsbote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gossau siegel.jpg|mini|Volksbund-Siegel im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;In Gold ein grüner Lindwurm, im Rachen rotes Kleeblattstechkreuz, oben links begleitet von aufrechtem schwarzem Bären mit roter Zunge und Zeichen mit goldener Bewehrung.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flaggenfarben sind Gelb und Schwarz. Das Gemeindewappen der Stadt Gossau stammt aus der Zeit der [[Appenzellerkriege]] (1401–1429). Um sich vom st. gallischen Abt Kuno von Stoffeln (1379–1401) zu lösen, schloss die Stadt [[St. Gallen]] mit anderen fürstenländischen Gemeinden am 17. Januar 1401 einen Volksbund. Dieser Vereinigung trat auch Gossau bei. Das Siegel, welches die Gemeinde zum Abschluss des Bündnisses benützte, zeigt einen aufrechten Bären, unter ihm einen Lindwurm, dem ein hohes Kreuz im Rachen steckt, ferner die Umschrift: Siegel der Gemeinde Gossau. Das heutige Gemeindewappen beruht zum grossen Teil auf diesem Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Um 400 v.&amp;amp;nbsp;Chr. lebten wahrscheinlich [[Kelten]] in der Gegend. Im 5./7. Jahrhundert wurde die Gegend von den [[Alemannen]] besiedelt. «Gossau» geht auf althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Gôʒʒes ouwa&amp;#039;&amp;#039; zurück, was «[[Ortsnamen auf -au|Au]] des Gôʒʒo» bedeutet und an den alemannischen Siedler erinnert, der hier an oder auf wasserreichem Gelände seinen Hof errichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]],&amp;#039;&amp;#039; hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;398.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort wurde am 24. Oktober 824 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Cozesaua&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Cozesouva&amp;#039;&amp;#039; in einer Urkunde erwähnt, in der ein Freddo seinen ererbten Besitz zu Gossau gegen lebenslangen Unterhalt dem Kloster St.&amp;amp;nbsp;Gallen schenkte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stiftsarchiv St. Gallen|StiASG]], Urk. IV 499. [https://www.e-chartae.ch/de/charters/view/808 Online auf e-chartae], abgerufen am 19. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Urkundenbuch der Abtei Sankt Gallen, Teil 1: Jahr 700–840 ([http://archive.org/stream/UrkundenbuchDerAbteiSanktGallenvolume1/Urkundenbuch_der_Abtei_Sanct_Gallen_djvu.txt Digitalisat] auf Archive.org).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 8. Jahrhundert erwarb das [[Fürstabtei St. Gallen|Kloster St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] umfangreiche Gebiete in Gossau und richtete dort einen [[Kehlhof (Gebäude)|Kehlhof]] ein, aus dem 957 das äbtische Gericht Gossau hervorging. Die Schirmvogtei über das Gericht wurde 1166 verkauft und fiel nach mehrfachem Handwechsel 1373 an das Kloster St.&amp;amp;nbsp;Gallen zurück. 744 wurde erstmals eine Kirche vermutet, die 910 als Eigenkirche des Klosters St.&amp;amp;nbsp;Gallen erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter]] versuchte sich die Bevölkerung vom Kloster St.&amp;amp;nbsp;Gallen zu lösen und verbündete sich mit der Stadt [[St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] und weiteren Gemeinden des [[Fürstenland]]es, weshalb es 1428 während des Appenzellerkrieges gebrandschatzt wurde. Fürstabt [[Ulrich Rösch]] baute die [[Territorialisierung|Landesherrschaft]] der Fürstabtei aus, vollzog 1486 die Inkorporation der Pfarrei Gossau ins Kloster St.