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	<title>Gorippus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-22T14:43:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flavius Cresconius Gorippus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Riedlberger2015&amp;quot;&amp;gt;Zur besseren Bezeugung und Herleitung der Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Gorippus&amp;#039;&amp;#039; siehe Peter Riedlberger: &amp;#039;&amp;#039;Again on the name ‘Gorippus’ – State of the Question – New Evidence – Rebuttal of Counterarguments – The Case of the Suda&amp;#039;&amp;#039;. In: Benjamin Goldlust (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Corippe. Un poète latin entre deux mondes&amp;#039;&amp;#039;. Lyon 2015, S.&amp;amp;nbsp;243–269 ([https://www.riedlberger.de/Gorippus_not_Corippus.pdf PDF-Datei]).&amp;lt;/ref&amp;gt; (früher &amp;#039;&amp;#039;Corippus&amp;#039;&amp;#039;, eingedeutscht &amp;#039;&amp;#039;Goripp&amp;#039;&amp;#039;; * um 500; † um 570) war ein [[spätantike]]r lateinischer Dichter. Er gilt oft als der letzte bedeutende [[latein]]ische Poet der [[Antike]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Lange wurde allgemein angenommen, dass der Name des Poeten &amp;#039;&amp;#039;Corippus&amp;#039;&amp;#039; gelautet habe. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Gorippus&amp;#039;&amp;#039;, der auch in spätantiken Graffiti der Stadt [[Dura Europos]] vorkommt, ist aber in der Handschrift &amp;#039;&amp;#039;Matritensis 10029&amp;#039;&amp;#039; (der einzigen Handschrift, in der sein Werk &amp;#039;&amp;#039;In laudem Iustini Augusti Minoris&amp;#039;&amp;#039; erhalten ist) dreimal bezeugt, während die Schreibweise mit C hier nur einmal vorkommt. Eine heute verlorene Handschrift von Goripps Epos &amp;#039;&amp;#039;Iohannis&amp;#039;&amp;#039; enthielt nach dem Bericht von [[Johannes Cuspinian]] die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Fl.&amp;#039;&amp;#039; (Flavius) &amp;#039;&amp;#039;Cresconius Gorippus&amp;#039;&amp;#039;. Die Schreibweise mit C verbreitete sich durch die Erstedition der &amp;#039;&amp;#039;Laus&amp;#039;&amp;#039; von Ruyz Azagra, der 1581 ohne Angabe von Gründen die Form Corippus verwendete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Riedlberger2015&amp;quot; /&amp;gt; Erst seit 2010 setzt sich die Namensform mit G langsam durch; in vielen Publikationen findet sich aber noch immer die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Corippus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Über Goripps Leben ist wenig bekannt, doch sind zwei seiner Werke erhalten, die ihn als den wohl letzten großen lateinischen Dichter der Antike ausweisen. Seine fundierte rhetorische und literarische Ausbildung erfuhr Goripp, der (ebenso wie [[Fabius Claudius Gordianus Fulgentius|Fulgentius]] und [[Luxorius (Dichter)|Luxorius]]) aus Nordafrika stammte, noch in der Zeit, als das Gebiet um [[Karthago]] von den [[Vandalen]] beherrscht wurde. 533 hatte der oströmische Kaiser [[Justinian I.|Justinian]] dann ein Heer entsandt, das die Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Africa]]&amp;#039;&amp;#039; zurückeroberte; doch blieb das Gebiet noch über Jahre unruhig, bis es 548 von dem kaiserlichen [[magister militum|Heermeister]] [[Johannes Troglita]] vorerst befriedet werden konnte. Es ist dieser Feldherr, dem Goripp um 550 sein großes, an [[Vergil]] orientiertes Epos &amp;#039;&amp;#039;Iohannis&amp;#039;&amp;#039; widmet. Es schildert in acht Büchern vor allem die Kämpfe der Römer gegen die Mauren und wurde erst 1820 wiederentdeckt. Zwar erreicht Goripp keineswegs das Genie seines Vorbildes, dennoch zeigt das Epos, zu welch beachtlichen künstlerischen Leistungen auch die ausgehende [[Spätantike]] noch imstande war. Auch als historische Quelle ist die &amp;#039;&amp;#039;Iohannis&amp;#039;&amp;#039; von Wert, wobei Goripp sich