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	<title>Gortyn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-10T12:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gortyn Ausgrabungsstätte 02.jpg|mini|hochkant=1.35|{{center|Ehemaliges Stadtgebiet von Gortyn}}]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gortyn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Γορτύν|variant=alt}}, auch Γόρτυνα &amp;#039;&amp;#039;Gortyna&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.04.0064:entry=gortyn-geo |hrsg=www.perseus.tufts.edu |titel=Gortyn, Gortyna |zugriff=2010-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{elS|Γόρτυς |Gortys|neu=1}}) war eine [[antike]] Stadt im zentralen [[Kreta|Südkreta]], etwa 40&amp;amp;nbsp;Kilometer südlich von [[Iraklio]] bei [[Agii Deka (Kreta)|Agii Deka]] in der [[Messara-Ebene]]. Der Name geht möglicherweise auf die [[Indogermanische Ursprache|urindogermanische]] Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;*g&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;ord&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; für „Stadt“ zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Frederik Christiaan Woudhuizen|Fred C. Woudhuizen]] |Titel=On the Identity of the Indo-European Substrate in Western Anatolia |Sammelwerk=Živa antika. Antiquité vivante |Nummer=63 |Verlag=Društvo za antički studii na SRM |Ort=Skopje |Datum=2013 |Sprache=en |Seiten=9 |ISSN=0514-7727 |Online=[https://www.academia.edu/27329717/On_the_Identity_of_the_Indo-European_Substrate_in_Western_Anatolia online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist die [[Ausgrabung]]sstätte von Gortyn für die [[Stadtrecht von Gortys|„Große Inschrift“]], den bislang ältesten aufgefundenen [[Kodex|Gesetzescodex]] Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Gründungsmythen verweisen alle auf den legendären König [[Minos]]. Tatsächlich reichen Spuren erster Besiedlung bis zum [[Neolithikum]]; eine [[Minoische Kultur|minoische]] Siedlung befand sich im südwestlichen Bereich der Fläche. In der von [[Homer]] überlieferten [[Ilias]] wird Gortyn im [[Schiffskatalog]] des Zweiten Gesangs, Zeile&amp;amp;nbsp;646, erwähnt (deutsche Übersetzung von [[Johann Heinrich Voß]]):&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gottwein.de/Grie/hom/il02de.php |hrsg=www.gottwein.de |titel=Homer: Ilias, Zweiter Gesang – Traum, Versuchung, Schiffskatalog |kommentar=Zeilen 645 bis 652 |zugriff=2011-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyn Akropolis 03.jpg|mini|{{center|Akropolis von Gortyn}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyn 5.jpg|mini|{{center|Odeion (Odeum)}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyn 1.jpg|mini|{{center|Titus-Basilika}}]]&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
Κρητῶν δ’ Ἰδομενεὺς δουρὶ κλυτὸς ἡγεμόνευεν,&amp;lt;br /&amp;gt;οἳ Κνωσόν τ’ εἶχον Γόρτυνά τε τειχιόεσσαν,&amp;lt;br /&amp;gt;Λύκτον Μίλητόν τε καὶ ἀργινόεντα Λύκαστον&amp;lt;br /&amp;gt;Φαιστόν τε Ῥύτιόν τε, πόλεις εὖ ναιετοώσας,&amp;lt;br /&amp;gt;ἄλλοι θ’ οἳ Κρήτην ἑκατόμπολιν ἀμφενέμοντο.&amp;lt;br /&amp;gt;τῶν μὲν ἄρ’ Ἰδομενεὺς δουρὶ κλυτὸς ἡγεμόνευε&amp;lt;br /&amp;gt;Μηριόνης τ’ ἀτάλαντος Ἐνυαλίῳ ἀνδρειφόντῃ·&amp;lt;br /&amp;gt;τοῖσι δ’ ἅμ’ ὀγδώκοντα μέλαιναι νῆες ἕποντο.&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kretas Volke gebot Idomeneus, kundig der Lanze:&amp;lt;br /&amp;gt;Alle, die Gnossos bewohnt, und die festummauerte Gortyn,&amp;lt;br /&amp;gt;Lyktos auch, und Miletos, und rings die weiße Lykastos,&amp;lt;br /&amp;gt;Phästos und Rhythios auch, die volkdurchwimmelten Städte,&amp;lt;br /&amp;gt;Auch die sonst noch Kreta in hundert Städten bewohnet:&amp;lt;br /&amp;gt;Diesen herrschte voran Idomeneus, kundig der Lanze,&amp;lt;br /&amp;gt;Auch Meriones, gleich dem männermordenden Ares.