&amp;amp;nbsp;Gallen und konnte 1487 mittels eines kaiserlichen Privilegs das [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgericht]] im Kerngebiet der Fürstabtei (Alte Landschaft) an sich bringen. Das in der äbtischen Offnung von 1469 festgelegte [[Niedere Gerichtsbarkeit|Niedergericht]] bildete ab 1491 einen Teil des [[Oberbergeramt]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gossauer wehrten sich gegen die fürstäbtliche Herrschaft und die Erhebung des Zehnten, indem sie sich der Waldkircher Allianz und 1528–1531 der Reformation anschlossen. Der Widerstand entbrannte im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gegen die Kriegsentschädigung nach dem [[Toggenburgerkrieg|Zwölferkrieg]], 1746 im Bossart-Handel gegen die Glockensteuer, und führte 1793–1798 von Gossau aus zur von [[Johannes Künzle]] angeführten revolutionären Bewegung im Fürstenland. Die demokratischen Forderungen des Volkes wurden von Fürstabt [[Beda Angehrn]] durch den auf der Landsgemeinde in Gossau am 23.&amp;amp;nbsp;November 1795 ausgehandelten &amp;#039;&amp;#039;Gütlichen Vertrag&amp;#039;&amp;#039; grösstenteils erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Helvetik]] wurde die 1798 gegründete Republik Fürstenland mit Hauptort Gossau vorerst in den Kanton Säntis eingegliedert und die Munizipalgemeinde Gossau gegründet. Diese kam 1803 mit Napoleons [[Mediation (Geschichte)|Mediationsakte]] zum neu gegründeten Kanton St.&amp;amp;nbsp;Gallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 13. Jahrhundert ([[Haslenmühle]], Henessenmühle) bis 1800 wurde in Gossau vor allem Ackerbau betrieben. Ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde für die Stadt St.&amp;amp;nbsp;Gallen Flachs für den Leinwandhandel angebaut und später auch Leinwand gewoben. Das Zunftwesen der Handwerker entstand im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Wegen billigen Getreideimporten wurde im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der Getreideanbau durch die Vieh- und Milchwirtschaft verdrängt. 1850 entstand auf dem Schloss Oberberg die erste Käserei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strassen- und Eisenbahnbau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts förderte die Industrialisierung in der Textilbranche (hauptsächlich Stickereiindustrie) und später auch im Metall- und Maschinenbau. Die Auswirkungen der Stickereikrise nach dem Ersten Weltkrieg wurden von der Gossauer Schriftstellerin [[Elisabeth Gerter]] 1938 im Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Sticker&amp;#039;&amp;#039; beschrieben.&lt;br /&gt;
Im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde Gossau zur wichtigsten Lebensmitteldrehscheibe der Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Vor dem Ersten Weltkrieg hatte Gossau annähernd zehntausend Einwohner, erlebte dann aber einen markanten Rückgang. Ab 1950 stieg die Einwohnerzahl wieder stark an und überschritt 1961 erstmals die 10&amp;#039;000er-Grenze. Mit dem Autobahnbau 1969 erlebte die Gemeinde einen weiteren Schub, und bis zur Jahrtausendwende stieg die Bevölkerungszahl kontinuierlich an. Mit über 18&amp;#039;000 Einwohnern ist Gossau nach [[St. Gallen]], [[Rapperswil-Jona]] und [[Wil SG|Wil]] die viertgrösste Stadt im [[Kanton St. Gallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;     || 1910 || 1930 || 1950 || 1970 || 1990 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|2025&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| 8&amp;#039;434 || 7&amp;#039;846 || 8&amp;#039;289 || 12&amp;#039;639 || 15&amp;#039;675 || 17&amp;#039;688 || 17&amp;#039;879&lt;br /&gt;
|18&amp;#039;916&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot; 688&lt;br /&gt;
|align=left| &amp;lt;small&amp;gt;Quelle&amp;lt;/small&amp;gt; || colspan=&amp;quot;8&amp;quot;| Stadt Gossau, Einwohneramt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bevölkerungsstruktur: (Angaben Stand 31.12.2025)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersstruktur in Gossau deckt sich beinahe mit dem Schweizer Durchschnitt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0–19 Jahre: 19,68 %&lt;br /&gt;