möglicherweise bewusst auf seinen Zeitgenossen, den Historiker [[Prokopios von Caesarea]], bezog, der um dieselbe Zeit Justinians Vandalenkriege im dritten und vierten Buch seiner &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; schilderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite erhaltene Werk Goripps ist die [[Panegyrikus|Lobrede]] &amp;#039;&amp;#039;In laudem Iustini Augusti Minoris&amp;#039;&amp;#039; in vier Büchern (wobei das vierte Buch nur unvollständig erhalten ist), die Justinians Neffen und Nachfolger [[Justin II.]] gewidmet ist und zwischen 565 und 567 entstand. Ob sich Goripp zu dieser Zeit selbst vor Ort in Konstantinopel befand, ist nicht ganz sicher; ebenso ist es aufgrund der Überlieferungslage möglich, dass das Werk noch in &amp;#039;&amp;#039;Africa&amp;#039;&amp;#039; entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PID=PPN345858735_0035|log21 S. 266 DA Rezension]&amp;lt;/ref&amp;gt; Goripp war wohl in wirtschaftliche Not geraten, so dass er versuchte, die Gunst des neuen Kaisers zu erringen, indem er dessen (nicht unumstrittenen) Thronanspruch rechtfertigte. Auch dieses Werk spiegelt Goripps Gelehrsamkeit und rhetorische Begabung wider. Er liefert vor allem sehr wichtige Informationen zum spätrömischen Hofzeremoniell sowie zum Leben der hauptstädtischen Bevölkerung. Bemerkenswert ist daneben übrigens auch der Umstand, dass, wie Goripps Beispiel zeigt, noch in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts hochsprachliche [[latein]]ische Werke im [[Byzantinisches Reich|Oströmischen Reich]] verfasst und rezipiert wurden – die Gräzisierung des Reiches schritt damals zwar rasch voran, war aber noch nicht abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Goripp lange Zeit von der Forschung eher am Rande beachtet worden war, hat im Zuge des enorm gestiegenen Interesses an der Spätantike auch die Zahl der Studien zu diesem lange unterschätzten Autor in den letzten Jahren stark zugenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* [[Averil Cameron]]: &amp;#039;&amp;#039;Flavius Cresconius Corippus: In laudem Iustini Augusti minoris (In praise of Justin II)&amp;#039;&amp;#039;. London 1976 (Text, Übersetzung und knapper Kommentar).&lt;br /&gt;
* [[James Diggle]] und [[Francis Richard David Goodyear|F. R. D. Goodyear]]: &amp;#039;&amp;#039;Flavii Cresconii Corippi Iohannidos seu de Bellis Libycis libri VIII&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 1970 (Maßgebliche Edition der &amp;#039;&amp;#039;Iohannis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* George W. Shea: &amp;#039;&amp;#039;The Iohannis or de Bellis Libycis of Flavius Cresconius Corippus&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Studies in Classics&amp;#039;&amp;#039;, Band 7) The Edwin Mellen Press, Lewiston/NY 1998, ISBN 0-7734-8242-3 (Übersetzung).&lt;br /&gt;
* {{MGH|AuctAnt|3,2}}&lt;br /&gt;
* [[Peter Riedlberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Philologischer, historischer und liturgischer Kommentar zum 8. Buch der Johannis des Goripp nebst kritischer Edition und Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;. Brill: Leiden 2010, ISBN 978-90-04-25000-0 (Teilübersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean Urban Andres: &amp;#039;&amp;#039;Concordantia in Flavii Corippi Ioannida&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Alpha - Omega.&amp;#039;&amp;#039; Reihe A, Band 134). Olms, Hildesheim 1993, ISBN 3-487-09714-1.&lt;br /&gt;
* Jean Urban Andres: &amp;#039;&amp;#039;Das Göttliche in der „Iohannis“ des Corippus. Antike Götterwelt und christliche Gottesvorstellung im Widerstreit?&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Trier 1997.&lt;br /&gt;
* Erich Burck: &amp;#039;&amp;#039;Die „Johannis“ des Corippus&amp;#039;&amp;#039;. In: Erich Burck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das römische Epos.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, ISBN 3-534-04925-X, S. 379–399.&lt;br /&gt;