&amp;lt;br /&amp;gt;Ihnen folgt’ ein Geschwader von achtzig dunkelen Schiffen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Dorische Wanderung|Dorischen Einwanderung]] wurde Gortyn vor [[Phaistos]] die wichtigste Stadt der Messara – eine ummauerte [[Akropolis]] stammt aus dieser Phase. Seit dem 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert dehnte sich die Stadt auf die Gebiete in der Ebene vor dem Hügel der Akropolis aus. In der archaischen Zeit befand sich der Stadtkern bereits dort mit einer [[Agora]] (Marktplatz) und einem Tempel des [[Apollon]] [[Pythios]]. Während der Blütezeit der Stadtstaaten in Klassik und [[Hellenismus]] gehörte Gortys mit [[Knossos]], [[Eleutherna]], [[Kydonia]] und [[Lyktos]] zu den wichtigsten und mit 40.000 bis 80.000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Städten der Insel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. dominierte die Stadt das südliche Zentralkreta uneingeschränkt. 189&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. fand [[Hannibal]] hier Asyl, obwohl er befürchtete, dass die Kreter seine Schätze an sich nehmen könnten. Als sich Gortyn im Konflikt mit [[Römisches Reich|Rom]] auf dessen Seite gegen Knossos engagierte, wurde es nach der römischen Besetzung der Insel (69 v.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Hylla |url=http://www.meinebibliothek.de/Texte/html/rom15.html |titel=Die römischen Provinzen – Gallia Narbonensis, Cilicia, Creta et Cyrena |werk=meinebibliothek.de |zugriff=2010-01-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120717215420/http://www.meinebibliothek.de/Texte/html/rom15.html |archiv-datum=2012-07-17 |offline=ja |archiv-bot=2023-05-14 22:25:41 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ab 67 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zur Hauptstadt der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;Creta&amp;#039;&amp;#039;, später der zusammengefassten Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Creta et Cyrene]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Claude Lepelly: &amp;#039;&amp;#039;Rom und das Reich – Die Regionen des Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2006, S. 313. ISBN 3-937872-28-0&amp;lt;/ref&amp;gt; wofür beispielsweise das [[Prätorium]], Amtssitz und Wohnhaus des [[Prokonsul|prokonsularischen Statthalters]], errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war früh ein Zentrum der [[Christianisierung]]: 59&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. predigte hier der Apostel [[Paulus von Tarsus|Paulus]]. 250&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. sollen in der Nähe die sogenannten [[Theodoulos von Kreta|Zehn Heiligen Bischöfe]] den Märtyrertod gefunden haben. Der Name der Stadt Agii Deka geht auf dieses Ereignis zurück. In einer mittelalterlichen Quelle wurde Gortyn bereits für das 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert neben Knossos als Bischofssitz bezeichnet, erster [[Bischof]] soll der heilige [[Titus (Bibel)|Titus]], ein Schüler des Apostels Paulus, gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Teilung des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] im Jahre 395 wurde Gortyn [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] zugeschlagen und fristete in der Folgezeit eher ein Schattendasein. Es wurde ein Freibeuternest, denn von Kreta aus ließ es sich mehr oder weniger unbehelligt operieren. Gortyn verfügte über mehrere frühbyzantinische Kirchen und blieb nach der Eroberung durch die aus [[Spanien]] geflohenen [[Araber]] unter [[Abu Hafs Omar]] (824 oder 828) von seinen Bewohnern verlassen noch eine Weile als einziger Bischofssitz Kretas in kirchlicher Hinsicht bedeutend. Erst 961 konnte der byzantinische Feldherr [[Nikephoros II.|Nikephoros Phokas]] die Pirateninsel und damit Gortyn zurückerobern. Auf den ehemaligen Bischofssitz geht das heutige römisch-katholische [[Titularerzbistum Gortyna]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1884 wurde die antike Stadt von italienischen [[Liste von Altertumswissenschaftlern und Archäologen|Archäologen]] ausgegraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyn 3.jpg|mini|{{center|Altarraum der Titus-Basilika}}]]&lt;br /&gt;