* 20–39 Jahre: 26,26 %&lt;br /&gt;
* 40–64 Jahre: 32,40 %&lt;br /&gt;
* Über 64 Jahre: 21,66 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gossau sind 7215 Personen (38,14 %) als Katholiken registriert und 2823 Personen (14,9 %) als Evangelisch-Reformierte. 8878 Personen (46,9 %) gehören keiner oder einer anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtparlament ===&lt;br /&gt;
Das [[Gemeindeparlament|Stadtparlament]] ist die [[Legislative]] von Gossau. Es zählt 30 Mitglieder und behandelt die vom Stadtrat vorgelegten Berichte und Anträge. Die Mitglieder des Parlamentes können dem Stadtrat [[Motion (Schweiz)|Motionen]], [[Postulat (Schweiz)|Postulate]], [[Interpellation]]en und Einfache Anfragen zur Behandlung einreichen und werden alle vier Jahre neu gewählt. Die öffentlichen Parlamentssitzungen – je nach Geschäftslage bis zu neun pro Jahr – finden im Fürstenlandsaal statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land  = CH&lt;br /&gt;
| float = right&lt;br /&gt;
| SPS|glp|Mitte|FDP|SVP&lt;br /&gt;
| SPS = 4&lt;br /&gt;
| glp = 4&lt;br /&gt;
| Mitte = 8&lt;br /&gt;
| FDP = 4&lt;br /&gt;
| SVP = 10&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Parteien sind in der Legislatur 2025–2028 im Stadtparlament vertreten:&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Volkspartei|SVP]]: 10&lt;br /&gt;
* [[Die Mitte]]: 8&lt;br /&gt;
* [[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]: 4&lt;br /&gt;
* [[Grünliberale Partei|GLP]] FLiG (Freie Liste Gossau): 4&lt;br /&gt;
* [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]: 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
Die [[Exekutive]] in Gossau ist der [[Gemeinderat (Schweiz)|Stadtrat]] mit fünf Mitgliedern. Jedes Ratsmitglied steht einem Departement vor. Hauptamtlich tätig sind der [[Gemeindepräsident|Stadtpräsident]] und der Schulpräsident. Mitglied mit beratender Stimme ist die Stadtschreiberin ([[Gemeindeschreiber|Stadtschreiber]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Wahlen ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 2023]] betrugen die Wähleranteile in Gossau: [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] 36,2 %, [[Die Mitte]] 21,7 %, [[FDP.Die Liberalen|FDP]] 14,4 %, [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] 11,7 %, [[Grüne Partei der Schweiz|Grüne]] 6,5 %, [[Grünliberale Partei|glp]] 5,6 %, [[Evangelische Volkspartei|EVP]] 1,2 %, [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]] 0,9 %, [[Schweizer Demokraten|SD]] 0,1 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Bundesamt für Statistik]] |url=https://opendata.swiss/de/dataset/eidg-wahlen-2023 |titel=NR - Ergebnisse Parteien (Gemeinden) (INT1) |werk=Eidgenössische Wahlen 2023 {{!}} opendata.swiss |abruf=2024-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Gossau besitzt ein breites Angebot an Schulen. Die Mädchen und Knaben besuchen die Primarschule und die Oberstufe (mit Sekundarschule, Realschule und Kleinklassen) in acht Schulhäusern (sechs Primarschulhäuser und zwei Oberstufenschulhäuser). In der Schule der Stadt Gossau wird ausserdem die Oberstufenschuljugend aus dem Gemeindeteil Arnegg und aus der Nachbargemeinde Andwil unterrichtet. Für die Schulbildung der jüngeren Kinder aus Arnegg und verschiedenen Weilern ist die Primarschule Andwil-Arnegg verantwortlich.&lt;br /&gt;