* [[Averil Cameron]]: &amp;#039;&amp;#039;Corippus’ Poem on Justin II. A Terminus of Antique Art?&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annali Scuola Norm. Sup. Pisa&amp;#039;&amp;#039;, Ser. III. 5, 1975, S. 129–165.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Gärtner]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Gestaltung und zum historischen Stoff der &amp;#039;&amp;#039;Johannis&amp;#039;&amp;#039; Coripps&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Untersuchungen zur antiken Literatur und Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 90). Walter de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-020107-9.&lt;br /&gt;
* Benjamin Goldlust (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Corippe. Un poète latin entre deux mondes&amp;#039;&amp;#039;. Lyon 2015.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Hofmann (Altphilologe)|Heinz Hofmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Corippus as a Patristic Author?&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vigiliae Christianae&amp;#039;&amp;#039; 43, 1989, S. 361–377.&lt;br /&gt;
* {{DNP|3|165|166|Corippus, Flavius Cresconius|Heinz Hofmann}}&lt;br /&gt;
* {{PLRE|3A|354|355|Corippus}}&lt;br /&gt;
* Andy Merrills: &amp;#039;&amp;#039;War, rebellion and epic in Byzantine North Africa: a historical study of Corippus’ Iohannis.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge/New York 2023. – Rezension von David Alan Parnell, [[Bryn Mawr Classical Review]] [https://bmcr.brynmawr.edu/2024/2024.05.40/ 2024.05.40]&lt;br /&gt;
* [[Peter Riedlberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Philologischer, historischer und liturgischer Kommentar zum 8. Buch der Johannis des Goripp nebst kritischer Edition und Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-25000-0.&lt;br /&gt;
* Peter Riedlberger: &amp;#039;&amp;#039;Again on the name ‘Gorippus’ – State of the Question – New Evidence – Rebuttal of Counterarguments – The Case of the Suda&amp;#039;&amp;#039;. In: Benjamin Goldlust (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Corippe. Un poète latin entre deux mondes&amp;#039;&amp;#039;. Lyon 2015, S.&amp;amp;nbsp;243–269 ([https://www.riedlberger.de/Gorippus_not_Corippus.pdf PDF-Datei]).&lt;br /&gt;
* {{RE|IV,1|1236|1246|Corippus|[[Franz Skutsch]]|RE:Corippus}}&lt;br /&gt;
* Ulrich-Justus Stache: &amp;#039;&amp;#039;Flavius Cresconius Corippus. In Laudem Justini Augusti minoris. Ein Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Berlin 1976.&lt;br /&gt;
* Vincent Zarini: &amp;#039;&amp;#039;Berbères ou barbares? Recherches sur le livre second de la Johannide de Corippe&amp;#039;&amp;#039;. Nancy 1997.&lt;br /&gt;
* Vincent Zarini: &amp;#039;&amp;#039;Rhétorique, poétique, spiritualité: La technique épique de Corippe dans la Johannide&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Recherches sur les rhétoriques religieuses.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Brepols, Turnhout 2003, ISBN 2-503-52167-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118522167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118522167|LCCN=n82212903|VIAF=87951066}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Spätantike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Spätantike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. oder 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gorippus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Corippus, Flavius Cresconius (vollständiger Name); Gorippus; Coripp&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=spätantiker lateinischer Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 500&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 570&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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