* Titus-Basilika: Ruine einer frühchristlichen [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] aus dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert; nur der Altarbereich der Basilika steht noch, drei [[Kirchenschiff|Längsschiffe]] sind zu erkennen. Den Namen erhielt die Kirche aufgrund der örtlichen Überlieferung durch ihre Ausgräber im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Da bei späteren Ausgrabungen im Ort Mitropolis eine weitere, ältere Kirche entdeckt wurde, gilt er inzwischen als fraglich.&lt;br /&gt;
* Römisches [[Odeon (Gebäude)|Odeion]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyn 6.jpg|mini|{{center|Gesetzestext im [[Odeon (Gebäude)|Odeion]] von Gortyn}}]]&lt;br /&gt;
* [[Stadtrecht von Gortys|Gesetzescodex]] (die Große Inschrift von Gortyn): Eine umfangreiche, in einem dorischen Dialekt abwechselnd von links nach rechts und rechts nach links geschriebene, Inschrift aus dem 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr., die sich an der Nordwand des Odeions befindet, gilt als ältester Gesetzescodex [[Europa]]s. Erstaunlich liberal enthält er alle für das Gemeinleben wichtige Bestimmungen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Eherecht|Ehe-]] und [[Familienrecht]].&lt;br /&gt;
* Prätorium&lt;br /&gt;
* Apollon-Tempel&lt;br /&gt;
* Theater&lt;br /&gt;
* [[Tempel der ägyptischen Götter (Gortyn)|Tempel der ägyptischen Götter]]&lt;br /&gt;
* [[Amphitheater]]&lt;br /&gt;
* [[Circus (Antike)|Circus]]&lt;br /&gt;
* Die „Labyrinth“ genannte [[Große Labyrinth-Höhle|Höhle bei Gortyn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besichtigung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyn 2.jpg|mini|hochkant|{{center|Skulpturenschau: [[Antoninus Pius]]}}]]&lt;br /&gt;
Die Ausgrabungsstätte kann gegen Eintrittsgebühr besichtigt werden, allerdings umfasst der damit zugängliche Bereich lediglich die Titus-Basilika und das Odeion.&lt;br /&gt;
Der Rest des weitläufigen Areals ist dagegen eingezäunt und unzugänglich. Eine Besichtigung ist nur über den Zaun möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= Anselm C. Hagedorn |Titel=Between Moses and Plato, Individual and Society in Deuteronomy and Ancient Greek Law |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=[[Göttingen]] |Datum=2004 |ISBN=3-525-53888-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Schneider |Titel=Kreta |Auflage=4. |Verlag=DuMont Buchverlag |Ort=[[Köln]] |Datum=1994 |ISBN=3-7701-2767-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Antonis Vasilakis |Titel=Gortyn |Verlag=Vasilis Kouvidis – Vasilis Manouras Editions |Ort=[[Iraklio]] |Datum=2000 |ISBN=960-86623-3-8}}&lt;br /&gt;
* I. Baldini et alii: &amp;#039;&amp;#039;Gortina, Mitropolis e il suo episcopato nel VII e nell’VIII secolo. Ricerche preliminari&amp;#039;&amp;#039;. In: Annuario della Scuola Archeologica di Atene e delle Missioni Italiane in Oriente 90 (2012) 239-308.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gortys|Gortyn}}&lt;br /&gt;
* [http://odysseus.culture.gr/h/3/eh351.jsp?obj_id=2355 Gortyn]. In: Website des Griechischen Kultusministeriums (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.kreta-reise.info/Hauptseiten/gortys.htm Gortyn]. In: kreta-reise.info&lt;br /&gt;
* [https://www.fordham.edu/halsall/ancient/450-gortyn.html Auswahl aus den Gesetzestexten] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.labyrinthos.ch/ Die kretische Labyrinth-Höhle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS= 35.062141|EW= 24.946957|type=landmark|region=GR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minoische Siedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike griechische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gortyna (Kreta)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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