Eine private Trägerschaft führt die Katholische Mädchensekundarschule, eine Stiftung das [[Gymnasium Friedberg]] mit Untergymnasium und kantonal anerkannter Maturität. Gossau ist ausserdem einer von drei Standorten der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen mit der Ausbildung zu Oberstufenlehrpersonen, zudem noch einer Baumeister- und einer Schreinerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Gossau ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort für die [[Ostschweiz]]. Die Betriebe in Gossau stellen rund 10&amp;#039;900 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) zur Verfügung. An erster Stelle sind die bedeutenden Betriebe der Lebensmittelindustrie zu erwähnen, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Ernst Sutter AG]]. Mit den grossen Verteilzentralen sind [[Migros]] und [[Coop (Schweiz)|Coop]] präsent, die [[Genossenschaft Migros Ostschweiz]] hat dort ihren Sitz. Im 19. Jahrhundert war die [[Pulverfabrik Marstal]] in Gossau ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im primären Wirtschaftssektor (Land- und Forstwirtschaft) bestehen (Stand 2021) 90 Betriebe, im Bereich Industrie und Bau (sekundärer Sektor) bieten 237 Betriebe Beschäftigung. Am bedeutendsten ist der Dienstleistungssektor mit 937 Betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stada2.sg.ch/?tab=indikatoren&amp;amp;gebietstyp=1&amp;amp;gebiet=3443 |titel=Gebietsinformationen Gossau (SG) |werk=Statistikdatenbank STADA2 |hrsg=Fachstelle für Statistik Kanton St. Gallen |datum=2023-09-27 |abruf=2024-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gossau SG Regiobus Bahnhof.jpg|mini|Busse des [[Regiobus (Gossau)|Regiobus]] vor dem Bahnhof Gossau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Gossau SG, Haslenmühle AG-Inlandflüge-LBS MH03-0365.tif|mini|Historisches Luftbild der Haslenmühle AG von [[Walter Mittelholzer]], 1924]]&lt;br /&gt;
Der Bau der [[Appenzeller Bahn]] von Gossau nach Herisau, die Behinderung des Verkehrs auf der Herisauerstrasse durch die Bahnschranken (teils 30 von 60 Minuten geschlossen) und das Wachstum der Gemeinde führten 1913 zur Verlegung des [[Bahnhof Gossau SG|Bahnhofs Gossau]] von seinem ersten Standort beim Marktplatz an den heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gossau liegt im Schnittpunkt der Verbindungsachsen [[St. Gallen]]–[[Zürich]] und [[Süddeutschland]]–[[Kanton Thurgau|Thurgau]]–Appenzellerland. Entsprechend gut ausgebaut sind die Strassen ([[Autobahn A1 (Schweiz)|A1]]/[[Europastraße 60|E60]], [[Hauptstrasse 7]]) und die Bahnen ([[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]] und [[Appenzeller Bahn]]).&lt;br /&gt;
Die A1/E60 stellt den Anschluss an das nationale Strassennetz sicher – fünf Kantonsstrassen verbinden Gossau mit der Region: die Hauptstrasse 7 nach [[Wil SG|Wil]] und nach St. Gallen, die Kantonsstrasse Nr. 8&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/wil/wv-uz/Bauarbeiten-vergeben;art262,2551151 Bauarbeiten vergeben], tagblatt.ch. &amp;#039;&amp;#039;Nachweis für Kantonsstrassennummer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; über [[Flawil]] zur [[Hauptstrasse 16]] ins Toggenburg, die Kantonsstrasse Nr. 9&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stadtgossau.ch/dl.php/de/4dac244252160/TBA-Bischofszellerstrasse-Einbahnverkehr.pdf |wayback=20150924105550 |text=Einbahnverkehr während der Belagsarbeiten |archiv-bot=2025-05-22 05:52:05 InternetArchiveBot }} (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB), Stadt Gossau. &amp;#039;&amp;#039;Nachweis für Kantonsstrassennummer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; über [[Bischofszell]] in den Thurgau. Die [[Hauptstrasse 8]] führt über [[Herisau]] ins Appenzellerland, welcher nach Planung durch den Autobahnzubringer [[Autostrasse A25 (Schweiz)|A25]] Gossau-Ost nach [[Waldstatt]] entlastet werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gossau liegt an der SBB-Hauptlinie [[Genf]]–[[Bern]]–Zürich–St. Gallen. Auch bestehen direkte Bahnverbindungen mit Herisau und [[Appenzell (Ort)|Appenzell]] sowie Bischofszell und [[Weinfelden]]. In der Stadt und im Umland verkehren die Busse des [[Regiobus (Gossau)|Regiobus]] auf fünf Linien sowie das [[Postauto]] auf einer Linie.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Gossau SG}}&amp;lt;!-- alphabetische Sortierung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Altes Gemeindehaus (Gossau SG)|Alte Gemeindehaus]] an der Gutenbergstrasse 8 war ab 1898 das erste öffentliche Gossauer Dienstleistungszentrum.&lt;br /&gt;
* Die [[Alte Kanzlei (Gossau SG)|Alte Kanzlei]] an der St. Gallerstrasse 25 wurde vor 1600 erbaut und einst «Hirschen» genannt. Sie diente der Verwaltung von Gossau und als Schulhaus.&lt;br /&gt;
* Das [[Altes Zollhaus (Gossau SG)|Alte Zollhaus]] liess Fürstabt Beda Angehrn 1790 an strategisch kluger Lage an der Wilerstrasse 1 errichten. Hier wurden Abgaben eingezogen und gelagert.&lt;br /&gt;
* Das [[Amtshaus Sonnenstrasse (Gossau SG)|Amtshaus]] an der Sonnenstrasse 4 wurde 1933 für Polizei, Bezirksamt und Bezirksgericht erstellt. Im Gerichtssaal des markanten Baus findet sich ein Bild des Gossauer Kirchenmalers [[Augustin Meinrad Bächtiger]] zum Thema «Schuld und Sühne».&lt;br /&gt;
* Die [[Andreaskirche (Gossau SG)|Andreaskirche]] im Stadtzentrum ist die älteste Gossauer Kirche. Sie wurde mehrfach umgebaut, besonders prägend im 18. Jahrhundert durch Baumeister [[Jakob Grubenmann]]. Die grösste Glocke der römisch-katholischen Pfarrkirche ist mit ihrem Gewicht von 8695 Kilo die viertschwerste Glocke in der Schweiz.&lt;br /&gt;
* Die [[Brauerei Stadtbühl]] an der Herisauerstrasse 45 wurde von 1899 bis 1902 im Stil eines «Brauereischlosses» erbaut. Es gilt als das schönste Brauereigebäude des Kantons St. Gallen.&lt;br /&gt;
* Am [[Erkerhaus (Gossau SG)|Erkerhaus]] an der St. Gallerstrasse 51, das vermutlich um 1738 erstellt wurde, sind der reiche Tuchhändler Sebastian Contamin und der Philosoph [[Pierre Teilhard de Chardin|Teilhard de Chardin]] verewigt. In Gossau findet sich kein zweiter vergleichbarer Fassadenvorbau.&lt;br /&gt;
* Die [[Evangelisch-reformierte Kirche Haldenbüel]] aus dem Jahr 1900 ist ein [[Neobarock|neubarocker]] Zentralbau mit [[Jugendstil]]-Elementen.&lt;br /&gt;
* Die [[Goldzackhalle]] an der Stadtbühlstrasse 12 diente ab 1955 als Gummibandweberei. Sie ist ein stützenfreies [[Sheddach|sheddachartiges]] Tonnengewölbe und gilt durch den sparsamen Materialeinsatz als «Kultbau des architektonischen Minimalismus» der 50er-Jahre. Heute wird sie als Fitness-Zentrum genutzt.&lt;br /&gt;
* Der [[Bahnhof Gossau SG|Gossauer Bahnhof]] wurde 1913 im Zug der Verlegung der Bahnlinie Zürich-St. Gallen und dem Bau der Linie Gossau-Herisau der Appenzeller-Bahnen neu erstellt. Sowohl die [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]] als auch die [[Appenzeller Bahnen (2006)|Appenzeller Bahnen]] und die Regionalbahn [[Thurbo]] machen Station in der Gemeinschaftsanlage, die ein Kulturgut von regionaler Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
* Die [[Henessenmühle]] wurde 1492 erstmals erwähnt. Das hervorragend erhaltene Ensemble aus Sägerei, Bäckerei, Gastwirtschaft, Landwirtschaft und Mosterei ist in der Region einmalig. 1985 wurde das um 1650 erstellte Haupthaus während Renovationsarbeiten ein Raub der Flammen. Es präsentiert sich heute als originalgetreuer Nachbau.&lt;br /&gt;
* Das [[Notkerschulhaus (Gossau SG)|Notkerschulhaus]] an der Parkstrasse 8 ist das schönste Gossauer Schulhaus und wird im Volksmund liebevoll «Noki» genannt. Es bot ab 1912 dringend benötigten Platz für die wachsende Schülerzahl und prägt den Nordhang der Stadt.&lt;br /&gt;
* Der [[Gasthaus Ochsen (Gossau SG)|«Ochsen»]] steht seit 1707 an der St. Gallerstrasse 31. Er wurde auf Initiative des reichen Tuchhändlers Sebastian Contamin errichtet und fällt durch seine besondere Dachform auf.&lt;br /&gt;
* Das [[Schloss Oberberg]] hat seinen Ursprung in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Ein Brand während Renovationsarbeiten vernichtete 1955 weite Teile der einst umkämpften Anlage, was einen Wiederaufbau nötig machte.&lt;br /&gt;
* Der [[Schwarzer Adler (Gossau SG)|«Schwarze Adler»]] an der St. Gallerstrasse 26 wurde 1750 für den Tuchhändler Sebastian Contamin erbaut und 1782 in eine Wirtschaft umgewandelt. Der Bau nimmt den ersten Platz unter den Bürgerhäusern ein und prägt das Gesicht des Ortskerns.&lt;br /&gt;
* Die [[Gasthaus Sonne (Gossau SG)|«Sonne»]] blieb vom Dorfbrand von 1731 verschont. Sie wurde 1730 an der St. Gallerstrasse 20/22 erbaut und gehört zu den prominentesten Gossauer Gasthäusern.&lt;br /&gt;
* Der [[Stickereihäuserkomplex (Gossau SG)|Stickereihäuserkomplex]] an der Bischofszellerstrasse 91–97a, mit seinen acht gleichartigen Gebäuden, entstand Anfang des 20. Jahrhunderts nach einem einzigartigen Konzept: Hier konnte man schlüsselfertige Häuser kaufen, die genügend Platz für eine der damals topmodernen Schifflistickmaschinen boten.&lt;br /&gt;
* Das [[Weibelhaus]] stand ursprünglich in [[Waldstatt]] AR. Nach dem Dorfbrand von 1731 wurde es in Rekordzeit abgebaut und in Gossau an der Herisauerstrasse 4 als erstes Gebäude wieder errichtet. Dort wohnte später [[Johannes Künzle|Johannes Küenzle]], der Anführer einer Volksbewegung.&lt;br /&gt;
* Das [[Werk 1 (Gossau SG)|Werk 1]] an der Fabrikstrasse 7 war im Jahr 1900 als Schifflistickfabrik gebaut worden. Einem der Besitzer in seiner wechselvollen Geschichte und seinem markanten Äusseren verdankt es, dass es auch als «Happy-Schloss» Bekanntheit erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserhalb der Stadt befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten. So etwa im Nordosten der [[Walter Zoo]], der grösste Privatzoo der Schweiz, oder im Südwesten das [[Glatt (Thur)|Glatttobel]]. Dort liegen das Biotop [[Espel SG|Espel]], ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung, und die [[Salpeterhöhle]]. Südlich und südwestlich von Gossau liegen die Ruinen der früheren Wehrbauten [[Burg Helfenberg (Gossau)|Helfenberg]] und Rosenberg.[[Datei:Gossau andreaskirche.JPG|mini|Andreaskirche]]&lt;br /&gt;
== Sport, Freizeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gossau maerkte chlaeusler.JPG|mini|Der Marktplatz während des «Chläusler»]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freizeitangebot in Gossau stützt sich einerseits auf das rege Vereinsleben; in Gossau existieren über hundert Vereine unterschiedlichster Interessenlage. Den Vereinen, aber auch freien Benützern steht eine reichhaltige Infrastruktur zur Verfügung: Hallenbad, Freibad, diverse Sporthallen, Fussballplätze, Tennisplätze, eine Skate-Anlage, verschiedene Säle, Wanderwege, Museen wie das [[Motorradmuseum Hilti]] sowie eine Stadtbibliothek und Ludothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freibad ===&lt;br /&gt;
Das Gossauer Freibad&amp;lt;ref&amp;gt;stadtgossau.ch: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.stadtgossau.ch/de/tourismus/sport/?action=showobject&amp;amp;object_id=427 Stadt Gossau Online: Sport]&amp;#039;&amp;#039;, Zugriff am 21. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; hat eine lange Geschichte. Die erste Badanstalt am Standort der heutigen Überbauung &amp;#039;&amp;#039;Perron&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039; wurde von 1898 bis 1911 betrieben. Danach war Gossau bis 1919 ohne Badanstalt. Als Arbeitsbeschaffungsmassnahme in der Zwischenkriegsphase wurde südlich des Bahnhofs eine provisorische Badanstalt realisiert, die aber vorerst nur Knaben und Männer benutzen durften; erst 1921 stand sie auch Frauen wieder offen. Allerdings badeten und sonnten die Geschlechter durch eine Holzwand voneinander getrennt.&lt;br /&gt;
1933 entstand am heutigen Standort die neue Badanstalt. Ihr Becken diente bis 1955 im Winter jeweils als Eisbahn. Das 1961 eröffnete ausgebaute Freibad wurde anfänglich während einiger Stunden als «Gemeinschaftsbad» für beide Geschlechter betrieben; 1967 wurde die Geschlechtertrennung endgültig abgeschafft. Doch noch in den 1970er-Jahren kannte das Freibad Gossau ein Verbot von zweiteiligen Badanzügen für Frauen, und bis 1986 war «oben ohne» tabu.&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1971 ist das Freibad periodisch erneuert und veränderten Bade- und Freizeitgewohnheiten angepasst worden. Mit dem Neubau des Hallenbades Buechenwald erfährt das Freibad im Jahr 2026 seine jüngste Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Die Handballer des [[TSV Fortitudo Gossau]] spielten von 2008 bis 2019 in der [[Handball League|Nationalliga A]] NLA, der höchsten Spielklasse der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[FC Gossau]] spielt seit 2024 in der 2. Liga interregional, der fünfthöchsten Spielklasse der Schweiz. Bis 2010 hatte die erste Mannschaft während drei Saisons der [[Challenge League]] angehört, der zweithöchsten Schweizer Liga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Anlass ist der Gossauer Weihnachtslauf, der seit 1987 jeweils im Dezember gut 3500 Laufbegeisterte jeden Alters nach Gossau bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
Alljährlich locken «Chläusler» und «Maimarkt» Aussteller und Schausteller sowie viele Besucher nach Gossau. Seit dem Jahr 2006 besteht der Klostermarkt, an dem Klöster und andere religiöse Gemeinschaften Produkte aus Garten, Keller, Küche und Atelier verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
Die Ortsbürgergemeinde Gossau hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verleihungsjahr !! Ehrenbürger&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1834 || Heinrich Müller v. Friedberg, Pfarrer (verstorben 1843)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1871 || Theodor Ruggle, Pfarrer (verstorben 1891)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1931 || [[Emil Mäder]], Regierungsrat (1920–1936)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1962 || [[Paul Staerkle]] (1892–1977)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1976 || Jacques Bossart, alt Gemeindepräsident (verstorben)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1984 || Emil Leubler, Lehrer und Vogelkundler (verstorben 1988)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1987 || [[Arnold Koller]], alt Bundesrat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2010 || Alex K. Fürer, alt Ortsbürger-Präsident (verstorben 2025)&amp;lt;!--https://www.nau.ch/news/schweiz/alex-k-furer-ehrenburger-von-gossau-stirbt-mit-93-jahren-66958968--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2017 || [[Giulia Steingruber]], Kunstturnerin&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- alphabetische Sortierung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Beda Angehrn]] (1767–1796), St. Gallischer Fürstabt&lt;br /&gt;
* [[Augustin Meinrad Bächtiger]] (1888–1971), Kirchenmaler und Künstler&lt;br /&gt;
* [[Roman Bannwart]] (1919–2010), Theologe, Priester und Musiker&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Bräker]] (1735–1798), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Leo Brunschwiler]] (1918–1977), Steinbildhauer und Künstler&lt;br /&gt;
* [[Alfred Büchel]] (1926–2019), Maschinenbauingenieur, Betriebswissenschafter und Professor an der ETH Zürich&lt;br /&gt;
* [[Hans Buschor]] (1933–2017), Pfarrer&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Cavelti]] (1947–2018), Jurist&lt;br /&gt;
* [[Bruno Damann]] (* 1957), St. Galler Regierungsrat&lt;br /&gt;
* [[John Epper]] (1906–1992), Schauspieler und Stuntman in Hollywood&lt;br /&gt;
* [[Ivo Fürer]] (1930–2022), Bischof von St. Gallen&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Gerter]] (1895–1955), Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Isaak Gröbli]] (1822–1917), Erfinder der Schifflistickmaschine&lt;br /&gt;
* [[Gallus Häfele]] (1882–1960), Dominikaner und Theologe&lt;br /&gt;
* [[Walter Klarer]] (1500–1567), evangelisch-reformierter Pfarrer, Reformator, Gastwirt und Chronist&lt;br /&gt;
* [[Erwin Koller (Theologe)|Erwin Koller]] (* 1940), Theologe, Seelsorger und Publizist&lt;br /&gt;
* [[Johannes Künzle]] (1749–1820), Volksführer&lt;br /&gt;
* [[Josef Laurenz Landenberger]] (1868–1937), Landschaftsmaler und Zeichner&lt;br /&gt;
* [[Magnus Löhrer]] (1928–1999), Benediktiner, Dogmatiker&lt;br /&gt;
* [[Hedi Mertens]] (1893–1982), Malerin und Vertreterin der Konkreten Kunst&lt;br /&gt;
* [[Silvio Nido]] (1905–1974), Leichtathlet&lt;br /&gt;
* [[Alois Scheiwiler]] (1872–1938), Bischof von St. Gallen und Generalsekretär des Christlichnationalen Gewerkschaftsbundes&lt;br /&gt;
* [[Nadine Schori]] (* 1976), Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Erich Seifritz]] (* 1961), Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich und Direktor der Klinik für Affektive Erkrankungen und Allgemeinpsychiatrie Zürich Ost an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich&lt;br /&gt;
* [[Rainer Stadler (Journalist, 1958)|Rainer Stadler]] (* 1958), Journalist, Medienredaktor&lt;br /&gt;
* [[Othmar Staub]] (1847–1933), Lehrer und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hanny Thalmann]] (1912–2000), Politikerin (CVP)&lt;br /&gt;
* [[Ralph Weber (Skirennfahrer)|Ralph Weber]] (* 1993), Skirennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Widmer]] (1876–1952), Politiker, Nationalrat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1407|Gossau (SG)|Autor=[[Cornel Dora]]}}&lt;br /&gt;
* Karl Eschenmoser, Wolfgang Göldi, Karl Schmuki, Urs Josef Cavelti: &amp;#039;&amp;#039;Gossau im 20. Jahrhundert. Vom Dorf zur Stadtgemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Cavelti, Gossau 2003, ISBN 3-85603-041-7.&lt;br /&gt;
* Herbert Maeder, Norbert Wenk: &amp;#039;&amp;#039;Gossau. Dorf und Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Cavelti, Gossau 1981, {{Falsche ISBN|3-85603-001-3}}.&lt;br /&gt;
* [[Paul Staerkle]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Gossau.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Cavelti, Gossau 1997 (Erstausgabe 1961), ISBN 3-85603-010-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberberger Blätter 2006–2007.&amp;#039;&amp;#039; Cavelti, Gossau 2006, ISBN 978-3-85603-056-8 ().&lt;br /&gt;
* Div. Autorinnen: &amp;#039;&amp;#039;Frauenspuren, Lebensgeschichten von 28 Frauen.&amp;#039;&amp;#039; Frauenspur Gossau, 2021, ISBN 978-3-033-08786-6.&lt;br /&gt;
* Div. Autorinnen: &amp;#039;&amp;#039;Frauenwege, Lebensgeschichten von 25 Frauen.&amp;#039;&amp;#039; Frauenspur Gossau, 2023, ISBN 978-3-033-10180-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Belletristik&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Gerter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sticker.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Rengger, Aarau 1938; Neuausgabe: Unionsverlag, Zürich 2003, ISBN 3-293-00313-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gossau.ch/ Website der Stadt Gossau]&lt;br /&gt;
* [http://www.arnegg.ch/ Website des Dorfes Arnegg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Wahlkreis St. Gallen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4021646-9|VIAF=2554153532503248820007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gossau SG| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hanzlan</name></author>
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